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> 한국괴테학회 > 괴테연구 > 15권 0호

괴테연구검색

Goethe-Yongu


  • - 주제 : 어문학분야 > 독문학
  • - 성격 : 학술지
  • - 간기: 연간
  • - 국내 등재 : KCI 등재
  • - 해외 등재 : -
  • - ISSN : 1229-7127
  • - 간행물명 변경 사항 :
논문제목
수록 범위 : 15권 0호 (2003)

괴테의 파우스트와 현대의 인본주의

김수용 ( Kim Su Yong )
한국괴테학회|괴테연구  15권 0호, 2003 pp. 1-30 ( 총 30 pages)
7,000
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Der "Prolog im Himmel" in Goethes Faust gilt in der langen Geschichte der Faust-Forschung allgemein als eine der wichtigsten Szenen des ganzen Dramas, da in ihm angeblich die grundlegende Rahmenstruktur der dramatischen Handlung festgelegt wird. Es wird aber von der Forschung wenig beachtet, dass eben in diesem Prolog die Trennung des diesseitigen Geschehens vom Jenseitigen vollbracht wird Indern Gott dem Teufel Mephisto versichert, sich von jeglichem irdischem Geschehen fern zu halten und Faust, dem symbolischen Vertreter der Menschen bei dessen Kampf gegen das "Bo¨se" nicht beizustehen, und indem er bei diesern Wort treu bleibt, wird das irdisch-anhpozentrische Binnenspiel von dem u¨berdisch-theozentricschen "Prolog" prinzipiell abgesetzt. Dies macht jede Auslegung des Dramas fraglich, die das Wort Gottes mit seiner pra¨destinierenden metaphysischen Bestimmung des menschlichen Lebens als vera¨ssliche Sinngebung verstehen will. Es sei ausdru¨cklich darauf hingewiesen, dass Goethe sein Faust-Drama "eine Trago¨die" betitelt hat. Die vorliegende Arbeit geht davon aus, dass Goethes Faust ein Drama der modernen Menschen ist, die nach jenem `Tod Gottes`, d.h. nach der Zersto¨rung der christlich-mittelalterlichen Weltordnung, eine Schifffahrt in ein unbekanntes Meer gewagt haben, in der Hoffnung, einen neuen Hafen zu finden, der sie besser bergen ko¨nnte als der alte christliche. Dies sol1 bedeuten, dass Goethes Drama eine theatralische Gestaltung dessen ist, was man, in Anlehnung an Habermas, "das Projekt Moderne" nennt. Da die alte Weltordnung samt allen ihrer Beschra¨nkungen zersto¨rt wurde, du¨rfen die modernen Menschen nicht mehr "sollen", ihnen bleibt nur "wollen". Folglich bilden uneingeschra¨nkt freie Selbstentscheidung und Handlung zur unendlichen Entgrenzung das Wesen dieses faustischen Willensmenschen. Dieses absolute Subjekt, das keine u¨bergreifende Ordnung anerkennt, sol1 nun durch seine freie Ta¨tigkeit eine neue gesellschaftliche Ordnung schaffen. Das heiBt, die modernen Menschen mu¨ssen die Widerspru¨che zwischen ihren freien, subjektivistischen, individuellen und privaten Handlungen einerseits und bindenden, objektiven, gemeinschaftlich orientierten und o¨ffentlichen Nomen andererseits u¨berwinden. Solange es ihnen nicht gelingt, ist die `moderne` Schifffahrt nur eine Irrfahrt, oder, wie Goethe meint, es irrt der Mensch, solang´ er strebt. Fausts Versuch, auf dem vom Meer gewonnenen Land eine neue Gesellschat zu gru¨nden, ist gerade sinnbildlich fu¨r diese Widerspru¨che. Zwar ist ihm gelungen, sich eine utopische Gemeinschaft vorzustellen, aber sein Traum von freiem Grund mit freiem Volke ist nur Illusion eines blinden alten Mannes. So ist Fausts ho¨chster Augenblick fu¨r Mephisto nur ein leerer Augenblick. Wenn man die beiden Augenblicken in eins bringen ko¨nnte, wa¨re das Projekt Moderne vielleicht zu retten.

『친화력』의 오틸리에

박광자 ( Park Gwang Ja )
한국괴테학회|괴테연구  15권 0호, 2003 pp. 31-51 ( 총 21 pages)
6,100
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Die vorliegende Arbeit bescha¨ftigt sich mit Ottilie in Goethes Wahlverwandischaften, wie sie als Frau dargestellt wird. Am Anfang wird Ottile, die Pflegetochter Charlottes, von der Vorsteherin des Ma¨dchenpensionats als ein sich zuru¨cktretendes, demu¨tiges Ma¨dchen vorgestellt. Sie ist keine erfolgreiche Schu¨llerin, die wder Fa¨higkeiten noch Fertigkeiten zeigt, aber ihre Dienstbereitschaft und Bescheidenheit wird von dem `Gehu¨lfen` hochgescha¨tzt. Ottilie ist die Verko¨rperung des Weiblichen im Sinne der Unwissenheit und Unschuld. Mit der Begegnung mit Eduard beginnt eine neue Phase fu¨r Ottilie. Sie wird die "vo¨llig Herrin des Haushalts", und als die natu¨rliche Scho¨nheit wird sie "der Augentrost" fu¨r Eduard. Schon beim ersten Blick wirken die Wahlverwandtschaften bzw. die magische Anziehungskraft unter ihnen. Durch die Leidenschaft von Eduard, der nie die Entsagung gelernt hatte, genet Ottilie in die selbstlose Liebe. Eduard und Ottilie sind wie fu¨reinander geschaffen, aber ihre Trennung ist unvermeidlich, weil die Konvention es fordert. Der Tod Ottos macht Ottilie deutlich, dass sie sich von Eduard fernhalten muss. Die Erkenntnis, dass sie die natu¨rliche Bahn verlassen hat, la¨sst sie in die Welt der Verschlossenheit hineingehen. Bemerkenswert bei Ottilie ist, dass ihr Gestalt den religio¨sen Bildem a¨hnlich ist. Mit ihrer schlichten Kleidung und den demu¨tigen Geba¨rden vermittelt sie den Eindruck eines mittelalterliches Asketen. Ihre charkteristische Geste, wie sie ihre Ha¨nde in die Ho¨he hebt, sie zusammendru¨ckt und gegen die Brust fu¨hrt, erinnert an die Klage von der heiligen Maria. As der Architekt mit Ottilie die Fresken in der alten Kapelle neu ausmalt, werden seine Engelsgestalten der Ottilie immer a¨hnlicher, und Ottilie selbst hat das seltsame Gefu¨hl, als ob sie vor sich selbst verschwa¨nde und sich in ein himmliches Wesen verwandle. Auf der Darstellung der Pra¨sepe zu Weihnachten stellt sie die jungfra¨uliche Mutter Gottes dar, und mit dem toten Otto in ihren Armen zeigt sie "die Stellung einer Pieta¨"(Wietho¨1ter 22). Ottilie ist die jungfra¨uliche Pflegemutter fu¨r Otto. Die Affinita¨t zwischen der Ottilienhandlung und der Marienlegenden liegt in der Unschuld und der Mu¨tterlichkeit. Nach Benjamin aber ist Ottilies Unschuld nur "scheinhaft"(l75): einerseits bedeutet das die innere Reinheit, andererseits aber die Begierde. Er vergleicht Ottilie mit den Lilien, die nicht nur das Weiβe des Blumenkelches, sondern auch die su¨βen, kaum mehr pflanzliche Du¨fte haben. In diesem Sinne kann Ottilie eine Gestalt des ma¨nnlichen Wunschbildes genannt werden. Ottilie ist unschuldig wie ein Engel, und sie muss so bleiben. Ihr Erwachen als weibliches Wesen fu¨hrt sie in den Tod. Ottilie stirbt den Hungerstod und liegt im Sarg mit der Glasdecke wie schlafend. Ihre Scho¨nheit strahlt. Als schlafende Scho¨ne sieht Ottilie wie Dornro¨schen oder Schneewittchen aus. Anorexia nervosa, oder die Essensverweigerung, wird medizinisch oft als die Verweigerung des weiblichen Reifeprozesses interpretiert, und in diesem Sinne kann Ottilie mit dem Tod nach wie vor unschuldig bleiben. Sie wird geschlechtlos, ihr Sein reduziert sich auf das Bild, aber man kann auch sagen, sie wird verkla¨rt, erho¨ht sich zu einem himmlischen Wesen. Wa¨hrend der Trauerzug vorbeizieht, neigt sich Nanny aus einem Dachzimmer und stu¨rzt herab und fa¨llt unverletzt u¨ber den Leichnam. Das Ereignis verbreitet sich als Wunder, und es dra¨ngen sich die Leute, die Heilige zu sehen. Der Erza¨hler der Wahlverwandtschaften aber nimmt Distanz in seinem Bericht. Bald wird Eduard tot gefunden. "Er ahmt das Unnachahmlich nach"(490) und wird neben Ottilie beigesetzt. Der Friede schwebt u¨ber den Gra¨bern der Liebenden. So vollendet Ottilie ihre Funktion als "imagina¨res Wunschobjekt"(Konrad 200) und wird ein Symbol des Ewig-Weiblichen.

괴테의 『친화력』에서의 윤리

임재동 ( Im Jae Dong )
한국괴테학회|괴테연구  15권 0호, 2003 pp. 53-80 ( 총 28 pages)
6,800
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Ottilie in Goethes Wahlverwandtschaften (1808) hat einen anderen Charakter als Natalie in Wilhelm Meisters Lehrjahre (1794-1796). Der Held Wilhelm in Lehjahren kommt durch die Liebe zu Natalie(die scho¨ne Seele) in die Gesetze von Leben und Kunst. Es wird aber auf seinem Lernwegen Zufall oder Ironie beherrscht. Der Erza¨hler hat nicht einmal u¨ber die Bildung, die der Held sich selbst aktiv gebildet hat, erza¨hlt. Es wird in Goethes Wahlverwandtschaften eine Beziehung beherrscht. Diese Beziehung zwischen Menschen, Natur und Mensch oder zwischen einer aktiven Wahl und einer natu¨rlichen Verwandtschaften ist unvermeidlich fu¨r die Personen in der erza¨hlten Wirklichkeit. Die Sittlichkeit hat diese Beziehung vorausgesetzt, die fu¨r die Personen wie ein natu¨rliches Gesetz gewirkt hat. Diese Sittlichkeit wird erst aus dem Subjekt von Personen hergestellt (z.B. bei Ottilie), aber dann sollte einen menschlichen Umstand einbeziehen. Der Raum wird in Wahlverwandtschaften weniger als objektiv Gegebenes vergegenwa¨rtigt, vielmehr durch subjektive Brechung der Personen dargestellt. Die subjektive Erkenntnisfa¨higkeit zum Raum oder zu den Naturgegensta¨nden wird auf die Personen(besonders auf Eduard) angewendet. weil ein sittlicher Konflikt in der solchen subjektiven Erkenntnisfa¨higkeit in sich geschlossen wird.

근대인의 고뇌, 근대인의 죽음 -근대의 담론과 괴테의 『젊은 베르터의 고뇌』

홍길표 ( Hong Gil Pyo )
한국괴테학회|괴테연구  15권 0호, 2003 pp. 81-108 ( 총 28 pages)
6,800
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Im Anschluss an Erich Trunz gehe ich davon aus, dass mit dem Roman Die Leiden des jungen Werther Goethes eine "neue Epoche des Romans" beginnt, also dieser Roman den "Beginn der modernen Prosa" darstellt, wa¨hrend ich das Augenmerk auf den Zeitpunkt der Entstehung dieses Romans richte: Das Ziel vorliegender Arbeit ist es also, Goethes Werther im Zusammenhang mit dem Diskurs der europa¨ischen Moderne zu lesen. Wenn man diesen Roman vor allem mit Blick auf den zwanzig Jahre spa¨ter erschienenen Bildungsroman Wilhelm Meisters Lahrjahre liest, der das literarische Paradigm der geschichtsphilosophischen Moderne bedeutet, dann zeichnet sich das Moderne ab, das der Werther-Roman reflektiert. Die Figur Werther stellt den `obdachlosen` Modernen dar, der sich von den `alten` Ordnungen verabschiedet, aber noch kein verzeitlichtes, genuin modernes Bewuβtsein besitzt. Im Hinblick auf die Bildungsgeschichte Wilhelms, der das utopische Progressionsmodell der Moderne zugrunde liegt, ist die Geschichte Werthers diejenige des Bleibens, d. h. nicht des Werdens, die die Schlu¨sselbegriffe der Moderne, na¨mlich `Fortschritt und Entwicklung` nicht kennt. Dies zeigt sich zuna¨chst an seinem Verha¨ltnis zur Natur, deren Modus der Wiederholung seine Geschichte beherrscht. Sein Natur-Enthusiasmus stellt nur die Sehnsucht nach der `alten`, vergangenen Welt dar, die noch nicht `verzeitlicht` ist. Das noch nicht modern ausgepra¨gtes Bewußtsein Werthers kann man auch an seiner Vorstellung vom `Schicksal` ablesen. Wa¨hrend seine Geschichte sich an der Natur orientiert, wird sein Bewußtsein immer mehr von dem vormodernen, religio¨sen Schicksalsglauben beherrscht, der die moderne Vorstellung von der `Geschichte` negiert. In diesem Zusammenhang la¨sst sich sagen, dass der Tod des ausweglosen Werther notwendig ist.

괴테에서의 마성(魔性) 연구

김홍기 ( Kim Hong Gi )
한국괴테학회|괴테연구  15권 0호, 2003 pp. 109-133 ( 총 25 pages)
6,500
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Diese Arbeit behandelt den Begriff des Da¨monischen. Die Etymologie des Wortes `Da¨monisch` ist heute noch umstritten, jedoch scheint die Abteilung des Wortes daimon aus daiomai einige Richtigkeit fu¨r sich in Anspruch zu nehmen. In der Antike fehlt den alten Griechen eine einheitliche Vorstellwlg von Kraft. Kraft wurde nicht zu einem umfassenden Begriff zusammengezogen, sondern sie wurde auf einzelne Krafttra¨ger aufgeteilt. Die Tendenz der Griechen ZUr Personifikation schuf bildhafte, der Wirklichkelt entnommene Gestalten, die ihre Phantasie zu anschaulichen Krafttra¨gern ausformte. Und da der rege Geist der alten Griechen die von ihnen beobachteten Pha¨nomene der Umwelt nicht ohne Namen und Bezeichnung belassen konnte, mußten wie die Krafttra¨ger auch Krafterscheinungen einen Namen bekommen. Aber die Unbestimmbarkeit ihres Wesens und die Unmo¨glichkeit, die Krafterscheinung fu¨r alle vorkommenden Fa¨lle in ein einziges anschauliches Bild zu bannen, fu¨hrten dazu, daß der Name hierfu¨r vo¨llig im Allgemeinen bleiben mußte: das Da¨monische. Im Verlauf der Zeit erhielt dieser Begriff `da¨monisch` die Tendenz zur Aufspaltung. Dlese Tendenz fu¨hrte in hellenistischer Zeit zum Glauben an einzele bo¨se und gute Geister, und half mit dem Aufkommen des Christentums der Lehre von guten und bo¨sen Engeln ausbilden. In neuer Zeit ist wohl Goethe der erste bedeutende Mensch, der sich eingehend mit dem Begriff des Da¨monischen bescha¨ftigt hat. Immer wider versuchte er begrifflich zu erfassen, worin das Da¨monische bestu¨nde, und immer wider flu¨chte er in umschreibende Erkla¨rung widerspru¨chlicher Eigenschaften. Die Schwierigkeit der Begriffsbestimmung lag aber nicht etwa an einem Unvermo¨gen Goethes, sich pra¨ziser auszudru¨cken, sondern an der Unmo¨glichkeit einer begrifflichen Erfassung. Trotz des widerspru¨chlichen Charakters von Goethes A¨ußerungen u¨ber das Da¨monische lassen sich einige Hauptzu¨ge herausarbeiten, die uns verstehen helfen, was er darunter verstand, und wie er sich dazu verhielt. Goethe betrachtet das Da¨monische im großen und ganzen unter denselben Gesichtspunkten, wie es die Antike u¨berliefert hat: 1. Das Da¨monische hat am Go¨ttlichen teil. 2. Es zeigt sich als positiv und negativ. 3. Sein Wirken wird in der a¨ußeren wie auch in der inneren Natur festgestellt. 4. Es kommt dern Begriff des Schicksals nahe. Fu¨r Goethe wie auch fu¨r die Antike war also das Erlebnis des Da¨monischen in allen Aspekten des Lebens zu finden. Aber Goethe hat dieses Wesen nicht nur erkannt und beobachtet, sondern auch hat sein Erlebnis des Da¨monischen gleichzeitig zu einem a¨sthetischen Erlebnis erhebt. Folglich ist auch die dichterische Gestaltung des Da¨monischen als Vergegenwa¨rtigung seines inneren a¨sthetischen Erlebnisses zu verstehen.

시대의 요구와 교육적 비전 -『빌헬름 마이스터의 편력시대』와 『유리알 유희』를 중심으로

이영임 ( Lee Yeong Im )
한국괴테학회|괴테연구  15권 0호, 2003 pp. 135-154 ( 총 20 pages)
6,000
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Goethes Wilhelm Meisters Wanderjahre und Hesses Das Glasperlenspiel spiegeln die pa¨dagogischen Visionen beider Dichter angesichts ihrer zeitgeno¨ssischen Forderungen wider. Harmonische Zusammenwirkung von vita activa und vita contemplativa steht als Hauptweisheit in diesen Alterswerken. Und zusammen mit der autonomen Entsagung bildet sie das Ziel beider erzieherischer Programme. Der Unterschied zeigt sich doch in beiden aus dem zeitlichen Abstand. Bei Goethe, der vor der industriellen Revolution der sozialen Forderung des neuen Zeitalters gegenu¨bersteht, handelt es sich mehr um das aktive Leben mit praktischer spezialisierter Berufsta¨tigkeit. Demgegenu¨ber geht es bei Hesse, der sich mit der geistigen Krise der spa¨tzeitlichen, hoch industrialisierten Bu¨rgerwelt des 20. Jahrhundert bescha¨ftigt, vorwiegend um das kontemplative Leben. Bemerkenswert ist aber trotz allen Unterschieden, daB beide Dichter je ein symbolisches Erziehungsmittel erfunden haben, um den unsagbaren Sinn und die Wirkungsweise ihrer Lehre zu vermitteln, na¨mlich die "dreierlei Geba¨rde" der "dreifachen Ehrfurcht" und "das Glasperlenspiel", Dieses Erziehungsmittel zieht seinen Zo¨gling nicht nur zum Erkenntnis, daB der Mensch im Leben vielseitig "bedingtes" Wesen ist, sondern auch zur Kontemplation, wie man die vorliegenden Probleme durch jede unvermeidlichen Gegensa¨tze des Lebens zur ho¨chst ausbalancierten, vollkommenen Lo¨sung fu¨hren kann. In beiden Werken bedeuten diese Erziehungsmittel eine "seelische Zucht", die ein "konzentriertes Selbstgefu¨hl" bzw. "Ehrfurcht vor sich selbst" mitbringt. Man braucht besonders in diesem digitalen Zeitalter, wo die Wissensbruchstu¨cke, allesleie Informationen und Kulturstoffe einer sinnvollen Wiedergeburt erwartend u¨berfluten, wo die Krise des "feuilletonistischen Zeitalters" noch nicht u¨berwunden ist, diesartige kontemplative Erziehungsmittel unvergleichbar. Denn diese zielen u¨ber allen unzula¨nglichen direkt mitten auf die Scheibe, auf das Vollkommene.

레싱: 문학을 통한 계몽 -경구시와 우화

윤도중 ( Yun Do Jung )
한국괴테학회|괴테연구  15권 0호, 2003 pp. 155-174 ( 총 20 pages)
6,000
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Lessing ha¨lt die Zweigliedrigkeit fu¨r die ideale Struktur des Epigramms. Die ,,Auflo¨sung", die die ,,Erwartung" u¨berraschend befriedigt, bietet dem Dichter Gelegenheit, Scharfsinn, Einfall, Witz zu u¨ben und darzulegen sowie sinnreiche und pra¨gnante Formulierungen zu erproben. Um die Pointierung nachzuvollziehen, muss sich der Leser Gedanken machen. Lessing stellt die Mu¨he des Nachdenkens vor die Freude der Einsicht, die das Epigramm vermittelt. ,,Der moralische Lehrsatz", den Lessing als Endzweck der Fabel ansieht, ist der Erfahrungssatz. Die Fabel sol auf die individuellen und sozialen Verhaltensnormen einwirken. Lessing meint, dass die Fabel nicht dazu dient, Lebensregeln zu vermitteln, sondern den Leser anzuregen, in den gegebenen Situationen ada¨quate Verhaltensweisen zu finden. Und er sieht den ,,heuristischen" Nutzen als den besonderen der Fabeln in den Schulen an. Das Vergnu¨gen der Fabel kommt nicht aus der lustigen Geschichte oder den witzigen Formulierungen. Das Lesevergnu¨gen ist identisch mit der Denkanstrengung bei und nach der Lektu¨re. Die Analyse Lessingscher Theorie u¨ber das Epigramm und die Fabel besta¨tigt, dass seine Schriften die Aufkla¨rung des Lesers zum selbsta¨ndigen Denken bezwecken. Da Lessing auf die Aufkla¨rung des Lesers abzielt, ist er darauf bedacht, das zu schreiben, was der Leser liest und versteht. Und er pra¨sentiert dem Leser nicht das Denkergebnis, sondern bezieht ihn in die Gedankenga¨nge ein, um ihn zum Denken anzuregen. Wie die Fabel Die Erscheinung zeigt, ha¨lt er den selbsta¨ndig denkenden und die Lehre ziehenden Leser fu¨r den idealen. Er strebt danach, sein Publikum zu diesem idealen Leser heranzubilden, na¨mlich zum mu¨ndigen Menschen, der zum Aufbau einer humanisierten Gemeinschaft beitragen ko¨nnte. Diese Bemu¨hungen setzt er als Dramatiker und Kritiker fort.

레싱과 멘델스존의 유대인 문제 해결 모색 -『유대인들』과『예루살렘』을 중심으로-

김희근 ( Kim Hui Geun )
한국괴테학회|괴테연구  15권 0호, 2003 pp. 175-194 ( 총 20 pages)
6,000
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G. E. Lessing und M. Mendelssohn sind die Varka¨mpfer der Emanzipation der Juden in Deutschland. Sie waren sich daru¨ber im klaren, dass weder die Glaubensvereinigung noch die bu¨rgerliche Verfassung allein die ersehnte Gleichberechtiguna der Juden garantieren wu¨rden. In seinen fru¨hen Lebensjahren befasste sich Lessing intensiv mit spezifisch ju¨dischen Problemen. Ein Dokument fu¨r seinen Einsatz fu¨r die Juden ist Die Juden. Hier geht es Lessing darum, das christliche Publikum zum Umdenken zu bewegen, dessen Verhalten gegenu¨ber den Juden von einem Vorurteil bestimmt ist. Nicht die Glaubenszugeho¨rigkeit ist von entscheidender Bedeutung fu¨r den Wert eines Menschen, sondern seine Menschlichkeit. Lessings Idealbild entspricht Mendelssohns Denkmodell zur Verso¨hnung zwischen Juden und Christen. In Jerusalem, order u¨ber die religio¨se Macht und Judenthum erkla¨rte Mendelssohn, dass durch die Menschlichkeit, die Juden und Christen als ihre Grundlage des Denkens und Handelns gemeinsam haben, eine neue Beziehung zwischen Judentum und Christentum hergestellt werden kann. Trotz dieser Na¨he bleibt festzuhalten, dass Lessing der ju¨dischen Religion kaum wohlgesonnen war. Fu¨r ihn gilt die menschliche Vernunft so ausschliesslich, mit deren Hilfe alle Vorurteile wieder in Frage gestellt werden ko¨nnen, dass jeglicher Bezug auf die Begriffe Glauben und religio¨se Identita¨t undenkbar wird. Demnach ist der Reisende in Den Juden (wie Nathan in Nathan der Weise) kein Prototyp des modernen Judentums, sondern das Vorbild der Menschlichkeit, und zwar in ju¨dischem Gewande. Im Gegensatz zu Lessing ging Mendelssohns Konzept von Emanzipation bzw. Reform des Judentums im Grunde von dem fesselten Glauben an Gott aus, obwohl seine Suche nach Lo¨sung der Judenfrage eine Verbindung von Judentum und Umwelt beinhaltete. Der Mensch kann sich seiner eigenen religio¨sen und kulturellen Herkunft nicht entziehen. Die Juden und die Nichtjuden ko¨nnen miteinander friedlich zusammenleben, vorausgesetzt, dass man die religio¨se und kulturelle Besonderheit der anderen Vo¨lker als selbstversta¨ndlich annimmt.

동화의 미로 찾기 -호프만의 『호두까기인형과 생쥐왕』의 서술구조

최민숙 ( Choe Min Sug )
한국괴테학회|괴테연구  15권 0호, 2003 pp. 195-218 ( 총 24 pages)
6,400
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In der vorliegenden Arbeit geht es um die Erhellung der Erza¨hlstruktur des romantischen Kunstma¨rchens Nussknacker und Mauseko¨nig (1816) von E.T.A. Hoffmann (1776-1822). Mit den stofflichen und inhaltlichen Aspekten des Ma¨rchens habe ich mich schon in einem fru¨heren Aufsatz auseinandergesetzt. Im Mittelpunkt hatten dabei das Motiv der Initiation und der Erkenntnisprozess der Ma¨rchenheldin gestanden. Wie allen anderen Kunstma¨rchen des Spa¨tromantikers Hoffmann ist auch diesem Werk eine komplizierte Erza¨hlstruktur eigen; und eben deshalb wird auch immer wieder die Frage gestellt, ob Nussknacker und Mauseko¨nig u¨berhaupt als Kinderma¨rchen geeignet sei. Dafu¨r, dass dieses Werk als verwirrendes `Ma¨rchenlabyrinth` (Detlef Kremer) wirkt, sorgen in erster Linie die verschiedenen Erza¨hlebenen im Ma¨rchen, man kann sogar von vier verschiedenen Erza¨hlern sprechen: Neben dem Autor Hoffmann meldet sich einer der `Serapions-Bru¨der` Lothar als der fiktive Autor dieser Rahmenerza¨hlung. Dazu kommt der eigentliche Erza¨hler des Ma¨rchens Nussknacker und Mauseko¨nig. Der Vierte ist Drosselmeier, der der kranken Marie im Bett die eingefu¨gte Geschichte `das Ma¨rchen von der harten Nuss` erza¨hlt. Im Mittelpunkt dieses ganzen Verwirrspiels steht Drosselmeier. J. Barth meint sogar, dass die Interpretationsschwierigkeiten bei diesem Werk nicht von dem fu¨r Hoffmans Ma¨rchen ga¨ngigen Problem, wo die Grenze zwischen der Wirklichkeit und der Phantasie zu ziehen sei, herru¨hren, sondern eher davon, wie die Figur Drosselmeier zu beurteilen sei. In der Hoffmann-Forschung gibt es drei verschiedene Urteile u¨ber Drosselmeier: Die einen betrachten ihn als den Phantasiestifter der kleinen Marie und charakterisieren ihn deshalb als positiven Meister wie Lindhorst im Goldnen Topf oder Prosper Alpanus im Klein Zaches. Die anderen stellen den Mechaniker dagegen als negativen Aufkla¨rer neben die da¨monischen Meisterfiguren wie Alban im Magnetiseur oder Coppelius und Spalanzani im Sandmann. (Bei dieser Beurteilung gilt das mechanisch funktionierende Schloss, das van Drosselmeier selber gebaute Weihnachtsgeschenk, als misslungen, denn die Kinder finden die Automatik des Schlosses bald langweilig und wollen nicht mehr damit spielen.) Eine dritte Gruppe von Forschern betrachtet Drosselmeier als bald hierhin bald dorthin geho¨rend. Auf der Erza¨hlebene ist nun die Verwirrung um Drosselmeier selbst ein Teil der Poetik und Erza¨hlstrategie Hoffmanns. Denn daran, wie man sich zu dem verha¨lt, was er schenkt und mWt, wird die Phantasieftihigkeit der Handelnden gemessen, was er schenkt und erza¨hlt, wird die Phantasiefa¨higkeit der handelnden gemessen, worum es ja im Ma¨chen eigentlich geht. So ko¨nnte man das Geheimnis des Ma¨rchens Nussknacker und Mauseko¨nig einigermaBen lo¨sen, wenn man sich u¨ber die Funktion und Rolle dieser Figur klar werden ko¨nnte. Die vorliegende Arbeit befasst sich also nit den zwei Hauptfunktionen dieser Figur: Erstens Drosselmeier als Uhrmacher und Spielzeugmacher, zweitens Drosselmeier als Ma¨rchenerza¨hler. Dann vergleicht sie die beiden Ma¨rchen, d.h. das Rahmenma¨rchen Nussknacker und Mauseko¨nig mit dem eingefu¨gten Ma¨rchen Das Ma¨rchen von der harten Nuss. Drosselmeier tritt in den beiden Ma¨rchen als Handelnder auf. So erza¨hlt er als `erza¨hlendes Ich` des eingefu¨gten Ma¨rchens von den Erlebnissen `des erlebenden Ichs`. Aber als Ma¨rchenerza¨hler sagt er eben nicht deutlich, ob dies beiden Ichs dieselbe Person sind, und vergro¨Bert dadurch die Verwirrung im Ma¨rchengeschehen. Dabei greift dieses eingefu¨gte `Ma¨rchen im Ma¨rchen`, "eine Umschrift des bereits einmal Erza¨hlten" (Gerhard Neumann), daru¨ber hinaus in die Wirklichkeit der kleinen Ma¨rchenheldin Marie ein und beeinflusst sie nachtra¨glich. Das Problem des ganzen Ma¨rchens ist, dass nicht nur die Grenze zwischen der Wirklichkeit und Phantasie bei der kleinen Marie, sondern auch die

클라이스트의 희곡 『헤르만 전투』의 전략 분석

손호은 ( Son Ho Eun )
한국괴테학회|괴테연구  15권 0호, 2003 pp. 219-242 ( 총 24 pages)
6,400
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In dieser Arbeit analysiere ich die Strategie, die der Cherusker Hermann in Heinrich von Kleists Drama Die Hermannsschlacht angewendet hat, und versuche zugleich ihre politischen Implikationen zu deuten. Die Hermannsschlacht hat Kleist mit Blick auf das historische Ereignis - die `Varusschlacht` verfasst. Angesichts der Invasion Napoleons wollte Kleist im deutschen Volk patriotische Begeisterung hervorrufen. Dieser Stoff fiel mit seinem Wunsch zusammen, sein Land von der napoleonischen Vorherrschaft zu befreien. In der Varusschlacht hatten die Germanen die Ro¨mer durch eine vernichtende Niederlage aus ihrem Territorium vertrieben. Dieser Fall gab den Germanen eine grezenlose Selbstsicherheit. Aus diesem Grund wurde das Ereignis von manchen Schriftstellern aufgegriffen. In der Quelle war die Beziehung zwischen Arminius und Marbod von Feindseligkeit bestimmt. Aber bei Kleist wurden die beiden Fu¨rsten miteinander verbu¨ndet, urn den Pakt zwischen PreuBen und O¨sterreich gegen Napoleon anzuregen. Hermann hat seine Unterlegenheit gegen die Ro¨mer gut gekannt und den Angriff von der Vorderseite vermieden, bis die Umsta¨nde sich fu¨r ihn gu¨nstig gestalteten. Als Varus sein Ro¨merheer an die Germanen herangefu¨hrt hat, hat ihm Hermann sogar geschmeichelt und Varus` Vertrauen gewonnen. Varus` Kriegsplan wurde Hermann natu¨rlich bekannt. Er konnte so heimlich seine eigene Strategie entwerfen, die Varus` Kriegsplan u¨berlegen war. Hermann hatte inzwischen dem Suevenko¨nig Marbod erfolgreich seine Strategie gemeldet, der zugestimmte. Hermm nahm auf einem Hu¨gel seinen Platz ein, von wo aus er die Ro¨mer nach ihren Bewegungen ausspa¨hen konnte. In Ro¨merkleidern vermummt, schickte er seine Leute zu Varus` Legionen und lieB sie ausplu¨ndern. U¨berall hat er dem Volk barbarischen Taten zugefu¨gt und damit einen masslosen Hass hervorgerufen. U¨berdies hat er die von ihm abgesandten Fu¨hrer angewiesen, die Ro¨mer in der Nacht im Wald in die Irre zu fu¨hren . Mit Hilfe von solchen Mano¨vern konnte er Varus in die Falle locken und den Krieg gewinnen. Die Hermannsschlacht zeigt, wie die Schwa¨cheren u¨ber die Sta¨rkeren Herr werden konnten. Das Wichtigste ist, dass die Schwa¨cheren sich zuerst miteinander eng verbinden und sich mit vereinten Kra¨ften den Sta¨rkeren stellen mu¨ssen. Das Drama Die Hermannsschlacht zeigt, warum das imperialistische Rom untergehen musste. Der ro¨mische Imperialismus basiert auf der Unterdru¨ckung und Ausbeutung der schwachen La¨nder. Das Bewusstsein der Sta¨rke verleihte die Ro¨mer zur Gier, fu¨hrte aber schlieBlich zum gesellschaftlichen Verfall. Trotz des groBen Territoriums und des ma¨chtigen Heeres vermochte das ro¨mische Reich das mit den zivilisatorischen Errungenschaften einhergehende U¨be1 wie Luxus, Habsucht und Machtinteresse nicht zu u¨berwinden. Die Hermannsschlacht gibt den unterdru¨ckten Vo¨lkern Hoffnung auf den Sieg gegen den Imperialismus.
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