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독어독문학(구 독일문학)검색

Koreanische Zeitschrift fur Germanistik


  • - 주제 : 어문학분야 > 독문학
  • - 성격 : 학술지
  • - 간기: 계간
  • - 국내 등재 : KCI 등재
  • - 해외 등재 : -
  • - ISSN : 1226-8577
  • - 간행물명 변경 사항 : 독일문학(~2017)-> 독어독문학(2018~)
논문제목
수록 범위 : 35권 0호 (1985)

GEORG TRAKL 시에 나타난 서정적 자아 (抒情的自我)

김기선 ( Ki Son Kim )
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Fruedrich Schiller 의 「Rauber」 연구

김승옥 ( Sung Ock Kim )
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카프카 소설의 서술구조

김용익 ( Yong Ik Kim )
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Mehrfach ist von den vielen Interpreten Kafkas die Frage gestellt worden, ob seine Werke eigentlich deutbar ist. Angesichts der verschiedensten Deutungen sprach man von einer Vieldeutigkeit and dementsprechend von einer Undeutbarkeit. Zugleich hat man versucht, diese Undeutbarkeit aufzulSsen. In den letzten Jahren hat man den erzahltechnischen Problemen Kafkas groBe Aufmerksamkeit geschenkt. Vitale Anregungen zur Erforschung der Erzahltechnik Kafkas waren seit Beginn der Funfzigerjahre von F. BeiBner and seinem Schuler M. Walser ausgegangen. Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, einen Schritt caber das Stadium der Vermutungen caber Kafka and seine Werke hinaus zu tun, indem sie einen Zugang zu seiner literarischen Welt mit Hilfe der Erzahlperspektive, der Zeit-Raumstruktur and der Ambivalenz sucht and sich mit der Erstellung eines neuen Interpretationsmodells auseinandersetzt. Die einsinnige Erzahlweise Kafkas bedeutet Beschrankung auf die Erfahrungs- and ErkenntnismSglichkeit der Hauptgestalt. Durch diese Erzahlweise sieht Kafka die Isolation and den Tod all seiner Hauptgestalten. Bei Kafka hat die Raumstruktur zwei Varianten: einen leeren and einen uberfullten Raum. Diese beiden Varianten unterstreichen auch die Einsamkeit des Menschen, die ihn zuletzt aus der Welt schaffen soil. Im AnschluB an die Raumstruktur zeigt die Zeit auch eine minimale Dimension. Die Zeit bei Kafka ist paralysiert, weil sich die Handlung wie im chloB$quot; im Kreise bewegt and die Handlung nach onotonie des Wiederholungszwangs$quot;, dem mmergleichen$quot; (Theodor W. Adorno: Prismen, S. 314, 328) sucht. In, seinen Werken bildet Kafka Bern die Dualitst von Innerlichkeit and AuBenwelt, Individuum and Gesellschaft. Das Ich erlebt die Fremd. heit, die Feindlichkeit and die Beziehungslosigkeit zur Gegenwelt. Das Ergebnis dieses Erlebnisses ist der Tod. Es wird immer Pro and Kontra in der Kafka-Forschung geben. Um diese Schwierigkeit zu beseitigen oder zu uberwinden, ist es notwendig, daB man die weitere Erforschung der Struktur zukunftig in den Mittelpunkt der Kafka-Forschung setzt.
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Kafkas erste Erwahnung von Kierkegaard beginnt in seinem Tagebuch mit dem 21. August 1813 (caber ,Buch der Richters`) and sein erste dokumentarische Beschreibung des Werkes 1: urcht and Zittern` Kierkegaards wird im Briefe zwischen Oktober and November 1917 gezeigt. Hingegen berichtet Kafka in seinem Tegebuch vom 23. September 1912, daB er seine Erzahlung ,Das Urteil` in der Nacht vom 22. bis 23. von 10 Uhr abend bis 6 Uhr friih in einem Zug geschrieben hat. Aufgrund dieses schriftlichen Zeugnisses ist auch die Behauptung zu rechtfertigen, daB Kierkega~ids EinfluB auf Kafkas Erzahlung ,Das Urteil` sich gar nicht finden ktSnnte, aber meiner Meinung nach wird es vermutet, daB Kafka wegen seiner Verwandtschaft mit der existenziellen Idee Kierkegaards viel fruher als diese Zeitphase das Werk ,Frucht and Zittern` bekommen hatte. InfolgendermaBen, die Nachweisung, daB sich Kafkas existenzeille Idee im Vergleich zum Werk ,Furcht and Zittern` von Kierkegaard sehr eng der religibsen Anschauung nahert, ist das wichtigste Indiz als die erste ineinander korrelative Bedingung beider. Es zeigt sich klar, daB Kafka die existenzielle Idee Kierkegaards durch ,Die Heilige Schrift` des Christentums and durch ,Talmud`, des Satzungsbuches der Juden bereits anerkannt hatte. In diesem Sinne ware es mbglich, Kafkas Erzahlung ,Das Urteil` sei von Kierkegaard auf der Basis von der Heiligen Schrift des Judentums oder des Christentums beeinHuBt worden. Kierkegaards existenzielle Weltanschauung besteht in drei Stufen: 1) die asthetische Existenz, 2) die moralische Existenz, 3) die religise Existenz, Die Hauptfigur ;Georg Bendemann` im Werk ,Das Urteil` ist ein irdischer sinnlicher Mensch, der nach Kierkegaard als ,die asthetische Existent` gilt. Georgs Freund-Figur in Petersburg des russischen Landes wird ,als ))eine symbolische Projektion von Georgs besserem Ich, seiner Verwandtschaft mit Kafka((` nachgewiesen, Georgs monstrbser Vater-Imago, welcher ,in dieser Erzahlung dem Sohn als Schuld anlastet, dessen grenzlose Egozentrik, das Bestehen auf der eigenen Subjektivitat` verwift, bedeutet eine allmachtige Gottheit als ,eine innere Komponente Georgs, dle sich als Gegenuber postuliert` im Vergleich Abrahams Gott ,Yehovah`. Und Der Vater vertritt ,absolutes Selbst`, die Persbnlichkeit ,des Freundes als des Gemeinsamen durch Kafka`, and verteidigt ,den Freund in RuBland als den fernen kindlichen Teil des Ichs von Georg Bendemann`, In dieser Sinne Bind die Figuren, ,Georg` and ,der Freund` keine einzelnen selbstandigen Gegenuber, sondern gelten ,als zwei Komponente einer Seele. Der wesentliche Grund des Urteils, warum Georg von seinem Vater zum Ertrinken verurteilt wird, ist abhangig von der Unwissenheit seiner schuldhaften Tfitigkeit; seine Schuld, d, h, Georgs Verbrechen bestand in seiner Egozentrik. Was bedeutet die Verurteilung zum Ertrinken? Nach Harmut Binder bedeutet dies such die Wiedergeburt and die Verbesserung desjenigen, der nicht moralisch, sondern nur sinnlich (=asthetisch) wie Don Juan nach seiner eigenen Lebenslust begierig ist, weil die Verurteilung zum Ertrinken andeutungsvoll durch das religibse rituelle Bad nach dem Judentum and dem Christentum als Reinigung der Schuld zu verstehen ist. Wahrend Abraham von seinem Hielsvater, Gott, Yehovah, durch seinen unbedingen Glauben, seine nachgiebige Gefolgsamkeit, seine willige Entschliel3ung zur Opfer seines einzigen Sohnes Isaak als ,Auserwiihlter and Erbe der VerheiBung` gesegnet and gegnadet worden war, ist Georg ,von seinem leiblichen Vater verflucht, der Freund hingegen ist gesegnet von seinem geistlichen Vater.`

Gottfried Benn 의 미학관과 문학이론

김인수 ( Inn Su Kim )
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Gottfried Benn (1886-1956) wird von den Nationalsozialisten als Schwein, von den Kommunisten als Trottel, von den Demokraten als geistig Prostituierter, von den Emigranten als Tberlaufer and von den Religiosen als pathologischer Nihilist bezeichnet. Trotzdem schuldend sich die neueren deutschen Generationen wieder an semen asthetischen Anschauungen, besonders an seiner absoluten reinen Gedichtslehre. Es gibt drei Themen, die Benns Werke durchziehen: Die Wirklichkeit, die Form and der Geist. Er akzeptiert keine Wirklichkeit, da diese fur ihn ein kapitalistischer Begriff and Ausdruck des Darwinismus ist. In dieser irdischen Welt stand er dem Nihilismus entgegen. Fur ihn gibt es nicht mehr das Postulat: der Mensch sei ein ht~heres Wesen. Der Mensch ist radikal entlarvt and entthront worden. Er versucht in der Kunst den Nihilismus zu uberwinden. Fur Benn ist Kunst eine metaphysische Tatigkeit an sich, die letzte europaische Metaphysik uberhaupt. Innerhalb des allgemeinen europaischen Nihilsrnus alter Werte erblickte er eine andere Transzendenz, als die der sch8pferischen Lust. Nur wenn die Kunst bestehen bleibt als eigentliche Aufgabe des Lebens, ihre Identitat, ihre metaphysische Tatigkeit, zu der sie uns verpflichtet. Benn definiert: Der Mensch ist ein Wesen, das selbst and dessen Begriffe genau uberwacht werden mussen, veil er eben nicht ein Tier ist, wie Spengler behauptet. Namlich: der Mensch sei ein Raubtier, Benn hat weiter gesagt: diese berwachung geschieht nicht durch biologische, sondern durch intellektuelle Prinzipien. Bei Benn sind Denken and Sein, Kunst and die Gestalt dessen, der sie macht, das Handeln and das Eigenleben von Privatleuten, das Leben and der Geist vi11ig getrennte Wesenheiten. Bei Benn heiBt Existenz Nervenexistenz and Leben provoziertes Leben. In dieser Arbeit habe ich das lyrische Ich in den Gedichten Benns in zwei Modelle unterschieden, Er hat in seinen fruheren Werken die dionysische Haltung and in den spateren eine statische Haltung. Das dionysische lyrische Ich in den Werken okain$quot;, Geist$quot;, ? Nacht$quot; oder ynthese$quot; hat einen Schwellungscharakter, Er ubersteigt sich in die Extase and die Transzendenz, Er ist hyperraumisch and quasigottlich im Ich-Gefuhl. In die innere Wirklichkeit bohrt er and ahnt ein kolektives Leben and die Ewigkeit des Daseins. Benn erklart, daB die Fruhmenschen das Urbild vom kollektiven Leben hatten. Er glaubt, daB wir auch nur in der Kunst das Urbild erfahren kbnnen, Rhythmus, Droge and modernes autogenes Training, das Atembeten an Buddha, versetzt uns in Rausch and provoziert in uns das uralte Leben, in dem es keine Spaltung zwischen AuBen and Innen, Ich and Wirklichkeit gibt, Das statische lyrische Ich in den Werken nemone$quot;, insamer nie$quot; and er allein ist$quot; ist in die innere Emigration aristokratisch zuruckgetreten, Es gibt eine bestimmte Distanz zwischen dem Ich and der Welt, Er gehsrt der Welt nicht an, sondern ist ihr Betrachter and lebt nur im Geist, Bei dem statischen lyrischen Ich gibt es nur zwei Dinge: die Leere and das bezeichnete Ich, Die 3.eere ist eine Voraussetzung, den Nihilismus zu uberwinden and eine neue Transzendenz uber den Abgrunden zu setzen, Das bezeichnete Ich ist das aus gestoBene, einsame, leidende oder berufene Ich. Er formt, also ist er! Formstill sieht ihn die Vollendung an. Innerhalb des allgemeinen Verfalls der Inhalte and der verlorenen 12ealitat ist das moderne Gedicht das absolute. Im absoluten Gedicht ist Artistik der Versuch der Kunst, sich selber als Inhalt zu erleben nd diesem Erleben einen neuen Stil zu geben, Das moderne Gedicht ist die monologische Kunst, denn das Gedicht ist immer die Frage nach dem Ich. Im absoluten Gedicht heiBt Dichten, sich auf sichselber aus zurichten. Das lyrische Ich im absoluten Gedicht wartet auf das Sich$quot;Treffen, veil es anders lebt, als es ist,

Uber das Literaturverstandnis der expressionistischen Anthologien in Deutschland

( Tscheong Seok Bae )
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Die Epoche des Expressionismus von 1910 bis 1924 ist u, a, durch die groBe Zahl der Anthologien, and zwar vornehmlich der lyrischen Anthologien gekennzeichnet. Bei unserer Betrachungen grog es darum, was fur ein Literaturverst~ndnis in den Vor- and Nachworten dieser Anthologien leitend war. Als Ergebnisse unserer Betrachtungen laBt sich folgendes feststellen: Erstens ist hier eine ambivalente Haltung der expressionistischen Anthologisten zu beobachten. In den Vor- and Nachworten bestehen gleichzeitig die Gleichgultigkeit gegen das Publikum and die groBe Wirkungseifer. Zweitens kann man ein Literaturverstitndnis der ,Ummitteibarkeit` feststellen. Hier bedeutet die Unmittelbarkeit zweierlei: einerseits den direkten Aufrufcharakter and andererseits die Bekenntnishaftigkeit der expressionistischen Literatur. Diese beiden Aspekte fuhren zu dem thematischen Literaturverstandnis and damit zu dem ,Poetologie-Defizit` dieser Epoche. Eine Ausnahme bildet zwar der ,Sturm`-Expressionismus, der entgegen dem vorherrschenden thematischen Literaturverstandnis eine ,vollkommenene Aussagelosi:ceit` in der Literatur anstrebte, der aber die Kritik des Poetologie-Defizits nicht vollkommen entkraften vermag. Unsere Arbeit ist eine vorlaifige. Es bleibt noch die Aufgabe, dieses in den Vor- and Nachworten zum Ausdruck kommende Literaturverstandnis mit den dichterischen Texten der expressionistischen Autoren zu konfrontieren and so zu dem besseren Verst~ndnis dieser Texte zu kommen.
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독일어 양화어의 통사 구조와 논리 형태 연구

신수송 ( Soo Song Shin )
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Die logische Form (LF) der naturlichen Sprache, die in der B-Theory$quot; der Transformationsgrammatik entwickelt wurde, bietet eine Verbindung zwischen der syntaktischen and der semantischen Strukturen der naturlichen Sprache. Im AnschluB an diesen methodologischen Ansatz habe ich in diesem Aufsatz einige Spracherscheinungen der Quantorphrasen im Deutschen kritisch behandelt. Die Ableitung der LF aus der syntaktischen S-struktur(im Sinne des EST-Modells) umfaBt sowohl die WH-Phrase als auch die Quantorphrase, die durch eine Sonderregel der Quantorhebung an den Knoten des Satzes chomsky-adjungiert. Die WH-Phrase, die durch eine ove-a$quot; unter den Knoten COMP gehangt wird, unterscheidet sich auf der Ebene der LF von der Quantorphrase nicht, da die beiden als eine Rolle des Operators fungieren. Im ersten Kapitel werden zwei Definitionen fur die OperatorVariable bildenden Strukturen gegeben. Im zweiten Kapitel werden einige Ableitungsbeschrankungen zur wohlgeformten LF(z.B. eftness Condition$quot; and C-Beschrankung) des Deutschen behandelt, Im dritten Kapitel wird der Versuch beschrieben, die bisher als Quantorphrase behandelte definite Deskription (hauptsachlich von Russel and von den modelltheoretischen Semantikern) nicht als Quantorphrase, sondern als Eigenname zu behandeln. Auf diese Weise werden die normalen Quantorphrasen wie jed-, ein-, einig- usw. von Eigennamen and der definiten Deskription unterschieden, Dieses Unterscheidungskritetinm soll als ein universal geltendes Prinzip angenommen werden, das ja our Erforschung der Universalgrammatik eine groBe Rolle spielt.

서정적 자아의 변증법적 구조 Rilke 의 Duineser Elegien 을 중심으로

안문영 ( Mun Yeong Ahn )
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Der Schein der thematischen Widersprnchlichkeit des groBen Zyklus DL]IN,ESER ELEGIE,N von Rile 1Bt sich aufheben durch die Feststellung der dialektischen Grundisaltuag des lyrischen Ich, dessert $lt;Empfindungsweise (Schiller) in der Spapnung zwischen dem Elegischen and dem $lt;Satirischen$gt; liegt. Bilden die neBativem ;Bedingungen der Existenz (die Verganglichkeit and das Einzelttsein) den Grund des Elegischen; ,so wird die Verneinung dieser Bedingungender ,Gegenstand des,Satixischen. Aus dem Span, nungsverh~ltnis dieser beiden $lt;Empfindungsweisen) geht der poetische Imperativ hervor, die vom erkannten odesschicksal erweckten Schmerzen $lt;fruchtbar) zu machen (1. DE), was nichts anderes als die knnstlerische bzw, poetische Verwanfilung ds Hiersens darstellt. Dieser Imperativ setzt die Umkehr uom 6eins-J zum $lt;Daseinsideal$gt; voraus. Der in die Kunstgestalt transformierte Schmerz als $lt;Wohnort$gt; des Menschen (10, DE) soil erst das $lt;Dasein$gt; verwirklichen, das gegen die vergehende Zeit $lt;da$gt; zu sein vermag and ein Korrelat der uber das Einzelnsein hinausgehenden Empfmdungen des Menschlichen darbietet. Paradoxerweise erreicht die poetische Sprache selbst das ideate Dasein durch die Bekenntnis zum Hiersein. Aus der Selbstreflexion auf die Mbglichkeit des Daseins gehen das Elegische and das Satirische zum Jubel hinuber. So laBt sich die Einheitlichkeit der DUINESER ELEGIEN im ganzen auf dem einheitlichen Zusammenhang des $lt;elegischen$gt;, des $lt;satirichett$gt; and des $lt;poetologischen Ich$gt; statutieren,

문학에서 그로테스크 - 문학작품 분석방법으로서의 그 개념 -

유종영 ( Jong Yung Ryu )
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In dieser Arbeit wird versucht, nicht nur die wesentlichen Momente des Grotesken in der Dichtung zu erforschen, sondern auch darauf hinzuweisen, als interpretatorisches Mittel den Begriff des Grotesken auf die Praxis anzuwenden, Der Begriff entstammt der bildenden Kunst. Seine Wanderung and Ausweitung von einem Bereich .zu einem anderen Iegt die Vermutung nahe, daB die Ausgrabungen des spaten Mittelalters nicht nur eine Ornamentik zutage ftrderten, sondern daB im Bauprinzip`dieser Ornamen. tik eine MSglichkeit kiinstlerischen Gestaltens Iiegt. Es ist durchaus am urspringlichen Sinn festzuhalten: Nicht-Zusammengehdriges wird vermischt, Disparates zur Einheit gezwungen. Verfolgt mannuberblicksartig die Entwicklung des Groteskbegriffes bis zum I8. Jahrhundert, so stellt sich heraus, daB der wenig elaboriete and durchaus uneinheitliche Begriff meist pejorativ verwendet wird, Durch Wolfgang Kaysers Buch ,Das Groteske. Seine Gestaltung in Malerei and Dichtung` ist die Diskussion um das Groteske als asthetische and literaturwissenschaftliche Kategorie in eine neue Phase eingetreten. Obwohl seine vier Definitionen des Grotesken zwar unfaBbar Bind and bei der Interpretation eines Werkes sogar zur Ratlosigkeit zwingen, aber sie haben bis in die unmittelbare Gegenwart auf die Germanistik dominierend eingewirkt. Die Kritik an Kayser konzentriert sich auf die Punkte: historischer Einsatz mit Wortgeschichte ab dem 16. Jahrhunert, Kaysers Definitionen and die sprachliche Unscharfe, Unterbetonung des komischen Moments and die fehlende gesellschaftliche Einbindung grotesker Kunst. Das Groteske gerat Kayser in seinem unspezifischen Entfremdungsbegriff and unfaBbaren Es zum kunstlerischen Exorzismus, dem Versuch, das Damonische zu banen and zu beschwaren. Durch die Kritik an Kaysers Definitionen laBt sich eine pragmatische Tendenz des Grotesken legitimieren, daB Hintetgrunde der grotesken Darstellung in bezug auf die Realitat zu erforschen Bind. Da es nur durch die werkimmanente Interpretationsweise nicht gelingen kann, die Realitat zu erreichen, ist es unmSglich, die realm Hintergrunde der grotesken Darstellung durch den formalasthetischen Groteskbegriff zu erhellen. Das Groteske ist die scharfste Auspragung von Gesellschaftskritik, In diesem Sinne hat der Begriff des Grotesken mit dem der Satire zu tun. Aber das Groteske bringt als ein Mittel der Darstellung eine negative Seite der Gesellschaft zum Ausdruck, wahrend die Satire eine positive Seite darstellt, Angenommen, daB der Grund der grotesken Darstellung in der Realitat liegt, soll es untersucht werden, das Groteske von der Weltanschauung and Intention des Autors, von der werkimmanenten Seite and von der rezeptionsasthetischen Seite her auszugehen. Inhaltlich ist das Groteske eine Entstellung des Menschen, die entweder durch die Weltanschauung des Menschen selbst oder durch das gesellschaftliche Unrecht verursacht wird. Naturlich Boll sich dieser Inhalt in der grotesken Form zeigen. Im Sinne der Deformation des Menschen ist das Groteske wohl der Karikatur ahnlich, aber es unterscheidet sich von der Karikatur durch die Illusion. Besonders stellt sich das Groteske als Reimorphisierung des Menschen dar, dabei wird die Entwurdigung des Menschen durch eimorphe$quot; Pradikat zum Ausdruck gebracht. Und die groteske Deformation bestimmt sick durch Lcherlichkeit and eine Komponente des Grauenhaften, Furchtbaren, Beklemmenden, sie ist sinnfalliger and bildlicher Ausdruck gesellschaftlichen Widerspruchs. Als asthetische Kategorie kann mit diesem pragmatischen Begriff eine Person, wie auch der gesamte Handlungslauf oder die Form eines Werkes als grotesk aufgefaBt werden.
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