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> 한국괴테학회 > 괴테연구 > 23권 0호

괴테연구검색

Goethe-Yongu


  • - 주제 : 어문학분야 > 독문학
  • - 성격 : 학술지
  • - 간기: 연간
  • - 국내 등재 : KCI 등재
  • - 해외 등재 : -
  • - ISSN : 1229-7127
  • - 간행물명 변경 사항 :
논문제목
수록 범위 : 23권 0호 (2010)

"이런 의미에서 그의 수업시대는 끝났습니다" -빌헬름 마이스터의 자아인식과 형성

주일선 ( Ill Sun Joo )
한국괴테학회|괴테연구  23권 0호, 2010 pp. 5-28 ( 총 24 pages)
6,400
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Im letzten Kapitel des 7. Buches von Goethes Roman Wilhelm Meisters Lehrjahre erklart die Turmgesellschaft, dass Wilhelms Bildung bereits geendet hat. Aber ganz am Anfang des 8. Buches, namlich direkt im Anschluss an die gerade abgegebene Erklarung uber das Ende der Lehrjahre Wilhelms, kundigt ausgerechnet der Erzahler den neuen Anfang seiner Bildung an. Der Erzahlerbericht steht sicherlich mit der uberzeugten Erklarung der Turmgesellschaft in krassem Widerspruch. Woraus entspringt dieser Widerspruch? Um solche Fragen nach der Bildung zu beantworten, beschaftigt sich die vorliegende Arbeit mit einigen Szenen des Romans, in denen es um die Selbsterkenntnis geht. Denn im Hinblick auf den gerade erwahnten Widerspruch scheint Wilhelms richtige Bildung mit seiner Selbsterkenntnis eng verbunden zu sein. Zunachst will die Arbeit aber einen Umweg machen, indem sie die Aufmerksamkeit nicht direkt auf Wilhelms Selbsterkenntnis, sondern zuerst auf die Selbsterkenntnis des Grafen richtet. Dabei werden mindestens drei folgende Fragen ersichtlich, wie der Graf sich selbst erkennt, worin der Grund fur seine falsche Selbsterkenntnis besteht, und welche Resultate sie bei ihm gebracht hat. Und erst dann wird die Selbsterkenntnis Wilhelms in Betracht gezogen, und durch den Vergleich von Wilhelms Erkenntnisweise des Selbst zu der des Grafen wird gezeigt, worin der Sinn der Selbsterkenntnis Wilhelms fur seine Bildung besteht. Goethe zufolge konne man im Spiegel nur eine seitenverkehrte Erscheinung einer Gestalt betrachten. Deshalb findet er eine richtige Selbsterkenntnis durch den Spiegel kaum moglich. Im Gegensatz zum Fichteschen Konzept von der Selbsterkenntnis, dem zufolge der Mensch den Blick auf sich zuruckwerfen und mithilfe dieses Blicks seine eigene Identitat und deren Prasenz feststellen konne, findet es Goethe unmoglich, dass der Mensch sich selbst rein als Objekt betrachtet, denn "niemand kann sich von seinem Selbst-Ich trennen". Der Mensch konne doch seine Beziehungen zur Aubenwelt betrachten und nur dadurch indirekt sich selbst kennen. Um die wahre Selbsterkenntnis zu erreichen, werde also nicht das introspektive Betrachten, sondern der lebendige Kontakt mit der Aubenwelt, namlich das Handeln gefordert. Nach solch einer Auffassung Goethes von der Selbsterkenntnis ist sehr zweifelhaft, ob jemand durch den Spiegel wirklich sich selbst erkennen kann, obwohl das Bild im Spiegel das Spegelbild seiner selbst ist. Somit ist die Lage des Grafen noch prekarer. Denn er hat im Spiegel eigentlich nicht sich selbst, sondern einen anderen (namlich den verkleideten Wilhelm) gesehen. Anders als der Graf, der durch die Identifikation mit dem gespiegelten Bild als seinem zweiten Selbst die Selbsterkenntnis erreicht zu haben glaubt, erkennt sich Wilhelm in der Beziehung zu dem anderen Ich, das in der Aubenwelt vergegenstandlicht wurde. Und die Beendigung der Lehrjahre Wilhelms hangt mit seinem Handeln zusammen, das sich in der Wechselwirkung mit der Aubenwelt verwirklicht. Zur Beendigung seiner Lehrjahre tragt auch die richtige Selbsterkenntnis bei, die er durch die Beziehung zu dem anderen Ich in der Aubenwelt erlangt. Um die Bedeutung der beendigten Lehrjahre zu begreifen, geht es weniger um das im voraus gestellte Ziel der Bildung als um deren Prozeb. Das Ende der Lehrjahre Wilhelms bedeutet also nicht sein Ankommen an einem endgultigen Zielpunkt, sondern seine Aneignung des Handelns im Sinne des Goetheschen Grundprinzips von Bildung und Selbsterkenntnis, das auf den ununterbrochenen Verkehr mit der Aubenwelt zielt.

근현대의 사랑 혹은 낭만적 사랑의 발명 -괴테의 『친화력』

홍길표 ( Kil Pyo Hong )
한국괴테학회|괴테연구  23권 0호, 2010 pp. 29-49 ( 총 21 pages)
6,100
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Das Ziel vorliegender Arbeit besteht darin, Goethes Wahlverwandtschaften als einen Liebesromann zu lesen, wobei es sich um die Beobachtung handelt, wie man die romantische Liebe inszeniert und darstellt, also erfindet, die Soziologen als genuin Modernes identifiziert. In der modernen Gesellschaft bildet die (romantische) Liebe einen eigenstadigen Bereich, in dem sich das Individuum voll und ganz entfalten kann. Das heibt, der Mensch in der modernen Gesellschat, die seit der Modernisierung immer unpersonlicher wird, wird nicht als ``ganzer Mensch`` wahrgenommen und akzeptiert: Die einzige Ausnahme bildet die Liebe. Wer liebt, wird von seinem Partner als ganze Personlichkeit wahrgenommen und kann sich selbt als ganzer Mensch erfahren. Was uns aber in der Geschichte der modernen, romantischen Liebe vor allem interessiert, ist die Rolle der Literatur, der Bucher, die nach Christian Schuldt die wichtigsten Boten waren, also dem Volk das Modell fur die romantische Liebe lieferten. In diesem Kontext beschaftigen wir uns damit, welches Modell uns Goethe anbietet. Zunachst sollte aufgezeigt werden, dass die im Roman dargestellte Welt nicht die zeitentruckte, mythische, sondern genau dle aufgeklarte Gesellschaft der Moderne ist, deren Mitglieder das rationale, utopische Bewusstsein beherrscht. Vor diesem Hintergrund gilt es zu interpretieren, wie die Liebe als Passion mystifiziert wird, indem sie auf den Bereich der Natur und Nicht-Vernunft zuruckgefuhrt wird, der jenseits von Gut und Bose liegt.

독일 고전주의 예술관의 두 기초: 괴테의 독자적 자연감정과 실러의 대자적 역사의식

인성기 ( Seong Ki In )
한국괴테학회|괴테연구  23권 0호, 2010 pp. 51-74 ( 총 24 pages)
6,400
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J. W. v. Goethe und F. Schiller wollten die Entfremdung des Menschen in der Moderne durch eine sozialpolitisch wirkende Kraft der schonen Kunst uberwinden, die im Stande sein sollte, die Einzelnen wieder im Ganzen der Gesellschaft harmonisch aufzulosen. In der Praktizierung des aufklarerisch und klassisch gesinnten Kunstkonzeptes gingen sie jedoch auseinander; Denn Goethe ging von einem subjektiven Naturgefuhl aus, Schiller dagegen von einem objektiven Weltverstandnis. Fur Goethes Naturgefuhl gab es keine nicht zu uberbruckenden klaffenden Risse zwischen Natur und Kunst, Subjektivitat und Wirklichkeit, Leben und Tod etc. So konnten sich in seiner dichterischen Phantasie alle Dinge der Welt bruderlich miteinander vereinigen. In der ellegischen Lyrik selige Sehnsucht beispielsweise werden das lyrische Ich, die Gegenstande und der Leser idyllisch harmonisch zur Einheit gebracht. Aus geschichtsphilosophischer Sicht Schillers dagegen war seine moderne Zeit dem subjektiven Idealen Goethes nicht entsprechend. So konnte bei ihm die Realitat in ihren sozialen Misstanden nur elegisch im Entwicklungsprozess hin zum Idealen dargestellt werden. In der Tragodie Maria Stuart beispielsweise scheitert der Versuch der Konigin, sich vom Gefangnis zu befreien, und somit auch Schottland und England idealistisch zu versohnen. Nach Schillers Glauben liegt jedoch gerade in der rezeptionsasthetischen Dimension derartig traurigen Schiksals eine Moglichkeit, die klassische Idee zu realisieren, weil das asthetische Miterleben des Publikums, vermoge des Mitleids und der Reflexion, ein Freiheitsdenken fordert, auf dem ein dynamischer Staat aufgebaut werden konnte. Zusmmenfassend lasst sich anhand der zwei gegensatzlichen kunstlerischen Verfahren Goethes und Schillers sagen, dass das eine durch die Darstellung einer idealen Welt identifikatorisch ein utopisch zu erreichendes Ziel der Aufklarung im Voraus erleben lasst, wahrend das andere durch die objektive Darstellung der sozialen Misstande de-identifikatorisch ein subjektivisch eingebildeltes Weltverstandnis kritisch auf die Realitat hin relativierend zum Idealen hin erweitert.

18세기의 독서 중독증과 책 읽기의 문제 -괴테의 『베르테르』 수용을 중심으로

김연신 ( Youn Sin Kim )
한국괴테학회|괴테연구  23권 0호, 2010 pp. 75-93 ( 총 19 pages)
5,900
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Am Beispiel des Romans "Die Leiden des jungen Werther" und seiner Rezeption Das Harry-Potter-Fieber gilt als ein Medienereignis. Die Behauptung, dass die Fantasie-Serie von J. K. Rowling die Menschen im Multimedia-Zeitalter wieder zum Lesen bringt, bestatigt allerdings in erster Linie die heutige Krise der Buchkultur. Daruber hinaus bezieht man das Lesen-Lernen bloß auf das wieder aufgeweckte Interesse am Buch, so dass die Problematik der Lesesozialisation verborgen bleibt. Es gab aber eine Zeit, in der das Lesen-Lernen als eine Kulturtechnik fur die Sozialisation sehr wichtig war und gleichzeitig problematisiert wurde. Das war in der zweiten Halfte des 18. Jahrhunderts, und dies markiert einen kulturhistorischen Kontrapunkt zu unserem Zeitalter. Damals begann sich die moderne Buchkultur mit der Massenleserschaft herauszubilden. Wenn unsere Zeit unter dem Nichtmehrlesen leidet, klagte man damals uber die verschlingende Vielleserei. Und ahnlich wie Harry Potter heute hat es damals ein Kultbuch, Goethes fruhe Roman Die Leiden des jungen Werther geschafft, eine allgemeine Lesesucht herbeizufuhren. In der vorliegenden Arbeit wird anhand der Lesesucht die Problematik des Lesenlernens untersucht. Dafur steht der Roman Die Leiden des jungen Werther und seine Rezeption durch die historsiche Leserschaft im Mittelpunkt der Analyse. Die Untersuchung zielt darauf ab, die Medienkompetenz der heutigen Menschen in Hinsicht auf die Lesekompetenz der Leser im 18. Jahrhundert kritisch zu hinterfragen.

쟝 파울의 소설 『반항기』에 나타난 꿈의 알레고리

전창배 ( Chang Bae Jeon )
한국괴테학회|괴테연구  23권 0호, 2010 pp. 95-112 ( 총 18 pages)
5,800
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Es geh?rt nach wie vor die Interpretation des Schluß-Traums der “Flegeljahre” zu den schwiegrigsten Aufgaben der Jean Paul-Forschung. Wenn aber der Traum allegorisch ware, mußte er sich auch deuten lassen. Die Literatur gibt hieruber sehr unterschiedliche Auskunfte. Wenn man Symbol und Allegorie konfrontiert, ließe sich eher ein Gegensatz von bewußt und unbewußt herstellen. Entscheidend ist dabei, nachzuweisen, daß in dem Traum der “Flegeljahren” nicht das Assoziationsschema, sondern das Gedankenschema zugrund liegt. Wenn also der Traum wirklich eine lesbare Beziehung von Zeichen ist, dann muß sich auch sein allegorischer Charakter offenbaren. Aus der angefuhrten Analyse gingen folgende Erkennungsmerkmale der Allegorie hervor: Eine Reihe von Metaphern wird so erweitert, daß erschließbare Allegorien im rhetorischen Sinne entstehen, und einige Traumgestalten sind Personifikationen. Zu diesen vertritt auch ein emblematischer Entwurf den Typus der kunstlerischen Allegorie. Nicht zu letzt konnte eine Stamm-Metapher, die uber weite Strecken des Textes fortlaufend Einzelmetaphern evoziert, gefunden werden, namlich das Meer. Die thematische Analyse legt fest, daß es vor allem drei antagonistisch angelegte Themen den Inhalt des Traums ausmachen: Unsterblichkeit und Vernichtung, Gott und Ich, Liebe und Haß. Der notwendigen Beschrankung wegen muß je ein Beispiel, das der traurigen Menschen, des altesten Marchens und der b?sen Feindin genugen, um die gedanklicher Natur und die allegorische Gestaltung der genannten drei Themen zu belegen. Der Flegeljahre-Traum stellt alle metaphysischen Fragen so, daß sich ihre Antworten spalten und Gleigewicht halten. In seiner v?lligen Unaufl?sbarkeit liegt seine Abgeschlossenheit. Das bedeutet, daß die Metaphysik mit sich selbst an den Randern ihrer Extreme spielt. Die Apotheose befridigt zumindest den Heimatlosen, der intellektuell die Totalitat der Widerspruche auf keine Weise aufheben, sondern nur in die Allegorie bannen kann. Jean Paul ging die Wurzeln allen Ubels, den universalen Antagonismus, mit der scharfsten Waffen an, die er besaß, mit der Allegorie.

하이네와 동화유대인 -"유대인문화,학문협회"에 대한 비판을 중심으로

김희근 ( Hee Geun Kim )
한국괴테학회|괴테연구  23권 0호, 2010 pp. 113-135 ( 총 23 pages)
6,300
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In der Periode von Heines Eintritt in den Kulturverein bis zur Ubersiedlung nach Paris ist eine extreme Situation einer deutsch-judischen Doppelidentitat festzustellen. Es ging ihm nicht nur darum, seine eigene individuelle Problematik zu bewaltigen, sondern auch darum, das problematische Verhaltnis zwischen Individuum und der Welt festzustellen und weiterhin verschiedene m?gliche Antworten auf die L?sungsfrage zu suchen. Heine befaßte sich bewußt mit dem Emanzipationskonzept des judischen Kulturvereins, das die Philosophie Hegels als theoretische Grundlage hatte. Der Kulturverein wollte das Judentum in das westliche Geschichtsverhaltnis aufheben. Heine versuchte sich aber in seinem Geschichtsdenken von den Reformjuden und damit von Hegels Philosophie abzugrenzen: 1. Die Philosophie Hegels hilft nicht, die judische Problematik zu bewaltigen, weil sie die armliche Situation der Juden nur verscharft. 2. Heine machte selbst deutlich, daß bei dem Akkulturations- und Emanzipationsprozeß die Verbundenheit der Juden mit der ethnisch- kulturellen Wurzel erhalten bleiben soll. Einige grundsatzliche Aspekte haben wir in Heines Geschichtsdenken der zwanziger Jahre erkannt: Heines Geschichtsdenken war der Versuch selbst, seine Identitatsproblematik zu bewaltigen. Es war daruber hinaus eine intensive Auseinandersetzung mit der Frage nach einer Zukunft des Judentums. Wichtig bleibt dabei, daß die Juden nicht in einer fernen Zukunft, sondern in der Gegenwart eine Antwort finden mussen. Um eine wahre, illusionsfreie Zukunft zu gelingen, will Heine sich daher von den bestehenden geschichtlichen und philosophischen Vorlagen entfernen. Sowohl vom abstrakten Rationalismus als auch vom bloßen Schwarmen fur die Tradition ist Heines Position weit entfernt. Daß der junge Heine in allen Außerungen dennoch kein Zukunftsbild darstellte, zeigt die Unm?glichkeit, die Frage nach der Zukunft der Geschichte richtig zu beantworten. Er ist demnach noch auf der Suche und unterwegs.

세기말 시인숭배 문화 -게오르게의 니체와 횔덜린 숭배를 중심으로

김재상 ( Jae Sang Kim )
한국괴테학회|괴테연구  23권 0호, 2010 pp. 137-158 ( 총 22 pages)
6,200
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Nietzsche wird vom fruhen George in dessen poetologischen und kulturkritischen Disput gegen die zeitgenossischen Kunststromungen hineinbezogen, und zwar als Kronzeuge des eigenen l`art-pour-l`art-Programms. Aber nach der Grundung des eigenen Kreises, in dessen Zentrum Maxim als Kultfigur und George als dessen Prophet ruckt, profiliert sich George als Vollstrecker und Uberwinder des Nietzscheschen Denkens und ist der "Seher" Holderlin in den Maximin-Kult einbezogen. Damit geht die Stiftung einer elitaren Verheißungslinie einher, mit der George sich und seinen Kreis zu heiligen Verheißungserben von der nationalen Kultfigur Holderlin ernennt. Nietzsche und Holderlin werden, je nach den Umstanden, fur Georges Anspruche in Anspruch genommen.

귄터 그라스의 『양파껍질을 벗기며』를 둘러싼 논쟁들

장희창 ( Hee Chang Jang )
한국괴테학회|괴테연구  23권 0호, 2010 pp. 159-174 ( 총 16 pages)
5,600
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Die Autographie von Gunter Grass <> hat schon vor dem Erscheinen einen grossen sozialen Wirbel verursacht. Vor allem ging es um die Waffen-SS-Mitgliedschaft von Gunter Grass. Hinter den heissen Auseinandersetzungen stecken aber meiner Meinung nach einige Missverstandnisse. In der vorliegenden Arbeit will ich ausfuhrlicher auf solche Probleme besonders im Hinblick auf die Sensationssucht der Medien eingehen. Der Wirbel kann als ein Medienskandal angesehen werden oder als ein Phanomen von Masse interpretiert werden. Zum Beispiel suggerierte die <> mit dem negativen Titel ``Das Gestandnis`` den vorbestimmten Schluss, dass Grass freiwillig bei der Waffen-SS tatig war. Und das hat auf die nachfolgenden Auseinandersetzungen grossen Einfluss ausgeubt. Aber Grass betonte, er habe aber der <> gegenuber nichts gestanden, Zudem sei die <> keine Institution, die von einem Menschen Gestandnisse verlangen konne. Der Historiker Hans Mommsen sagt, es sei absurd, Grass vorzuwerfen, dass er nicht fruher schon ein Gestandnis abgelegt habe. Anfangs verstand sich die Waffen-SS als eine auf Freiwilligkeit und strenge Vorwahl beruhende Eliteeinheit. Doch als der junge Gunter Grass gegen Kriegsende zur Division kam, konnte die anfangliche Profilierung wegen der drohenden militarischen Niederlage nicht mehr durchgehalten werden. Und der temporale Rahmen des Werkes reicht uber die Zeit zwischen Kriegsbeginn 1939 und dem Erscheinen seines Werkes ``Die Blechtrommel`` im Jahre 1959. Aber das strittige Detail entstammt aus den letzten Monaten des Krieges. So war das biografische Detail aus dem Interview zu radikal isoliert und auf Moralfragen eingeschrankt worden. Folglich ist das Gesamtbild des Werkes verfalscht worden. Noch ein Problem. Man kann den Text zum einen als hitorisches Zeugnis und zum anderen als literarisches Kunstwerk lesen. Aber fast alle Kritiker haben das ausser acht gelassen und haben sich nur auf ersteres konzentriert. Ich meine, Grass ist in seinem neuen Buch nicht nur an dem historischen Kontext der Nazizeit interessiert, sondern an der Tradition seiner literarischen Darstellungweise. Es lasst sich feststellen, dass das erzahlende Ich nicht daran interessiert ist, historische Ereignisse sachlich zu beschreiben. Im Vordergrund steht vielmehr die literarische Umsetzung autographischen Schreibens in Fiktion. In diesem Buch also gehen Wirklichkeit und Fiktion nahtlos ineinander uber. Das muss unbedingt berucksichtigt werden.

요하네스 보브롭스키의 시에 나타난 역사의식 -역사와 자연 간의 상관성을 중심으로

송용구 ( Yong Ku Song )
한국괴테학회|괴테연구  23권 0호, 2010 pp. 175-191 ( 총 17 pages)
5,700
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Ich habe in dieser Arbeit versucht, Bobrowskis Lyrik mittels seinem geschichtlichem Bewußtsein zu erklaren. Die Geschichte ist fur Bobrowski kein Begriff, sondern eine Realitat, die Korrelation zwischen slawischen Volkern und osteuropaischer Natur bezeugt. Bobrowski findet gemeinschaftliche Dinge in osteuropaischen naturlichen Landschaften. Das sind naturliche Dinge, d.h. "Baum", "Vogel" "Fels", "Strom", "Fisch", "Wald", "Steine" usw. Sie erhalten fur Bobrowskis Lyrik geschichtlichen Wert. Weil sie erscheinen als die Lebensraume der slawischen Volker, erhalten sie sozialgeschichtliche Bedeutungen fur "Sarmatia". Sie reprasentieren fur Bobrowskis Lyrik visuelle Bilder der osteuropaischen Gechichte. Die naturlichen Dinge in dieser sarmatischen Landschaft ziehen Bobrowskis gesamte Lyrik durch und auberen sich als "Lebenszeichen" der sarmatischen Volker. Bobrowski hat eine Beziehung zu den Menschen, die in dieser Natur leben, die diese Natur auch gestalten beschrieben. Er hat eine Geschichte menschlicher Arbeit in der sarmatischen Natur gerafft. Seine Naturbeschreibung ist das historiche Kunstwerk geworden, in dem die Raume menschlicher Arbeit und die naturlichen Dinge Einheit bilden.

과거극복과 독일민속학의 새로운 시작 -전후 민속학의 과거사 논쟁을 중심으로

김면 ( Myun Kim )
한국괴테학회|괴테연구  23권 0호, 2010 pp. 193-213 ( 총 21 pages)
6,100
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Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Vergangenheitsbewaltigung im Fach Volkskunde im Laufe der Zeit mit verschiedenen Mitteln und Formen versucht. Der erste Schritt bei der Uberwindung der Vergangenheit in der Volkskunde fand von 1945 bis 1960 statt. Die Volkskundler sahen die propagierte Folklore der Nazis als nicht traditionell an und die Geschichte der Wissenschaft im Dritten Reich galt als eine Abweichung vom theoretischen Ansatz. Daher markierte 1945 einen Neuanfang nach dem Krieg. Stellvertretend verteidigte Prof Peuckert die Beibehaltung des Status quo des Faches in den Universitaten und die fruheren Tatigkeit der Volkskunde, die dem Naziregime diente, wurde als individuelle Vergangenheit betrachtet. In den 50er Jahren wurde daher die kritische Bewertung der Volkskunde nicht durchgefuhrt. Der zweite Schritt der Vergangenheitsbewaltigung der Volkskunde entsprach der Zeit zwischen 1965 und 1970. Als Folge der Studentenbewegung in den spaten 60ern forderte die damalige gesellschaftliche Stimmung eine grundliche Aufarbeitung der Vergangenheit. Es wurde begonnen, die Beziehung zwischen der Politik in Nazi-Deutschland und der traditionellen Ideologie des Volkskunde zu untersuchen und man wollte die Relikte der Vergangenheit entfernen. Infolgedessen kam es zu einer Abkehr von der ideologischen Orientierung hin zu einer praktischen Ausrichtung mit sozialen Studien im Fachbereich Ethnologie. Als dritter Schritt kann in den 70ern der große Wandel in den Lehrplanen des Studienganges Volkskunde bezeichnet werden. Auf den Konferenzen der Deutschen Gesellschaft fur Volkskunde in Detmold im Jahr 1969 und Falkenstein im Jahre 1970 wurde heftig uber den Namen und den Inhalt der Disziplin debattiert. Nach der ersten Reform der Universitat Tubingen haben viele Universitaten die Volkskunde in Kulturwissenschaften umgewandelt und dadurch dem Forschungsgegenstand eine neue Identitat gegeben. Heute umfasst die Deutsche Gesellschaft fur Volkskunde in der Bundesrepublik neben Volkskunde als traditionellen Dachbegriff uber 23 Facher und Institute an den Universitaten wie zum Beispiel Europaische Ethnologie, Kulturanthropologie, vergleichende Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft.
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