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> 한국괴테학회 > 괴테연구 > 26권 0호

괴테연구검색

Goethe-Yongu


  • - 주제 : 어문학분야 > 독문학
  • - 성격 : 학술지
  • - 간기: 연간
  • - 국내 등재 : KCI 등재
  • - 해외 등재 : -
  • - ISSN : 1229-7127
  • - 간행물명 변경 사항 :
논문제목
수록 범위 : 26권 0호 (2013)

헤르더의 민요집 비교,분석 -"Volk"와 "Volkslieder" 개념을 바탕으로-

김대권 ( Dae Kweon Kim )
한국괴테학회|괴테연구  26권 0호, 2013 pp. 5-37 ( 총 33 pages)
7,300
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Bei Herder hat das Wort `Volk’ ein breites Spektrum von Bedeutungen wie ‘die untere Schicht der Gesellschaft’, ‘Nation’, ‘Menschheit’, ‘Staatsburger’ und ‘alle Mitglieder einer Gesellschaft außer Pobels’. Demgemaß hat auch der Volksliedbegriff Vieldeutigkeiten, wie ‘Lied der ungebildeten Schicht der Gesellschaft’, ‘Nationallied’, ‘Stimme der Menschheit’, usw. In Herders Volks- und Volksliedbegriff sind ‘die untere Schicht der Gesellschaft vs. Gelehrte’ und ‘Natur vs. Kultur’ konnotiert. Herder bewertet die untere Schicht und die wilden Volker, die beide starke Neigung zur Sinnlichkeit haben, positiv. Und er stellt ihre Lieder auf dieselbe Ebene wie Ossian, Homeros und Shakespeare. Aber er verhalt sich Gelehrten gegenuber sehr kritisch, die unter Vernachlassigung der Sinnlichkeit und Leidenschaft nur am Denken orientiert sind. In den Liedern der ungebildeten Schicht und der wilden Volkern findet er den “Geist der Natur”, aber in der Poesie der neueren zivilisierten Welt die “Falschheit, Schwache, und Kunstelei”. In Alten Liedern sind 55 Lieder gesammelt. Diese Volksliedersammlung hat Herders “Liebe zur Nation” zum Anlass. Obwohl sie ein patriotisches Ziel verfolgt, ist sie nordeuropaisch orientiert. Er betont die enge Verwandtschaft der deutschen mit der englischen Nation und hat eine besondere Vorliebe fur englische Lieder. Es zeigt sich darin, dass er viele Lieder aus Shakespeare`s Werken und Percy`s Reliques of the ancient English Poetry sammelte. Dazu sind “nordische Lieder” enthalten, wo Herder einen “Ausweg” zur damaligen deutschen klassizistischen Literaturwelt sucht. “Das elende Gekreisch von Volksliedern” von Nicolai veranlasst Herder zur Veroffentlichung seiner Volkslieder. Herders zweite Volksliedersammlung enthalt 162 Lieder, d.h. dreimal so viele Lieder wie in Alten Volksliedern. Auch in Volksliedern sind viele Lieder aus Shakespeare und Percy`s Sammlung geliehen. Wahrend Alte Volkslieder “germanisch” orientiert sind, haben Volkslieder eine “gesamteuropaisch[e]” Perspektive. Wenn auch in der Reaktion auf Nicolai`s Angriff, sind in Volksliedern Volkslieder mit denjenigen vermischt, die keine echte Volkslieder sind. In Alten Volksliedern sind an der Qualitat die Lieder aus baltischen Landern den griechischen Gedichten gleichgestellt. In Volksliedern findet Herder jedoch in den baltischen Liedern das Zeichen der “Barbarei” und unterschatzt sie. Auf der Ebene des Kriteriums der Volkslieder sind Volkslieder anders als Alte Volkslieder. In diesen treten stilistische Merkmale wie “Kurze, Wurf und Gang” in den Vordergrund. Dagegen haben jene musikalische Elemente wie Ton, Weise und Melodie als “Seele des Liedes” im Mittelpunkt.

슈베르트의 괴테-가곡 연구

김희열 ( Hi Youl Kim )
한국괴테학회|괴테연구  26권 0호, 2013 pp. 39-66 ( 총 28 pages)
6,800
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Diese Arbeit behandelt analysierend die Fragen, wieweit Goethe das Lied beeinflusste, oder umgekehrt, wie die Einheit von Wort und Ton in den Goethe-Liedern von Franz Schubert verwirklicht wird, wie Schubert dadurch eine neue Musikgattung schuf, und wie die mit lyrischer Schonheit erfullte Dichtung Goethes zum Geist des deutschen Kunstliedes geworden ist. In der Geschichte des Liedes wurden die Gedichte Goethes nach denen von Heine am zweitmeisten vertont. Goethe leistete damit einen großen Beitrag zur Entwicklung und Entfaltung des Liedes, einer wichtigen Gattung der Musik, welche sich erst im 19. Jahrhundert etablierte. Unzahlige Liedkomponisten haben - mit Beginn des Liedschaffens von Johann Friedrich Reichardt - Goethes Gedichte vertont. Reichardt vertonte mit etwa 110 seiner Gedichte die meisten und war auch der Erste, der seine Gedichte vertonte. Der zeitgenossische Komponist Carl Friedrich Zelter, Goethes enger Musikfreund und -berater, vertonte ca. 70 Gedichte von Goethe, Schubert, Carl Loewe und Hugo Wolf uber 50 seiner Gedichte. Außerdem vertonten Goethes Dichtungen auch Mozart, Beethoven, Zumsteeg, Fanny Hensel, Robert und Clara Schumann, Brahms, Liszt, Wagner, Strauss, Schonberg, Anton Webern, Hindemith, Eisler, Berg, Othmar Schoeck, Rihm usw. Sie vertonten sowohl seine Lyrik als auch Texte aus dem 『Faust』, aus 『Wilhelm Meisters Lehrjahre』, 『Tasso』, 『Egmont』 oder 『Iphigenie auf Tauris』. Indem Schubert den poetischen Geist Goethes hervorragend interpretierte, bekam Goethes vertonte Dichtung - verglichen mit den Liedern von Reichardt und Zelter - damit ein ganz anderes, neues Leben. Die beiden, die als musikalische Interpreten großer Dichtung einen hohen Rang unter den Musikern ihrer Zeit hatten und von Goethe sehr anerkannt wurden, stellten dennoch die Musik unter die Dichtung und hielten die Vertonung, die den Sinn der Dichtung verdeutlicht, fur eine nebensachliche Funktion. Ihr Versuch, Goethes Dichtung musikalisch zu interpretieren, entstand unter dem Einfluss Goethes auf die Musik bzw. unter den personlichen Kontakten. Die Goethe-Lieder von Schubert waren Kunstlieder, die auf dem Gleichgewicht der Singstimme und des Klaviers beruhten. In allen wesentlichen und beispielhaften Fallen beruhte die asthetische Vollkommenheit der Liedkunst auf der Entsprechung von Dichtung und Musik, auf der Kongenialitat des Musikers mit dem Dichter, dessen Dichtungen er in seine Musik ubersetzte. In diesem Sinn ist Schubert der Komponist, der am deutlichsten und großartigsten Goethes Dichtung musikalisch interpretierte. Das schopferische Verstandnis der Dichtkunst Goethes zeugt ohne jeden Zweifel fur die Kunstlergroße Schuberts, eben kraft seiner Fahigkeit der Einfuhlung in die große Natur des Dichters.
6,200
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Ziel der vorliegenden Studie ist, die Moglichkeiten und Grenzen des Konzepts ‘Death Education’ im Goethes Text zu aufschliessen. In letzter Zeit wurden die Themen Tod und Trauer zu offentlichen Themen unserer Gesellschaft. Dementsprechend wird erlautert, welchen Beitrag das Konzept einer so genannten ‘Death Education’(‘Todeserziehung’ oder ‘Death Studies’) als didaktisches dazu leisten kann, wie man in unserer Gesellschaft mit den Phanomenen Tod und Trauer umgehen soll. Formal gesehen, ‘Death Education’ ist ein Versuch, auf einer institutionellen Ebene, Moglichkeiten der Auseinandersetzung mit Tod und Sterben zu schaffen. ‘Death Education’ zielt darauf ab, die Vielfalt unterschiedlicher Vorstellungen vom Tod und die Pluriformitat der mit ihr einhergehenden Reaktions-und Verhaltensmuster wirklichkeitserschließend wahrzunehmen. Dabei sollten wir lernen, die Todeswirklichkeit als Bestandteil eigener und fremder Lebenswirklichkeit zu akzeptieren und den Umgang mit den eigenen Gefuhlen, Einstellungen und Handlungen diesbezuglich zu uben. Aber die Verdrangung und Asthetisierung des Todes ist zugleich ein Reflex der modernen Zivilisation. Eine solche Todesverdrangung, namlich untergrundige Angst vor den Toten zeigt sich in Goethes Werken Die Leiden des jungen Werther, Wahlverwandtschaften, Wilhelm Meisters Lehrjahre und Faust. Als ubergeordnetes Ziel der ‘Death Education’, kann meines Erachtens die Enttabuisierung von Tod und Trauer, durch die Auseinandersetzung mit diesen Themen, bezeichnet werden. Von daher soll die vorliegende Arbeit Goethes Texte nicht mehr auf die Allgemeine-Blickrichtung, die an die blosse Todanalyse gebunden sind, sondern auf die besondere Erziehung in bezug auf ‘Welldying und Selbstheilung’ neu erschliessen. In diesem Sinne bietet die vorliegende Studie einige Ansatzpunkte(‘Selbstmord’, ‘Trauerarbeit’, ‘Selbstsorge’, ‘Therapie’, etc.), die verhullte Struktur von Goethes Texte - hiermit laßt sich die ‘Thanatoethik’ in Goethes Denkweg ermitteln - durch eine symptomatische Sicht aufzudecken.

기술만능주의와 다윈주의를 넘어서 -『파우스트』 2부의 호문쿨루스-

임홍배 ( Bae Hong )
한국괴테학회|괴테연구  26권 0호, 2013 pp. 89-111 ( 총 23 pages)
6,300
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Im Faust II prasentiert der kunstliche Mensch Homunculus, der durch technische Manipulation hergestellt wird, die Bedrohungen des modernen Technizismus par exellence. Der hermaphroditische Homunculus ubersteigt einerseits alle menschlichen Fahigkeiten, indem er nach dem Vorbild des Gotterboten Hermes Faust den richtigen Weg zu Helena verordnet. Der Mensch hangt so von seiner selbst geschaffenen Kreatur ab. Der halbgeborene Homunculus, der nicht im Mutterschoß, sondern in der Phiole unorganisch kristallisiert wurde, verkorpert andererseits den mannlichen Geist, der die Weiblichkeit verdrangt, was Fausts blindem Aktivismus entspricht. Die kunstlich-damonische Intelligenz Homunculus` wird mit der Gefahr konfrontiert, als Werkzeug zur Herrschaft und kriegerischen Zerstorung zu fungieren, indem der Vulkanist Anaximandros ihm den Großenwahn einflustert und einen feurigen Krieg anstiftet. Die Sanktion des Kranichs, der im Goetheschen Kontext den Vermittler von Natur und Gott symbolisiert, ist als eine Mahnung der gottlichen Natur zu verstehen. Am Ende wird Homunculus zur Natur zuruckgefuhrt und somit neu geboren, indem er mit der Meeresgottin Galatea die Hochzeit feiert. In diesem Sinne wird die mannliche Halbwuchsigkeit und Aggressivitat durch das Ewig-Weibliche aufgehoben. Bekanntlich hat sich Darwin zur Rechtfertigung seiner Evolutionstheorie auf Goethes Naturlehre berufen. Aber sein Paradigma der naturlichen Selektion, das die Herrschaft des Starkeren und die sprunghafte Entstehung neuer Arten voraussetzt, steht in krassem Gegensatz zu Goethes Naturanschauung, der zufolge die Natur keinen Sprung kennt.

「아우어바흐 지하술집」과 「마녀의 부엌」에서는 무슨 일이 있었던가?

장희창 ( Hee Chang Jang )
한국괴테학회|괴테연구  26권 0호, 2013 pp. 113-136 ( 총 24 pages)
6,400
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Im 「Prolog im Himmel」 stehen sich der Herr und Mephisto gegenuber und verhandeln, ob der Mensch Faust gerettet werden kann oder nicht. Mephisto behauptet, der Mensch habe die Vernunft, um nur tierischer zu werden. Aber der Herr meint, der gute Mensch sei in seinem dunklen Drange sich des rechten Weges wohl bewusst. Und diese Gegenuberstellung dauert bis zum Ende der Faust-Wanderschaft. In den Szenen Auerbachs Keller und Hexenkuche entwickelt sich die anfangliche Form dieser Gegenuberstellung. In beiden Szenen deutet alles auf das zum Tierischen drangende innere Geschehen hin. Ganz im Zeichen des Tierischen steht schließlich die Sexualorgie der Walpurgisnacht. Beide Szenen sind voll von Tiermetaphorik und dem Tierischen. Seit je bedient sich die Satire mit Vorliebe der Tiermetaphorik. In den satirischen Liedern der Szene Auerbachs Keller verwendete auch Goethe diese gattungsbedingte Tiermetaphorik. So verbinden sich Sinnlichkeit und Satire auf das engste, und dies gilt dann in noch starkerem Maße fur die Hexenkuche und Walpurgisnacht. Aufschlußreich fur Goethes spatere Einstellung ist die entschieden antirevolutionare Umgestaltung der Szene Auerbachs Keller. Man kann darin einen direkten Reflex auf das Geschehen der Franzosischen Revolution sehen, denn er uberarbeitete Auerbachs Keller kurz vor der Herausgabe des Fragments von 1790. Erst im Kontext der spater eingefugten Freiheitsparole ergibt sich der Aspekt eines zerstorerischen Umschlags von Freiheit. Im ganzen also beabsichtigte Goethe mit der Szene Auerbachs Keller auch eine politische Satire. Sie wendet sich gegen vielerlei Richtungen: gegen kirchliche und hofische Korruption ebenso wie gegen freiheitliche Volksbewegungen. Vor allem aber enthalten die Zeremonien, mit denen die Hexe den verjungenden Zaubertrank verabreicht, einen satirischen Angriff auf Kirche und Theologie. Besonders benutzt Mephisto die Gelegenheit des Hexen-Einmaleins, um die christliche Lehre von der gottlichen Dreieinigkeit zu kritisieren. Beiden Szenen gemeinsam ist die kritische Reaktion auf die Franzosische Revolution. Goethe klagt die herrschenden Kreise der Mitschuld am Ausbruch der Revolution an. Aber er glaubt auch nicht an die Vernunft des Volkes. Er sagt, wer beschutze die Menge gegen die Menge? Goethes Ansicht uber die Masse hat sich offensichtlich im Alter nicht grundsatzlich geandert. Nach wie vor erfaßt er sie mit der Metapher einer unberechenbaren Naturgewalt. Daraus resultiert Goethes konservativer Freiheitsbegriff. Goethe sieht Freiheit nur da, wo ein freies Volk Freiheit nicht als Freisein von einem Herrscher versteht, sondern sich unterordnen kann. Dass Freiheit mit Tatigkeit und Verantwortung verbunden ist, spiegeln Goethes letzte Worte im funften Akt wider, wo es heißt. “Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben./ Der taglich sie erobern muß!” Nach heutiger Sicht der modernen Demokratie wirkt Goethe sicher konservativ. Goethe, den Karl Marx am liebsten gelesen hat, war die Freiheit kein letztes Ziel, sondern ein Etwas, das man immer erobern muss. Ich meine, das ruhrt von Goethes bestandig experimentierendem Geist her, der an kein Abstraktes, keine leere Idee glaubt. Ihm waren sogar die Vaterlandsliebe und der Freiheitsbegriff fremd. Er verneinte alle abstrakten Parolen. Ich sehe ihn als einen gesunden Kampfer der sowohl deutschen als auch weltburgerlichen Kultur. Mit hartnackigem Realismus setzte er sich inmitten der ihn politisch-orientiert kritisierenden Stimmen durch. Wie Herder sagte, war Goethe von Kopf bis Fuß ein praktizierender Aufklarer. Das war sein lebenslanglicher Gang. Auf jeden Fall bleibt das Problem ‘Goethe und die Demokratie’ offen, damals wie heute.

괴테와 미국 -『빌헬름 마이스터의 수업시대』와 『빌헬름 마이스터의 편력시대』를 중심으로-

정원석 ( Won Seok Chung )
한국괴테학회|괴테연구  26권 0호, 2013 pp. 137-159 ( 총 23 pages)
6,300
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In der vorliegenden Arbeit wird Goethes Bild von Amerika untersucht. Das heißt, es werden die positiven und zugleich sich davon entfernenden Eigenschaften seines Amerikabildes herausgestellt. Das erschließt sich in Goethes Opus vor allem aus Wilhlem Meisters Lehrjahren und Wanderjahren. Bei Goethe geht es um das Motto: “Hier oder nirgends ist Amerika!” In den Lehrjahren wird dargestellt, dass Lothario in Amerika die Erklarung der Menschenrechte, die Gleichheit aller vor dem Gesetz und die Abschaffung von Feudalsystem kennenlernt. Er beschließt jedoch, diese Ideen auf seinen Gutern in Deutschland zu verwirklichen. Es ist kennzeichnend fur Goethes Weitsicht, dass er Amerika nicht nur als Flucht- und Schonraum oder als Siedlungsraum fur Kolonisten sieht, sondern auch als Vorbild und Anregung fur die Alte Welt. Damit schafft Goethe ein evolutionares Gegenmodell zu der Wirklichkeit der revolutionaren Europa. Denn wie es in den Lehrjahen auf ironischer Weise dargestellt wird, sieht Goethe, dass eine bedenkenswerte Alternative zum revolutionaren Umsturz geradezu in der Heimat also in Deutschland zu verwirklichen ist. Amerika wird von den Romanfiguren als Ausweg aus der deutschen und im Weiten europaischen Misere vorgestellt. Fur Goethe wird Amerika nur als der Ort gehalten, wo Europaer ihre innerlichen Illusionen frei in praktische praxisbezogene Taten heraussetzen konnen. So wird die Tatigkeit, die in Goethes Romanen eine riesig große Rolle spielt, gewiß mit Goeths Amerikabild verwunden.

에.테.아. 호프만의 『사촌의 구석 창문』(1822)에 나타난 내면 통찰로서의 외부 조망

최민숙 ( Min Suk Choe )
한국괴테학회|괴테연구  26권 0호, 2013 pp. 161-186 ( 총 26 pages)
6,600
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Die vorliegende Arbeit behandelt E.T.A. Hoffmanns spate Erzahlung Des Vetters Eckfenster (1822). Dieses Werk war schon einmal Gegenstand meiner Forschungsarbeit. Damals lag der Schwerpunkt meiner Untersuchungen auf der Krise der Autorschaft und auf dem Lernprozess der Wirklichkeitswahrnehmung (‘Seh-Schule’) in dieser Novelle. Die vorliegende Abhandlung ist als Fortsetzung dieser Arbeit gedacht und konzipiert. Dabei geht es hier nun um die konkreten Beispiele der Wahrnehmungsexperimente, die der altere ‘Vetter’, von seinem Eckfenster aus und durch das Fernglas, fur seinen jungeren Vetter macht, der in dieser “Dialogerzahlung” (H. Steinecke) als ‘Ich’ auftritt. Von den zahlreichen Personen auf dem Markt nehmen die beiden Vettern funf Figuren genauer ins Visier, namlich ein lesendes Blumenmadchen, einen alten deutschen Zeichenmeister/einen franzosischen Pastetenbacker, einen erblindeten Landwehrmann, einen jungen Kohler und einen “schismatischen Bauerjungen”. Dabei verraten diese Figuren als Gegenstande der Wahrnehmungsexperimente den Zustand und die innere Beschaffenheit des Haupthelden ‘Vetter’. Aber daruber hinaus macht die Art und Weise, wie sie wahrgenommen werden und wie uber sie erzahlt wird, d.h. wie sie die durch den Blick und das Wort der beiden Vettern erfundenen Lebenslaufe geschenkt bekommen, die Modernitat dieser Novelle aus. G. Neumann fasst das Gesprach am Fenster der beiden Vettern unter dem Begriff ‘die Mimesis des Unahnlichen’ zusammen. “Die Konstellation von Sehen und Erzahlen setzt das Drama des Reprasentationsparadoxes in Szene; ja sie ist dieses Paradox und damit die Urszene jener Mimesis des Unahnlichen, die die Moderne mehr und mehr zu pragen beginnt.”(GN 237) Und mit dieser Erzahltechnik der “atemberaubenden Modernitat” in Des Vetters Eckfenster, der “die neue Form poetischer Darstellung entspringt”, nimmt E.T.A. Hoffmann in der europaischen Mimesis-Geschichte eine Schlusselstellung ein. Es ist außerdem hervorzuheben, dass der spate E.T.A. Hoffmann trotz seines Hangs zum Realismus seinen beiden romantischen dichterischen Prinzipien, namlich dem ‘Callot-Prinzip’ und dem ‘Serapionsprinzip’, treu bleibt. Man kann G. Oesterle nur recht geben, wenn er hier von Stilpluralismus und Multiperspektivismus spricht.

쟝 파울의 소설 『마리아 부츠』에 나타난 알레고리

전창배 ( Chang Bae Jeon )
한국괴테학회|괴테연구  26권 0호, 2013 pp. 187-205 ( 총 19 pages)
5,900
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Der Roman Leben des vergnugten Schulmeisterlein Maria Wutz in Auenthal von Jean Paul ist in der deutschen Literaturgeschichte als eine exemplarische Idyllendichtung bekannt und somit wurde dessen Autor als Dichter der Idylle etikettiert. Hinter dieser klischeehaften Beurteilung aber liegt im Werk selbst ein Komplex von diskreter Allegorie verborgen, in dessen Mitte der kleine Romanheld Maria Wutz steht. Ins Blickfeld der allegorischen Schilderungen rucken vor allem ein Bilderblatt von Altersstufen, ein paar Spielsachen, der Name Maria, das Datum vom 13. Mai und die Lilienblume. Mit diesen Gegenstanden, die zunachst scheinbar im Kaos der ubrigen Stoffen liegt, breitet Jean Paul ein feines Netz von Bedeutungen und Beziehungen aus. Es sind die Bausteine der Jean Paulschen Allegorie und gelten als die Schlussel der Metapher. Die hier versuchte allegorische Interpretation des Romans Maria Wutz bleibt allerdings luckenhaft. Sie demonstriert aber, dass selbst ein scheinbar einfacher und kurzer Text Jean Pauls, den man im Griff zu haben glaubte, neu und grunldlich untersucht werden muss. Immerhin konnte die weithin bekannte Idylle mehreren Lesergenerationen ihren doppelten und vielfachen Sinn verbergen. Die Oberflache von Jean Pauls Dichtung ist bunt und bewegt genug, um auch allein Interesse zu verdienen. Es gibt doch in diesem gewaltigen allegorischen Gebirge Labyrinthe von Hohlen und Minegangen, von denen bislang nur einige gewisse Teile enthullt sind. Erwartet werden daher weitere Untersuchungen im Hinblick auf die gesamte Komplexitat der Jean Paulschen Allegorie-Methode.

서사학의 소통 이론과 내러티브의 치유적 활용 -S. 채트먼과 R. 야콥슨의 서사학을 중심으로-

이민용 ( Min Yong Lee )
한국괴테학회|괴테연구  26권 0호, 2013 pp. 207-225 ( 총 19 pages)
5,900
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Kommunikation ist wichtig fur das Uberleben des Menschen. Der Mensch ist ein psychisches Wesen mit Emotionen. Es kommt oft vor, dass wir wegen der unterbrochenen Kommunikation Trauer, Wut oder psychische Schmerzen empfinden. Allerdings haben Narrative bei der menschlichen Kommunikation eine wichtige Rolle gespielt. Menschen, die durch die Sprache miteinander kommunizieren, sind sowohl ‘homo loquens(der sprechende Mensch)’ als auch ‘homo narrans(“der narrative/erzahlende Mensch”)’. Das Narrative ist die Grundsubstanz der Psychoanalyse und Psychotherapie. Daruber hinaus wird die Erzahlung als eine systematische Methode in der narrativen Therapie benutzt. So ware es gut, wenn wir die Erzahlung als ein Mittel zur effektiven Kommunikation fur die narrative Therapie anwenden. Die Narratologie ist eine Wissenschaft uber das Narrative. Es gibt viele Ansatze, mit denen man die Kommunikationstheorie der Narratologie zur psychischen Heilung benutzen kann. In der vorliegenden Arbeit versuche ich die narrative Kommunikationstheorie, vor allem das Kommunikationsmodell von Seymour Chatman und Roman Jacobson, fur die narrative Therapie anzuwenden. Im ersten Kapitel dieser Arbeit werden Kommunikation des Narrativen, Narrative Therapie und Narratologie behandelt. Im zweiten Kapitel wird das Kommunikationsmodell von Seymour Chatman analysiert. Im dritten Kapitel wird das Kommunikationsmodell von Roman Jacobson untersucht und das von Seymour Chatman dadurch erganzt. Im vierten Kapitel wird die therapeutische Anwendung der narrativen Kommunikation behandelt. Die Narratologie von S. Chatman behandelt Inhalt und Expression, Substanz und Form in den Narrativen, und betont die Unabhangigkeit der Story von den Medien. Dadurch kann sie die Moglichkeit eroffnen, dass wir die Narrativen fur die therapeutische Heilung verwenden konnen. Aber Chatmans Kommunikationsmodell vom Narrativen berucksichtigt Umwelt, Kontext der Kommunikation, Zeichensysteme und Medien nicht. Deshalb muss sein einfaches, einseitiges Kommunikationsmodell der Narrativen durch das von Roman Jacobson erganzt werden. Die narrative Kommunikation hat den Vorteil, dass sie verschiedene Bedeutungen und Werte ausdrucken kann und ihr damit eine heilende Funktion zukommt. Sie kann fur die therapeutische Anwendung des Narrativen in Literaturtherapie, Storytellingtherapie, Psychotherapie, Psychodrama und Gestalttherapie effektiv benutzt werden.

전통적 대타자의 해체와 전변 -고젠의 자전소설 『눕기 배우기』 연구-

인성기 ( Seong Ki In )
한국괴테학회|괴테연구  26권 0호, 2013 pp. 227-256 ( 총 30 pages)
7,000
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Der vorliegende Artikel untersucht anhand von Frank Goosens Roman liegen lernen die Problematik des ‘Erwachsenwerden’ der historischen Generation, welche zur Zeit des Wohlstands der BRD in den 80er Jahren ihre Adoleszenzzeit verbrachte. Er stellt zuerst die entwicklungspschychologischen und -soziologischen Diskurse vor, die kulturtheoretisch die familiaren und sozialen Vorbedingungen fur die Sozialisierung der Kinder und der Jugendlichen zu erschließen suchen. Nach der Argumentationsweise hat die gegenwartige Generation im Nachklang der Auswirkungen der 68er Bewegung wegen der Auflosung der familiaren Strukturen sowie der Frauenemanzipation das Andere, d.h. mannlich und weiblich, typische Vorbilder, verloren, mit denen sie sich beim ‘Erwachsenwerden’ identifizieren kann. Von diesem Erkenntnisinteresse geleitet analysiert der Artikel, was fur Umwandlung des Anderen im Sinne Lacans das Liebesverhalten der jugendlichen Figuren im Roman von F. Goosen bestimmt. Der mannliche Held Helmut, der im Imaginaren bleibt, kennt kein Anderes. Er will nicht heiraten. Er genießt verantwortungslos Popmusik und das Sexualleben mit vielen Freundinnen. Die weiblichen Freundinnen, die mit ihm nacheinander liiert sind, haben sich ihrerseits geistig verselbstandigt und zeigen sich gegenuber dem Anderen distanziert. Ihre Verhaltnisse dazu sind facettenreich. Sie zeigen differenzierte Formen der Aneignung des Anderen, indem sie haufig ihre Liebespartner wechseln, selber ein mannliches Sexualverhalten manifestieren, auf ihren sozialen Ruf achten oder sich dem Eros gegenuber gleichgultig zeigen. An der leichten und mit Humor erzahlenden Sprache ist jedoch die Hoffnung des Autors zu spuren, dass der Abbau des Anderen irgendwie zur Entstehung neuer Anderer fuhren wird.
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