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> 한국괴테학회 > 괴테연구 > 22권 0호

괴테연구검색

Goethe-Yongu


  • - 주제 : 어문학분야 > 독문학
  • - 성격 : 학술지
  • - 간기: 연간
  • - 국내 등재 : KCI 등재
  • - 해외 등재 : -
  • - ISSN : 1229-7127
  • - 간행물명 변경 사항 :
논문제목
수록 범위 : 22권 0호 (2009)

사회소설로서의 괴테의 『친화력』(2) -이상화된 여성성?

임홍배 ( Hong Bae Lim )
한국괴테학회|괴테연구  22권 0호, 2009 pp. 5-19 ( 총 15 pages)
5,500
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Goethes Roman Die Wahlverwandtschaften lasst sich als Gesellschaftsroman verstehen, der die tiefgreifenden Auswirkungen der Franzosischen Revolution kritisch diagnostiziert. Die Annulierung des vaterlichen Rechts, die das Scheitern des mannlichen Begehrens drastisch veranschaulicht, ist als eine symbolische Darstellung des unvermeidlichen Untergangs des Ancien Regime zu verstehen. Dagegen scheinen die Frauen uber die mannlichen Figuren die Oberhand zu haben; schon am Anfang des Romans beschaftigt sich Charlotte mit dem Umbau der weiten Naturlandschaft in eine Parkanlage im Sile eines Englischen Gartens, wahrend Eduard in einer engen Baumschule, die nach dem veralteten Barockgarten modelliert ist, tatig ist. Anhand dieser Raumsymbolik liegt die Vermutung nahe, dass die fuhrende Rolle im Haushalt nicht Eduard, sondern Charlotte zukommt. Auch Ottilie bestimmt den rechten Ort, auf dem das neue Lusthaus gebaut werden soll, obgleich es zum `Vorrecht des Grundherrn` gehort, daruber zu entscheiden, wo das Haus stehen soll. In dieser Hinsicht scheinen Charlotte und Ottile die idealisierte Weiblichkeit zu verkorpern, was aber nur scheinbar gilt. Charlotte ist einerseits nicht ohne Schuld an der katastprophalen Verstrickung von Ottilie und Eduard, da sie absichtlich den ehemaligen Geliebten Eduard Ottilie vorgestellt hatte, "um dieser geliebten Pflegetochter eine so große Partie zuzuwednen." Wenn dieses Vorhaben gelungen ware, ware das aber eine verhangnisvolle Wiederholung der ersten `Missehe` von Eduard und Charlotte gewesen. Andererseits verstarkt Charlottes Wahn, dass sich mit dem Kind Otto das blinde Begehren Eduards zahmen lasse, den narzißtisch besetzten Eigensinn Eduards, der das Kind als Hindernis seiner Liebe ansieht und deshalb sogar dessen Tod abwartet. Erst nach dem Tod des Kindes willigt Charlotte in die Scheidung ein, und zwar unter der Vorbedingung, dass Ottilie Eduard heiraten soll, was fur Ottilie absolut unmoglich ist, weil sie nach dem Tod des Kindes geschworen hat, sie wurde freiwillig in den Tod gehen, wenn sich Eduard und Charlotte scheiden ließen. Charlottes luckenloses Kalkul katalysiert auf diese Weise das Unheil, das zum Tode von Otto, Ottilie und Eduard fuhrt. In Ottilies Verklarung zur heiligen Odilie bzw. zum Marienbild ist auch eine tiefsinnige Ironie des Erzahlers unverkennbar. Vor den lebenden Bildern (tableaux vivants), die `die Heilige Familie` darstellen und Ottilie als Maria stilysieren, empfinden die Zuschauer "mehr Verwunderung und Lust als Bewunderung und Verehrung", was als eine obszone Reaktion der Zuschauer zu bezeichnen ist, die angesichts dieser scheinbar heiligen Szene eher sinnliche Lust als geistige Frommigkeit empfinden. Erzahltechnisch gesehen gilt diese Performanz als ein Zeichen dafur, dass die verklarte Ottilie nur ein Wunschbild darstellt, das in so fern mit einem Phantasma gleichzusetzen ist, als "die Performanz wachsen wird, je unbestimmter die Referenz der Reprasentation wird."(Wolfgang Iser) Somit wird die Erwartung der zeigenossischen Leser nur scheinbar erfullt und der Anachronismus solcher Erwartung entlarvt, der keine unzeitgemaße Fiktion ist, sondern in die Mittelalter-Schwarmerei der Spatromantik mundet. Goethe hat betont, am Tod Ottilies durfte man keine Katharsis empfinden. Anhand dieses Hinweises lasst sich Ottilies Tod nicht als der Suhnetod einer Heiligen deuten, sondern als eine Provokation, die auf die Pervertierung solcher Lekture zielt.

괴테의 『서동시집』과 세계시민주의의 전망

장희창 ( Hee Chang Jang )
한국괴테학회|괴테연구  22권 0호, 2009 pp. 21-38 ( 총 18 pages)
5,800
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In der vorliegenden Arbeit wird Goethes "West-Ostlicher Divan" im Hinblick auf die Aktualitat des Werkes untersucht. Vor allem wird Goethes Text als ein Experiment betrachtet, das zwischen Westen und Osten vermittelt. Aus wissenschaftlicher Neugier hat Goethe mit "West-Ostlicher Divan" ein literarisches und kulturelles Experiment durchgefuhrt. Es war ein kulturelles Experiment, im Verlauf dessen Griechen-Anbeter zum Morgenlandfahrer wurde. Das Experiment wird zunachst durch den Prozess des heiteren Schreibens, Ordnens und Herausgebens der Gedichte verkorpert. Es fuhrt zu einer Aneignung des Orients, die durch theoretische Reflexion begleitet wird, welche die utopische Moglichkeit einer Verschrankung zwischen dem Westen und dem Osten entwirft. Hierbei bedeutet Verschrankung Koexistenz der verschiedenen Kulturen. Zum Beispiel kann das Hafis-Denkmal in Weimar in diesem Kontext interpretiert werden. Das Ziel des Denkmals war nicht Verschmelzung oder Abschaffung von Grenzen, sondern Dialog unter Respektierung existierender Grenzen. Anders gesagt, die Spannung im "West-Ostlicher Divan" fordert, dass das Werk als Modell fur Dialog und Verstandnis zwischen Westen und Osten gelesen wird. Aber angesichts des damaligen Kolonialismus konnte Goethes Wortspiel eben nur ein Wortspiel bleiben. Noch dazu ist nicht anzunehmen, dass Goethe im Zeitalter des Kolonialismus vollig frei von jeglichem kolonialen Diskurs geschrieben hatte. In dieser Arbeit wird die Diskrepanz zwischen dem Text und der Realitat des Kolonialismus bestatigt und versucht in experimentellen Aspekten des Werkes neue Ansatze fur die Versohnung zwischen dem Westen und dem Osten, dem Eigenen und dem Fremden, herauszufinden.

괴테의 고전주의 예술론: "정신적이면서도 감각적인 전체"로서의 인간 교육

인성기 ( Seong Ki In )
한국괴테학회|괴테연구  22권 0호, 2009 pp. 39-58 ( 총 20 pages)
6,000
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In der vorliegenden Studie wird J. W. Goethes klassische Kunstauffassung untersucht. Nach seiner Ansicht soll die Kunst uns eine Anschauung von der Totalitat der Welt vermitteln. Das Erlebnis dieser Totalitat wird in der modernen Gesellschaft sehr gebraucht, weil der aufgeklarte Verstand den Menschen die Welt nur als eine tote abstrakte Menschinerie verstehen lasst und somit ihn selbst quasi zu einem rein abstrakt denkenden Automaten degradiert hat. Die Kunst soll also durch die dichterische Phantasie den Menschen das ursprungliche Verhaltnis zur Welt als "sowohl ein geistiges als ein sinnliches Ganze[s]" restituieren helfen. Goethe hat vor allem in den antiken Kunstwerken vorbildhaft gelungene Darstellungen des symphronistisch mit Gleichgewicht ausgeglichenen Verhaltnis des Menschen zur Welt gesehen, beispielsweise in dem beruhmten Werk Laokoon, wo der Schmerz des Vaters beim Zuschauer "Schrecken" und derjenige des alteren Sohnes "Furcht" erregt, wahrend der sich gerade von der Schlange befreiende jungere Sohn ein bisschen beruhigend wirkendes "Mitleiden" erregt. Er findet auch in Myrons Kunstwerk aus Erz "Kuh", wo die mutterliche Liebe der stillenden starken Kuh und die Geborgenheit des zarten Kalbs harmonisiert dargestellt ist, eine derartig versohnende "unschuldigste Verbunden[heit]" des "gottlich Belebende[n] im Menschen" "mit dem tierisch Belebten." Goethe verlangt von den Kunstlern die Darstellung des Charakteristischen in Dingen, die "die Eigenschaften der Dinge und die Art, wie sie bestehen, genau" zeigen konnen, kurzum den "Stil". Er kritisiert namlich sowohl eine einfache naturalistische "Nachahmung" des Gegenstandes, als auch eine rein subjektiv dichtende "Manier". Die so verstandene klassische Kunstauffassung Goethes lasst sich schliesslich als ein Versuch bewerten, die den Blick der Menschheit auf die Welt verschmalernde Aufklarung kunstlerisch fur die Herstellung eines personlich-ganzheitlichen Verhaltnis der Menschheit zur Welt als eines Naturidealen aufzuheben.

『해지기 전 Vor Sonnenuntergang』 안에서 만난 괴테와 하우프트만

송전 ( Jun Song )
한국괴테학회|괴테연구  22권 0호, 2009 pp. 59-79 ( 총 21 pages)
6,100
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Die vorliegende Arbeit beschaftigt sich mit dem Drama Hauptmanns 『Vor Sonnenuntergang』, das als sein letztes naturalistische Stuck gehalten wird und dessen Urauffuhrung im Jahr 1932 erfolgte, als man in Deutschland dem 100. Todestag Goethes gedachte, sowie den 70. Geburtstag Hauptmanns feierte. Hier wird beabsichtigt, die Beziehung zwischen Goethe und Hauptmann und die literarische Intention Hauptmanns in diesem Werk zu erlautern, die Hauptmann durch dieses Stuck erfullen will. Erstens behandelt diese Arbeit, wie die Liebesbeziehung des siebzigjahirgen hochl angesehenen Unternehmers Clausen zu der achtzehnjahrigen jungen Frau Inken an dem heftigen Widerstand seiner Kinder gescheitert ist, fur die es nur um die Erbe geht.. Zweitens setzt sich diese Arbeit mit den Spuren Goethes im Stuck auseinander. Dabei wird in Betracht gezogen: ① die Liebesbeziehung zwischen Goethe und Urlike von Levetzow, die man uber die Beziehung zwischen Clausen und Inke in diesem Stuck leicht assoziiren kann. ② die Angabe der Namen aus dem Familienkreise Goethes-Wolfgang, Egmont, Bettina, Ottilie-fur die Kinder Clausens als dramatischen Personen im Stuck, weil sie die oben erwahnte Assoziation verstarkt. ③ die sogenannte `Lotte-Szene` aus Das Leiden des jungen Werthers, "Lotte, Brot schneidend" im Stuck, die auch die Affarre Clausens mit der von Goethe in Pararelle setzt. Drittens erlautert diese Arbeit, dass Hauptmann in Anlehnung an Clausens Selbstmord auf die Auflosung des seit dem 18. Jahrhunder in Deutschland vorhandenen humanistischen Wertsystems des Bildungsburgertums hinweisen will sowie auf das Ende einer der Hauptmann eigenen, literarischen Richtungen hinweist. Dabei zeigt sich das Drama Vor Sonnenuntergang als ein Zeitdiagnose sowie eine Prophzeiung fur eindringende Zukunft Deutschlands. Abschließend kann man feststellen, dass Hauptmann in diesem Drama mit Goethe ein literarisches Gesprach fuhrt.

크로노스와 문화콘텐츠 -괴테와 브레히트의 시 그리고 달리의 그림을 중심으로

김길웅 ( Gil Ung Kim ) , 김기선 ( Ki Son Kim ) , 조경태 ( Kyung Tae Cho ) , 이민용 ( Min Yong Lee )
한국괴테학회|괴테연구  22권 0호, 2009 pp. 81-96 ( 총 16 pages)
5,600
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Kronos, der Titan im griechischen Mythos, findet von alters her sehr oft seine Anwendung in der Kunst, da er eine komplexe Figur ist. Als jungster Sohn des Uranos und der Gaia entmannt er seinen Vater und wird er selbst von seinem Sohn, Zeus, gesturzt. Diese sich wiederholende Entthronung wird in der Kunst als Motiv des Vater-Sohn-Konfliktes angewendet. Kronos wird zweitens auch als Symbolfigur der Zeit gesehen, das im Griechischen die Zeit darstellt. Schließlich drittens wurde er nach der Niederlage beim Thronungskampf mit Zeus an die Kuste Latium geschickt und grundete das goldene Zeitalter und gilt somit drittens als Erntegott. In diesem Aufsatz wird aufgefuhrt, wie Kronos als Zeitgott in verschiedenen Zeiten in den Kunsten dargestellt sind. Im Gedicht An Schwager Kronos von Goethe handelt es sich um die linear fließende Zeit. Zeit burgt fur den Fortschritt, was das Wahrzeichen der beginnenden Moderne ist. Im Gedicht An Kronos von Brecht und in den Bildern von Dali wird Zeit verflucht. Beide Kunstler sehen die linear fließende Zeit als Ursache des Unglucks und Zerstorung, was damit zu erkl?ren ist, dass das 20. Jahrhundert das katastrophale Ende der Moderne bedeutet. Mit der Analyse der Figur Kronos in den Kunsten stellt sich heraus, wie eng die Vorstellung vom abstrakten Begriff der Zeit mit dem kulturellen Hintergrund verbunden ist.

쉴러와 감성의 정치학 -쉴러의 미학 정치 혹은 정치 미학의 안과 밖

조우호 ( Woo Ho Cho )
한국괴테학회|괴테연구  22권 0호, 2009 pp. 97-120 ( 총 24 pages)
6,400
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In Don Carlos stellt Schiller Marquis Posa als einen republikanischen Aufklarer dar, und deutet damit an, dass Posa wohl ein Mitglied der Geheimgesellschaft des Illuminaten sein mag. Die Figur Posa verrat zugleich den ambivalenten Charakter der Realpolitik und des Politikers derer, der einerseits vom Konig die Freiheit der Burger verlangt, jedoch jederzeit fur seine eigenen Interessen Diktatur auszuuben bereit ist. Die Anspielung auf den Illuminaten spielt hierbei eine bedeutende Rolle nicht nur fur den Marquis Posa, sondern auch um das Verhaltnis Schillers zu der damaligen Realpolitik zu verstehen. Schiller prasentiert in Uber die asthetische Erziehung des Menschen die Bedeutung der asthetischen Politik und das Wesen des asthetischen Staates, und betont dabei das subjektive Vermogen des Individuums, das die intellektuelle Natur des Menschen mit der sinnlichen Natur versohnt und sich asthetischer Erziehung unterziehen laßt, und die vollkommene Bildung eines vernunftigen Menschen ermoglicht. Diese Logik in seinen asthetischen Briefen steht damit im krassen Gegensatz zu der in Don Carlos, in dem fur die Moglichkeit des politischen Wechsels in einem Staat nicht die individuelle Bildungsabsicht oder das Bildungsvermogen des Menschen, sondern vielmehr Lenkung und Eingreifen des Staates bzw. der Regierung artikuliert wird. Dieser Widerspruch ist erst dann nachzuvollziehen, wenn wir Schillers Ansichten uber die damalige Realpolitik und die aufklarerische Geheimgesellschaft des Illuminaten verstehen, die eng mit der Entstehungsgeschichte der Briefe Uber die asthetische Erziehung des Menschen und mit der des Dramas Don Carlos verbunden sind. Man kann in diesem Sinne seine politische Auffassung und Praxis, die durch jene Ansichten Schillers vorgestellt werden und seine politische Verhaltensweise bestimmen, als seine Gefuhlspolitik bezeichnen. Die Gefuhlspolitik, die Schiller prasentiert, orientiert sich an der asthetischen Sensibilisierung des Menschen uber die politische Wirklichkeit bzw. an der Politisierung des asthetischen Gefuhls des Menschen. Das heißt, die schillersche Gefuhlspolitik besteht darin, das politisch Urteilsvermogen des Menschen, das diskursive politische Analyse und zugleich intuitives politisches Urteil durchfuhrt, mit dem asthetischen Vermogen des Menschen gleichzusetzen, das in der Literatur und Kunst praktiziert wird.

헤르더의 문학관: 국민문학과 세계문학 사이에서

김연신 ( Youn Sin Kim )
한국괴테학회|괴테연구  22권 0호, 2009 pp. 121-139 ( 총 19 pages)
5,900
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Die vorliegende Arbeit untersucht Herders Literaturauffassung, die vor allem in seinem Volksliederprojekt breit angelegt ist. Herder war schon seit seinen Studienjahren mit der Sammelarbeit und der Bearbeitung der Volkslieder in der Welt beschaftigt. In dieser Untersuchung kommen Insgesamt 3 Volksliedersammlungen Herders in Betracht: 「Alte Volkslieder」 (1773/74), 「Volkslieder」(1778/79), 「eine palingenisierte Sammlung solcher Gesange, vermehrt, nach Landern, Zeiten, Sprachen, Nationen geordnet und aus ihnen erklart, als eine lebendige Stimme der Volker, ja der Menschheit selbst」 (1804). In jeder Sammlung liegt jeweils ein bestimmter Volksbegriff zugrunde. Aus der Vielfalt Herders Volksbegriffs und der Inhaltstruktur kann man schließen, dass es ihm nicht nur um die Konstruktion der Identitat einer Nationalliteratur, sondern auch um die Humanitat geht. Kennzeichnend fur Herders Volksliedersammlung ist die Synthese vom nationalliterarischen Interesse einer Nation und einem anthropologischen Trieb der Menschheit zur Kultur und Literatur. Die Kontroverse von der Nationalitat und Humanitat, die oft als Deutungsrahmen fur Herder-Forschung dient, scheint schließlich fragwurdig zu sein, weil sich die Nationalliteratur gerade als Voraussetzung und Bedingung fur eine Weltliteratur bei Herder wie bei Goethe darstellt.

클라이스트 문학에 미친 아담 뮐러 철학의 영향 연구

손호은 ( Ho Eun Son )
한국괴테학회|괴테연구  22권 0호, 2009 pp. 141-163 ( 총 23 pages)
6,300
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In dieser Arbeit handelt es sich um die Wechselwirkung von Heinrich von Kleists und Adam Mullers literarischem Schaffen. Was ist Mullers Ideengut? Wie wirkte das auf Kleists literarische Welt? A. Muller ist ein deutscher Philosoph, Staatstheoretiker und Publizist. Er ist von dem englischen reaktionaren Politiker Edmund Burke und dessen osterreichischem Anhanger Friedrich Gentz inspiriert. Deshalb steht er auf der Seite des Adels und polemisierte gegen die radikalen Veranderungen in der Gesellschaft. Er schreibt außerst kritische Artikel gegen die franzosische Revolution und die preußischen Reformen. Das fuhrt zu seiner Vertreibung aus der Berliner Gesellschaft durch den preußischen Staatskanzler Furst von Hardenberg. A. Muller wird von seinem geistigen Mentor F. Gentz in die politischen Stromungen seiner Zeit hineingerissen. Er befasst sich leidenschftlich mit Politik und regt seine Freunde dazu an. Das fuhrt dazu, dass sich Kleist in seinen letzten literarischen Schriften besonders mit dem Schicksal seines Vaterlandes auseinandersetzt. Der Staat ist aus der Sicht A. Mullers wie eine Familie, in der jeder seine menschliche Formung erhalten soll. Diesen Gedanken verfolgt Kleist auch in seinen Werken. Im Drama 『Prinz Friedrich von Homburg』 zeichnet er in der Person des Krfursten und des Prinzen den vorbildlichen Herrscher und das ideale Staatsbild der Zukunft. Fur A. Muller hat die Geschichte ein organisches Wachstum, und aus dieser uberlegung heraus entwickelt er schon vor Hegel die dialektische Denkstruktur. Nach Muller entstehen durch die Wechselwirkung geschichtlicher Krafte immer neue Gegensatzte. Diese mussen durch Vermittlung ausgesohnt und auf eine hohere Stufe gefuhrt werden. Sein Buch 『Die Lehre vom Gegensatz』 hat großen Einfluss auf die Dichtkunst von Kleist. Aus diesem Grund sucht Kleist seit seinem Aufenthalt in Dresden in seinem literarischen Schaffen einen Mittelweg, den Weg der Aussohnung von Gegensatzten. Seine Dichtkunst wirkt sich auch auf Mullers Philosophie von Gegensatz und Vermittlung sehr positiv aus. A. Muller hat 『Amphitryon』 herausgegeben und an der Redaktion von 『Phobus』 und 『Berliner Abendblatter』 mit Kleist zusammengearbeitet. Er hat Kleist in Wissenschaft und Kunst starke Impulse gegeben. Im literarischen Leben H. v. Kleists ist A. Muller die einflussreichste Person.

근대 예술의 자기주제화와 자기이미지 생산 -토마스 만의 『부덴브로크 가의 사람들 Buddenbrooks』

홍길표 ( Kil Pyo Hong )
한국괴테학회|괴테연구  22권 0호, 2009 pp. 165-188 ( 총 24 pages)
6,400
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In der vorliegenden Arbeit befassen wir uns mit dem Roman Buddenbrooks, wahrend das Augenmerk im Zeichen der Beobachtung der modernen Kunst darauf gerichtet wird, wie das moderne Kunstsystem sich selbst thematisiert und welche self-images sie herzustellen sucht. Dabei gehen wir vor allem davon aus, dass das jetzige Kunstsystem nichts als das von der europaischen Moderne Erfundene ist, wobei das System "a system of ideals, practices, and institutions" bedeutet, das sich im Rahmen der europaischen Modernisierung, d. h. der Ausdifferenzierung der Gesellschaft erst am Ende des 18. Jahrhunderts etabliert hat. Zunachst betrachten wir, wie uber das Naiv-Burgerliche im Roman geredet wird, das Thomas Mann zur Herstellung der Identitat des Kunstlerischen einsetzt: Der Konflikt zwischen dem Burgerlichen und dem Kunstlerischen wird hier bloβ im Zeichen der Unterscheidungsstrategie des Systems gelesen. Es gilt vor allem zu beobachten, wie Thomas Mann anhand der `fensterlosen` Figur Gerda Arnoldsen mystische Kunstler-Images herzustellen sucht, wahrend diese Mystifizierung und Apotheose des Kunstlerischen nichts als Strategie zur Potenzierung der absoluten Autonomie der modernen Kunst darstellt, die in der Gesellschaft Charisma und Hegemonie zu erringen sucht. Wir befassen uns noch im Hinblick auf die Selbstthematisierung der modernen Kunst mit dem Versuch des Kunstsystems, sich als Durchblickendes und gleichzeitig als Leidendes darzustellen, wobei es zu fragen gilt, was diese Insistenz der Kunst auf das Wahre bedeutet.

신화의 "미학적 유용성" -빈켈만, 헤르더, 모리츠의 신화담론을 중심으로

이영기 ( Young Ki Lee )
한국괴테학회|괴테연구  22권 0호, 2009 pp. 189-214 ( 총 26 pages)
6,600
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Die Aufklarung hat um ihres Anspruchs der Vernunftwahrheiten willen dem Mythos gegenuber zunachst ein ablehnendes oder kritisch-polemisches Verhaltnis eingenommen. Das impliziert der damalige synonyme Sprachgebrauch von `Mythos` und `Fabel`. Gegenuber der uberwiegend mythenfeindlichen Perspektive in der Mythendiskussion des ausgehenden 18. Jahrhunderts zeigt die von Winckelmann, Herder und Moritz vollzogene Neueinschatzung des Mythos vor allem eine asthetische und poetologische Dimension. Im Prinzip verteidigt Winckelmanns Postulat von der Nachahmung der Alten die Verfugbarkeit der alten Mythologie. Aber hinter dem Nachahmungspostulat steht der Versuch, eine "allgemeine Sprache" durch die Erfindung neuer Allegorien im Zeitalter eine `Endes der Ikonographie` wiederzugewinnen. Herders Ausgangspunkt bei seiner Auseinandersetzung mit der aufklarerischen Mythenkritik ist die semiotische Qualitat der alten Mythologie: Die alte Mythologie soll wegen ihrer "poetischen Bestandheit" als "poetische Heuristik" genutzt werden. Zum heuristischen Gebrauch der alten Mythologie hat Herder versucht, die Einbildungskraft erkenntnistheoretisch neu zu begrunden. Und die Moglichkeit einer neuen Mythologie bei Herder ist auf die dialektische Losung durch die Idee der Verjungung angewiesen. Bei Moritz gewinnt die Mythologie ihre asthetische Eigenstandigkeit unter dem Prinzip der asthetischen Autonomie. Daruber hinaus hat Moritz die Synthesequalitat der Mythologie, die sich sowohl auf deren asthetische Autonomie als auch auf deren lebensweltliche Bezogenheit bezieht, begrundet. Die Uberlegungen zur neuen poetischen Verfugbarkeit der alten Mythologie konnen durch die semiotische Neufundierung der Kunst und die Potenzierung der Einbildungskraft charakterisiert werden. Daher kann dies als Versuch begriffen werden, aus der alten Mythologie eine potenzierte Zeichensprache zu schaffen, um den Verlust des topischen Repertoires an Bildern und Symbolen zu kompensieren und die Lesbarkeit eines neuen Weltbildes zu begrunden.
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