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> 한국괴테학회 > 괴테연구 > 31권 0호

괴테연구검색

Goethe-Yongu


  • - 주제 : 어문학분야 > 독문학
  • - 성격 : 학술지
  • - 간기: 연간
  • - 국내 등재 : KCI 등재
  • - 해외 등재 : -
  • - ISSN : 1229-7127
  • - 간행물명 변경 사항 :
논문제목
수록 범위 : 31권 0호 (2018)
6,300
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Die Bedeutung eines kunstlerischen Textes liegt nicht fur alle Zeiten fest. Der labyrinthische Diskurs unserer modernen Komplexitätserfahrungen verlangt stets nach dem Wandel von Perspektiven und nach neuen Theorien, die auf die jeweiligen transformierten Bedurfnislagen zuruckgehen. Jede kritische Beschäftigung mit Goethe erfordert daher eine äußerst flexible Blickrichtung, weil ein großer Teil der Deutungsmodelle um Goethe fast inkommensurabel ist. Von daher soll die vorliegende Arbeit Goethes Texte Wilhelm Meisters Lehrjahre und Faust nicht mehr auf die 'Allgemein-Kodes', die an die klassische Hermeneutik gebunden sind, sondern auf die besonderen Kodes in Bezug auf 'Inklusion' und 'Exklusion' neu erschließen. Der Exklusionsbegriff hat sich insbesondere im Laufe der letzten zehn Jahre auf breiter Ebene zur Bezeichnung und Analyse von kritischen Soziallagen, Marginalisierungsphänomenen und Ausgrenzungsprozessen in der Gegenwartsgesellschaft etabliert. Des Weiteren bedeutet Inklusion konkret, dass alle Menschen in ihrer Einzigartigkeit als gleichwertige und gleichberechtigte Mitglieder der Gesellschaft gesehen werden und dass alle Menschen in ihrer Verschiedenheit und Vielfalt (Diversität) willkommen sind und ihren Teil zur Gesellschaft beitragen können. Mit Fokussierung auf Goethes Roman Wilhelm Meisters Lehrjahre und Faust versucht diese Studie 'Strategie und Struktur der sozialen, kulturellen Ausgrenzung' anhand des Anerkennungskampfes zu analysieren.

독자적 소설로서 괴테의 『빌헬름 마이스터의 연극적 사명』

임우영 ( Lim Woo Young )
한국괴테학회|괴테연구  31권 0호, 2018 pp. 29-56 ( 총 28 pages)
6,800
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Goethes zweiter Roman Wilhelm Meisters theatralische Sendung (1777-1785) ist ein Fragment, das nur als die Hälfte des geplanten Romans gilt und die Erscheinung der vorhandenen sechs Bucher (1911) sogleich zu einer lebhaften Debatte fuhrte. Da das unvollendete Werk mit einer Szene endet, in der sich der Protagonist Wilhelm bereiterklärt, Mitglied der Schauspieltruppe von Serlo zu werden, drehte sich die Diskussion um die Theaterfrage, ob Goethe in diesem geplanten Roman (anders als in den Lehrjahren) Wilhelm Meisters Weg zum Theater darstellen wolle und ob man daher Wilhelms theatralische Sendung nicht ironisch sondern ernst verstehen könne. Aber diese Fragen mussten stets nicht nachweisbare Hypothesen und Spekulationen bleiben, weil keine Hinweise vorhanden waren, wie Goethe das Ende des Romans geplant hatte. Theatralische Sendung wird als uberwundene Vorstufe der Lehrjahre bewertet, und es wird uberwiegend uber die Bildungsidee in den Lehrjahren diskutiert. Wilhelm Meisters theatralische Sendung ist dennoch im Kontext der Literatur um 1780 zu lesen, indem man so viel wie möglich von der Umformung in den Lehrjahren absieht. Wilhelm Meisters theatralische Sendung ist ein Roman, der in Goethes erste Weimarzeit gehört, in der er in einen Konflikt zwischen seiner öffentlichen Tätigkeit und seiner kunstlerischen Begabung geraten war. Laut Text ist Wilhelm in der Theatralischen Sendung zwar ein Dilettant, aber ein wirklich schöpferischer Kunstler, der anders als Wilhelm in den Lehrjahren nicht eine Desillusion zum Theater erlebt, sondern ein Recht auf Selbstverwirklichung seiner theatralischen Begabung gegenuber der starren Gesellschaftsordung anstebt. Die Ein- und Unterordung Wilhelms innerhalb der adeligen Gesellschaft am Ende der Lehrjahre passt nicht zu dem Protagonisten der Theatralischen Sendung. In der Theatralischen Sendung ist noch ein jungerer Wilhelm zu sehen, der sich als einen Typus des selbstreflexiven, ‘modernen’ Individuums präsentiert. Daher ist dieser “Theaterroman” nicht nur als ein Kunstlerroman mit den vielfältigen Episoden und Personen, die in den Lehrjahren nicht aufteten, sondern auch als ein zweiter Roman des ‘jungeren’ Goethe zu lesen. Abgesehen von seiner “Bildungsidee” kann man diesen unvollendeten Roman sicherlich als einen “eigenständigen und in sich geschlossenen Roman” betrachten.

괴테의 『빌헬름 마이스터』에 나타난 호모 외코노미쿠스

조우호 ( Cho Woo Ho )
한국괴테학회|괴테연구  31권 0호, 2018 pp. 57-83 ( 총 27 pages)
6,700
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Goethe sollte das ökonomische Bild des Homo Oeconomicus inhaltlich schon vor John Stuart Mill gut kennen, obgleich er den Terminus nicht benutzt hätte. Der Homo Oeconomicus als Individuum ist mit dem problematischen Individuum in einem Roman zu vergleichen, wobei das problematische Individuum als Homo oeconomicus in den Romanen Wilhelm Meister nicht in einer, sondern mehreren Hauptfiguren in verschiedenen Formen zu beobachten ist. Die Hauputfiguren in Wilhelm Meister präsentieren in diesem Sinne verschiedene Homines Oeconomici. Diese sind in Wilhelm Meisters Lehrjahren Wilhelm, Werner, Lothario sowie in den Wanderjahren Oheim, Odoardo, Lenardo. Die Analyse der Homines Oeconomici in den Romanen fuhrt uns zu der begrundeten Vermutung, dass Goethe an wichtigen wirtschaftlichen Ideen und ökonomischen Theorien seiner Zeit großes Interesse gehabt hat bzw. sie auf eine reflektierte Art und Weise gut zur Kenntnis genommen hat. Daruber hinaus können wir vermuten, dass er nicht bloß die Haupttrends ökonomischer Ansichten und Theorien seiner Zeit ubernommen, sondern sie gemäß den wirtschaftlichen Realitäten seiner Zeit zu modifizieren und praktisch weiterzuentwickeln versucht hat. Als wichtige Beispiele dafur sind zuerst einmal die physiokratischen Ansichten und Adam Smiths ökonomische Theorie zu erwähnen. Lenardo als zentraler Homo Oeconomicus in den Wanderjahren betont zum Beispiel weniger das Eigentum und die Produktivität des Bodens, wie es in der französischen Physiokratie der Fall war, sondern hebt v.a. die Produktivität der Arbeit sowie die Wirtschaftstätigkeit des Individuums hervor. Die Autonomie und Effektivität des Marktes, so wie es Adam Smith analysiert, werden mehrfach betont, und zwar wird besonders auf die starke Dynamik des Marktes und die aktive Tätigkeit des Wirtschaftsakteurs im Markt eingegangen. Goethe entwickelte in dieser Hinsicht eine praktische und praktizierbare Wirtschaftsperspektive und -politik. So behauptet er in den Wanderjahren, dass staatliche Wirtschaftspolitik notwendig und wichtig sei. Er spielt dabei darauf an, dass eine adäquate makroökonomische Wirtschaftspolitik die unabdingbare Voraussetzung und Grundlage zur Erreichung der Markteffektivität sei. Seine Darstellungen weisen durchaus Ähnlichkeiten mit einer wirtschaftspolitischen Ausrichtung auf, wie sie uns der Krisenökonom John Maynard Keynes in seiner “General Theory” präsentierte und wie sie heute noch in der Mainstream-Ökonomik zu finden sind. Zu idealen Staatsideen, die fur eine funktionsfähige Mikro- und Makrowirtschaft eine Grundlage bieten, können wir auch in den Wanderjahren anregende Vorstellungen entdecken. Dies sind vor allem liberale Konzepte der Gesellschaft, wie sie in den Schriften von Ludwig von Mises und Friedrich A. Hayek zu finden sind. Anzutreffen ist dies insbesondere in den Reden des Fuhrers der Auswanderergruppe Lenardo - “garniert” mit feinen ironischen Schattierungen. Es lohnt sich auch, Lenardos Vorstellungen von der Staatsgrundung in der neuen Welt mit dem konstitutionellen Liberalismus Hayeks vergleichend zu analysieren.

“개인에 관하여 진술하는 것은 불가능하다” - 괴테의 개체성 이해

주일선 ( Joo Ill-sun )
한국괴테학회|괴테연구  31권 0호, 2018 pp. 85-113 ( 총 29 pages)
6,900
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In einem Brief an Lavater schreibt Goethe: “Das Individuum ist unaussagbar”. Damit versucht Goethe deutlich zu machen, warum er mit der Lavaterschen Physiognomik nicht völlig einverstanden sein kann. Ihm zufolge habe die gutige Vorsehung jedem einen inneren Trieb gegeben, so oder anders zu handeln, und durch das Wirken dieses Triebs erhalte jedes Individuum sein eigenes Empfinden. Es sind der innere Trieb und das Empfinden, die eine kleine Welt fur jedes Individuum konstruieren: nämlich die Individualität. Die Individualität, die sich als eine spezifisch fur ein jedes Individuum konstruierte kleine Welt versteht, kann daher nicht allgemein sein und ist als das innere Wesen eines Individuums nicht aussagbar. Das ist der Grund dafur, dass das Empfinden des Lebens in Goethes Auffassung vom Individuum der Erkenntnis des Lebens den Rang abläuft. Es geht ihm auch um das Ganze, obwohl er die Unaussagbarkeit des Individuums beständig betont. Das Individuelle, das sich vom allgemeinen Ganzen unterscheidet, bezieht sich doch immer auf das Ganze. Im Verständnis Goethes vom Individuum wird das Ganze als oberste Vorstellung konzipiert, indem es dem Individuum seinen Erfahrungen nach wahrnehmbar, dem Wesen nach unbegreiflich gegenubersteht. Also besteht das Paradox des Individuums gerade darin, dass das Individuum seine unaussagbare Individualität negiert, indem es sich im Ganzen (z.B. in der Gesellschaft) verwirklicht.

게오르크 포르스터 르네상스 - 그 배경, 양상, 의미에 대한 일고찰

안성찬 ( Ahn Sungchan )
한국괴테학회|괴테연구  31권 0호, 2018 pp. 115-139 ( 총 25 pages)
6,500
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Die vorliegende Arbeit stellt das Leben und die Gedanken von Georg Forster als Aufklärer dar. Georg Forster war Erdumsegler, Naturforscher, Schriftsteller, Kunsthistoriker und Revolutionär in einer Person. Er war einer der beruhmtesten Aufklärer in der sogenannten deutschen ‘Gelehrten-Republik’ und bedeutender Wissenschftler sowie Schriftsteller der deutschen Kultur in der Zeit der Aufklärung. Die französische Revolution konfrontierte ihn mit der Entscheidung zwischen Nationalismus und Liberalismus. Er wählte den Freiheitsgedanken und war als revolutionärer Demokrat aktiv an der Mainzer Revolution beteiligt. Also wurde er als ‘Vaterlandsverräter’ abgestempelt und geriet in der deutschen Geschichte seit dem 19. Jahrhundert in Vergessenheit. Nach dem zweiten Weltkrieg, als das NS-Regime sein Ende fand, begann allmählich die Wiederentdeckung Georg Forsters. Seit der Wiedervereinigung Deutschlands wurde der Name des Universalgelehrten und Weltburgers nicht nur dank seiner Weltreise rehabilitiert, sondern auch aufgrund seiner fortgeschrittenen politischen Ansichten. Doch angesichts der fast zwei Jahrhunderte langen Vergessenheit des geistigen Erbes Georg Forsters gilt es heute, sein verschuttetes Erbe zeitgemäßig neu zu beleuchten.

칸트의 계몽 개념에 대하여

임홍배 ( Lim Hong Bae )
한국괴테학회|괴테연구  31권 0호, 2018 pp. 141-166 ( 총 26 pages)
6,600
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In der vorliegenden Arbeit wird versucht, Kants Begriff der Aufklärung mit besonderem Bezug auf die Aktualität des Konzepts des öffentlichen Gebrauchs der Vernunft zu untersuchen. Kant definiert die Aufklärung als “Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmundigkeit.” Aufklärung beansprucht damit die Entschlossenheit, sich aus dem Zwang jeder autoritären Vormundschaft zu befreien und sich als autonomes Subjekt herauszubilden. Diesem Prinzip der Autonomie und des Selbstdenkens widerspricht jede Art Aufklärung von oben, die eine durch das Wissen vermittelte Hierarchie voraussetzt. Kants Begriff der Aufklärung markiert einen Wendepunkt des Aufklärungsverständnisses, das bis dahin auf eine bloße Anhäufung bzw. Verbreitung des Wissens zielte. Das Konzept des öffentlichen Vernunftgebrauchs schließt sich an die Maximen der modernen Demokratie an. Freie Diskussionen des Publikums in der Öffentlichkeit legen den Grundstein fur die Gesetzgebung. Auch die Meinungen der Minderheit werden gesetzlich geschutzt, was den Pluralismus auf verschiedenen Ebenen garantiert. Freie und kritische Kommunikation zwischen den Teilnehmern in der Öffentlichkeit vollzieht sich intersubjektiv, und fuhrt zu einer Überwindung des Antagonismus der Subjekt-Objekt- Beziehungen. Der öffentliche Gebrauch der Vernunft bezieht sich nicht so sehr auf den Ideengehalt der Diskussion, sondern vielmehr auf deren Prozess selbt, was dem Prinzip der deliberativen Demokratie entspricht. Die Unterscheidung zwischen öffentlichem und privatem Gebrauch der Vernunft impliziert Kritik der instrumentalen Vernunft, da der öffentliche Gebrauch der Vernunft die Allgemeingultigkeit des bloßen pflichtmäßigen Vernunftgebrauchs kritisch reflektiert.

토마스 만의 『파우스트 박사』에 내재된 3성 푸가적 구조와 독일의 문화적 정체성

최미세 ( Choi Misei )
한국괴테학회|괴테연구  31권 0호, 2018 pp. 167-189 ( 총 23 pages)
6,300
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Als Thomas Mann seinen Roman 『Doktor Faustus』 schrieb, ging Deutschland gerade seiner Niederlage im zweiten Weltkrieg entgegen (『Doktor Faustus』 entstand zwischen dem 23. Mai 1943 und dem 29. Januar 1947). Obwohl der Roman sich mit dem Niedergang Deutschlands zur Zeit des Zweiten Weltkriegs beschäftigt, spielt vor allem die Musik eine zentrale Rolle. Der Roman von einem deutschen Musiker, bewusst einen Musiker. Warum ist es ausgerechnet die Musik, die den Schlussel bereitstellt, um die Frage nach der deutschen Identität zu beantworten? Thomas Mann hat 1945 in seinem Vortrag “Deutschland und die Deutschen” auf den Mythos hingewiesen und die besondere Verbindung dieses Mythos zur Musik dargestellt: “Soll Faust der Repräsentant der deutschen Seele sein, so mußte er musikalisch sein; abstrakt und mystisch, das heißt musikalisch, ist das Verhältnis des Deutschen zur Welt”(Mann 1977, 285). In diesem Roman schießt alles zusammen, was deutsche Identität in den Augen des Burgertums ausmacht: eine starke mythische Figur wie Faust und die mächtige Rolle der Kultur, besonders der deutschen Musik. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Frage, in welcher Weise der Faust-Mythos und die deutsche Musik aufeinander bezogen sind. Das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkuhn ist ein Sinnbild fur das Leben der Deutschen in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Hier geht es um das deutsche Burgertum, die Rolle der Kultur in der Auseinandersetzung mit der Politik und vor allem um die Musik, der die Deutschen hoffnungslos verfallen, so dass sie dem Nationalsozialismus nichts entgegenzusetzen haben. Parallel zur Lebensgeschichte des Tonsetzers Adrian Leverkuhn schildert Thomas Mann die Krise der Musik am Ende des burgerlichen Zeitalters. Außerdem berichtet er von dem Ereignissen des zweiten Weltkriegs und die deutsche Geschichte mit dem Nationalsozialismus. In diesem Roman wird die Lebensgeschichte des Tonsetzers Adrian Leverkuhn von der Krise der Musik und der deutschen Geschichte kontrapunktiert. Hier ist die musikalische Metapher Kontrapunkt bzw. dreistimmige Fuge gerechtfertigt, weil die Lebensgeschichte des Tonsetzers Adrian Leverkuhn, die Krise der Musik und die deutschen Geschichte in Bezug auf den Nationalsozialismus sinnstiftend aufeinander bezogen sind. Man könnte von einem linearen Kontrapunkt sprechen und zwar in dem Sinn, in dem sie Ernst Kurth im Bezug auf die Fuge von Johann Sebastian Bach gebraucht, dass in dem Ablauf der Melodielinie ein Kontrapunkt und der tragende Grundzug erkennbar sind, und indem zwei oder mehrere melodisch ausgebildete Stimmen gleichzeitig mit einander verbunden und forgefuhrt werden.

Verwundbare „Kunstkörper“. Goethe, die Propyläen und die Kunstraubzuge Napoleons

( Christoph Deupmann )
한국괴테학회|괴테연구  31권 0호, 2018 pp. 191-209 ( 총 19 pages)
5,900
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