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> 한국독일언어문학회(구 독일언어문학연구회) > 독일언어문학 > 19권 0호

"탈출구 없는 탈출" -마틴 발저의 노벨레 『도망치는 말』에 나타난 아이러니 분석-

Fliehen in der Ausweglosigkeit - Die Analyse der Ironie von der Novelle Martin Walsers "Ein fliehendes Pferd" -

육현승 ( Hyun Seung Yuk )

- 발행기관 : 한국독일언어문학회(구 독일언어문학연구회)

- 발행년도 : 2003

- 간행물 : 독일언어문학, 19권 0호

- 페이지 : pp.173-192 ( 총 20 페이지 )


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초록(외국어)
Die vorliegende Arbeit zielt darauf, zu erla¨utern, warum die Kritik u¨ber Ein fliehendes Pferd mit der Absicht Martin Walsers nicht u¨bereinstimmte. Problematisch ist fu¨r uns Marcel Reich-Ranickis Einscha¨tzung, daβ Martin Walser in dieser Novelle seine Ru¨ckkehr zu sich selbst zu unternehmen versucht. Joachim Kaiser sieht in der Novelle den Verlust der Walserschen Tendenzio¨sen. Auf Grund dieser Kritiken ko¨nnen wir nicht umhin, zu fragen, ob Walser sein politisches Verhalten wirklich gea¨ndert hat. Energisch dementiert Martin Walser selbst das Urteil von Marcel Reich-Ranicki und erwidert korrigierend: Das Grundthema der Novelle sei doch in seinen Romanen genauer ausgefu¨hrt und motiviert. Diese Kluft zwischen dem Autor und seinen Kritiker beruht meines Erachtens auf dem Miβverstan¨dnis bezu¨glich der Ironieoperation Martin Walsers. Aufgrund dieser Ansicht analysieren wir die Ironie, die in der Novelle konstruiert ist. Der Ironierprozeβ, der durch die negative Kraft getrieben wird, ist in der Novelle Ein fliehendes Pferd ein anderer als in dem vorigen Roman Jenseits der Liebe. Wa¨hrend der Ironierprozeβ zur negativen Identita¨t in dem vorangegangenen. Roman hauptsa¨chlich durch die innere Bewuβtseinbewegung des Protagonisten vorangeht, braucht der Protagonist in dieser Novelle einen Gegenspieler, der den Protagonisten zur negativen identita¨t fu¨hrt. Beide Figuren stehen sich wie beim Boxkampf u¨ber: der berteidiger Helmut Halm und der Herausforderer Klaus Buch. Was der ironische Prozeβ hier leistet, ist zuna¨chst die Entblo¨βung von Halms Identita¨t, die umso mangelhafter erscheint, je mehr er sie schu¨tzen will. Danach fu¨hrt er aber auch zur Entblo¨βung von Klaus Buch, die durch das Bekenntnis seiner Frau Helene geschieht. In Bezug auf ihre Lebenseinstellungen unterscheiden sich beide Helden nur5 in der Fluchtrichtung und beide versuchen auf verschiedene Weise, ihre Identita¨t zu wahren. Es geht um die Schein-Identita¨t und das Schein-Selbstbewuβtsein, die von den geltenden Verha¨ltnissen vereitelt werden. Ihre Vorstellungen von einem freien Ausweg werden durch den Ironieprozeβ vernichtet. Diese Vorstellung erweist sich als reine Illusion, die in der Wirklichkeit unmo¨glich ist. Die Gegensa¨tze jedoch, die sich in der Klaus/Helmut-Konfrontation der Walserschen Novelle herausbilden, erweisen sich am Ende als Ta¨uschung; sie sind Ergebnis derselben ironischen Operation beider Freunde. Sie ko¨nnen nichts anderes tun, als hilflos den zwingenden sozialen Verha¨ltnissen zuzustimmen. Die ausweglosigkeit des Fliehens ist durch die Ironie deutlich zu erkennen. Die Novelle endet nicht bei dem Punkt, an dem sich die Entblo¨βung der negatien Identita¨t von den Hauptfiguren vollsta¨ndig vollzieht. Es kommt noch eine Erz¨ahl-Sequenz, die eine reflexive Bewegung auf die Gesamtkonstruktion einleitet. Im Zug endet die Novelle damit, daβ Helmut Halm das Erza¨hlte von Anfang an buchsta¨blich wiederholt. Problematisch und bedenklich erscheint uns diese Wiederholbarkeit der gesamten Geschichte von Halm und Sabine, weil diese Verschiebung in die Ich-Beichte eine Interpretation wie die Marcel Reich-Ranickis ermo¨glichen ko¨nnte, der die Wiederholung als ein Symbol fu¨r die politische Resignation und auch als eine Reduzierung des gesellschaftlichen Standpunkts auf den individuellen, psychischen deutet. Aber diese Interpretation widerspricht dem Ironiebegriff Martin Walsers, weshalb er eine solche Interpretation heftig dementiert. Meiner Ansicht nach beru¨cksichtigt diese Interpretation nicht die Walsersche ironische Operation, weil der Anspruch der politischen Vera¨nderung nicht aus dem dargestellten Miβverha¨ltnis selbst, sondern aus dem Herausarbeiten des Lesers entsteht. In der Absicht Martin Walsers soll das Ende als ein Lernprogramm fu¨r den Leser funktionieren, damit dieser den entscheidenden Schritt tun kann. `Helmut beginnt die Geschichte zu erza¨hlen, die der Autor geschr

논문정보
  • - 주제 : 어문학분야 > 독문학
  • - 발행기관 : 한국독일언어문학회(구 독일언어문학연구회)
  • - 간행물 : 독일언어문학, 19권 0호
  • - 발행년도 : 2003
  • - 페이지 : pp.173-192 ( 총 20 페이지 )
  • - UCI(KEPA) : I410-ECN-0102-2009-850-003798774
저널정보
  • - 주제 : 어문학분야 > 독문학
  • - 성격 : 학술지
  • - 간기 : 계간
  • - 국내 등재 : KCI 등재
  • - 해외 등재 : -
  • - ISSN : 1229-0106
  • - 수록범위 : 1993–2019
  • - 수록 논문수 : 1232