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독어독문학(구 독일문학)검색

Koreanische Zeitschrift fur Germanistik


  • - 주제 : 어문학분야 > 독문학
  • - 성격 : 학술지
  • - 간기: 계간
  • - 국내 등재 : KCI 등재
  • - 해외 등재 : -
  • - ISSN : 1226-8577
  • - 간행물명 변경 사항 : 독일문학(~2017)-> 독어독문학(2018~)
논문제목
수록 범위 : 59권 0호 (1996)
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‘Lenz als Sozialreformer’ - dieser Titel klingt befremdlich, weil es fast nicht bekannt ist, daß Lenz zahlreiche Schriften zu diesem Thema verfaßt hat. Diese Schriften beschra¨nken sich nicht nur auf kulturelle Bereiche wie Sprache und Erziehung. sondem umfassen fast alle Bereiche der Gesellschaft wie Wirtschaft, Handel, Finanzen und Milita¨r. Darunter sind die Schriften zur Milita¨rreform besonders zahlreich. 「U¨ber die Soldatenehen」 heißt die repra¨sentative Schrift, in der sich das Reformkonzept von Ixnz am besten zeigt. Das Konzept beschra¨nkt sich nicht auf die Milita¨rreform, sondem bezieht. sich auf die gauze Gesellschaft. Im ersten Teil dieser Schrift wird die Idee des Bu¨rgersoldaten anhand dreier Thesen u¨ber den Bu¨rgersoldaten, den Verteidigungskrieg und die Menschenliebe konkretisiert Bu¨rgersoldat heißt der Soldat, der die einzige ldee vertritt, deren Inhalt zum Vorteil des einzelnen Soldaten gereicht. Im zweiten Teil wird ein Weg zur Verwirklichung der Idee des Bu¨rgersoldaten gesucht: Zuna¨chst werden die Vorschla¨ge bzw. Mittel angegeben. die sich dann notwendig bzw. nu¨tzlich. und als leicht vollfu¨hrbar erweisen. Zuletzt wird das Resultat der Reform, die nach den obigen Vorschla¨gen durchgefu¨hrt wird, in allen Bereichen des Staates beschrieben. Dieses Reformkonzept von L,enz ist so konkret und wirklichkeitsnah, daß man von ihm `Sozialreformer` sprechen kann. Trotzdem konnte es keinen Fu¨rst finden, der es las. geschweige dean vollfu¨hrte. Von Anfang an gab es keinen Weg zum Fu¨rsten. Diese ausweglose Situation beschreibt eine Zeit, die Reformen dringend beno¨tigte, dies aber nicht ahnte, geschweige denn erkannte. Das zeigt, daß diese Schrift ihrer Zeit voraus ist, was ca. 30 Jahre spa¨ter in der Reform `von oben` in Preußen nach der Niederlage im Befreiungskampf gegen Napoleon. aber auch schon ca. 10 Jahre spa¨ter in der Franzo¨sischen Revolution bewiesen wurde. Die preußischen Reformers enthalten viele der Vorschla¨ge dieser Schrift. In Frankreich spielten die Bu¨rgersoldaten die fu¨hrende Rolle. Lenz war also ein `vorausschauender Sozialreformer`.
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Wie bekannt, ist Reirrer Maria Rilke (1875-1926) ein inhaltlich, gehaltlich, gedanklich nach Namen und Wes unsern Zeitgawssal reprasentierender Mystiker in semen meisten liberarischen Kontexten. Der Literaturkritiker Simon Frank sagt: `Dieser unser Zeitgenosse war ein Geisfiesveiwandter von Meister Eckhardt und Angelus Silesius - einer der großten Vertreter des urwu¨chsigen mystischen gennartisdlen Geistes!` Ebenso ist Rilke ein Geistesverwandter des Neuplatonischen Philosophen Plotin (203-269) und vor allem von Yu-An (劉安, 179-122 v. Chr.) oder Gal-Hong (葛洪, 283-343?) in dem chinesischen mystischen philosophischen Taoismus. Dieser Taoismus ist ein in Asien, besonders in China seit ungefa¨hr vier Jahrhundert vor Christus eintwickelter philosophischer mystischer Gedanke. Wie gesagt, waren die Vertreter nicht nur Laotse (老子), Konfmse (公子), sondern Yu-an und Gal-Hong. Rilkes Erza¨hlung, `Eine Tote`, und andere mystische Erza¨hlungen sind unter dem Gesichispunkt der Zuordnung mit dai Gott zngeordneten Athibuten der Dunkelheit, des Dualismus von Innerlichkeit und Welhtugewandthet, Entformung und Formung, Jenseits und Dieseits, Subjektivit¨at und Objektivita¨t vergleichbar Nach `Po-Bak-Ja` (抱朴子) von Gal-bong ist `Tao`(道) eine Urform, und besteht urspru¨nglich in der Dunkelheit. Und als eine Form, die noch nicht gestaltet ist, , ist `Tao` eine Urquelle von Ruhe und Stille, wie Rilke in seinem Gedicht `Stunden-Buch` schreibt, weil `Tao` ein Urgrund ist und ebenso Urvater aller Dinge, auch eine Urstimme und Urquelle alley Stimmen. In diesem Sinne ist die Symbolik im `Stunden-Buch` mit dem taoistischen Gedanken zu kontrastieren. Auch in der Erza¨hlung `Eire Tote` von Rilke ist die Hauptfigur ein totes Ma¨dchen, das schon vor tausend Jahren in dieser Welt gestorben war. Aber sie ist ein jetzt wiedergeborenes Ma¨dchen. Wie ist das mo¨glich? Nach Po-Bak-Ja (抱朴子) von Gal-Hong (葛洪) ist die taoistische Lehre in drei Teile zu teilen: 1) das himmische Elysium (天仙) wie die Auferstehung Jesu Christi in das Himmelreich, 2) das irdische Elysium (地仙), wie die Zikade nach dem Abscha¨len in die Luft fliegt, 3) das feenla¨ndiche Elysium (尸解仙) u.s.w. Die Chinesische Lehre, die taoistische mystische Theorie, daß man nach dem Tode wieder geboren werde oder auferstehen ko¨nne, bedeutet den Zustand einer Zikade, die selbst ihre Hu¨lle abscha¨lt Mit der Schale, die sich im Sommer nach der Seelenwanderung verkleidet, weist Rilke auf den ersten Tod hin, wie Gal-Hong sagt. Dementsprechend erla¨utert das zweite Leben nach dem ersten Tode die Wiedergeburt, so wie ein kleiner Vogel in der Erza¨hlung, `Eine Tote` aufersteht, so wie es die buddhistische Lehre im brahmanisch Upanishad der lnder darstellt.

막스 프리쉬의 소설 『어려운 사람들』 에서의 아이러니와 서정성

배정석 ( Tscheong Seok Bae )
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In dieser Arbeit wird versucht, Max Frischs Roman 『Die Schwierig oder J` adore ce qui me bru^le』 zu analysieren und zwar im Hinblick auf die bekannte Ku¨nstler Bu¨ger-Problematik Max Frisch ist sich durchaus der literarischen Tradition dieser Problematik bewußt, die in diesem Zusammenhang zuru¨ck zu Thomas Manns 『Tonio Kro¨ger』 und Gottfried Kellers 『Gru¨nen Heinrich』 hinfu¨hrt. Bei der exem plarischen Textanlyse wird deutlich, wie sich Frisch these literarische Tradition in seinem Roman aneignet und ihr seine eigene Farbe zu geben weiß. Sowohl die Welt des Ku¨nstlers wie die des Bu¨rgers werden in diesem Roman Gegenstand der Kritik, aber finden auch in ihren jeweiligen Werten durchaus Anerkennung. In dieser Hinsicht ist Frisch ein guter Schu¨ler von Thomas Mann. Er scha¨tzt, wie er bekennt, den Wert der literarischen Waffe `Ironie` und ist schon in diesem Fru¨hwerk ein Meisber der Ironie. In diesem Roman steht aber neben der Ironie der vielgelobte, $quot;einzigartige Lyrismus$quot; von Max Frisch. Der Herbst als Sinnbild der $quot;Verga¨ngnis$quot; und des Lebens u¨berhaupt findet hier sprachlich meisterhafte Formulierungen, die der Autor spa¨ter in seinen andern Werken selber zitiert. U¨berhaupt finden sich in diesem Fru¨hwerk manche Vorzeichen, die auf seine spa¨teren und reiferen Werke hinweisen. So finden wit bier z. B. schon erste Spuren seines beru¨hmten $quot;Bildnisgedankens$quot;. Sowohl in der Thematik wie in der erza¨hlerischen Kunst ist dieser Roman ein gelungenes Fru¨hwerk.

볼프강 쾨펜의 전후소설에 관한 고찰

진영철 ( Young Cheol Jin )
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Wolfgang Koeppen ist Großsta¨dter und schreibt als solcher. Der urbane Stil Koeppens setzt mit den drei Nachkriegsromanen, na¨mlich $quot;Tauten im Gras$quot; , $quot;Das Treibhaus$quot; und $quot;Der Tod in Rom$quot; ein, indem er die Stadt zum wesentlichen Bestandteil seiner Romane macht. Das Ziel der vorliegenden Arbeit weist eben auf die Andeutungen der drei Romane in den fu¨nfziger Jahren hin. Die Stadt als Ort des Geistes ist der Lebensraum des Sta¨dters, der im 2. Weltkrieg zersto¨rt wurde. Koeppen wollte eine Stadt in Bayern mit ihren Bewohnern, die ohne eine bestimmte Kultur wiederaufgebaut wurde, beschreiben. Er wollte dann eine Stadt im Ausland schildem, wo die zwei deutschen Familien zusammentreffen. Also sind seine Nachkriegsromane aus einer Mischung aus Leiden am Vaterland, Zom und Trauer geschrieben. Sie sind auch hochaktuelle Darstellungen der deutschen Nachkriegsgesellschaft. Die Generation nach dem 2.Weltkrieg, die Koeppen in $quot;Tauben im Gras$quot; beschreibt, ist ebenfalls eine verlorene. Der Roman war so eindrucksvoll und eigenartig, als es sich um einen politischen in unmittelbarer Gegenwart spielenden Roman auf dem ho¨chsten literarischen Niveau handelte. Zahlreich wie Tauben im Gras sind die Haupt und Nebenpersonen, die den Roman bevo¨lkern und das Stadtkollektiv repra¨sentieren;der Roman hat keinen Helden, aber rear Haupt- und Nebenfiguren. Es handelt sich hier in $quot;Tauben im Gras$quot; um ein sta¨dtisches Panda¨monium. Was die Stadt panda¨monisch macht, ist ihr Kulter- und Werzerfall, den sie selbst verko¨rpert und der sich auf die Menschen und ihre Wertvorstellungen u¨bertra¨gt, d.h, das Bo¨se beherrscht das Feld. An die Stelle der tradierten Werte treten Quasi-Werte wie zum Beispiel der Kitsch und das Geld. Deshalb teilt Koeppen in $quot;Tauten im Gras$quot; seine Personen nicht rear in Reiche und Arme ein, damit er zeigt, wie sich die Macht des Geldes auf die menschlichen Beziehungen auswirkt. Zum Beispiel gibt es Liebe zwischen Mann und Frau in der Stadt nicht mehr, dagegen Prostitution, Homosexualita¨t und sexuelle Perversion. Der Wertzerfall macht sich auch in der Kunst bemerkbar. Die Kunst, bzw. die Musik wird zur Pseudokunst, zum Kitsch. Die Schlagermusik, der man am ha¨ufigsten im Werk(meistens solche aus dem Musikkoffer von Odysseus, den Josef tra¨gt) begegnet, stellt den negativen Pol der Musik, sozusagen Bo¨se dar. Sogar bei Josefs Tod doch die menschliche, ja u¨berirdische Stimme einer Marion Anderson in dem allgemeinen La¨rm der Stadt unter. Der Wertzerfall wirkt sich auf den Menschen selber aus. Da sein Leben durch den Verlust an Werten immer sinnloser und leerer wird, kann er es mit neuen Quasi-Werten ausstatten. Es gibt nicht nur kitschige Quasi-Kunst, sondern auch kitschiges Leben und Verhalten des Menschen. Diese Aspekte, die in $quot;Tauten im Gras$quot; meistens angedeutet warden, erfahren im $quot;Das Treibhaus$quot; eine Steigerung in Keetenheuve, der als einzelner der allgemeinen Restauration gegenu¨bersteht, und erreichen endlich im $quot;Der Tod in Rom$quot; ihren Ho¨hepunkt in Judejahn, der die Wiederkehr des Nationalsozialismus verko¨rpert. Koeppens Romane beschra¨nken sich nicht auf die Schilderung der Stadt als Ort des Ungeistes, sondem werden auch zu Bericht u¨ber das Individiuum. Koeppens Außenseitergestalten sind nicht als $quot;Held$quot; im konvenfionellen Sinn zu verstehen. Seine Auseinandersetzung mit der Gesellschaft kann sugar, wie im Fall Keetenheuves, mit dem Untergang enden. Phillipp gelingt es dagegen, sich in die Rolle des Sonderlings zu flu¨chten. Am wenigsten exponiert als Außenseiter ist Siegfried, der als Ku¨nstler zu den tradierten und sanktionierten Formen des Außenseitertums lebt. Man hat Koeppen immer wieder vorgeworfen, daß er in semen Nach-kriegesromanen keine Lo¨sung, keinen Vera¨nderungsvorschlag anbiete. Greiner macht deshalb die bo¨se Kritik gegen Koeppens Romane. Aber der Autor Koeppen, als er
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Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kehrte Brecht nach Ost-Berlin in der Sovietischen Besatzungszone zuru¨ck und hatte dort hauptsa¨chlich als Regisseur bis zu seinem Tode (1948-56) gearbeitet Am Berliner Ensemble hatte Brecht erstmals Gelegenheit, sein $quot;episches Theater$quot; auszuprobieren, indern er seine Dramen aus der Exilzeit und $quot;bearbeiteten$quot; Dramen anderer Autoren inszenierte. Aber Brechts Arbeit in der Ost Berliner Zeit ist der koreanischen Germanistik u¨berhaupt kaum bekannt. Nicht nur wegen ihres Desinberessement fu¨r Theater, sondem auch wohl wegen des Widerwilles gegen den Sozialismus wurde $quot;Brecht in der Ex-DDR$quot; nicht untersucht. Bei dieser Arbeit handelt es sich darum, Bnechts Theatearbeit in Ostßerlin, seine lnszenierung der $quot;Mutter Courage und ihre Kinder$quot; und Bearbeitung des $quot;Hofmeister$quot; von J. M. R Lenz zu analysieren. In der $quot;Mutter Courage$quot;-Inszenierung hatte Brecht mit Erich Engel (der Regisseur der $quot;Dreigroschenoper$quot;-Urauffu¨hrung in Berlin 1928) versucht, den Zuschauer auf die Verbundenheit des Kriegs mit dem Gescha¨ft hinzuweisen und das Volk hierdurch als Opfer zu zeigen. Fu¨r die Vermittlung des $quot;Lehrhaftes$quot; waren die $quot;epischen$quot; Spielweisen eigebaut, sowohl wie Songs und perso¨nliche Kommentare, die den szenischen Verlauf unterbrechen, a1s auch in der schauspielerischen Darstellung, die die Einfu¨hlung des Zuschauers mit den Figuren verhindern. Trotz des grossen Erfolgs der Auffu¨hrung brach der Kritiker-Streit wegen des $quot;epischen` Theater aus. In der Debatte ging es vor allem um das $quot;epische$quot; Theater Brechts. Fritz Erpenbeck, der zur marxistisch-leninistischen Position geho¨rbe und auf Lukacs` a¨sthetischen Theorie beruhte, betrachtete die Auffu¨hrung vielmehr als $quot;dramatisches$quot; Theater denn als $quot;episches$quot; und warf sie mit dem Formel $quot;Dekadenz$quot; vor. Hingegen verteidigten Herbert Ihering, Paul Rilla und Wolfgang Harich aus der progressiv-sozialistischen Position Brechts $quot;episches$quot; Theater; Harich konstatierte Unterschiede zwischen Brechts Theater und dem westlichen, bu¨rgerlichen Theater, und er widersprach Erpenbecks $quot;Dekadenz$quot;-Begriff. Dieser Kritiker-Streit erinnerte sich an die $quot;Expressionismus$quot;-Debatte in den dreißiger Jahren, die in der Moskauer Zeitsdirift $quot;Das Wort$quot; zwischen Brecht und Luka´cs entwickelt wurde. Ausserdem war die $quot;Mutter Courage$quot;-Auffuhrung umstritten: Denn sie wich vom Theater des sozialistischen Realismus ab, das auf Stanislawskis Theorie basiert, und Brechts $quot;negatives$quot; Theater entha¨lt keine optimistische Vision des Sozialismus, sondem vielmehr $quot;graue, du¨stere To¨ne$quot;. Im $quot;Hofmeister$quot;-Drama von J. M. R. Lenz bemerkte Brecht die Urspru¨nge der $quot;deutschen Misere$quot; in der modernen deutschen Geschichte, und durch die Bearbeitung versuchte er, den $quot;Knechtsinn$quot; der konservativen deutschen Intellektuelle erkennbar zu machen. Brechts Bearbeitung lag vor allem darin, die Figuren umzugestalten, Szenen zu rekonstruieren und soziale, wirtschaftliche Bezu¨ge des Werkes einzubauen, damit das bearbeitete Werk nicht auf der individuellen Dimension, sondem auf der sozialen verstanden wird. Mit Caspar Neher fu¨hrte Brecht Regie, und die Auffu¨hrung bedeutete nicht nur Erfolg fu¨r den Schriftsteller Brecht, sondern auch fu¨r den Regisseur Brecht.

독일통일과 동독문학 대한 성찰 - Volker Braun 을 중심으로

염승섭 ( Syug S . Yom )
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Die vorliegende Arbeit besteht aus drei Teilen: dem eisben Teil u¨ber die Diagnose der gegelwa¨rtigen Situation der Germanisten nach der deutschen Wiedervereinigung, dem zweiten u¨ber die Situation der deutschen Literatur im Umfeld der Wende und danach, und dem dritten u¨ber einen Text Volker Brauns als literarisches Zeugnis von dem Ende des kommunistisch-sozialistischen Regimes. Im ersten Teil geht es mir darum, die angemessenen Kriterien fu¨r die Bewertung der zur Zeit erschienenen literarischen Werke aufzustellen und damit qualitativ hochwertige Werke zu identifizieren. Zuna¨chst richte ich mich nach dem amerikanischen Literaturkritiker, Lionel Trilling, der meint: $quot;... literature is dedicated to the conception of the self ... die Literatur ist auf die Konzeption des eigenen Ich ausgerichtet.$quot; Obwohl das eigene Ich fu¨r die Ganzheit der Zeitumsta¨nde per Synekdoche stehen mag, bezieht es sich in erster Linie auf das subjektive Erleben des einzelnen Ich. Zum anderen berufe ich mich auf die These Hegels von dem Vergangenheitscharakter der Kunst. Wenn man mit Hegel bedenkt, daß Kunst, Religion und Philosophie in ihrer Anna¨herung an die absolute Idee sich auf demselben Gebiet befinden und sich durch nacheinander oder sogar nebeneinander laufende Entwicklungsstadien zur Verwirklichung des absoluten Geistes bewegen, kann es nicht verwundem, daß die geistigen Ta¨tigkeiten des Menschen letzten Endes in dem freien Denken der Philosophie kulminieren. Von diesem Ende her gesehen, kann man verstehen, daß die Kunst einschließlich Literatur im Prozeß der Auflo¨sung durch das freie Denken steht. Im raschen Tempo der Verbreitung des Wissens im Informationszeitalter fa¨llt es der Literatur zunehmend schwer, die Ganzheit des Lebens im Wetteifer mit anderen audiovisuellen Mitteln rechtzeitig zu konzeptualisieren und a¨sthetisch zu gestalten. Der a¨sthetische Umweg wird ha¨ufig verku¨rzt oder anders als sonst modelliert, so daß man zwischen A¨sthetik und biographischem Zeugrtis kaum unterscheiden kann, wovon viele als literarische Texte fungierende (auto)biographische Schriften heutzutage zeugen. Ich habe versucht, zu argumentieren, daß der ju¨ngste Roman von Gu¨nter Grass $quot;Ein weites Feld$quot; zumindest der Konzeption nach den angegebenen Kriterien fu¨r ein `Jahrhundertwerk` entspricht, und daß die politische Dimension eher als die a¨sthetische Konstitution des Buches zu dessen Verriß durch die korservative Lite raturkritik fu¨hrte. Zum Schluß habe ich anhand eines Textes von Volker Braun gezeigt, wie eindringlich die Entstehung, der U¨berlebenskampf, und der Verfall des DDR-Regimes von einem DDR-Schriftsteller dargesbellt ist. Dabei habe ich darauf hingewiesen, daß die spa¨teren Werke Volker Brauns sowie die Christa Wolfs insbesondere als ein wertvolles literarisches Erbe zu betrachten sind, das von dem Ende des DDR-Regimes und somit auch vom End.e seiner Literatur Zeugnis gibt.
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In den letzten 5 Jahren erschienen zahlreiche literarische Werke, in denen die deutsche Vereinigung und ihre Auswirkungen thematisiert werden. Demgegenu¨ber lieges bisher nur vereinzelt Rezensionen und ku¨rzere Aufsa¨tze u¨ber diese Literatur vor. Auffa¨llig ist auch, daß sie sich u¨berwiegend nur auf einzelne Bu¨cher beziehen. Eine umfassende wissenschaftliche Aufarbeitung und Analyse zu dieser Thematik steht also noch aus. Dieser Gesamtu¨berblick, der den Kontextbeziehungen zwischen den einzelnen Werken breiten Raum gibt, sollte ein Schwerpunkt zuku¨nftiger Forschung sein. Eine solche allseitige Untersuchung spnengt natu¨rlich die Mo¨glichkeiten eines Aufsatzes und bleibt folgerichtig unfangreichen wissenschaftlichen Arbeiten bzw. Buchpublikationen vorbehalten. Deshalb mo¨chte ich mich in meinen Ausfu¨hrungen auf Volker Brauns Gedicht $quot;Das Eigentum$quot;(1990), Helga Ko¨nigsdorfs Erza¨hlung $quot;Gleich neben Afrika$quot; (1992) und Christoph Heins Drama $quot;Randow$quot;(1994) konzentrieren. Gemeinsam ist den drei gewa¨hlten Autoren, daß sie aus der ehemaligen DDR stammen Zudem trugen sie durch die Spezifik ihrer jeweiligen kritischen Literatur sowie durch ihr Engagement zur Verbreitung von Ideen bei, die der Demokratisierung des Sozialismus dienen sollten. In diesem Sinne geho¨ren alle drei Autoren zu den Reformsozialisten, d.h jenen Intellektuellen, die $quot;einen dritten Weg$quot; bzw. einen $quot;wahren Sozialismus$quot; durch Vera¨nderungen $quot;von innen$quot; als Alternative zu dem der damaligen BRD rasch und einseitig gefu¨hrten Vereinigungsprozeß favorisierten. Diese Gemeinsamkeiten der Autoren bilden auch eine gemeinsame Grundlage fu¨r die oben genannten drei Werke. Jedes offenbart auf seine Weise das Gefu¨hl den Verlustes, der Ratlosigkeit und $quot;furor melancholicus$quot;. Dies Gefu¨hl wird u¨ber die Betroffenheit der Helden ausgelo¨st, die bedingt durh die Vereinigung sowohl ihr Ziel wie auch den Boden unter den Fu¨Ben verloren zu haben scheinen. Das lyrische Ich im Gedicht Brauns, die autobiographisch gezeichnete Heldin in der Erza¨hlung Ko¨nigsdorfs wie die Hauptfigur im Heir Drama versuchen von dieser Welthaltung und Weltsicht ausgehend eine Emeuerung der DDR-Gesellschaft Nach der Vereinigurg fa¨llt es ihnen so schwer, sich mit einer Situation abzufinden, in der alle ihre Bemu¨hungen zum Nichts verurteilt werden. Aber die Helden der Autoren akzeptieren eine solche Verdammung nicht und betrachten die Vera¨nderung nach der Vereinigung auch mit Skepsis. So proklamiet das lyrische Ich in Brauns Gedicht trotzig, er ko¨nne bleiben, $quot;wo der Pfeffer wa¨chst$quot;. Die Heldinnen in den Werken von Ko¨nigsdorf und Hein ha¨ngen der Idee des Sozialismus nicht so stark wie das Ich in Brauns Gedicht nach. Sie verneinen zwar die bestehende Wirklichkeit, beharren aber gleichzeitig nicht nur auf sozialis-tischen Vorstellungen. Sie fu¨hlen sich nirgends inbegriert und nirgends zu Hause. Das Unbehaustsein charakfiasiert auch den Zustand des lyrischen Ich im Gedicht von Braun. Da sein $quot;Land$quot; $quot;in den Westen$quot; gegangen ist, steht es allein in einer Leere, wo es auf einmal kein Zentrum mehr gibt. Genauer gesagt, ihm bleibt die Peripherie. Dies gilt auch fu¨r die zwei Heldinnen. Die Ich Erza¨hlerin in Helga Ko¨nigsdorfs $quot;Gleich neben Afrika$quot; sucht zuna¨chst ihre verlorene Identita¨t, indem sie Berlin verla¨ßt und in ihr Heimatdorf heimkehrt. Aber sie muß dort feststellen, daß auch ihr kleines Dorf nach marktwirtschaftlichen Prinzipien umstruktuiert und vera¨ndert ist. So kehrt sie schließlich nach Berlin zuru¨ck und sucht letztlich Zuflucht bei den Bananenstauden auf einer Insel neben Afrika. Die Flucht in die Leere, in die Peripherie vollendet sich. Die Malerin Anna in Heins $quot;Randow$quot; lernen wir als eine Frau kennen, die fru¨her in der Bu¨rgerbewegung aktiv war. Dock nach der Vereinigung hat sie das Zentnun Berlin verlassen
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한국내 하인리히 뵐 작품 수용

송익화 ( Ik Hwa Song )
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반유대주의 , 동유럽 유덴툼과 바이마르공화국 작가들

( Michael Mandelartz )
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