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> 한국괴테학회 > 괴테연구 > 11권 0호

괴테연구검색

Goethe-Yongu


  • - 주제 : 어문학분야 > 독문학
  • - 성격 : 학술지
  • - 간기: 연간
  • - 국내 등재 : KCI 등재
  • - 해외 등재 : -
  • - ISSN : 1229-7127
  • - 간행물명 변경 사항 :
논문제목
수록 범위 : 11권 0호 (1999)

괴테의 시 「 복된 동경 」 해석 시론

이정순(Jung Suhn Lee)
한국괴테학회|괴테연구  11권 0호, 1999 pp. 1-25 ( 총 25 pages)
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In der vorliegenden Arbeit wurde versucht, durch eine Interpretation des Gedichts, Selige Sehnsucht von Goethe die Bedeutung der `Sehnsucht` in ihrer dichterisch-ku¨nstlerischen Aspekte zu erhellen. Als das letzte Gedicht des Buches des Sa¨ngers in West-o¨stlichen Diuan Goethes faBt das Gedicht Selige Sehnsucht die wichtigsten Gesichtspunkte dieses Buches nosh einmal zusammen, besonders die Aspekte des Scho¨pferischen, der Entstehung des Lebendigen und ebenso die in Elementebildern ausdru¨ckbare Vielfalt der Erscheinungen menschlichen Lebens in der Liebe, aber auch die Leidenschaft des Dichters. In der ersten Strophe des Gedichts wird das Lebendige, das sich nach dem Flammentod sehnt, dessen Sehnen also im Gegensatz zum Trieb alles anderen Lebendigen nach Leben steht, u¨ber das allgemein-gemeine Lebendige erhoben und gepriesen. Die Sehnsucht nach dem Flammentod ist zuna¨chst die Sehnsucht nach der Vereinigung mit dem Licht, in dessen Abglanz erst alles zu erkennen ist, erst erscheint. Sich mit der Flamme vereinigen, hieße, sich vereinigen mit dem, was die Welt der Erscheinungen ist, hieße in letzter Konsequenz die Sehnsucht das zu sein, durch das alles in der Welt der Erscheinungen ist. Auf der anderen Seite aber, ist der in der Flamme verbrennende Nacht-Falter u.a. eine Allegorie des verbrennenden Dichters, des Augenblicks, da Leidenschaft, das intensivstes Erleben, umschla¨gt in Dichtung. Also ist diese Leidenschaft der Sehnsucht u¨ber alles Erlebbare und Erkannte hinaus, Wesen der Dichtung. Dadurch wird das Sehnsucht-Motiv zu einer dichterisch-scho¨pferischen Ebene erho¨ht. Denn die Sehnsucht ist immer Charkteristik der Dichtung und zugleich ihr Wesen, Sehensucht u¨ber alle von Menschen Erlebbare Erfu¨llung hinaus. Darum ist dieser Selbst-Imperativ in der paradoxer Zugleich, "Stirb und werde!" in der letzten Strophe des Gedichts ein gesteigerter "neu Verlangen" und zugleich Voraussetzung der "Seligen Sehnsucht". Dies versteht sich also als eine Forderung zum Selbst-Entschluß des alten Dichters, der sich nun nur zur dichterischen Leidenschaft hingeben und nicht "als tru¨ber Gast" auf der Erde zuru¨ckbleiben wollte. Dieser Entschluß wurde natu¨rlich nicht in der Flamme verzehrt(Sterben), sondern endlich gewann sein "erbetenen ew`gen Leben"(Werden), na¨mlich seine Erzeugung des großen scho¨pferischen Produkts, des West-o¨bstlichen Diuan. Damit ist die Sehnsucht des Lebendigen nach dem Flammentod nicht nur die Voraussetzung fu¨r das Symbol, sondern auch fu¨r den Ewigkeitscharakter der Dichtung.

펠릭스와 헤르질리에 「 빌헬름 마이스터의 편력시대 」 에서의 열정

박광자(Kwang Ja Park)
한국괴테학회|괴테연구  11권 0호, 1999 pp. 27-49 ( 총 23 pages)
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In Wilhelm Meisters Wanderjahren, dem Buch der Entsagenden, sind Felix und Hersilie das einzige Paar, das von der Lebensweisheit der Entsagung frei ist. Anders als die anderen Figuren im Roman (Wilhelm, Lenardo, Ododard, St. Christoph, der Rotmantel, der Barbier), die ihre jugendlichen Tra¨ume und das Irren hinter sich haben und als ta¨tige Mitglieder der Gemeinschaft nach Amerika auswandern, bleiben Felix und Hersilie bis zum Ende im perso¨nlichen Bereich: ihr Lebensinhalt ist die Liebe. Die Felix-Hersilie-Handlung schildert die jugendliche Leidenschaft, die sie spa¨ter als Entsagende zu u¨berwinden haben. Wegen der Verga¨nglichkeit ist die jugendliche Leidenschaft aber noch scho¨ner. Die Philosophie der Entsagung kommt spa¨ter. Die Felix-Hersilie-Handlung beginnt am Tag, an dem Felix "aus innerem geheimen Antrieb" (43) das ra¨tselhafte Ka¨stchen, das Symbol der Liebe, in der Ho¨hle findet. Auf den ersten Blick verliebt sich Felix in Hersilie, aber seine Hast, Ungeduld, und MaBlosigkeit bringt Unglu¨ck: er schneidet sich in den Daumen, stu¨rzt mit dem Pferd in den Graben, und fa¨llt im Strom. Was dem jungen Felix fehlt, ist das Gleichgewicht und die Distanz in der Liebe. Es ist sein Vater Wilhelm, der als Wundarzt ihn vor dem Tod rettet. Hersilie, die heitere Kritikerin in der Welt der Nu¨tzlichkeit und der Strenge, leidet auch an der Liebe: sie ist geschmeichelt von dem ju¨ngeren Felix, aber sie hat eine hoffnungslose Neigung zu Wilhelm. Ihre liebenswu¨rdigen Briefe an Wilhelm zeigen ihr Schwanken zwischen dem Vater und dem Sohn. Mit dem Schlu¨ssel zu dem Ka¨stchen versucht sie bei Wilhelm Neugier zu wecken, aber der in der Entsagung erstarrte Wilhelm ist bewegungslos. In der letzten stu¨rmischen Begegnung mit Felix wird ihr der Schlu¨ssel von ihm entrissen und bei der hastigen Drehung abgebrochen. Felix ku¨ßt sie und wird geku¨ßt. Im Augenblick dieses Kusses aber fu¨hlt Hersilie die gauze Kluft, die sie von ihm trennt. Sie sto¨ßt Felix weg, und er wirft sich aufs Pferd und stu¨rzt in den Strom. Hersilie muß ihn abwehren, weil seine Heftigkeit eine Gefahr ist, schießt dabei aber selbst u¨ber das Ziel hinaus und verletzt ihn tiefer als beabsichtigt. Ein Alter lo¨st das Geheimnis des Schlu¨ssels: fu¨r die O¨ffnung des Ka¨stchens muß man das richtige Verha¨ltnis von Na¨he und Distanz verstehen. Er dru¨ckt das Ka¨stchen zu und behauptet, an den Geheimmissen des Lebens sei nicht zu ru¨hren. "Wenn ich leben soll. so sei es mit dir." (459) sind die ersten Worte, welche der ins Leben zuru¨ckgekehrte Felix zu seinem Vater spricht. Das Ende der Felix-Hersilie-Handlung zeigt weder ein glu¨ckliches noch ein unglu¨ckliches Paar. Bis jetzt wird allgemein behauptet, Felix und Hersilie haben die Pru¨fung absolviert und stehen am Ende des Romans vor der Entsagung. Es ist mo¨glich, daß sie durch die Liebesaffa¨re etwas u¨ber das Leben gelernt haben, aber die Felix-Hersilie-Handlung an sich zeigt die Scho¨nheit der jugendlichen Leidenschaft gegen die Altersweisheit der Entsagung.

괴테의 노벨레 「 쉰 살의 남자 Der Mann von funfzig Jahren 」 에 나타난 육체의 담론

김숙희(Suk Hie Kim)
한국괴테학회|괴테연구  11권 0호, 1999 pp. 51-70 ( 총 20 pages)
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Der Mann von fu¨nfzig Jahren ist eine Novelle, die im Roman Wilhelm Meisters Wahderjahre Goethes enthalten ist. Wilhelm Meisters Wanderjahre ist so struktuiert, daß einige Novellen in die Haupthandlung mit der Hauptfigur Wilhelm verschoben sind. Und diese Novellen sind mit der Haupthandlung verknu¨pft in der Hinsicht, daß das Thema sowohl der Haupthandlung wie dieser Novellen die Entsagung ist. Allerdings ist das Thema der Novelle Der Mann uon fun¨fzig Jahren auch die Entsagung, and zwar die Entsagung der Liebe. Und es ist der alternde Ko¨rper des Majors, der ihm die Entsagung der Liebe bringt. Der Ko¨rper spielt die entscheidende Rolle bei der Entsagung des Majors. In diesem Aufsatz werden die Diskurse des Ko¨rpers dieser Novelle analysiert. Es kommen drei Arten von Diskursen des Ko¨rpers vor: das Altern des Majors, die ju¨ngen Ko¨rper des jungen Paars und der Diskurs des Schauspielers, des Freundes des Majors, der die Kunst der Verju¨ngung ausu¨bt. Zuna¨chst u¨ber den Ko¨rper des Majors: Der Major, die Hauptfigur dieser Novelle, erfa¨hrt unerwartet die Liebe seiner Nichte Hilarie. Er versucht sogar die Kunst der Verju¨ngung mit Hilfe des Freundes(Schauspielers), um Jung auszusehen. Aber er gibt seine Liebe zu Hilarie auf, nachdem er erkannt hat, daß Hilarie jetzt nicht mehr ihn sondern seinen Sohn Flavio liebt. In diesem Entsagungsprozeß spielt sein Ko¨rper eine wichtige Rolle. Kurz: Ein Vorderzahn ist ihm ausgefallen. Das Ereignis verursacht ihm große Angst vor dem Altern and wird als Warnsignal aufgenommen. Nach dem inneren leidenschaftlichen Leiden akzeptiert er seinen alternden Ko¨rper and paßt sich seiner Natur an. Gegenu¨ber dem alternden Ko¨rper des Majors steht der Ko¨rper des jungen Paars. Flavio, der eigentlich die scho¨ne Witwe geliebt hat, nimmt nach der Zu¨ru¨ckweisung seiner Liebe auf Hilariens Schloß Zuflucht. Hilarie tro¨stet Flavio and zwischen ihnen wa¨chst nach and nach die Liebe, wa¨hrend der Major vom Schloß abwesend ist. Die Eislaufszene, wo Flavio und Hilarie alleine auf dem weiten Glatteis unter dem hellen Mondlicht in der kalten Winternacht tanzen, ist die eindrucksvollste Szene der ganzen Novelle. Der Major, der von seinem eigenen Gut nach Hllariens Schloß zuru¨ckkommt, wird selbst Zeuge dieser Szene. Die Eisfahrt des jungen Paars, das mit der Natur der Winternacht vereint ist, ist so scho¨n, weil sie Jung sind. Die jungen Ko¨rper des Paars ergeben die Scho¨nheit der plastischen Bewegung in der Natur der hellen Winternacht. Und letztens: Der Ko¨rper des Schauspielers. Der Schauspieler sieht viel ju¨nger aus als der Major, obgeich er in Wirklichkeit viel a¨lter als dieser. Er tra¨gt immer das Kosmetikka¨stchen mit vielen kosmetischen Mitteln mit sich. Er wirft der Welt vor, die Lust am eigenen Ko¨rper zu unterdru¨cken. Nach seiner Meinung sollte man sein A¨ußeres pflegen and schmu¨cken ko¨nnen, and daran Lust haben. Warum muß man die Lust an der Pflege des eigenen Ko¨rpers unterdru¨cken¨ fragt er. Innerhalb der Novelle ist der Diskurs des Schaupielers marginal. Aber wenn man es aus heutiger Sicht betrachtet, ist der Diskurs des Ko¨rpers des Schauspielers sehr wirklichkeitsnah and aktuell. Ich glaube, man kann in dieser Hinsicht bestimmt eine gewisse Modernita¨t bei Goethe finden.

「 젊은 베리터의 슬픔 」 에 나타나 호머와 오씨안의 세계

오순희(Soon Hee Oh)
한국괴테학회|괴테연구  11권 0호, 1999 pp. 71-91 ( 총 21 pages)
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Fu¨r Goethe bedeutet der Roman Werther den eigentlichen Anfang seiner literarischen Welt, scheint Goethes literarische Entwicklung danach jedoch ein Prozeß zu sein, in dem Goethe die Werthersche Problematik zu bearbeiten und zu u¨berwinden versucht. Die vorliegende Arbeit geht darauf ein, was den jungen Goethe, den Verfasser des Werther, und den klassischen Goethe unterscheidet, wobei Faust im Kontrast zu Werther mit in Betrachtung gezogen wird. Viele Forschungsberichten zeugen davon, aus wie vielen Perspektiven die Fragwu¨rdigkeit der Wertherschen Leiden verfolgt und untersucht worden ist. In dieser vorliegenden Arbeit wird es versucht, den Hiatus von Homers und Ossians Welt in den Vordergrund treten zu lassen, und gleichzeitig diesen ontologischen Hiatus in Verbindung mit dem Faustischen zu bringen. Dabei wird ero¨rtert, daß der ontologische Bezug wiederum mit den anderen sozialhistorischen, psychologischen und auch a¨sthetischen Bezu¨gen hineinverwoben sind. Das, worauf diese vorliegende Arbeit hinauslaufen wollte, ist die SchluBfolgerung: die Problematik des Werther ist in Faust, dem synthetischen Werk des Goetheschen Welt, u¨berwunden und schlieBlich dialektisch aufgehoben. Mit anderen Worten ko¨nnte man sagen: Werther endet mit seiner Problematik, und so entsteht und entwickelt sich die Welt des Faust.

「 빌헬름 마이스터의 수업시대 」 에서 자연의 기능

임재동(Jai Dong Lim)
한국괴테학회|괴테연구  11권 0호, 1999 pp. 93-116 ( 총 24 pages)
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Wa¨hrend des ersten Weimarer Aufenthalts zwischen Frankfurt und der italienischen Reise hat Goethe den Roman "Wilhelm Meisters theatralische Sendung" geschrieben. "Wilhelm Meisters Lehrjahre" ist 1794-1796 entstanden. In der italienischen Reise(1786-1788) hat Goethe sich in die Naturbetrachtung vertieft. Infolgedessen ist bei den Figuren "Werther" und "Meister" ein charakteristischer Unterschied zu erkennen. Goethe hat in der Figur "Werther" etwas Melancholiches aus dem bu¨rgerlichen Leiden an der Gesellschaft gestaltet. Charakteristisch fu¨r ihn ist es darin, daß er sich als Bu¨rger immer wieder in die empfindsame Innerlichkeit der Natur oder der Gesellschaft zuru¨ckzieht. Man kann in den "Lehrjahren" auch noch die Figuren als Pathogenese des Abgeschnittenseins von der gesellschaftspolitischen Ta¨tigkeit sehen - Harfner und Mignon. Sie sind als das Idealbild fu¨r Wilhelms Ku¨nstlertum versinnbildlicht. Sie sind aber gestorben, in der Zeit, wo Wilhelm mit einem Mitglieder der Turmgesellschaft, Natalie, einen Bund schließt. Wilhelm hat die Empfindsamkeit von Werther u¨berwunden, was die Folge hat, daß er mehr und mehr zur Einsicht in die Naturgesetze gelangt. Das war fu¨r Wilhelm erst mo¨glich durch die Erkenntnis der a¨ußeren Naturgegensta¨nde und die vernu¨nftige Turmgesellschaft. Der Erza¨hler hat Natalie "eine edle Natur" und "eine scho¨ne Seele" genannt. In diesem Sinne enthu¨llt sich Natalie als die poetische Verko¨rperung der Naturgesetzlichkeit. Wilhelm wird mit Natalie verheiratet und hat ein Glu¨ck erlangt, das er mit nichts in der Welt vertauschen mo¨chte. Dieses Glu¨ck ist mo¨glich bei der geistigen Reifung des Gleichgewichts zwischen inneren und a¨ußeren Welt. Man versteht unter der inneren Welt in den "Lehrjahren" die Theaterwelt, die Wilhelm verlassen hat. Werther war dagegen in die Seite der Natur vertieft, Wilhelm tritt in die Gesellschaft zur gesellschaftspolitischen Ta¨tigkeit ein.

괴테 문학에서의 자살 문제

유창국(Chang Kook Yu)
한국괴테학회|괴테연구  11권 0호, 1999 pp. 117-139 ( 총 23 pages)
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In diesem Aufsatz geht es um die Selbstmo¨rder von Werther und Faust. Es wird versucht, Werthers Petrarkismus, Verhalten wie Christus u¨ber das Selbstopfer und Fausts Erstehung als Selbstheilung im Oster zu untersuchen. So wird deutlich, daß die Verweise Werthers auf Christus erst angemessen zu verstehen sind, wenn man begreift, wie sehr das Versta¨ndnis Christi durch G. sich auf die Gestalt Werthers hin bewegt. Nur unter diesen Umsta¨nden wird man die christologische Aura um Werther nicht als konzedierende Ru¨ckversicherung an eine Tradition verstehen ko¨nnen, zu der die Bindungen locker geworden waren, sondern als die Neuscho¨pfung einer Sprache metaphysischer Versta¨ndigung aus dem Potential literarischer Vieldeutigkeit. Eine weitere Variante im Umgang mit petrarkistischen Vorstellungen bietet Werthers Phantasieren - u¨ber das Selbstopfer. Sofern es sich an der Christologie orientiert, sind seine Quellen schon erwa¨hnt worden. Daß es aber die Geliebte ist, durch die er sich den Kelch gereicht sieht, entspricht den bittersu¨ßen Liedbesqualen des Petrarkismus eher als dem Johannes-Evangelium. Die kirchliche U¨berlieferung spielt dabei nur eine a¨ußere, ironisch gebrochene Rolle. Faust nimmt den Stellvertretertod Christi an, ohne die Bedingungen zu akzeptieren: "Die Botschaft ho¨r` ich wohl, allein mir fehlt der Glaube."(V.765) Daß er dennoch einer symboischen Auferstehung teilhaftig wird, die ihn vom Selbstopfer suspendiert, fu¨hrt er nicht auf das christliche Mysterium zuru¨ck, sondern auf die Selbstheilung durch das wiedergefundene Gefu¨hl: "Die Tha¨ne quint, die Erde hat mich wieder!"(V.784) Fausts Sehnsucht nach Tatengenuß richtet sich fortan auf das irdische Leben. Im Form tragen die Selbstmo¨rder die katholischen Kleider, aber im Inhalt die Antikatholischen. Bei Helden zeigt sich prometheische Wille zum Leben und zur Freiheit.

괴테의 「 파우스트 」 공연사

이원양(Won Yang Rhie)
한국괴테학회|괴테연구  11권 0호, 1999 pp. 141-171 ( 총 31 pages)
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In der koreanischen Germanistik hat man sich bisher nur literaturwissenschaftlich mit Goethes Faust bescha¨ftigt, und dessen Bu¨hnengeschichte stand niemals zur Diskussion. In letzter Zeit werden aber immer mehr Stimmen laut, daß die einseitig philologisch orientierte Germanistik ihren Forschungsbereich und Horizont erweitern sollte. Deshalb will dieser Beitrag einen U¨berblick u¨ber die Bu¨hnengeschichte des Faust im theatergeschichtlichen Zusammenhang geben und damit die ersten Diskussionen u¨ber diesen Gegenstand ero¨ffnen. Seit der Vero¨ffentlichlung dieses Dramas gab es zwar schon 1819 den ersten Versuch, Teile des Faust I im Schloß Montbijou in Berlin aufzufu¨hren, aber die Urauffu¨hrung kam erst 1829 in der Inszenierung von August Klingeman am Hoftheater in Braunschweig zustande. Anla¨Blich der 100ja¨hrigen Wiederkehr von Goethes Ankunft in Weimar inszenierte Otto Devrient 1875/1876 Faust I und II und richtete das Gesamtwerk als "Mysterium fu¨r zwei Tagewerke" ein. Nach einer Statistik im Ausstellungskatalog Faust und Mephisto(1983) gab es im Zeitraum von 1829 bis 1982 rund 900 deutschsprachige Faust-Inszenierungen. Die Bu¨hnengeschichte des Faust ist auch eine deutsche Ideologiegeschichte. Insbesondere nach der Reichsgru¨ndung 1871 entstanden Weihe- und Festspielgedanken fu¨r die Faust-Dichtung und diesbezu¨gliche Bemu¨hungen setzten sich in der zweiten Ha¨lfte des 19. Jahrhunderts fort. Außer Otto Devrient sind v. a. in diesem Zusammenhang Richard Wagner und Franz von Dingelstedt zu nennen. Nach dem MiBbrauch des Faust als Kriegspropaganda im Dritten Reich geriet er nach dem Ende des 2. Weltkriegs in beiden Teilen Deutschlands erneut in den ideologischen und inszenatorischen Blickpunkt. Als herausragende und wirkungsgeschichtlich folgenreiche Inszenierungen sind u.a. folgende zu nennen: Gustaf Gru¨ndgens Hamburger Inszenierung 1957/58 und Brechts/Monks Urfaust-Inszenierung 1952/53. Die koreanische Erstauffu¨hrung des Faust kam in der U¨bersetzung und Regie von Suh Hang-Suk erst 1966 zustande. Es versteht sich von selbst, daß die koreanischen Inszenierungen direkt oder indirekt unter dem Einfluß der deutschen stehen. Deshalb hoffe ich, daß dieser U¨berblick u¨ber die Bu¨hnengeschichte von Goethes Faust auch zur qualitativen Verbesserung und Weiterentwicklung der ku¨nftigen Faust-Inszenierungen in Korea einen Beitrag leister kann.

괴테 「 색채론 」 의 구조와 그 현대적 의미

장희창(Hee Chang Zang)
한국괴테학회|괴테연구  11권 0호, 1999 pp. 173-189 ( 총 17 pages)
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Goethe wehrt sich von Anbeginn gegen Newtons Definition der Farbe als objektiven Bestandteils des Lichts, denn die auf das MeBbare und Quantitative gerichtete Erkla¨rung la¨ßt gerade das fu¨r ihn Wesentliche außer acht: der Farbe spezifische Qualita¨t, wie sie uns in Gelb. Rot und Blau entgegentritt. Erst durch die Verwandlung des Lichts im Auge des Sehenden entsteht Farbe von bestimmter Pra¨gung. Goethe will weder das Auge noch das Licht untersuchen; er setzt sie als bekannt voraus. Ihn bescha¨ftigt vielmehr die lebendige Beziehung beider, wie sie sich in den Farben manifestiert. Er experimentiert zwar, aber seine Versuche unterscheiden sich von denen der Naturwissenschaft darin, daß sie ihren Gegenstand weder aus dem Zusammenhang mit den u¨brigen Erscheinungen noch aus der Verbindung mit dem Beobachter lo¨sen, wobei weitgehend der Erlebnischarakter gewahrt wird. Gerade dieser Charakter, diese lebedige Beziehung erscheint in den Werken Goethes als Urpha¨nomen. Die Urpha¨nomene erachtet Goethe als dem Menschen ada¨quate Formen der Erkenntnis und Anschauung. In ihnen werden die gestaltenden Kra¨fte der Natur im Bild faßbar. Wa¨hrend es urspru¨nglich das Ziel jeder Naturforschung war, die Natur mo¨glichst so zu beschreiben, wie sie an sich, d. h. ohne unseren Eingriff und ohne unsere Beobachtung wa¨re, so erkennen wir, daß eben dieses Ziel unerreichbar. Eben deswegen richten einige Physiker der Moderne auf Goethes Denkweise. Goethe hat vorausgeahnt, daß die fortschreitende Umgestaltung der Welt durch die Verbindung von Technik und Naturwissenschaft sehr gefa¨rlich sei. Also wird vor allem hervorgehoben, daß Goethes Naturbetrachtung vom Menschen ausgehe, daß in ihr der Mensch und sein unmittelbares Naturerlebnis den Mittelpunkt bilde, von dem aus sich die Erscheinung in eine sinnvolle Ordnung fu¨gen. Eben darin ko¨nnten wir sogar den Ansatzpunkt der modernen o¨kologischen Denkweise sehen.

괴테 시대의 살롱문화 - 궁정문화에서 시민문화로 -

한성자(Sung Ja Hahn)
한국괴테학회|괴테연구  11권 0호, 1999 pp. 191-209 ( 총 19 pages)
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In dieser Arbeit geht es um den Weimarer Musenhof, in dem Herrzogin Anna Amalia als Salonie`re fu¨r die Pflege der scho¨nen Ku¨nste Sorge trug. Die geselligen Zirkel bei Anna Amalia waren repra¨sentativ fu¨r den fur Kunst und Literatur aufgeschlossenen Hof und bildeten einen besonderen Anziehungspunkt. In ihrer beru¨hmten Tafelrunde im Wittumspalais trafen sich regelma¨ßig gebildete Frauen und Ma¨nner, unter denen meistens Mitglieder des Liebhabertheaters, aber such Christoph Martin Wieland und Herder. Vor allem bildeten Poesie und Musik den Inhalt der Gespra¨che, bei denen sich jeder einzelne zwanglos auch fu¨r sich bescha¨ftigte. Wa¨hrend der Sommermonate wurde die Gesellschaft nach Tiefurt eingeladen. Hier traf man sich in freier Natur, pflegte geistreiche Unterhaltung wie im Wittumspalais. Neben sta¨ndigen Ga¨sten kamen spa¨ter such Schiller, Jean Paul, die Bru¨der Humboldt und Voß nach Tiefurt. Auf Initiative Anna Amalias entstand eine eigene Zeitschrift, das beru¨hmt gewordene Tiefurter Journal. Sie wurde nicht gedruckt, sondern kursierte in elf handgeschriebenen Exemplaren, wurde aber dennoch weithin bekannt. Von 1780 bis 1784 erschienen 49 Nummern. Durch Goethes Mitwirkung erlangete das Liebhabertheater einen vorher nie erreichten Ho¨hepunkt. Das Repertoire enthielt neben Stu¨cken der Weltliteratur auch zahlreiche zeitgeno¨ssische Singspiele und Komo¨dien, vor allem aber Bu¨hnendichtungen Goethes, wie Die Mitschuldigen, Die Fischerin und Iphigenie auf Tauris (Prosafassung). Da es seit dem Schloßbrand in Weimar keine feste Spielsta¨tte gab, wick man zum Theaterspielen in die Sommerschlo¨sser Ettersburg und Tiefurt aus. In der Stadt stand dafu¨r das Redoutenhaus an der Esplanade zur Verfu¨gung. Die reizvolle landschaftliche Umgebung von Ettersburg und Tiefurt veranlaBte das Liebhaberensemble im Sommer gelegentlich auch zu Auftritten in der freien Natur. Neben Corona Schrot¨er, der einzigen professionellen Schauspielerin der Liebhaberbu¨hne, geho¨rten dem Ensemble ferner von Knebel, von Seckendorff, Ma¨rchendichter Musa¨us und Luise von Goechhausen an. Gelegentlich traten auch Carl August, sein Bruder Constantin und Anna Amalia auf. Im Jahre 1780 wurde das gebaut. Zu Redouten kam man in zweiwo¨chentlichem Turnus regelma¨ßig in der Zeit zwischen dem Weinachtsfest und Aschermittwoch sowie in unregelma¨ßiger Folge in der Herbstsaison zusammen. Geselligkeit in Weimar, das war zuna¨chst vor allem Hof-Geselligkeit, wie sie die Zirkel Anna Amailas, die Redouten und das Liebhabertheater zeigten. Tra¨ger der Geselligkeit war die Hofgesellschaft. So unternahm Goethe nach der Ru¨ckkehr aus Italien den Versuch, eine eigensta¨ndige Form bu¨rgerlicher Geselligkeit zu begru¨nden. Ihm schwebte eine gelehrte Gesellschaft vor, die regelma¨Big Sitzungen zu gemeinsamer Unterhaltung, Vorlesungen und anderen Mitteilungen durchfu¨hren sollte. Monatlich, jeweils am ersten Freitag, war eine Session vorgesehen. Tagungsort war Goethes Haus am Frauenplan, mitunter auch das Wittumspalais. Unter sta¨ndigen Teilnehmern fanden auch Voigt, Wieland, Herder und Hufeland. Nach dem Scheitern der Freitagsgesellschaft versuchte Goethe noch einmal, sein eigenes Haus zu einem geselligen Zentrum zu entwickeln. So entstand eine Runde, die unter dem Namen in die Kulturgeschichte des klassischen Weimar eingegangen ist. Dieser Verein fu¨r bessere Geselligkeit verpflichtete die Beteiligten, unter denen die Ehepaare Schiller, Egloffstein, Wolzogen und Meyer, sich wo¨chentlich einmal, abends nach dem Theater, im Goetheschen Hause zu treffen. Hier kam es darauf an, eine Geselligkeit von neuer Qualita¨t zu befo¨rdern, die im Zusammenspiel von Geist und Musik zu einer gesungenen Geselligkeit fu¨hren sollte. Es ging auch scheitern aus Anlaß von einer von Kotzebue inszenierten, jedoch gescheiterten Schiller-Ehrung am 1803. Ein neuer bu¨rgerlicher gesellige

에우리피데스와 괴테의 「 이피게니에 」 에 나타난 신화와 계몽

임홍배(Hong Bae Lim)
한국괴테학회|괴테연구  11권 0호, 1999 pp. 211-231 ( 총 21 pages)
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In dieser Arbeit habe ich versucht, das mythische Motiv in Euripides` und Goethes Iphigenie im Hinblick auf seine geschichtskritische Symbolik zu untersuchen. Dabei gehe ich davon aus, daß beide Dichter die Schicksalsgeschichte der Tantalidentochter im Sinne der Aufkla¨rung und des Humanismus behandeln, und zwar jeder seiner Zeit ungema¨ß. In Euripides` Iphigenie bei den Taurern scheint das menschliche Tun der go¨ttlichen Wilku¨r so schicksalhaft untergeordnet zu sein, daß jede menschliche Bemu¨hung um selbstbewußte Mu¨ndigkeit unausweichlich zum Selbstverlust verurteilt werde. Dafu¨r beweist schon das Handlungsgefu¨ge bis zum scheinbaren glu¨cklichen Ende. Aber gerade auf dem Ho¨hepunkt des go¨ttlichen Schaltens und Waltens entlarvt es sich nichts anders als die Blindheit des Zufalls, wie sie durch den bekannten `deus ex machina` inszeniert wird. Das besagt, daß die go¨ttliche Gerechtigkeit in der Maske der mythischen Gestalten lediglich zur Verdeckung und Stabilisierung der verwirrenden Lebensverha¨ltnisse fingiert ist. Die kritische Distanzierung dem ritualisierten Zwang des Mythos gegenu¨ber zeigt sich vor allem darin, daß die Heimkehr der beiden Geschiwister bloß zur Anfangssituation ihres verha¨ngnisvollen Schicksals wiederzukehren scheint, weft entfernt von der Wiederherstellung des friedlichen Familienlebens. Unter derselben schlechten Unendlichkeit mu¨ßten die Polisbu¨rger des Euripideschen Zeitalters schicksalhaft leiden. Die dramatische Ironie u¨bt hier verborgene Kritik an den politischen Hintergru¨nden des sa¨kularisierten Mythos. In Goethes Iphigenie auf Tauris verliert dagegen die mythische Ebene an Bedeutung und Kraft. Mit der Entra¨tzelung des Orakels erscheint das schicksalsbestimmende gerade als ein jeder Mensch selbst, den Orest nur verkannt hat, solange er von der Rachesucht hingerissen war oder in der selbstvernichtenden Reue befangen blieb. Mit der Wiedererkennung seiner Schwester ist jedoch kein Ziel erreicht, sondern damit ist ein noch tieferer Konflikt in den Vordergrund gestellt. Dabei handelt es sich um die Mo¨glichkeit und Bedingung des menschlichen Zueinanders, namentlich zwischen einer `zivilisierten` Griechin und einem Barbarenko¨nig. Iphigenie kann nur dann heimkehren, wenn Thoas sich entsagt, und er hat es getan. Iphigenie entsu¨hnt seinen Vater, indem sie in Thoas ihren zweiten Vater findet. Aber Thoas verliert alles, was er scha¨tzt. Die Verso¨hnung gilt also nur scheinbar. Dieser Scheincharakter weist auf die Idealita¨t der menschlichen Wechselbeziehungen hin, die sich auf dem gleichwertigen Austausch gru¨ndet.
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