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> 한국괴테학회 > 괴테연구 > 25권 0호

괴테연구검색

Goethe-Yongu


  • - 주제 : 어문학분야 > 독문학
  • - 성격 : 학술지
  • - 간기: 연간
  • - 국내 등재 : KCI 등재
  • - 해외 등재 : -
  • - ISSN : 1229-7127
  • - 간행물명 변경 사항 :
논문제목
수록 범위 : 25권 0호 (2012)

괴테의 뱀파이어 담시에 나타난 환상성 연구 -「코린트의 신부」를 중심으로

이경희 ( Kyeong Hi Lee )
한국괴테학회|괴테연구  25권 0호, 2012 pp. 5-25 ( 총 21 pages)
6,100
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In der vorliegenden Abhandlung wird untersucht, welche Funktion das Phantastische in Goethes Ballade Die Braut von Korinth hat. In der phantastischen Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts erscheinen die Vampyre im allgemeinen als teuflische, bose Wesen im uberlieferten Sinne. Als Hauptvertreter dieser Richtung gilt der Roman Dracula von Bram Stoker, durch den die Popularitat der Draculamythen hervorgerufen wurde. Von dieser Funktion des Phantastischen in der vampirischen Literatur ruckt Goethe in seiner Ballade Die Braut von Korinth ab. Bei ihm wird der Vampyr nicht in seine Grenzen verwiesen und getotet wie bei Stoker oder wie in den anderen Vampyre-Erzahlungen, sondern wird er zum Medium der Gesellschaftskritik, genauer gesagt der Kritik an der christlichen Ideologie. Der weibliche Vampyr protestiert gegen das Christentum, indem er es als unmenschliche Tat anklagt, dass sein eigenes Menschenleben wegen des christlichen Glaubens seiner Mutter auf deren Geheiβ hin geopfert werden musste. Die vampirische Braut verletzt dann auch noch das strenge Tabu der Sexualitat, wenn sie nicht vor dem Liebesakt mit dem heidnischen Jungling zuruckschreckt, der ihr fruher eigentlich als Brautigam zugedacht worden war, und wenn sie noch dazu ihre sinnlichen Bedurfnisse aus unstillbarer Leidenschaft klar zum Ausdruck bringt. Auf diese Weise ubt Goethe in der Ballade die Kritik an christlichen Ideen und Glauben. Hierbei ist es auffallig, dass der weibliche Vampyr nicht als die teuflische, bose Gestalt auftritt. Somit unterscheiden sich nicht nur die Charaktereigenschaften des Vampyrs, sondern auch die Funktion und das Ziel des Phantastischen bei Goethe von den anderen vampirischen Literaturen im 18. und 19. Jahrhundert. Folglich lasst sich aus der Betrachtung uber das Phantastische Goethes Hauptthese auf zwei Ebenen konstituieren. Einerseits stellt Goethe die sinnlichen, sexuellen Bedurfnisse des Menschen als etwas Naturliches dar, das von der christlichen Ideologie unterdruckt und aufgeopfert wird. Andererseits versucht er, durch die Vereinigung zwischen dem Menschen und dem Vampyr alle Differenzierungen und Grenzen in der aufklarerischen vernunftorientierten Denkweise aufzuheben. Dabei sind Goethes fortschrittlichen Denkmodelle mit zu bedenken, das nicht nur im 18. Jahrhundert, sondern auch in der Moderne seinen geschichlichen Sinn hat.

그들은 왜 브로켄 산으로 갔는가? -「발푸르기스 밤」장면의 보유본(補遺本)에 대한 검토-

장희창 ( Hee Chang Jang )
한국괴테학회|괴테연구  25권 0호, 2012 pp. 27-47 ( 총 21 pages)
6,100
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Die ``Walpurgisnacht`` ist eine Szene, wo Goethe die Frage stellt: ``Was bedeutet den Menschen Sexualitat?``. Aber die Handlung der ``Walpurgisnacht`` an sich ist unklar und schleierhaft. Man kann nicht eindeutig erkennen, ob die zwei Manner Faust und Mephistopheles den Brocken besteigen, um einfach an dem Walpurgisnachtsfest teilzunehmen, oder ob Goethe damit die Sexualitat des Menschen indirekt, aber grundlich aufzeigen will. Nach meiner Meinung beschreibt Goethe metaphorisch, wie ein Mensch ungestum von der Sexualitat an- und fortgetrieben wird. Und das war die machtigste Falle, die Mephistopheles Faust stellte. Die ``Faust`` Ausgabe von Albrecht Schone (2003) offnete den sogenannten ``Walpurgissack`` und zeigte wieder die der Selbstzensur zum Opfer gefallene Satans-und Hochgerichtserscheinungszene. Und mit diesen beiden Szenen wurde die versteckte Bedeutug der anderen Szenen neu erweckt. In diesem Kontext habe ich versucht, unerklarbare Stellen sachlicher und verstandlicher zu interpretieren und zu zeigen, dass sich fast alle Szenen in der Walpurgisnacht auf die ungeheure Macht der Sexualitat beziehen. Also kann man folgern, dass auch Faust vor der machtigen Natur kein selbstandiges Subjekt bleibt. Trotzdem kann es nicht anders sein, als dass Faust ein Ubeltater und Gretchen ein Opfer ist. Faust und Gretchen haben sich geliebt, aber nur Gretchen und ihre Familie sind dabei zugrunde gegangen. Gretchens Tragodie war insofern kein isolierter Fall, da der Hintergrund der Tragodie die Geschichte einer Kindsmorderin namens Susanna Margaretha Brandt sehr deutlich zeigt. Der Kriminalprozeβ gegen diese Kindsmorderin vermittelte uber den individuellen Fall hinaus Einblicke in Fuhlen und Denken der beteiligten Personen. Kurz gesagt, war Susanna ein Opfer der Vorurteile ihrer Zeit, die wir als Zeitalter der ``Aufklarung`` zu bezeichnen pflegen. Auch Gretchen war ein Opfer der damaligen Zeit. Und man kann sagen, dass Fausts Leben und Wanderschaft danach ohne Gretchen nicht zu denken ist. Fausts Schicksal und dasjenige Gretchens sind unausweichlich, notwendig verbunden. Faust wollte Gretchen verlassen, aber vermochte das bis zum Ende nicht wirklich. Um den Lesern diese letzte Erkenntnis zu verdeutlichen, hat Goethe seinen Faust so lange wandern lassen. Und das setzt ein sich gegenseitig spiegelndes Innen und Auβen, Vergangenheit und Gegenwart immer als ein Korper denkendes Geschichtsbewuβtsein voraus. Anders gesagt, ohne Gretchen, kein Faust. Deswegen durfen wir keineswegs hochmutig Mitgefuhl fur das Opfer aussprechen, sondern wir mussen unser Dasein immer auf das Opfer zuruckfuhren. Das bedeutet, dass der Ubeltater Faust nur durch das Opfer Gretchen gerettet werden kann. Und deshalb sagt Goethe am Ende des Werkes: “Das Ewig-Weibliche/ Zieht uns hinan.".
5,600
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Eine Generation geht und die andere kommt. Wir bezeichnen diese Zeit des Kommens der Neuen und der Ablosung der Alten als Generationswechsel. Wie der Terminus ``in-between-space`` den Raum der Hybriditat bezeichnet, so lassen sich hybride Konfigurationen auch in der Zeit als Ubergangszeit bzw. in-between-time` orten. In der Zeit des Generationswechsels findet ein schwerer Kampf um die Initiative statt, und zwar in Form der Rhetorik. In diesem Sinne konnte man von einer Rhetorik des Generationswechsels sprechen. Besonders heftig ist der Einsatz der rhetorischen Figuren auf der Seite der kommenden Generation, weil es ihr um alles oder nichts geht. Es geht aber nicht nur um Rhetorik sondern auch um Anthropologie. Hans Blumenberg weist auf den Zusammenhang beider so hin: “Der Hauptsatz aller Rhetorik ist das Prinzip des unzureichenden Grundes. Er ist das Korrelat der Anthropologie eines Wesens, dem Wesentliches mangelt.” Seiner Auffassung nach konnen wir als Mangelwesen mit dem Wesentlichen, der Realitat und sogar der Handlung nicht unmittelbar in Kontakt treten. Deswegen definieren wir unsere Rolle in Form von Metaphern. Der Definitionsprozeβ des Rollenkonzepts wurzelt also in der Metapher und wird intern wie extern metaphorisch behauptet und verteidigt. Bei der jungen Generation ist diese Tendenz besonders auffallig. Goethes Werther und Plenzdorfs W. sind typische Beispiele fur eine solche junge Generation, die ohne Hoffnung, irgendwo anzukommen oder sich durchzusetzen, ziellos wandert und oft nur rhetorisch eingeschrankten Widerstand leistet. Bei Werther ist sein Wunsch durch das Hochwasser metaphorisiert, das alles Bestehnde hinfort reiβt; bei W. ist die Metapher ``Jeans`` wichtig, die fur W. ``nicht eine Hose sondern eine Einstellung`` sind.

괴테의 “고대” -“변화-지속”의 시간성

한철 ( Chol Han )
한국괴테학회|괴테연구  25권 0호, 2012 pp. 65-78 ( 총 14 pages)
5,400
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Im Kampf gegen die Romantik veroffentlichte Goethe mit Heirich Meyer die Zeitschrift . Mit diesem Titel, der den “Raum zwischen dem Innern und Auβern, zwischen dem Heiligen und Gemeinen” bedeutet, wollte Goethe die Ruckkehr zur Antike und die Wichtigkeit des klassizistischen Kunstprogramms betonen. Zugleich aber vermittelte er im Vorwert der Zeitschrift einen Eindruck, daβ die Antike nicht mehr zu erreichen ist. In der Verbreitung des romantischen Kunstgeschmacks seiner Zeit ahnte er schon die Niederlage des Klassizismus. Trotzdem funktionierte die Antike immer fur Goethe als der absolute Muster seiner Kunstauffassung. In diesem Sinne war seine ``Antike`` eine widerspruchliche Zeit, die als eine historische Zeit nicht zu wiederholen ist und zugleich als eine nicht-historische Zeit auch in der Modernen abzurufen ist. Diesen zeitlichen Widerspruch findet man in der von Faust II. In der “Wechsel-dauer”, die Faust bei der Erscheinung des Regenbogens beobachtet, ist der “Wechsel” der Naturerscheinungen das unabdingbare Konstituens der “Dauer” der Natur. Das heiβt, nur durch die Veranderung der Zeit kann die Dauer ``asthetisch`` konstituiert werden. Durch die Zeitlichekeit der “Wechsel-dauer” kann man die widerspruchlichen Zeitauffassung Goethes besser verstehen. Auch in der Moderne, die durch die starke zeitliche Differenz charakterisiert wird, erfahrt man einen asthetischen Augenblick und in diesem Augenblick, der die zeitliche Totalitat in sich enthalt, kann man die Antike Goethes wieder herstellen. In dem Sinne kann er sagen, “Jeder sey auf seine Art ein Grieche! Aber er sey`s.”

클라이스트와 아담 뮐러의 미학 비교

손호은 ( Ho Eun Son )
한국괴테학회|괴테연구  25권 0호, 2012 pp. 79-103 ( 총 25 pages)
6,500
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Diese Arbeit handelt von der Asthetik Heinrich von Kelists und vergleicht sie mit der Adam Mullers. Adam Muller war ein deutscher Philosoph der Romantik und konservativer Staatstheoretiker. Er war einmal mit dem Dichter Kleist eng befreundet und hat mit ihm zusammen die Zeitschriften 『Phobus』 und 『Berliner Abendblatter』 herausgegeben. Adam Muller ubte einen entscheidenden philosophischen Impuls auf Kleists Leben aus, nachdem Kleist ihn kennen gelernt hatte. Vorher wurde Kleist von der Philosophie Kants und Fichtes beeinflusst. Mullers Philosophie war auch von Kant und Fichte angeregt. Besonders Fichtes Wissenschaftslehre war auf die Formulierung der Gegensatzlehre Adam Mullers von groβtem Einfluss. Aber Muller hat den Gegensatz Fichtes auf seine Weise herausgearbeitet. Er geht von einer Ablehnung des Absoluten aus. Seine Gegensatzlehre basiert auf einer dualistischen Zweiheit, im Unterschied von der monistischen Lehre Fichtes von der Einheit allen Seins. Muller hat seinen Gedankengang fortgesetzt und seine eigene Kunstphilosophie konstruiert. Er hat seine Dialektik auf den schaffenden Kunstler bezogen. Der Kunstler konne die Gegensatzpaare zusammenbringen oder auflosen. Diese Tatigkeit des Trennens und Zusammenfuhrens entspricht dem dialektischen Wesen der Mullerschen Ironie. Fur Muller sei Ironie “Offenbarung der Freiheit des Kunstlers oder des Menschen.” Mullers Ironiebegriff ist fur Kleist von wesentlicher Bedeutung. Kleists Werke zeigen, dass er mit dem Gedankengut Mullers bekannt ist. Daruber hinaus hat Kleist sicher die Theorie Mullers auf seine Werke interpretierend angewendet. Die Rolle als den weltanschaulichen Schlussel im Werk Kleists bietet seine Kurzprosa 『Uber das Marionettentheater』 an. Man kann sehen, dass in dieser Prosa auch das dialektische Gedankengut entwickelt wird. Die Puppen sind im Gegensatz vereinigt, um zur Asthetik des Tanzes beizutragen. Dies entspricht der Dialektik Mullers in der kunstlerischen Ironie. Trotz alledem ist die Asthetik Kleists der Mullers nicht ganz gleich. Kleist hat seine Weltanschauung auf andere Paradiese gerichtet als Adam Muller.

에.테.아. 호프만의 『사촌의 구석 창문』 (1822) -작가성의 위기와 현실인지 과정을 중심으로-

최민숙 ( Min Suk Choe )
한국괴테학회|괴테연구  25권 0호, 2012 pp. 105-130 ( 총 26 pages)
6,600
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.Des Vetters Eckfenster ist eine Erzahlung des Spatromantikers E. T. A. Hoffmann (1776-1822), die in Serien vom 23. April bis 4. Mai 1822 in Symanskis Blatt “Der Zuschauer” erschien. Sie gilt als literarisches Vermachtnis des Dichters. Denn sie ist seine letzte noch zu Lebzeiten erschienene Erzahlung. In der Hauptfigur sind auch reichlich autobiographische Zuge zu finden. Auβerdem gilt sie als ein Zeugnis seiner Poetik, die in den beiden poetischen Prinzipien ``das Callot-Prinzip`` und ``das serapiontische Prinzip`` formuliert ist. Bei der Erzahlung handelt es sich um einen Bericht des fiktiven Ich-Erzahlers uber seinen an beiden Fuβen gelahmten “schriftstellernden Vetter”. Aber “die schwerste Krankheit vermochte nicht den raschen Radergang der Phantasie zu hemmen”. Gerade deshalb gerat der Vetter in eine Schaffenskrise, weil er seinen inneren Gebilden keine adaquate auβere Form mehr verleihen kann. Er verfiel darum “in die schwarzeste Melancholie” und verweigerte jeden Kontakt mit der Auβenwelt. Eines Markttages findet der Erzahler ihn an seinem Eckfenster, das hoch uber dem Marktplatz der Hauptstadt liegt, eilt zu ihm und findet ihn wieder von neuem Lebensmut erfullt. Durch das “bunte Leben” der Auβenwelt, zu dem das Eckfenster ihm den Zugang ermoglicht, wird seine Phantasie wieder animiert. Das Gesprach der beiden Vettern am Eckfenster uber die Marktszene bildet den Hauptteil dieser “poetologischen Dialogerzahlung”(H. Steineke). In der vorliegenden Arbeit wird zunachst kurz auf die Entstehungs- und Wirkungsgeschichte der Erzahlung eingegangen und danach versucht, der Ursache der Krise der Autorschaft des Vetters nachzugehen. Dass nicht allein seine Krankheit die Ursache dieser Krise ist, kommt wahrend des Gesprachs der beiden Vettern zutage. In der Anekdote mit dem lesenden Blumenmadchen, dem einzigen Tatsachenbericht in dieser Erzahlung, beichtet der Vetter, wie er als Autor eine Blamage erleben musste. Als er sich bei der Begegnung mit dem Machen als Autor ihrer Lekture zu erkennen gab, musste er feststellen, “daβ das Madchen niemals daran gedacht, daβ die Bucher, welche sie lese, vorher gedichtet werden muβten. Der Begriff eines Schriftstellers, eines Dichters war ihr ganzlich fremd”. E.T.A. Hoffmann entlarvt hier ganz deutlich die fatale Folge der Industrialisierung auf dem Buchmarkt, und zwar die Entfremdung der Arbeit des Autors von seinem Produkt ``Buch`` und dessen Verbraucher ``Leser``. Es ist nicht von ungefahr, dass der Ort des ganzen Geschehens eben ein Marktplatz ist. Nun will der Vetter seinem Besucher, dem Ich-Erzahler, “die Primizien der Kunst zu schauen” beibringen, weil er in ihm “nicht das kleinste Funkchen von Schriftstellertalent” gluhen sieht. Denn “richtiges Schauen” ist der erste Schritt dazu. In diesem ganzen Prozess sieht der Vetter gar dem mittelalterlichen Troubadour ahnlich aus. Der Prozess der Wirklichkeitswahrnehmung, einer Art ``Seh-Schule`` fur den Erzahler, wird durch drei Stufen konstruiert. Zunachst wird der in der Romantik vorgezogene Panoramablick auf den Gendarmenmarkt aus dem Eckfenster als Rahmenschau dargeboten, dann wird diese panoramatische Marktszene anhand des Fernglases in kleine Teil-Szenen geteilt und durch “das Fixieren des Blicks” beobachtet. Zuletzt werden die durch den “technisierten Blick” geteilten Teil-Szenen durch Blickfuhrung quer durch den Markt, die mit der filmischen Panning-Technik vergleichbar ist, wieder als ganzes Panorama gewonnen. In dem Gesprach zwischen den beiden Vettern werden Biographien fur die Figuren auf dem Markt nach den Befreiungskriegen gegen die napoleonische Fremdherrschaft 1813-1815 erfunden. Dabei geht es weniger darum, ob sie der Wahrheit entsprechen, sondern darum, wie glaubhaft sie wirken. Dies ist ein Grund, dafur, dass diese Erzahlung trotz ihrer realistischen Zuge als Poesie der Poesie gilt. Dabei bleibt vieles ungeklart und weist auf das Problem des Reprasentationsparadoxes hin. Am Ende wird der Markt von dem totkranken Vetter als “ein treues Abbild des ewig wechselnden Lebens” proklamiert. Fur den kranken Vetter ist eigentlich nichts verandert. Er bleibt nach wie vor unschopferischer Autor. Aber er hat durch den Dialog und die Seh-Schule einen Autor auf die Welt gebracht. Die Erzahlung Des Vetters Eckfenster des Ich-Erzahlers verdanken wir ihm. Ob der Vetter vor seinem Tod davon hatte erfahren konnen? Aber wir wissen, dass unser Autor E.T.A. Hoffmann selber seine Geschichte in dieser Form hinterlassen hat. In der E.T.A. Hoffmann-Forschung glaubte man lange Zeit in Des Vetters Eckfenster literaturgeschichtlich Hoffmanns Wendung zu Biedermeier oder Realismus feststellen zu konnen. Andererseits wurde gerechterweise immer wieder betont, dass Hoffmann doch seinem romantischen Konzept der “Poesie der Poesie” treu geblieben ist. In der letzten Zeit kommen andere Uberlegungen hinzu. G. Oesterle sieht darin eher Stil- und Perspektivenpluralismus, der die Stilhierarchie wie Aufklarung und Romantik auflost. U. Stadler findet die Annahme nicht richtig, dass dieses Werk den poetischen Realismus vorwegnehme. Eher will er darin die Vorwegnahme der filmischen Montagetechnik als neues Wirklichkeitswahrnehmungskonzept des 20. Jh. sehen. Alles in allem ist man sich darin einig, dass dieses Werk mit seiner “atemberaubenden Modernitat”, so Gerhard Neumann, eine Schlusselstelle in der modernen Literaturgeschichte einnimmt.

낭만주의와 근대과학의 실험정신

조우호 ( Woo Ho Cho )
한국괴테학회|괴테연구  25권 0호, 2012 pp. 131-153 ( 총 23 pages)
6,300
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Die naturwissenschaftliche Tatigkeit ist seit der Renaissance zunehmend dadurch gekennzeichnet, dass sie nicht auf Ordnung und Deskription von Naturphanomenen abzielt, also auf den ihr seit der Antike charakteristischen Tatigkeitsbereich der Naturbeobachtungen, sondern auf experimentelles Bemessen, Rechnen und Feststellen. Dadurch ist allmahlich die moderne Naturwissenschaft entstanden, und dabei auch ihre wissenschaftliche Identitat. Die seit der Antike betriebene Naturuntersuchung wurde lediglich als Naturphilosophie getrennt von der empirischen Naturwissenschaft betrachtet. Das Experiment wurde mehr und mehr zum Kernbegriff der Naturwissenschaft, wenn nicht gar zu ihrem Synonym. Von daher standen im 18. Jahrhundert Naturphilosophie und empirische Naturwissenschaft in einem konkurrierenden Verhaltnis. In der deutschen Romantik wurde jedoch versucht, die beiden Bereiche der Naturforschung auf einer hoheren Ebene dynamisch zu vereinigen und dadurch die Tatigkeit der Naturforschung der Tatigkeit des Kunstschaffens gleichzustellen Das naturerforschende Experiment gilt in der Romantik als ein wichtiges Mittel, die im Labor eingesperrt ausgestopfte Natur wieder ins Leben zu rufen. Die Natur wird dadurch ein ganzheitlicher, genetischer und auf das menschliche Leben und Handeln einwirkender Organismus. Als eines der besten Beispiele ist der damalige romantische Physiker Johann Wilhelm Ritter zu nennen. Seine galvanischen Experimente sind fur ihn eine Lerntatigkeit, die uns erschlieβt, wie man mit der Natur in Einklang leben, wie man die verlorene Harmonie mit der Natur wieder gewinnen konne. Die Experimentiererfahrung eines Naturforschers soll eine Erfahrung sein, durch die er sein Leben andern kann. Sie wird damit zu einer Erfahrung der Wahrheit. Diese romantische experimentierende Wissenschaft Ritters ist kennzeichnend fur die deutsche Romantik. Sie ist in diesem Sinne ein Hauptzeuge fur das produktive Zusammentreffen von Kunst, Naturwissenschaft und Philosophie.

소음과 도취 -18세기 말/ 19세기 초 사이공간으로서의 소음과 문화

김길웅 ( Gil Ung Kim )
한국괴테학회|괴테연구  25권 0호, 2012 pp. 155-175 ( 총 21 pages)
6,100
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Das Rauschen aus der Natur, wie es zum Beispiel aus dem flieβenden Bachlein zu horen ist, scheint um 1800, groβe Interesse der romantischen Dichter auf sich bezogen zu haben. In der romantischen Dichtung wird haufig das Motiv verwendet, aus dem Rauschen den hoheren Sinn zu entschlusseln. Der Darlegung der asthetischen Theorie von Th. W. Adorno zufloge druckt das Rauschen in der Romantik die Entfremdung des Menschen von der Natur aus. Die Lyrik Eichendorffs zeige, so Adorno, den Versuch, die eindeutige Bedeutung von der Sprache zu tilgen, was auf die Uberwindung der menschlichen Entfremdung ziele. Auf der anderen Seite kann die Eindeutigkeit mit dem geistlich-korperlichen Zustand des Rauschs erzielt werden. Der Rausch, dessen Wortherkunft in dem Rauschen zu finden ist, besitzt eine ahnliche Funktion wie das Rauschen darin, dass er im Zustand der Hallunzination die eindeutige Auffassung der Realitat unmoglich macht. Hier in diesem Aufsatz wird der Frage nachgegangen, welche kulturelle Bedeutung die Ausschlieβung oder Uberwindung der Eindeutigkeit besitzt.

독일 반핵문학의 선구적 작품 -한스 헨리 얀의 『먼지 무지개』

김용민 ( Yong Min Kim )
한국괴테학회|괴테연구  25권 0호, 2012 pp. 177-200 ( 총 24 pages)
6,400
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Hans Henny Jahnn wird unter den Literaturwisschenschaftlern als “einer der groβen Autoren unseres Jahrhunderts -etwa neben Thomas und Heinrich Mann, Alfred Doblin oder Robert Musil” geschatzt. Aber er wird nicht gern gelesen und selten findet man seine Theaterstucke auf den Spielplanen, weil seine Sprache sehr sinnlich und visionar ist und die Themen in seinen Werken vielfaltig sind. In jungster Zeit ist das Interesse an Jahnn als Kultur- und Zivilisationskritiker, als Atomgegner und Okologe groβer geworden. Bis zu seinem Tod 1959 hat er Schreiben und Leben der intransigenten Kritik der Gegenwart verpflichtet und war als Atomgegner aktiv tatig. Seine Kritik an der Atomkraft und der Atombombe thematisierte er in seinem letzten Drama Der staubige Regenbogen, das er 1959 veroffentlichte. Hier handelt es sich um die Problematik der Gefahr der Atomkraft und der gesellschaftlichen Verantwortung der Wissenschaftler und Politiker. In Der staubige Regenbogen werden die Personen in zwei Gruppen geteilt, je nach ihrer Haltung gegenuber der Wissenschaft, den Menschen und dem Krieg. Zur negativen Gruppe zahlen der Politiker Sarkis, der Arzt und Genforscher Lambacher sowie der Missionar Randello. Die Zentralperson dieser Gruppe stellt Sarkis dar, der ein Menschenverachter ist und wie folgt sein Ziel ohne Gewissensbisse skrupellos verfolgt; “Wir brauchen Olfelder, somit ist es unser Recht, sie denen zu nehmen, die sie besitzen. Wir brauchen fernliegende Inseln, um unsere Bomben zu erproben, somit ist es unser Recht, sie auszusuchen und die Bevolkerung zu vertreiben oder zu vernichten.” Er insistiert auf einem atomaren Erstschlag gegen den Feindstaat, weil dieser zu jeder Zeit mit Atombomben angreifen konne und dann sein Staat vernichtet werden soll. Gegen diese menschenfeindliche Gruppe bildet sich “der Bund der Schwachen”, zu dem der Kernphysiker Chervat, sein Sohn Elia und dessen Freunde Arran und Tiripa gehoren. Chervat tritt am Anfang des Stuckes als ein rigoroser Wissenschaftler auf, der keinen Fehler der Wissenschaft anerkennt. Er nimmt die todlichen Folgen seiner Forschung wahr, als er erfahrte, dass 8000 Menschen durch eine Katastrophe in einem Atomkraftwerk binnen einer Sekunde ums Leben gekommen sind und sein Sohn durch die Verseuchung der Atomstrahlen unfruchtbar und zu allerletzt sich seine neugeborene Tochter als Nichtswesen erwiesen hat. Er sieht keine andere Moglichkeit, als Sarkis - den machtigen Befurworter der Endlosung zu toten. Doch miβlingt der Anschlag, Tiripa wird erschossen, Chervat schluckt Gift. Hans Henny Jahnn war zwar einer der wahrhaft groβen Pessimisten der deutschen Literatur. Dennoch wollte er durch seine Verzweiflung Hoffnung stiften, etwas gegen atomare Gefahr zu tun, weil er der Meinung war, dass “der Waagebalken sich noch nicht nach der Seite der Vernichtung gesenkt” hat.

전후문학에 나타난 유대인 이미지 -뵐의 소설 『아담, 너는 어디에 있었느냐?』를 중심으로

김희근 ( Hee Geun Kim )
한국괴테학회|괴테연구  25권 0호, 2012 pp. 201-220 ( 총 20 pages)
6,000
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Die judische Frage stand nicht im Zentrum der deutschen Nachkriegsliteratur. Nach wie vor erweckten die judischen Gestalten im Leser die Ablehnung. Die Verdrangung des Holocaust in der deutschen Nachkriegsliteratur ist als ein Zeichen fur ein moralisches Versagen auszulegen. Seit 1945 ist neu an den literarischen Juden Image die Reduktion der Juden auf ein schutz-und wehrloses Opfer, wahrend das Grauen der Nazi gegen die Juden verkleinert wird. Die deutschen Schriftsteller wie Boll und Grass schwiegen uber die Einzigartigkeit und Willkurlichkeit der Judenvernichtung. Bei Bolls 『Wo warst du, Adam?』 herrscht die Behandlung der judischen Gestalten in einem universalistisch humanen Pathos vor, indem die Juden in die Reihe der allen Opfern des Nazionalsozialismus gestellt werden. Sie sind durchweg ohne judische Identitat. Die judische Gestalt wie Illona ist kein differenziert beschriebenes Individuum. Sie ist als Judin kaum noch kenntlich. Sie ist bloβ eine Mischung aller antisemitischen Vorurteile und deshalb Fremdbild, das judischem Selbstverstandnis kaum entsprechen kann.
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