글로버메뉴 바로가기 본문 바로가기 하단메뉴 바로가기

논문검색은 역시 페이퍼서치

> 한국괴테학회 > 괴테연구 > 27권 0호

괴테연구검색

Goethe-Yongu


  • - 주제 : 어문학분야 > 독문학
  • - 성격 : 학술지
  • - 간기: 연간
  • - 국내 등재 : KCI 등재
  • - 해외 등재 : -
  • - ISSN : 1229-7127
  • - 간행물명 변경 사항 :
논문제목
수록 범위 : 27권 0호 (2014)

레싱의 계몽관과 『에밀리아 갈로티』의 여인들

정현규 ( Hyun Kyu Jung )
한국괴테학회|괴테연구  27권 0호, 2014 pp. 5-22 ( 총 18 pages)
5,800
초록보기
“Lessing der Aufklarer”, es gibt sicher mehrere Arten, ihn zu bewerten. Aber es ist sehr plausibel, ihn als einen Denker zu bezeichnen, der fest an den Fortschritt der Geschichte glaubt. Eine Methode, diese Seite an Lessing festzustellen, ist die, sich die Ansichten Lessings uber die Frauen anzuschauen und zwar vor allem in seinen Werken. Emilia Galotti ware ein Beispiel dafur. Im Vergleich zu den Werken, die vor Emilia Galotti erschienen sind, namlich Miss Sara Sampson und Minna von Barnhelm, sieht es so aus, als ob die Frauen in jenem Werk ganz nebensachlich behandelt werden. Aber das scheint nur auf dem ersten Blick so. Denn im Gegensatz zu ihrer kleinen Rolle im Werk beruhren ihre Ausspruche die wesentliche Seite der geschichtsphilosophischen Perspektive Lessings. Lessing war der Meinung, dass man es nicht eilig haben darf, sei es bei der Erziehung des einzelnen Menschen oder bei der geschichtlichen Entwicklung der Menschheit. In Erziehung des Menschengeschlechts sagt Lessing es so: “Nicht anders! Eben die Bahn, auf welcher das Geschlecht zu seiner Vollkommenheit gelangt, muß jeder einzelne Mensch ... erst durchlaufen haben.” Ausgerechnet Frau Galotti, die von ihrem Mann als “eitle, torichte Mutter” bezeichnet wird, spricht Emilia gegenuber ganz im Sinne Lessings: “Ich wollte dir das nicht sagen, meine Tochter, bevor dir es dein eigner gesunder Verstand sagte.” Und In diesem Sinne ist auch Emilias Rede wichtig, die im Werk zweimal wiederholt wird, namlich: “Er wollte mich nicht erwarten!”, weil die Eiligkeit Odoardos auf seine Brutalitat hindeutet, obwohl er die burgerliche Moralitat reprasentiert. So haben die Frauenfiguren jeweils ein Stuck von Lessing in sich und ubernehmen die Rolle, “die Dialektik der der Aufklarung eigenen Ideale kritisch reflektieren” zu lassen.

헤르더의 번역 이론과 실제

김대권 ( Dae Kweon Kim )
한국괴테학회|괴테연구  27권 0호, 2014 pp. 23-55 ( 총 33 pages)
7,300
초록보기
Johann Gottfried Herder hat eine ambivalente Einstellung zur Ubersetzung. Einerseits außert er Zweifel an der Ubersetzbarkeit des Originals, was sich in dessen Gleichsetzung mit einer “Jungfrau” zeigt, die noch keinen fremden Mann kennt. Andererseits kommt er zur Erkenntnis, dass die Ubersetzung unumganglich ist. Dies drUckt sich in einer Metapher aus, wo die Ubersetzung durch die Suche der Biene nach Honig ersetzt wird, auf der sie bestimmt mit einer fremden Welt in BerUhrung kommt. Angesichts der damals im Vergleich mit anderen europaischen Landern relativ wenig entwickelten kulturellen Lage in Deutschland erscheint bei Herder die Ubersetzung als ein notwendiges Mittel, die deutsche Sprache und Literatur auszubilden und zu bereichern. Herder macht zwar Gebrauch von verschiedenen Ubersetzungsmethoden, aber diese kann man unter dem Gesichtpunkt einer “verfremdenden” Ubersetzung erfassen, wo sich der Ubersetzer dem Original anpasst und dementsprechend nicht “treu” gegenUber seiner Muttersprache ist. In dieser Abhandlung werden Herders Ubersetzungstatigkeiten im Hinblick auf die “verfremdende” Ubersetzung in Betracht gezogen: die wortgetreue, die “tonbewahrende” und die “erklarende” Ubersetzung. Die ersten beiden orientieren sich an dem Original, wahrend sich die letzte dem Rezipienten zuwendet. In diesem Fall wird er jedoch durch das Zusammenspiel von Ubersetzung, Kommentar und Anmerkung verfremdet.

슐라이어마허 번역론의 난제들

이경진 ( Kyoung Jin Lee )
한국괴테학회|괴테연구  27권 0호, 2014 pp. 57-78 ( 총 22 pages)
6,200
초록보기
Schleiermachers Akademievortrag “Uber die verschiedenen Methoden des Ubersetzens” gilt als eine bahnbrechede Untersuchung zum Problem des Ubersetzens. Er enthalt hinsichtlich der Ethik des Ubersetzers viele in sich widersprUchliche Aspekte, die sich nicht in einen einheitlichen Sinn aufheben lassen. Einerseits setzt Schleiermacher eine nationale Gemeinschaft voraus, die sich durch die Ubersetzung erweitert, und schliesst aus ihr die Bi- und Multilingualen aus. Denn es kommt in seinem wahren Begriff der Ubersetzung auf die Vermittlung eines fremden GefUhl des Auslandischen an. Andererseits deutet Schleiermachers Suche nach dem wahren Weg der Ubersetzung auf eine Moglichkeit hin, im Deutschen verschiedene differenzierte Ubersetzungssprachen zu schaffen. Das kann schliesslich zur radikalen Veranderung des Deutschen fUhren. Dieses gewichtige Moment lasst sich anhand einer Streitschrift von Karl Schafer, der die Methode Schleiermacher als eine Verletzung der Nationalsprache anprangert, deutlich ablesen. Schleiermachers Akademievortrag zeigt gegenUber dem anbrechenden Nationalismus die zweischnedige Haltung seiner Zeit. Die wahre Ubersetzung ist fUr ihn zwar bei der Entwicklung und Erweiterung der Nationalsprache von unentbehrlicher Bedeutung. Er erkennt aber keinen inter- und transkulturellen Raum zwischen den Nationen an. Ein anderer Aspekt der Ubersetzungstheorie Schleiermachers ist zu betonen: im Bezug auf die Hermeneutik. Schleiermacher als BegrUnder der allgemeinen Hermeneutik erortert die Tatigkeit der Ubersetzung in Analogie mit der des Verstehens. Bei genauer Betrachtung stellt sich heraus, dass jene eher als eine Gegenbewegung zu dieser zu begreifen ist. Das heißt, dass das Ubersetzen anders als das Verstehen eine Kunst ist, die Fremdheit, die einem Kunstwerk wesentlich ist, zu bewahren. Schleiermacher behauptet, diese Kunst sei theoretisch nicht schwierig zu praktizieren. Was dem Ubersetzer eher Schwierigkeiten bereitet, ist das dabei erforderliche Ethos. Schleiermacher zufolge bedarf diese wahre Ubersetzung einem Ethos des Ubersetzers, namlich der Entsagung. Hier zeigt sich noch ein Paradox der Ubersetzung: Die Freiheit des Ubersetzers geht aus der Unterwerfung desselben unter das Original hervor.

독일 민담 속의 난쟁이 연구 -그림형제의 민담을 중심으로

손은주 ( Eun Ju Son )
한국괴테학회|괴테연구  27권 0호, 2014 pp. 79-99 ( 총 21 pages)
6,100
초록보기
Der vorliegende Beitrag hat zum Ziel, eine umfassende Darstellung der Figur des Zwergs in den Kinder- und Hausmarchen (KHM) der Bruder Grimm zu bieten. Die Zwerge in Die Wichtelmanner I vertreten die guten Helper, wahrend die sieben Zwerge in Sneewittchen[sic] als extremer Asthet charakterisiert werden. Von den bosen Zwergen werden derjenige in Schneeweißchen und Rosenrot als Magier, diejenigen in Der starke Hans und in Dat[sic] Erdmannchen als die mit der Magie in Verbindung stehenden Unterwurfigen, und derjenige in Der Wechselbalg, in Rumpelstilzchen und in Der Konig vom golden Berg als der Kinder raubende Teufel ausfuhrlich untersucht. Als die Wesenszuge des Zwergs werden dabei die folgenden Aspekte behandelt: die unterschiedlichen Benennungen der Zwerge, ihr trubes Aussehen, ihr dunkler Wohnort, ihre Tatigkeit als Bergleute, Schatz-Graber, Brauer, Backer, Spinner bzw. Weber, Rauber u.a. Diese wesentlichen Zuge des Zwergs werden als die Wiederspiegelung des menschlichen Lebens und der von innen kommenden Angst und Hoffnung gedeutet.

미뇽의 죽음 -"빌헬름 마이스터의 수업시대"에 나타나는 자연과 젠더질서의 충돌

오순희 ( Soon Hee Oh )
한국괴테학회|괴테연구  27권 0호, 2014 pp. 101-123 ( 총 23 pages)
6,300
초록보기
Im Zentrum der vorliegenden Arbeit steht die Frage, welche Bedeutung das Dasein Mignons, vor allem ihr Tod, fur Goethes Roman ?Wilhelm Meisters Lehrjahre“ hat. Beachtenswert ist dabei vor allem zweierlei, namlich die Affinitat zwischen Wilhelm und Mignon und die entfremdende Atmosphare nach Mignons Tod im 8. Buch. Die Affinitat zwischen Wilhelm und Mignon beruht auf der Androgynitat, die charakteristisch nicht nur fur Mignon, sondern auch fur Wilhelm ist. Dass auch er dieses Merkmal teilt, kommt in seinem Interesse fur androgyne Frauen symbolisch zum Ausdruck. Diese Vorliebe wiederum verweist auf seine unterschwellige Angst vor der Geschlechterordnung, die von ihm eine mannliche Identitat verlangt und die Ehe als Lebensmodell impliziert. Die Affinitat zwischen den beiden kommt zu Ende, sobald die Ehe Wilhelms in den Vordergrund ruckt. Die Art und Weise, wie der Tod Mignons im 8. Buch behandelt wird, wirkt befremdend: Entsprechend dem Motto ?Gedenke zu leben“ im ?Saal der Vergangenheit“, herrscht in der Gesellschaft weniger Trauer angesichts von Mignons Tod, als vielmehr Freude uber die kommende Ehe Wilhelms. Mignons Tod scheint vergessen, wahrend alle sich mit der Frage beschaftigen, wer am besten wen heiratet. Auch der Tod des Harfners mit seiner reinen, aber inzestosen Liebe zu Sperata steht im Schatten der baldigen Ehe zwischen Wilhelms und Natalie. Unter naturlichen Gesichtspunkten existiert die Liebe des Harfners, unter gesellschaftlich-zivilisatorischem nicht. Mit dem Tod Mignons verschwindet das Familiendreieck von Augustin (dem Harfner), Sperata und Mignon und wird ersetzt von der Konstellation Wilhelm, Natalie und Felix. Mignons Tod ist ein Zeichen dafur, dass das Andere in der zivilisatorischen Ordnung keinen Ort hat und deshalb zum Scheitern verurteilt ist, weil die Genderordnung ihren Machtanspruch als dominanter Diskurs durchsetzt.

괴테의 “빌헬름 마이스터의 수업시대”에 나타난 옷의 기호적 의미

정항균 ( Hang Kyun Jeong )
한국괴테학회|괴테연구  27권 0호, 2014 pp. 125-145 ( 총 21 pages)
6,100
초록보기
Das Wort “Text” stammt etymologisch von Textil. In Goethes Roman Wilhelm Meisters Lehrjahre kann man oft Stellen finden, wo der Faden des Schicksals erwahnt und ein Text mit einem Gewebe verglichen wird. Dabei wird Kleidung nicht bloß als Metapher fur einen Text oder ein menschliches Schicksal verwendet. Vielmehr ubt Kleidung im wortlichen Sinne eine fur die Romanhandlung konstitutive Funktion aus und symbolisiert auch die Welt, der die Romanfiguren angehoren. Die Kleidungen der Figuren, die ihre zugehorigen Welten symbolisch reprasentieren, nehmen einen großen Einfluss auf den Augenmenschen Wilhelm. Die Hauptfigur Wilhelm, die in der Kindheit vom Marionettentheater fasziniert war, hat Interesse an der Herstellung des Buhnenkostums. Das schone Buhnenkostum und der Schein der Theaterwelt ziehen sie magisch an. Auch die kostbare, prachtige Kleidung des Adels wirkt sich auf ihn aus, so dass er von der schon gekleideten Grafin in den Bann gezogen wird. Die Theater- und Adelswelt stehen im Gegensatz zur burgerlichen Welt, in der der schone Schein der Kleidung fehlt. Allerdings entzieht sich Wilhelm der Illusion der beiden Welten, weil er sich allmahlich der Diskrepanz zwischen dem schonen Schein und dem eigentlichen Wesen bewusst wird. Beispielsweise bemerkt Wilhelm in der Wohnung von Marianne, wie ihre Kleidung chaotisch auf dem Boden herumliegt. Dieser Anblick zerstort den von der Buhnenwelt hervorgerufenen schonen Schein. Spater erfahrt er auch durch den Zettel in Mariannes Schal, dass sie einen Geliebten hat, und verlasst sie. Die Kleidung wirkt auch auf die sexuelle Neigung Wilhelms. Die Figur Clorinde, die als Heidin und zugleich als mannlich gekleidete Kampferin auftritt, faszniert den kleinen Wilhelm. Ihre Erscheinung pragt seinen Geschmack in Bezug auf Frauen nachhaltig. Er verliebt sich in Marianne im Soldatenkostum und wird auf das knabenhaft gekleidete Madchen Mignon aufmerksam. Therese, als Jager verkleidet, und Natalie, in der ersten Begegnung als amazonenhafte Frau wahrgenommen, tragen auch mannlich kodierte Kleidung. Eine solche Kleidung verleiht den weiblichen Figuren eine naturliche Erscheinung, die Wilhelm in den Bann zieht. Mit Marianne und Therese, die Wilhelm in verkleideter Erscheinung bezaubern, kann sich Wilhelm am Ende nicht vereinigen. Die Verkleidung als kunstliche und scheinhafte Form kann nicht zur naturgegebenen Vereinigung fuhren, die am Romanende durch die gegenseitige Neigung und die seelische Verwandtschaft zwischen Wilhelm und Natalie zustandekommt.

“에케 시그눔(ecce signum)” -메피스토펠레스와 성경

김영룡 ( Young Ryong Kim )
한국괴테학회|괴테연구  27권 0호, 2014 pp. 147-170 ( 총 24 pages)
6,400
초록보기
Mit seiner Erzahlung und mit der Aufforderung ≪sieh das Zeichen! ≫ will Mephisto im Faust allerdings nicht nur glaubhaft machen, dass er von Anfang an ≪zugegen war≫ (V.10104), und er will nicht nur im Widerspruch zu den Berichten uber den mit Zeichen sich kundgebenden Jesus seine eigene irdische Prasenz beteuern, sondern auch die Bedeutung dieser irdischen Prasenz erlautern, seine Funktion

괴테의 셰익스피어 수용과 “파우스트 I”의 세 단계 창작과정

김영옥 ( Young Ok Kim )
한국괴테학회|괴테연구  27권 0호, 2014 pp. 171-190 ( 총 20 pages)
6,000
초록보기
Goethe leistete neben Wieland, Lessing und Herder einen wichtigen Beitrag zur Shakespeare-Rezeption in Deutschland. In den deutschen Literatenkreisen der zweiten Halfte des 18. Jahrhunderts waren Shakespeare und der Faust-Stoff im Zusammenhang mit dem Bedurfnis nach nationalem Theater ein heißes Thema, wie der 17. Literaturbrief Lessings (1759) propagierte. In diesem Kontext ist Goethes Shakespeare-Rezeption zunachst anhand seiner im Jahre 1771 geschriebenen Rede “Zum Shakespeare-Tag” zu betrachten. In dieser Rede bezeichnet Goethe seine Shakespeare-Lekture als eine leibliche Erfahrung, eine Befreiung von der klassizistischen Regel der drei Einheiten. Die drei Arbeitsphasen von “Faust I” sind im von Werner Keller herausgegebenen Paralleldruck der drei Fassungen zu verfolgen. Die vorliegende Arbeit versucht, die Referenzbeziehungen zwischen Shakespeares Dramen und Goethes “Faust I” in den drei Fassungen festzustellen, sie in Hinblick auf die Figurenkonstitution und die Textstruktur zu betrachten und die Bedeutung dieser Intertextualitat zu ermitteln. Der Text von Goethes “Faust I” lasst sich demgemaß wie ein Hypertext an zahlreichen Stellen netzartig mit den Texten von Shakespeares Dramen verknupfen. Was die Figurenkonstitution in “Faust I” angeht, so hat das Gretchendrama schon in “Urfaust” seine Kontur. Gretchen ist gleichzeitig als Ophelia, Desdemona, Lady Macbeth, Helena in “Ein Sommernachtstraum” und Lessings Emilia anzusehen. Faust als Hamlet, Othello, Macbeth, Prospero, Demetrius und Lysander, die Helena folgen, und als der Prinz in “Emilia Galotti”, Mephistopheles als Ariel und Marinelli. Goethe bearbeitete im Alter von etwa 25, 40 und 50 “Urfaust”, “Faust. Ein Fragment” und “Faust I”. Auch wenn die Arbeitsphasen einen Zeitraum von uber 25 Jahren umspannen, nimmt Goethe um das 50ste Lenebsjahr herum den vor 25 Jahren geschriebenen Text fast im ursprunglichen Zustand wieder auf. Aber durch das Hinzuschreiben wird das Sinnpotenzial des Textes vervielfacht. So fungiert die 1788 in Rom konzipierte “Hexenkuche” sowohl als Prolog der folgenden Handlung wie die Hexen-Szene in “Macbeth”, als auch als Einschreiben der durch die Ereignisse der Franzosischen Revolution geanderten Weltsituation und der gereiften Einsichten Goethes in die moderne Geistesgeschichte. Hinsichtlich der Textstruktur bezieht sich “Faust I” sowohl auf “Macbeth” als auch auf “Ein Sommernachtstraum” und “Hamlet”. Wahrend “Ein Sommernachtstraum” ein tragisches Intermezzo hat, hat “Faust I” ein komisches Intermezzo, “Walpurgisnachtstraum”. Neben “Prolog im Himmel” steht vor Beginn der eigentlichen Faust-Handlung noch ein Prolog, “Vorspiel auf dem Theater”, fur dessen Vorbild der “stage prologue” des elisabethanischen Zeitalters anzusehen ist. Ein Metadiskurs uber das Theater lasst sich auch im zweiten Akt des “Hamlet” finden. Hatte Goethe wie Shakespeare die Absicht, durch Spiel im Spiel und den Metadiskurs uber das Theater die Schauspieler zu Zuschauern, die Zuschauer zu Schauspielern in einem Welttheater werden zu lassen und dadurch die Grenzen zwischen Wirklichkeit und theatralischer Phantasie zu uberschreiten? Wenn Faust ?als eine Art Kommentar, Antwort, Uberbietung, Parodie oder ahnliches“ (Gaier) zu Shakespeares Dramen zu verstehen ist, inwiefern ubertrifft Faust Shakespeares Stuck? Auf diese Frage wurde im Rahmen dieser Arbeit nicht eingegangen, da eine Antwort hier nicht moglich und auch nicht notig ist, denn sie sollte eher als Aufgabe fur die Leser von Faust aufgespart werden. Goethes bescheidenes Bekenntnis zum alten Meister: ?Im Grunde sind wir alle kollektive Wesen. [...] Denn wie Weniges haben und sind wir, das wir im reinsten Sinne unser Eigentum nennen“ (Gesprache mit Eckermann 17.02.1832) gilt auch im Fall Faust.

말할 수 없는 것에 관하여 말하기 -괴테의 보편주의적 학문이론과 상징개념

주일선 ( Ill Sun Joo )
한국괴테학회|괴테연구  27권 0호, 2014 pp. 191-212 ( 총 22 pages)
6,200
초록보기
상징에 관한 셸링의 설명에서 알 수 있듯이, 상징은 알레고리와 달리 “특수한 것과 보편적인 것 사이의 절대적 동일성의 표현”으로 간주되어 왔다. 그런데 상징에 관한 괴테의 견해에 따르면, 상징은 알레고리와 마찬가지로 특수한 것을 통해 보편적인 것과 관계를 맺는 방식이며, 상징과 알레고리의 구분은 보편적인 것을 드러내려는 의도성 여부에 달려 있다. 알레고리는 보편적인 것을 드러내려는 의도에 따라 특수한 것을 묘사하는 것인 반면, 상징은 특수한 것을 묘사하는 가운데 의도함 없이 보편적인 것이 드러나게 된다. 상징에 대한 이러한 이해는 괴테의 상징개념이 특수한 것과 보편적인 것 사이의 (동일성이 아닌) 차이를 전제로 한 것임을 의미할 뿐만 아니라, 역설에 근거하고 있음을 말해준다. 상징을 통해 궁극적으로 묘사되어야 할 보편적인 것은, 그 보편적인 것의 묘사를 의도하는 경우에는 묘사될 수 없다. 이러한 의도를 통해 표현하는 것은 바로 알레고리이기 때문이다. 특수한 것의 묘사를 통해 보편적인 것을 상징적으로 드러내는 것은 역설적으로 보편적인 것을 드러내려는 의도를 가지지 않았을 때에만 가능하다. 이 글은 괴테의 상징개념에서 이러한 차이와 역설이 중요한 의미를 지니게 된 이유를 그의 자연과학 관련 문헌에서 표현된 보편주의적 견해와 관련하여 설명한다. 자연을 관찰함에 있어서 괴테는 존재론적 시각과 인식론적 시각을 상호 연관시키고 있다. 존재론적 시각에서 보면 자연에서 일어나는 모든 사건은 전체와 연관되지 않은 것이 없다고 본다. 하지만 개별사건이 전체와 맺고 있는 관계를 인식론적으로 명백하게 입증하는 것이 어렵다. 왜냐하면 전체와의 존재론적 관계에도 불구하고 각각의 사건들은 분리된 것으로 나타나기 때문이다. 인식론적 관점에서 경험할 수밖에 없는 이러한 한계에도 불구하고, 의심의 여지없이 존재한다고 여겨지는 전체와의 관계에 대한 인식을 점차로 완성해가야 한다는 것이 바로 괴테가 요청하는 보편주의적 입장이다. 바로 이 지점에서 그의 상징개념과 보편주의적 학문이론 사이의 상호연관성이 드러난다. 개별적 현상에 대한 정확한 관찰과 인식을 통해 전체라는 보편적인 것에 대한 인식을 드러낼 수 있듯이, 상징은 아무런 의도 없이 특수한 것을 묘사함으로써 보편적인 것을 그려낼 수 있다는 것이다. 전체는 항상 개별 현상과 연관되어 있듯이, 보편적인 것은 특수한 것과 동일시될 수는 없지만 동시에 (보편적인 것 그 자체로가 아니라) 특수한 것에 내재되어 있는 방식으로 자신을 드러낸다.

문학과 서적삽화 -레츄의 “u파우스트”u 삽화를 중심으로

박신자 ( Shin Ja Park )
한국괴테학회|괴테연구  27권 0호, 2014 pp. 213-234 ( 총 22 pages)
6,200
초록보기
In dieser Arbeit wird untersucht, wie die Illustrationen von Moritz Retzsch auf den Inhalt und die Handlung in Goethes Faust I wiederspiegeln. Als Vorlage der Untersuchung dient uns die 1806 beim Cotta-Verlag erschienene Ausgabe. Bei den Illustrationen zu dieser Ausgabe handelt es sich eigentlich um Umrißzeichnungen, die so genannt werden, weil sie ihre Gegenstande nur durch Linien erfassen. Der dargestellten Sache fehlt daher jegliche Plastizitat. Interessanterweise finden sich Umrißzeichnungen auf zu Klassikern gewordenen literarischen Texten und man kann sagen, dass der Stil um 1800 als gesamteuropaisches Phanomen gesehen werden kann. Als einer der wesentlichen Inspiratoren kann John Flaxman gelten, der auf diese Weise die Klassiker Homers und Dantes illustrierte. Retzschs Zeichnungen gehen uber einfache Skizzen der Hauptpersonen hinaus; seine Darstellungen sollen nicht nur die Wesenszuge der Personen deutlich machen, sondern auch der Bildhintergrund ist so ausgestaltet, dass Umgebungen und Landschaft mit ins Bild kommen. Dies ist durchaus ungewohnlich, aber eindrucksvoll. Daruber hinaus interpretiert der Kunstler das Geschehen nach eigener Sicht. In der Szene mit dem Titel Studierzimmer, gestaltet er den Raum beispielsweise als großes Durcheinander. Dieser Enge entspricht die geistige Begrenztheit der Hauptperson. Auch im Fall Gretchens zeigen die Linien ihren Chrakter oder ihre Wesenszuge. Die Konturen ihres Gewandes werden mal mit harten, mal mit sanften Linien immer nur angedeutet, wodurch wohl ihre Unsicherheit oder ihre Hin-und-Hergerissenheit zum Ausdruck gebracht werden soll. Retzsch geht also in seinen Arbeiten uber das rein Abbildende hinaus und gibt seiner Perspektive auf Personen und Umgebung Konturen. Indem Retzsches Illustration den Text Goethes kommentieren, entstehen intertextuelle Bezuge, die den Urtext um die autonome Sichtweise eines anderen Kunstlers erweitern.
1 2 >