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> 한국괴테학회 > 괴테연구 > 29권 0호

괴테연구검색

Goethe-Yongu


  • - 주제 : 어문학분야 > 독문학
  • - 성격 : 학술지
  • - 간기: 연간
  • - 국내 등재 : KCI 등재
  • - 해외 등재 : -
  • - ISSN : 1229-7127
  • - 간행물명 변경 사항 :
논문제목
수록 범위 : 29권 0호 (2016)

배제사회에서 배려사회로(1) -괴테의 『젊은 베르테르의 슬픔』과 『친화력』을 중심으로

안장혁 ( An Jang-hyok )
한국괴테학회|괴테연구  29권 0호, 2016 pp. 5-25 ( 총 21 pages)
6,100
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Die Bedeutung eines kunstlerischen Textes steht nicht fur alle Zeiten fest. Der labyrinthische Diskurs unserer modernen Komplexitatserfahrungen verlangt stets nach dem Wandel von Perspektiven und nach neuen Theorien, die auf die jeweiligen transformierten Bedurfnislagen zuruckgehen. Jede kritische Beschaftigung mit Goethe erfordert daher eine außerst flexible Blickrichtung, weil ein großer Teil der Deutungsmodelle um Goethe nahezu inkommensurabel ist. In diesem Sinne soll die vorliegende Arbeit Goethes Texte Die Leiden des jungen Werther und Wahlverwandtschaften mit den Begriffen Inklusion, Exklusion, die `Symbolische Gewalt` sowie `Mudigkeitsgesellschaft` und `Leistungsgesellschaft`(von Byung-Chul Han )neu erschließen. Der Exklusionsbegriff hat sich insbesondere im Laufe der letzten zehn Jahre auf breiter Ebene zur Bezeichnung und Analyse von kritischen Soziallagen, Marginalisierungsphanomenen und Ausgrenzungsprozessen in der Gegenwartsgesellschaft etabliert. Und Inklusion bedeutet konkret, dass alle Menschen in ihrer Einzigartigkeit als gleichwertige und gleichberechtigte Mitglieder der Gesellschaft gesehen werden und dass alle Menschen in ihrer Verschiedenheit und Vielfalt (Diversitat) willkommen sind und ihren Teil zur Gesellschaft beitragen konnen. Mit Fokussierung auf Goethes Roman Die Leiden des jungen Werther und Wahlverwandtschaften versucht diese Studie `Strategie und Struktur der sozialen, kulturellen Ausgrenzung` anhand der `Bildungsdiskriminierung`zu analysieren.
6,500
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Die Vorstellung des Teufels hat sich in der abendlandischen Kulturgeschichte ununterbrochen reproduziert und gleichzeitig verandert. Er erscheint mal tolpelhaft in der Volkssage, mal als Haupt von schreckenserregenden Damonen, mal als das Bose im Inneren des Menschen usw. In der Blutezeit des Christentums war er der Gegenstand ernstester Spekulationen, wahrend der Einfluss der Aufklarungstheologie den Teufel uberwiegend in die Literatur versetzt hat und somit den Zivilisationsprozess des Teufels beschleunigt hat. In der vorliegenden Arbeit geht es darum, die Metamorphose des Teufels in Goethes Faust zu behandeln und damit zu zeigen, worauf Goethe mit dieser Metamorphose hinaus wollte. Im Drama Faust bringt Mephisto selbstandig seine Identitat zur Sprache: Im Gesprach mit Faust in der Studierzimmer-Szene bringt er anspielungsweise den scholastischen Universalienstreit ins Spiel und macht den Begriff Teufel nominalistisch fragwurdig, indem er Faust verhohnt, als Faust ihn fragt, wie er heiße. In der Hexenkuche kommt es dazu, dass der Teufel die alte Vorstellung des Satans verbietet und betont, wie sich der Teufel kulturalisiert habe. Im Gesprach mit der Sphinx erwahnt er die mittelalterlichen Moralitaten in England, in denen der Teufel als Allegorie von ``Old Iniquity“ auftritt, was zur Entfremdung von der orthodox-christlichen Vorstellung des Teufels fuhrt. Die Metamorphose des Mephisto kulminiert in der Szene der Grablegung, in der sich der Teufel in einen Engel verliebt. Es handelt sich dabei um die Apokatastasis des Origenes, die sich der junge Goethe unter dem Einfluss der Aufklarungstheologie angeeignet hatte. Die Metamorphose des Teufels macht schließlich auf drei Aspekte aufmerksam: Erstens versucht Goethe, den Dualismus von Gut und Bose zu dekonstruieren, indem er den Teufel kulturhistorisch relativiert. Dies erinnert an das Paradox, dass Nietzsche seinen Zarathustra, also den Begrunder des Dualismus von Gut und Bose selbst, den Dualismus dekonstruieren lasst. Zweitens zeigt Mephistos Metamorphose nicht nur die Zivilisationsgeschichte des Teufels, sondern die Autopoiesis des Begriffs des Teufels. Und drittens demonstriert der in Engel verliebte Teufel, der darum die Entelechie des Faust an die Engel verliert, auch Goethes Theologie der Liebe, die die ganze Struktur des Faust bestimmt.

테르치네 운의 독일적 실현 - 괴테의 「쉴러의 유골」과 『파우스트』를 중심으로

장제형 ( Chang Je-hyung )
한국괴테학회|괴테연구  29권 0호, 2016 pp. 53-79 ( 총 27 pages)
6,700
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Johann Wolfgang Goethe zahlt zu den ersten Autoren, die mit dem Terzine-Reim das literarische Monument in der deutschen Literaturgeschichte errichteten. Die Terzine, mit der Dante erstmals in der Weltliteratur den gesamten Teil seines magnum opus Divina Commedia konstruierte, verwendet Goethe in seiner ganzen literarischen Tatigkeit nur zweimal: in der Dichtung Die Reliquien Schillers und im Monolog des zweiten Teils von Faust. In beiden Texten spielt die Terzine eine zentrale Rolle; Goethe versucht, diese Reimform, die sich durch eine immer wieder fortschreitende Tendenz auszeichnet, und den stofflichen Inhalt miteinander in Einklang zu bringen und damit eine Einheit von Inhalt und Form zu erzielen. In jener Dichtung findet der Ubergang vom Tod zur Offenbarung, den das dichterische Ich sich mit Blick auf den Schadel Schillers anschaut, seine Entsprechung in der Selbstentfaltung des Reims. Bemerkenswert ist vor allem im Faust-Monolog, dass hier die Terzine sowohl fortschreitend als auch ruckschreitend und begrenzend funktioniert, was auch der dargestellten Szene und der innerlichen Stimmung Fausts entspricht. Diese dialektische Bewegung auf formaler Ebene des Mediums, hier also der Texte, anschaulich zu machen und damit die traditionelle Aufgabe der Literatur und Kunst, die Einheit von Form und Inhalt zustande zu bringen, ist als Goethes großer Beitrag anzusehen, den er in der deutschen Literaturgeschichte in bezeichnender Art und Weise leistet.

괴테와 자본주의 사상

조우호 ( Cho Woo Ho )
한국괴테학회|괴테연구  29권 0호, 2016 pp. 81-105 ( 총 25 pages)
6,500
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Goethe ist zwar nicht als ein Kapitalist zu bewerten, aber trotzdem auch nie nur als ein Dichter zu beobachten, der nichts mit der wirtschaftlichen und kapitalistischen Wirklichkeit seiner Zeit zu tun hatte. Er hat naturlich uber den Kapitalismus nichts gesagt, denn der Terminus Kapitalismus selbst war in seiner Zeit noch nicht bekannt und dessen Begriff wurde damals nicht bestimmt. Aus heutiger Sicht sind aus den wirtschaftlichen Bemerkungen in seinen Werken und Schriften die kapitalistischen Auffassungen Goethes herauszulesen. Goethes wirtschaftliche und kapitalistische Vorstellungen wurden von den damaligen beruhmten in- und auslandischen Wirtschaftsdenkern bzw. -wissenschaftlern beeinflusst, deren Namen unter anderem Adam Smith, Justus Moser, Johann Georg Busch sind. Er hat von Adam Smith die Ideen der liberalen Marktwirtschaft gelernt und von Moser und besonders von Busch die Ideen uber Geld und Kapital und sozusagen den gemaßigten und kontrollierten Kapitalismus. Seine amtlichen Schriften und literarischen Werken sind dafur die wichtigen Unterlagen. Man kann in diesem Sinne und aus dem heutigen Kontext Goethe als einen liberal gemaßigten und kontrollierten Kapitalist zu erwahnen.

18세기 문화이론으로서 기후풍토론 - 헤르더의 인류학적 기후풍토론을 중심으로

김연신 ( Kim Youn Sin )
한국괴테학회|괴테연구  29권 0호, 2016 pp. 107-127 ( 총 21 pages)
6,100
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Bezuglich der Zeit des gegenwartigen katastrophalen Klimawandels spricht man vom Anthropozan, das sich von der erdzeitlichen Epoche Holozan unterscheidet. Das Anthropozan markiert die Epoche, in der der Mensch der dominante Faktor fur die Umweltveranderung geworden ist. Erdgeschichtlich wurde das Jahr 1800 als Beginn des Anthropozans festgelegt. Es wurde von F. Mauelshagen (2016) festgestellt, dass sich gerade in der zweiten Halfte des 18. Jahrhunderts ein neuer Klimabegriff durchgesetzt hat, der der modernen Klimatologie zugrunde liegt. Die vorliegende Arbeit geht von dem Paradigmenwechsel des Klimabegriffs aus und untersucht, was zu der Zeit im kulturellen Diskurs uber das Klima geschah. Dafur werden besonders die Klimatheorie von J. G. von Herder in 『Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit』und die Naturbetrachtung von J. W. von Goethe in 『Italienische Reise』als Untersuchungsgegenstand berucksichtigt. Schließlich ergibt sich daraus, dass schon bei beiden Autoren eine neue semantische Besetzung des Klimabegriffs festzustellen ist. Das Klima bedeutet bei Herder und Goethe die Summe der Krafte und der Einflusse der Umwelt, und es steht im Wechselverhaltnis zu Menschen, Tieren und Pflanzen. Dieser dynamische Klimabegriff verabschiedet sich einerseits von der traditionellen Klimavorstellung als determinierender, unveranderlicher Faktor fur das Leben und nimmt andererseits die Einstellung der Kritiker des Anthropozans vorweg, indem er kritisch uber die Naturbeherrschung des Menschen und den Klimawandel reflektiert.

현대 비유론에 비춰본 아이헨도르프 시 형상의 특성

홍성군 ( Hong Sung-kun )
한국괴테학회|괴테연구  29권 0호, 2016 pp. 129-167 ( 총 39 pages)
7,900
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Der Streit um die Bilder von Eichendorff ist noch nicht beigelegt und ihr Verdikt als `Formel` hat sich beinahe festgesetzt. Dies ruhrt aber nicht von der begrifflichen Unbestimmtheit her, vor allem im Bezug auf das Symbol, das Goethe als einen Kampfbegriff gegen die Romantik gestellt hat. Das ist ein dringend zu losendes Problem der Eichendorff-Forschung. Die Forschungsergebnisse der modernen Metaphernlehre konnen dessen Losung sehr behilflich sein. Dieser Auffassung zufolge sind die Metapher und das Symbol deutlich zu unterscheiden. Wahrend die Metapher eine Figur aus zwei getrennten Konzepten/Bildern ist, versteht man das Symbol als ein Bild, das aus zwei oder mehreren verschiedenen Bedeutungen zusammengesetzt ist. Zwischen diesen konnen verschiedene Zusammenhange, wie z.B. metaphorische und metonymische/synekdochische, entstehen. Darum gibt es metaphorische und metonymische/synekdochische Symbole. Durch die unendliche Semiose, d.h. durch die unendliche Erweiterung der Konnotationsmoglichkeiten vertieft sich die Bedeutung des Symbols auf unaussprechliche Art und Weise. Um diese naher zu begreifen, bedarf es des immerwahrenden hermeneutischen Interpretationsvorgangs. Nach der Ansicht der modernen Metaphernlehre lassen sich das Symbol und die Allegorie auch nicht so streng trennen. Beide sind zusammen ein mehrdeutiges Bild, welches die mogliche(n) Konnotation(en) beim Symbol im Bild selber, aber bei der Allegorie getrennt außerhalb des Bildes ist/sind. Das ist ein nicht zu unterschatzender Unterschied, falls beide streng unveranderbar sind. Aber die Grenze dazwischen ist flexibel, je nach Kontext und Situation. Zudem ensteht eine neue Allegorie aus einer Metapher, wenn sie sich zu einem getrennten narrativen Text entwickelt. Im Hinblick darauf tritt bei Goethe zuerst die sinnliche Anschaulichkeit hervor. Die innere unsichtbare Idee, die er als "das Allgemeine" bezeichnet hat, ist nie direkt indiziert, sondern nur durch die rechten Naturbilder angedeutet. Zwischen den beiden Bedeutungsschichten gibt es den metaphorischen Zusammenhang. Darum sind die Bilder Goethes metaphorische Symbole. Vor dem Hintergrund des universellen Amor-Gesetzes sind sie sinnlich sehr stark und stehen in einer metonymischen/synekdochischen Kontiguitat miteinander. Die Anschaulichkeit verschwindet auch bei den mystisch verschlusselten Bildern nicht ganz. Dagegen sind die Naturbilder Eichendorffs einfach und in sich rein. Das sind ausgesprochen schone Formulierungen ohne figurliche Zweideutigkeit. Sein Bild nahert sich dem Ikon, dem ersten Bereich des Zeichens nach C. S. Peirce. Aber auf dem Feld seiner eigenen Theologie steht die Natur nicht selbststandig fur sich allein, sondern alles hangt immer aufgrund des Seins mit dem transzendent Gottlichen zusammen. Dieser Zusammenhang damit ist "a kind of metonymy, which is held up, by a proportion of metaphorical type". Er ist aber nicht uberall direkt erkennbar, sondern wird nur durch die Augen des Dichters vermittelt. Sie sind manchmal durch den romantischen Traum, der von der sinnlich faszinierenden Naturschonheit durchdrungen ist, zerstreut. Dadurch wird das Bild stark metaphorisch. Das aber verurteilt Eichendorff nicht als absolut negativ. Daraus entsteht eine eigene Paradoxie, die nur durch die himmlische Beleuchtung, bzw. durch den heiligen Wind zu losen ist. Wenn das einst die Wirklichkeit wird, wie in ``Mondnacht``, dann werden seine Naturbilder klare transparente Fenster des Seins, durch die das Gesetz des Seins, d.h. `analogia entis` durchscheint. Das ist die Charakteristik der Eichendorffschen Bilder.

테오도르 슈토름의 소설 『한스와 하인츠 키르히』에 나타난 세대 간의 갈등

전창배 ( Jeon Chang Bae )
한국괴테학회|괴테연구  29권 0호, 2016 pp. 169-190 ( 총 22 pages)
6,200
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테오도르 슈토름의 중편 소설 『한스와 하인츠 키르히』는 주인공인 아버지와 아들의 성격과 이들이 처한 시대 및 사회적 환경이라는 두 가지 차원에서 세대간의 갈등을 그려내고 있다. 오로지 부와 사회적 명성만이 삶의 유일한 목표이자 의미인 것으로 믿으며, 하나밖에 없는 아들까지도 자신의 인생계획의 성공을 위한 도구로 여기고 가업의 융성을 위해 전력투구하는 집념의 아버지 한스, 그는 그 누구도 꺾을 수 없는 완고한 고집과 자신의 기대를 조금이라도 저버릴 경우엔 불같은 화를 거침없이 쏟아내는 광포한 성격의 인물로 묘사되고 있다. 이러한 물질만능주의와 성공제일주의에 빠진 소시민 출신의 아버지에 비해 그의 아들 하인츠는 존중과 배려에 바탕을 둔 따뜻한 사랑을 삶의 최고의 가치로 믿는 휴머니즘적 인물로 그려지고 있다. 그런데 이 두인물의 성격상 공통점이 하나 있다. 바로 완고한 고집이 그것이다. 슈토름은 아버지와 아들사이의 상이한 가치관의 마찰을 이러한 완고한 성격으로 인해, 결코 피할 수 없는 숙명적 충돌로 그 갈등구조를 엮어내고 있다. 오로지 각자의 세계관을 상대방으로부터 지켜내는 것만이 스스로의 존재를 가능하게 하는 유일한 길임을 완고하게 믿으며 아버지와 아들은 한 치의 양보 없이 서로 부딪힌다. 이러한 성격적 완고함으로 인해 아버지와 아들 사이에 대화를 통한 의사소통의 가능성은 원천적으로 단절되며 소설 전체를 통해 소통의 부재를 보여주고 있다. 그 결과 이들 사이에 이해와 타협을 통한 신뢰형성의 가능성은 철저히 배제되고 만다. 소설 전체를 관통하는 부자간의 빈약한 대화는 물론, 소설중반에 유일한 의사소통수단으로 등장하는 아들의 편지를 아버지가 단지 우편료30실링이 비싸다는 이유로 그 자리에서 돌려보내는 장면은 부자간의 소통의 부재는 물론, 아들의 세계관을 근본적으로 부정하며, 자신의 유일한 아들을 가정으로부터 내치는, 오로지 성공만을 향한 아버지의 집요한 의지를 잘 보여주고 있다. 테오도르 슈토름은 노벨레 『한스와 하인츠 키르히』를 통해 19세기 후반 독일사회의 냉혹한 현실을 사실적으로 잘 담아내고 있다. 특히 세대 간의 갈등을 주제로 하고 있는 슈토름의 또 다른 노벨레 『카르스텐 쿠라토어』와 함께 『한스와 하인츠 키르히』는 인간의 생물학적 특성인 유전적 영향과 사회를 짓누르는 물질만능주의의 모순과 부조리로 인해 끝내 좌절하고야 마는 주인공들의 비극적 운명을 시적으로 잘 형상화하고 있어 독일사실주의 문학의 그 대표적 노벨레로 자리매김 할 수 있겠다.

문학적 인간학의 관점에서 본 `감정`: 근대와 불안의 상관성을 중심으로

김길웅 ( Kim Gil-ung )
한국괴테학회|괴테연구  29권 0호, 2016 pp. 191-210 ( 총 20 pages)
6,000
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Obwohl es sich nicht bestreiten lasst, dass die Angst als ein essentielles Gefuhl des Menschen ein psychologisch-korperliches Phanomen darstellt, ist es auch wichtig zu betonen, dass sie ebenfalls ein sozio-kulturelles Ergebnis ist. Kulturgeschichtlich betrachtet, nimmt die Angst in der Moderne zu, was vor allem auf die Unsicherheit der modernen Gesellschaft und die Verdinglichung der menschenlichen Verhaltnisse zuruckzufuhren ist. Der deutsche Soziologe N. Luhmann hat darauf hingewiesen, dass der Boden fur den modernen Menschen nicht mehr sicher sei, da die ``kontingente Selektivitat gesellschaftlicher Strukturen und Weltentwurfe“ in der Moderne mit der Abdankung der metaphysischen Unterstutzung mit Hilfe der Religion zugenommen habe. Nietzsches Diagnose der Bodenlosigkeit des modernen Menschen lasst sich damit begrunden, dass seit Kopernikus der Mensch ins durchbohrende Gefuhl seines Nichts geraten ist. In der Philosophie lassen sich zwei theoretische Ansatze heranziehen, und zwar die Angsttheorie S. Kierkegaards und das existenziale Grundgefuhl des Menschen von M. Heidegger. Der danische Philosoph S. Kierkegaard versteht die Angst als Schwindel der Freiheit, welche dadurch entsteht, dass der menschliche Geist die unuberwindliche Kluft zwischen Unendlichkeit und Endlichkeit, Freiheit und Notwendigkeit zu uberbrucken versucht. Bei Heidegger stellt die Angst die Grundbefindlichkeit des Menschen bezuglich des ``in-der-Welt-seins“ dar. Das In-der-Welt-sein bedeutet die Angst des in der zivilisierten Welt lebenden Menschen.
6,700
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Die 8. Symphonie(Symphonie der Tausend), welche Mahler bis zu seinem Lebensende als “wichtigstes Werk” bezeichnete, erfahrt heute nach wie vor eine enorme Wertschatzung. Sie gilt als unbestrittenes Meisterwerk Mahlers, welches trotz des enormen Auffuhrungsaufwandes heute haufig zu horen ist. Die große Anzahl der beteiligten Musiker, bekanntlich mehr als 1000 Auffuhrende bei der Urauffuhrung, brachte ihr den Beinamen “Symphonie der Tausend”ein. Die 8. Symphonie teilt sich in zwei Hauptteile. Der Aufbau der Symphonie der Tausend erinnert eher an eine zweiaktige Oper, mit Arien und instrumentellen Teilen. Die konzeptionelle Schwierigkeit ist die inhaltliche Gegensatzlichkeit der beiden Teile, welche zu einer Einheit gemacht werden mussen. Wahrend der erste Teil aus einer Vertonung des mittelalterlichen Hymnus “Veni creator spiritus” von Rabanus Maurus in lateinischer Sprache besteht, stellt der zweite Teil eine Vertonung des Schlussszene aus “Faust II” von Johann Wolfgang Goethe in deutscher Sprache dar. Die 8. Symphonie wird im Gegensatz zu anderen Symphonien mit vokaler Mitwirkung fast komplett durchgesungen, weshalb der Begriff der “Vokal-Symphonie” fur dieses Werk angemessen ist. Diese Symphonie enthalt weder die klassischen vier Satze, noch wird sie um einige weitere Satze erganzt, wie es bei Mahler haufig vorkommt. Die 8. Symphonie steht kompositorisch ohne Vergleichspunkt in Mahlers Musik da. Die Faustfigur wird in dieser Symphonie von Mahler als Inbegriff des kreativen und schopferischen Menschen gedeutet, welcher ``immer strebend sich bemuht“. Die Symphonie der Tausend ist eine Zusammenfassung all dessen, was Mahler sein Leben lang bewegte; es ist Leidenschaft, Opferbereitschaft, Uberwindenwollen, Anbetung und Hingabe, Ereignis und Gleichnis.
5,600
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In dieser Arbeit wird versucht, das Phanomen des Wartens in Kafkas Vor dem Gesetz und Becketts En attendant Godot zu betrachten und daraus zu schließen, dass die Absurditat des Wartens auf der Skepsis uber die Moderne beruht. Dafur soll zunacht gezeigt werden, dass die Hauptfiguren in den beiden Werken ihrem Wesen nach im Kontrast zu den Menschen stehen, die in Webers Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus als Trager der Entwicklung der Moderne sowie des Kapitalismus dargestellt sind. Desweiteren wird dann auf die Zeitproblematik eingegangen. Das Warten konnte sich auf die ununterbrochen fortschreitende und messbare Zeit beziehen, die mit der Zeitvorstellung in der Moderne eng verbunden ist. Dahinter befindet sich jedoch noch eine andere Zeitebene, die stillsteht und den Ablauf des Wartens verhindert. Durch diesen Zusammenprall der beiden Zeitarten kann sich die Zeit der Moderne nicht durchsetzen, was das Warten letztlich ad absurdum fuhrt.
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