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괴테연구검색

Goethe-Yongu


  • - 주제 : 어문학분야 > 독문학
  • - 성격 : 학술지
  • - 간기: 연간
  • - 국내 등재 : KCI 등재
  • - 해외 등재 : -
  • - ISSN : 1229-7127
  • - 간행물명 변경 사항 :
논문제목
수록 범위 : 8권 0호 (1996)

머릿말 ( 괴테연구 제8집 : 1996년 )

최두환 (Doo Hwan Choi)
한국괴테학회|괴테연구  8권 0호, 1996 pp. 1-2 ( 총 2 pages)
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괴테 초기 자연시 연구 - 그 허구적 자연체험을 중심으로 -

이정순 (Jung Suhn Lee)
한국괴테학회|괴테연구  8권 0호, 1996 pp. 11-37 ( 총 27 pages)
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In seiner Autobiogrphie behauptet der spa¨te Goethe, indem er seine ganze `Poesie` zusammenfassend, daß Poesie auf die Geheimnisse der Natur deute und sie durchs Bild zu lo¨sen suche. Goethes Vorliebe zur Natur begleitet sein ganzes literarisches Leben und in seiner lyrischen Produktion seit "Sesenheimerlieder" bis zu seinen natur- wissenschaftlichen Schriften nehmen die Natur-Motive eine zentrale Stelle ein. Aber nicht die Tatsache, daß die Natur bei Goethe eine entscheidende Rolle spielt, ist bemerkenswert, sondern die Art und Weise, wie die Natur von Goethe wahrgenommen, empfunden und dargestellt wird, bezeichnet die ganze Sturm und Drang Bewegung u¨berhaupt. Beim jungen Goethe wird die Natur zuna¨chst als dynamisches Ganzes, sich sta¨ndig in sich bewegend und unabla¨ssig schaffend, wirkende Lebenskraft, also Gott-Natur erefahren. Sie kann dem Menschen erscheinen als freier, befreiender Raum mo¨glicher U¨bereinstimmung von Mensch und All, in dem er sich voll verwirklicht fu¨hlt oder solche glu¨ckliche Selbstidentita¨t ahnen kann. Dabei ist gerade fu¨r den jungen Goethe kennzeichnend, daß die Subjektivita¨t des individuellen Erfahrens in einer bisher unbekannten Weise ausgedru¨ckt wird. Hier pra¨gt sich na¨mlich in glu¨cklichem Genuß und selbstbewußter Erwartung das individuelle Entwerfen und Wagen aus. Die Erweiterung und Versta¨rkung. des Selbstgefu¨hls wird in solcher Weise zum A¨ußersten experimentiert. Dieser Entwurf- und Experimentiercharakter dieser Lyrik la¨ßt das Ausgesagte in einem Raum, der deutlich genug die Zeichen des Fiktiven tra¨gt. Die Betonung selbstgewisser eigener Kraft, die neue Erfahrung der Natur -- das alles in fiktivem U¨berschwang, in fiktiver Ho¨he ausgedru¨ckt wird. Dieser Hinweis auf das Fiktive ist aber nur vorsichtig zu umschreiben, weil es in den Gedichten selbst nicht direkt offenbart wird. Aber gerade in dieser Selbstgewißheit eigener Kraft wird irgendeine `Instabilita¨t des alzu lauten Ichs`, das nach Th. Adorno `das Moment des Bruches in sich` hat, spu¨rbar. Dazu za¨hlen noch seine zahlreiche Briefe aus dieser Zeit als Beweise. Das ist großer Entwurf, wie diese Briefe zeigen, immer unter der tiefen Entfremdung und Verzweiflung gewagt, nur begehrte Erfu¨llung menschlichen Lebens zu vollziehen. Diese Hoffnung auf Sellbstverwirklichung erweist sich als Illusion und was in diesen Gedichten ausgedru¨ckt wird, muß "Poesie" sein und bleiben. In Goethes Gedichten dieser Zeit ist das gesellschaftlich Wirkliche und Bestimmende weitgehend ausgespart. Begegnet man jedoch in vielen seinen Briefen aus dieser Zeit Zeichen seiner Erfahrung tiefer Entfremdung und des Bruches und sogar einer kritischen Haltung gegen die adelig-bu¨rgerliche Geselllschaft, und diese Erfahrungen des Bruches und des Isoliertseins schlagen sich in der Lyrik nieder. Nach der Lebenswirklichkeit aber ist die fiktive Ho¨he nicht mehr zu halten. Sowohl liebende Hingabe an die Natur (Entselbstigung) als auch trotzige Selbstbehauptung (Verselbstung), die beide auf der utopischen Einheit von Menschen und Natur beruhten, weichen einer Haltung, in der das Gegenu¨ber von Mensch und Natur als Realita¨t wahrgenommen wird. In dieser Abhandlung wurde untersucht, die Naturerfahrungen in der Sturm und Dranglyrik des jungen Goethes darzustellen, mit der Absicht ihre fiktive Zu¨ge und gesellschaftkritischen Charakter zu erhellen.

역사와 이데올로기 『 빌헬름 마이스터의 수업시대 』 에서의 미뇽의 비극

임홍배 (Hong Bae Lim)
한국괴테학회|괴테연구  8권 0호, 1996 pp. 38-65 ( 총 28 pages)
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Das 18. Jahrhundert la¨ßt sich als eine große U¨bergangszeit verstehen, wo der Untergang des Ancien Regimes und zugleich die Herausbildung der modernen bu¨rgerlichen Gesellschaft beschleunigt werden. In Goethes Roman Wilhelm Meisters Lehrjahren handelt es sich um eine romanhafte Auseinandersetzung mit der Zeitgeschichte dieser Epoche, die durch Sozialisationsprozeß eines bu¨rgerlichen Individuums konkretisiert wird. In diesem Roman tritt die Turmgesellschaft fu¨r die aufkla¨rerischen Bewegungungen um 1780, die mit der Freimaurerei dieser Zeit eng verknu¨pft sind. Auf dem Bildungsweg begegnet der Romanheld Wilhelm der Turmgeselschaft, die sozusagen u¨ber ihn die Vormundschaft u¨berzunehmen anmaßt. Seitdem Wilhelm aber in die Turmgesellschaft eingenommen wird, vermehrt sich seine innere Unsicherheit noch mehr, da die Turmgesellschaft mit der U¨bernahme seiner Vormundschaft auch seine Willensfreiheit und Spontaneita¨t unterdru¨ckt. Damit wird die Turmgesellschaft als eine u¨bersoziale Instanz verheimlicht. Der normativ-autorita¨re Zwang der Turmgesellschaft wirkt sich fu¨r das Schicksal von Mignon und Harfner fatal aus. In dem tragischen Tod von Mignon und Harfner zeigt sich deutlich, daß sich das monogene Vernunftprinzip der Turmgesellschaft gerade wegen ihres absoluten Glaubens an der Allmacht der Vernunft versteinert und sogar das menschliche Herz und Leben zersto¨ren kann. In dieser Trago¨die handelt es sich also um nicht so sehr individuelles Schicksal der Außenseiter, sondern vielmehr Sterilita¨t der kunstfeindlichen Gesellschaft. Hier ist scharfe Kritik an dem rationalistisch-utilitaristischen Wertsystem der modernen bu¨rgerlichen Gesellschaft impliziert. Im ganzen scheint der Autor gesellschaftlichen Fortschritt als historische Notwendigkeit anzunehmen. Trotzdem sieht Goethe zugleich die Gefahr der teleologischen Auffassung der Geschichte scharf ein, die na¨mlich mit dem humanistischen Bildungskonzept inkompatibel ist, das die Bildung eines Menschen zum Menschen mit der Machbarkeit der Geschichte zu vereinigen sucht.
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Goethe konzentriert sick in 『Wilhelm Meisters Wanderjahren』 auf das Problem, wie man leben soll, wenn er in 『Faust』 u¨berhaupt zeigen wollte, was der Mensch ist. In diesem Alterswerk geht es um die Selbstverwirklichung jeder Einzelnen in der vera¨nderten Lebensumgebung des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Hier wird betont, daß es nun "die Zeit der Einseitigkeiten" ist, und daß man eigentlich die "Entsagung" braucht, um in dieser massig werdenden Gesellschaft effektiv selbst zu verwirklichen. Nicht nur in diesem eng zeitgema¨Ben Sinne, sondern auch im viel allgemeineren Sinne ist hier zu erkennen, daß der Mensch im Leben vielseitig "bedingtes" Wesen ist. Diese Bedingtheit richtig zu erkennen und akzeptieren ist die Aufgabe der Gestalten und zugleich der Leser Goethes. Die "dreifache Ehrfurcht" der pa¨dagogischen Provinz stellt eben diese Bedingtheit des Menschen sinnbildlich dar, und stu¨tzt die scho¨pferisch entsagenden Menschengruppen, deren Geschichte den a¨ußeren Rahmen des Romans bildet, als Grundidee. Goethe zeigt aber zugleich durch das Beispiel des Felix, daß solch eine tiefgru¨ndige Idee nicht leicht einverleibbar ist, wenn auch sie durchaus wertvoll ist. Neben den streng-prinzipiellen, den Rahmen bildenden Geschichten der Entsagenden gibt es im Roman auch viele bunte leidenschaftliche Novellen der anderen Gestalten, die noch nicht entsagen ko¨nnen. Goethe la¨ßt nach seinem Altersstil diese andersartigen Geschichten und Novellen sich ineinander abspiegeln, um dem Aufmerkenden den geheimeren Sinn zu offenbaren. Bewundernswert ist aber, daß der Dichter senen so abstrakt scheinenden, neuzeitlich-religio¨sen Begriff wie die "dreifache Ehrfurcht" nicht durch pedantische Worte erkla¨rt, sondern durch eine mystische Figur versinnbildlicht. Durch geheimnisvolle Makarie zeigt er, wie eine hoch gehobene Menschenseele auf den Menschenkreis einwirkt, wie die Sonne auf ihr System. Bei dem alten Goethe ist das Gesetz des Lebens nicht anders als das der Natur, weil der Mensch schließlich selber eine Natur ist.

레씽 Lessing 의 『 필로타스 Philotas 』 연구

윤도중 (Do Chung Yun)
한국괴테학회|괴테연구  8권 0호, 1996 pp. 80-100 ( 총 21 pages)
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Alle Dramenfiguren sind sich darin einig, daß Philotas das Zeug zu einem Helden hat. Was ihm fehlt, sind Lebenserfahrungen. Er hat sich durch Erfahrungen zu einem reifen Menschen und zu einem menschlichen Ko¨nig wie etwa Arida¨us zu entwickeln, wobei er das Menschenleben zu respektieren lernen muB. Auf dem Weg zu einem reifen und weisen Menschen, der "doppelte Augen" hat, d. h. die Vernunft und das Gefu¨hl miteinander zu verbinden und den tiefen Sinn der Ereignisse der Welt zu durchschauen weiB, kann seine Gefangenschaft eine sinnvolle Erfahrung sein. Sie ist das Resultat seiner Eilfertigkeit, mit der er allein dem Feind "entgegen flog", um den Ruhm des Siegers an sich zu reißen. Er mu¨ßte aus seinem Unglu¨ck die wertvolle Lehre ziehen, daß man nicht voreilig handeln darf. Dazu ist er aber nicht fa¨hig. Sein Selbstmord la¨ßt sich auch auf seine Eilfertigkeit zuru¨ckfu¨hren, so bald wie irgend mo¨glich zum Heldenruhm zu gelangen. Das Drama zeigt am willku¨rlichen und - vom Standpunkt der Menschenliebe aus gesehen - sinnlosen Freitod des durch Heldenideale zur Unmenschlichkeit irregefu¨hrten Prinzen die schlechten Einflu¨sse des Patriotismus auf die Menschen. In seinem Einakter, der vor dem Hintergrund des 7ja¨hrigen Krieges spielt, schafft Lessing eine Situation, in der zwei Prinzen der beiden gegeneinander Krieg fu¨hrenden La¨nder jeweils vom Feind gefangengenommen werden, und er zeigt darin zwei Verhaltensweisen, die diametral entgegengesetzt sind. Wa¨hrend der junge und feurige Prinz um des Heldenruhmes willen sein Leben opfert, nimmt der reifere Ko¨nig die Schande des Besiegten in Kauf, um seinen Sohn zu retten. Arida¨us` Humanita¨t wird gegen Philota` unmenschliches Heldentum ausgespielt. Was die Form des Werkes betrifft, handelt es sich um eine Heldentrgo¨die. Die drei Einheiten werden im Sinne der klassizistischen Dramenlehre strikt eingehalten, und der Held stirbt einen Heldentod. Inhaltlich wird aber der Opfertod des Helden als eine unmenschliche und moralisch fragwu¨rdige Tat dargestellt und die Menschenliebe als eine Alternative dazu gezeigt. Damit ist 『Philotas』 ein Drama, das zwar a¨ußerlich die Form der Heldentrago¨die hat aber inhaltlich die Heldentrgo¨die kritisiert und Lessings Ansichten vom Trauerspiel konkretisiert, die er 『Im Briefwechsel u¨ber das Trauerspiel』 vertritt und deren Schlu¨sselbegriff das Mitleid ist.
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Harold Bloom stellte in seinen Bu¨chern ¨The Anxiety of Influence¨ (1973) und 『A Map of Misreading』 (1975) eine der gewagtesten und originellsten kritischen Theorien in der Geschichte der Literaturwissenschaft auf. Nach Bloom lebe jeder Dichter im Schatten der Angst vor dem Einfluß eines starken Vorla¨ufers auf sein Werk, und jedes literarische Werk sei als Versuch des Dichters zu verstehen, dieser Angst dadurch zu entgehen, das Werk des Vorla¨ufers bewußt miß- und umzudeuten und umzuschreiben. Die Rezeption bildet sich dabei zu einer dialektischen Kombination von Fortfu¨hrung, Erweiterung, Vollendung, Korrektur, Kritik und Ablehnung des Vorla¨ufers aus. An Blooms Theorie des Einflusses orientiert sich die vorliegende Arbeit, die Ho¨lderlins Roman 『Hyperion¨』 (1799) im Hinblick auf dessen Beziehung zu Goethes 『Werther』 (1774) untersucht. Viele motivische, strukturelle und thematische Parallelen zwischen den beiden Romanen deuten darauf hin, daß Ho¨lderlin beim Verfassen seines Romans sehr auf den 『Werther』 angewiesen war, obwohl er den Einfluß von Goethe und dessen 『Werther』 auf seinen 『Hyperion』 mit keinem Wort erwa¨hnte. Meine Arbeit vertritt die These, daß Ho¨lderlin mit seinem 『Hyperion¨』dem 『Werther』 - um mit Bloom zu reden - "an act of creative correction" antat, indem er den 『Werther』umdeutete und umschrieb. Daraus ergibt sich die zentrale Frage, na¨mlich die Frage nach der neuen Richtung des 『Hyperion』, die diesen vom 『Werther』 unterscheidet. Der deutlichste Unterschied zwischen den beiden Werken ist meines Erachtens das Nationalgefu¨hl, das im Mittelpunkt vom 『Hyperion』steht, von dem aber im 『Werther』 jede Spur fehlt. Es ist doch klarzustellen, das Vaterland, dem Hyperions Liebe und Sehnsucht gelten, ist nicht das heruntergekommene Griechenland des 18. Jahrhunderts, das Hyperion u¨brigens anekelt, sondern das Griechenland der heroischen Antike. Die Gegenu¨berstellung von heroischer und verfallener taucht im 『Hyperion』 in vielen Variationen auf und bestimmt auch Hyperions Liebe zur Natur und Diotima wesentlich mit. Hyperion teilt mit Werther ein erhabenes Naturgefu¨hl. Es ist jedoch zu beobachten, daß Hyperion eine andere Naturauffassung hat als Werther. Wenn Werther seinen selbstzersto¨rerischen Trieb auf die Natur projiziert, indem er in ihr "die verzehrende Kraft, [...] die nichts gebildet hat, das nicht seinen Nachbar, nicht sich selbst zersto¨rte", und "ein ewig verschlingendes, ewig wiederka¨uendes Ungeheuer" sieht, ist die Natur fu¨r Hyperion eine Spha¨re, wo die Zeit- und Wandellosigkeit herrscht, und somit ein vergegenwa¨rtigtes Symbol der griechischen . Die beiden Helden verherrlichen die Kindheit als den natura¨hnlichsten Teil des Lebens. Bei na¨herem Betrachten stellt sich jedoch heraus, daß Hyperions Auffassung der Kindheit derjenigen Werthers entgegengesetzt ist. Wa¨hrend Werther im Kind den Keim zu einer bewundert, bedeutet die Kindheit Hyperion die jedes Erwachsenen. Das ist Ho¨lderlins "Tessera", ein Bloom`scher Ausdruck, der andeutet, daß der Dichter das Werk des Vorla¨ufers "antithetisch" vollendet, indem er einzelne Motive oder Textstellen vom Werk des Vorla¨ufers u¨bernimmt, sie dann aber ins Antithetische umdeutet. Die Liebesbeziehung der beiden Helden ist von der Unrealisierbarkeit gepra¨gt. Daß Lotte von Anfang an mit Albert verlobt ist und ihn dann heiratet, macht sie fu¨r Werther unerreichbar. Diotima unterscheidet sich in dieser Hinsicht nur scheinbar von Lotte. Sie ist zwar weder verlobt noch verheiratet und bleibt Hyperion treu. Doch die "Scho¨nheit", die Diotima verko¨rpert, und die Hyperion "das Einzige, das meine Seele suchte", und "die Vollendung, die wir u¨ber die Sterne hinauf entfernen, die wir hinausschieben bis an`s Ende der Zeit", nennt, steht im schroffen Gegensatz zu Hyperions Zeit, und zwar dermaßen, daß Hyperion s

횔덜린의 찬가 < 파트모스 > 에 나타난 신적 계시와 시적 사명

염승섭 (Syng Sup Yom)
한국괴테학회|괴테연구  8권 0호, 1996 pp. 132-152 ( 총 21 pages)
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Anla¨ßlich der Sammelinterpretation von lyrischen Gedichten in diesem Heft von Goethe-Studien beabsichtigt die vorliegende Arbeit, durch eine sorgfa¨ltige Interpretation und daraus entstehende U¨bersetzung der Hymne ins Koreanische den koreanischen Lesern ein besseres Versta¨ndnis fu¨r die spa¨tere Lyrik Ho¨lderlins zu ermo¨glichen. Die Hymne besteht aus 15 Strophen, die wieder in 5 Strophentriaden eingeteilt sind. Dabei handelt es sich um die geschichtsphilosophisch gefa¨rbte dichterische Darstellung der Theodizee sowie der zur Wiederkunft der go¨ttlichen Ma¨chte beno¨tigten Bereitschaft des modernen Menschen. Indem die vorliegende Arbeit die Hymne mo¨glicherweise Strophentrias fu¨r Strophentrias interpretiert, legt sie gro¨ßeres Gewicht auf die koreanische U¨bersetzung, die auf einem richtigen Versta¨ndnis von Form und Inhalt der Hymne basieren sollte. Daher versucht sie dabei Interpretation und U¨bersetzung in engeren Zusammenhang zu bringen. Um die bisherigen Forschungsergebnisse zu nu¨tzen, richtet sie sick vor allem nach der jahrelangen Forschungsarbeit von Jochen Schmidt, der durch seine reichhaltige Quellenforschung und feinfu¨hlige Lektu¨re der betreffenden Texte beinahe eine definitive Interpretation von den spa¨teren Gedichten Ho¨lderlins geliefert hat. In der ersten Strophe der Hymne steht ein beru¨hmter Spruch Ho¨lderlins: "Wo aber Gefahr ist, wa¨chst/Das Rettende auch." Nach Jochen Schmidt sieht der Dichter `Gefahr` in der Verfremdung go¨ttlicher Ma¨chte in der modernen Welt, wo es nicht gelingt, den großen Zusammenhang der geschichtlich vereinzelten Erscheinungen des Go¨ttlichen herzustellen. Daher kommt es fu¨r die dichterische Aufgabe darauf an, die eben im großen Zusammenhang von Welt und Natur mitenthaltene go¨ttliche Macht als "das Rettende" an Naturerscheinungen, an Weltereignissen und an eklektisch identifizierbaren Bibelstellen geoffenbart sein zu lassen, was in der Patmos-Hymne thematisiert ist.

요셉 폰 아이헨도르프의 시에 나타난 ' 서정적 자아 ' 의 문제

장미영 (Mi Young Chang)
한국괴테학회|괴테연구  8권 0호, 1996 pp. 153-183 ( 총 31 pages)
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Die Frage, die in dieser Arbeit zu kla¨ren versucht werden soll, lautet, wie der Begriff des lyrischen Ichs fu¨r die Lyrik Eichendorffs fruchtbar gemacht werden kann. Um diese Frage beantworten zu ko¨nnen, muß zuna¨chst der Terminus lyrisches Ich analysiert werden. Hier setzen die ersten Probleme ein; denn anders als Begriffe wie z.B. Metapher oder Kurzgeschichte gibt es keine klare Bestimmung dessen, was das lyrische Ich sei. Deshalb verwundert es nicht, daß ga¨ngige Nachschlagewerke zu Begriffen der Literaturwissenschaft und -theorie auf den Versuch der Begriffsbestimmung verzichten. Es stellt sich aber die Frage, ob dem lyrischen Ich nicht doch eine operative Funktion zukomme, wenn auch nur im Rahmen der textimmanenten Gedichtinterpretation als formales Element oder als Tra¨ger von Subjektivita¨t im weitesten Sinne. Eichendorffs Lyrik bietet hier eine Mo¨glichkeit, diese Frage zu beantworten. Es ist auffa¨llig, daß die Kritik, die sich mit der Lyrik Eichendorffs bescha¨ftigt, sich nicht zu dem Begriff lyrisches Ich a¨ußert. Gru¨nde hierfu¨r mo¨gen sein, daß der Terminus angesichts des Begriffswirrwarrs fu¨r wenig nu¨tzlich gehalten wird oder daß man ihm fu¨r die Lyrik Eichendorffs keine besondere Bedeutung beimißt. Außerdem erfreut sich seine Lyrik in der ju¨ngeren Diskussion keiner allzu großen Beliebtheit, wahrscheinlich, weil das Gefu¨hl entstanden ist, daß das Sagenswerte gesagt worden sei und daß der Menge an Klischees, die auf Eichendorff bezogen werden, nichts Neues mehr entgegenzusetzen sei. In dieser Arbeit wird jedoch der Versuch gemacht, mit Zuhilfenahme des lyrischen Ichs den Horizont und die Mo¨glichkeit der Eichendorff-Interpretation zu erweitern. Da es aber nicht zu bewa¨ltigen wa¨re, alle existierenden Theorien zu diesem Begriff auf seine Lyrik anzuwenden, und da auch die Nu¨tzlichkeit eines solchen Vorgehens anzuzweifeln wa¨re, soll in der vorliegenden Arbeit nur eine Theorie dazu im Mittelpunkt der Diskussion stehen, und zwar die Kategorie der Subjektivita¨t nach Gnu¨g. Die Analyse auf diese Kategorie hin ist in bezug auf Eichendorffs Lyrik insofern verha¨ltnisma¨ßig fruchtbar, als sie uns erkennen la¨ßt, daß in einigen Gedichten Eichendorffs, vor allem in Naturgedichten und in Gedichten, die sowohl u¨ber die eigene Verwirrung und Entfremdung, als auch u¨ber die Rolle des Dichters reflektieren, ein bestimmtes Maß an zu sich selbst kommender Subjektivita¨t widergespiegelt wird. Hilfreich ist dabei der Terminus, festgemacht am Ich im Gedicht, insofern als an diesem Ich abgelesen werden kann, wie das Ich sich selbst und seine Umwelt sieht. Mit anderen Worten: In einigen Gedichten manifestiert sich der geschichtliche Prozeß des Gegensatzes von Ich und Selbst. Das lyrische Ich bei Eichendorff ist also Indiz fu¨r eine Phase der Menschheitsentwicklung im Hinblick auf das Verha¨ltnis des Menschen zu sich selbst, zu Gott, zur Natur und zu seiner Umwelt.

릴케 시에 나타난 유겐트쉬틸의 풍광 (風光)

전광진 (Kwang Chin Chun)
한국괴테학회|괴테연구  8권 0호, 1996 pp. 184-227 ( 총 44 pages)
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Der Jugendstil herrschte anfangs in den bildenden Ku¨nsten um die Jahrhundertwende bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts vor. Dieser Kunststil hatte viele Gemeinsamkeiten mit `Modern Style` und `Art Nouveau`. In 1895 wurden in Mu¨nchen die Zeitschriften `die Jugend` und `Simplicißmus` gegru¨undet. In diesen Zeitschriften wurden viele Abhandlungen in Bezug auf die moderne Kunst sowie die moderne Zivilisation vero¨ffentlicht und auch erschienen die zahllosen eigenartigen Abbildungen, Karikaturen, Reproduktionen usw. Die beiden Publikationen spielten damals im Gebiet der Kunst eine fu¨hrende und entscheidende Rolle und repra¨sentierten einen neuen Kunststil, der damals besonders in Deutschland allgemein vorherrschte. Unter diesen Umsta¨nden stammt auch die neue Bezeichnung `Jugendstil` vom Titel `die Jugend` ab. Die jungen Jugendstil-Ku¨nstler begannen ihre ku¨nstlerischen Ta¨tigkeiten als Avangardisten. Sie leisteten erbitterten Widerstand gegen die Kunstrichtungen, die damals um die Jahrhundertwende in der Zivilisations-und Industriegesellschaft den Ton angaben. Sie richteten sich nach den Kunstrichtungen wie l`art pour l`art, dem Symbolismus, der Neuromantik, das heisst flu¨chteten sich in die fernste einsame Insel der Kunst. In diesem Sinn ist der Jugendstil ausserordentlich subjektiv orientiert, in Traum und Ideal verfallen, mit einem Wort, ein Produkt `des autistischen Narzissmus`. Die Jugendstil-Ku¨nstler waren sich selbst bewusst, dass ihre Stellung als Ku¨nstler starken Schwankungen unterworfen war. Unter diesem Standpunkt stiessen sie auf die ernsten Fragen: Wie kann man eine ordentliche wahre Kunst schaffen?, Wie kann man seine Stellung als Ku¨nstler wieder finden?, Wozu widmet man. sich der Kunst? Mit diesen ernsten Fragen gingen sie gern unter seelischen Leiden ins Exil, um dort ein neues Reich der Kunst, ein neues Paradies zu stiften. Also bedeutet der Jugendstil fu¨r die ehrgeizigen jungen Ku¨nstler der neue Kunststil, der weder eine Geschmackssache noch ein Widerstand ist, eher `eine Lebensbewegung`, von der ihr eigenes Leben a¨bha¨ngen soll. Es geht dem Jugendstil um `Sterben in Scho¨nheit`, indem man einen neuen Lebenswert schafft, eine `Wertfreiheit` geniesst. Der Jugendstil bietet in den bildenden Ku¨nsten `eine Richtung innerhalb eines Zeitstils` an und gru¨ndet sich offenbar auf einer Kunstrichtung und gilt als `un fait de civilisation`. Doch gibt es Probleme, wenn man den Begriff Jugendstil auf das Gebiet der Literatur anwendet, denn er ist sowohl anders als in den bildenden Ku¨nsten in vielen Hinsichten kein fester Stil als auch noch bestreitbar. Aber bei Rilke ist die Sache anders. In seiner Jugend lebte er in den Ku¨nstlerkolonien bei Bremen wie in Worpswede und Westerwede. Dort schloss er enge Freundschaft mit den ehrgeizigen jungen Ku¨nstler wie Heinrich Vogeler, Paula Modersohn-Becker, Clara Westhoff, Otto Modersohn, Fritz Mackensen und lernte daselbst den neuen Kunststil, den Jugendstil kennen und stand unter diesem Einfluss. Der junge Rilke bewunderte sich u¨ber seine ku¨nstlerische Grundidee und fu¨hlte sich verbu¨ndet mit ihr. In dieser Hinsicht rezeptiert er die Grundidee des Jugendstils gleigh wie in der geistigen Landschaft seines Werkes. Es gibt viele Gemeinsamkeiten zwischen dem Jugendstil und den Werken Rilkes. Jedoch ist es noch nicht genu¨gend ero¨rtert worden u¨ber den Einfluss des Jugendstils auf die Werke Rilkes und u¨ber seine Rezeptionsgeschichte. Es ist nicht zu leugnen, dass in seinen fru¨hen Werken in Bezug auf das Thema sowie den Stil viele Jugendstil-Motive vorherrschen. Bis jetzt sind die fru¨hen Gedichte Rilkes u¨berma¨ssig untergescha¨tzt worden. Aber wenn man seine fru¨hen Gedichte in Bezug auf den Jugendstil erla¨utert, so wird er wohl einen neuen, aufschlussreichen und weiten Horizont zum Versta¨ndnis der fru¨hen Werke Rilkes ero¨ffnen.

칼 크롤로우의 낭만주의 수용

피종호 (Jong Ho Pee)
한국괴테학회|괴테연구  8권 0호, 1996 pp. 228-255 ( 총 28 pages)
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Karl Krolows Sprachskepsis, die zur Krise des Bewußtseins und des Daseins fu¨hrt, laßt sein lyrisches Subjekt die bescha¨digte Subjektivita¨t walten. Wegen der Zusammenhangslosigkeit mit der empirischen AuBenwelt und des Identita¨tsverlusts bleibt sein literarisches Erlebnis lediglich fiktiv oder motivisch. Die Plausibilita¨t der Wirklichkeitsaussage seines Subjekts steht auch in Zweifel. In diesem Sinne ist seine Romantik-Rezeption jene Intertextualita¨t, in der die zuru¨ckgezogene Subjektivita¨t zu kompensieren und Motiverlebnisse zu versta¨rken versucht wird. Indem er im intertextuellen Textsinn seinen `mundus immutatus` gestaltet, bringt Krolow Ironie als Stilprinzip zum Einsatz und setzt den Prozeß der kritischen Selbstreflexion in bezug auf literarische Tradition in Gang. Denn seine moderne, metaphysische Ironie, welche die Dauerhaftigkeit seines Schreibens zu gewa¨hrleisten scheint, steht in Wechselbeziehung zur Feststellung der Subjektivita¨t. Die Aktualisierung der utopische Scheinwelt, die Radikalisierung des Subjektivismus und die Musikalisierung der Sprache sind die Merkmale, welche die deutsche Romantik kennzeichnen. In der Scheinwelt des Spiegels, die etwa bei A. v. Chamisso die Erkenntnis des Weltverlusts und die steigende Begierde nach Reflexion zum Ausdruck bringt, erweitert Krolow den Textsinn seines Gedichts. In der Rezeption der Androiden-Thematik bei E. T. A. Hoffmann, der den Identita¨tsverlust des Subjekts zwischen der Phantasiewelt und Alltagsrealita¨t in den Vordergrund stellt, wird das `ausgestopfte` Dasein hervorgehoben. Die Erkenntnis, daß die Vergegenwa¨rtigung der Innenwelt hierin fiktiv ist, fu¨hrt zum Tod. Dieses Todesbewußtsein wird jedoch bei Krolow auf der ontologischen Ebene paradoxerweise zum literarischen Leben modifiziert. Dies verdeutlicht sich in dem Zitat des Nikolaus Lenau, der im metaphysischen Pessimismus nach der Freiheit des Geistes strebt. Der Sinn des Weltschmerzes als Erkenntnis des Daseins und die Utopieeinstellung werden bei Krolow a¨sthetisch reproduziert. Um `ein neues Wesen` im Kontext der Augenblickspoesie zu gestalten, nimmt er außerdem Eduard Mo¨rikes lyrische Musikalita¨t und das in die Musikalta¨t verwandelte Sinnliche der Sprache in seinen Gedichten auf. Wie die Musikalisierung der Sprache fu¨r die absolute Subjektivita¨t der Romantik, die das Ineinander von Subjekt und Objekt verlangt, vonno¨ten ist, entwirft Krolow bei der Mo¨rike-Rezeption das ideale Dichterbild, das seit Orpheus ohne Unterbrechung angestrebt wird. Neben derartiger Begegnung von Dichtung und Musik transponiert Krolow in der Thematik des Gehens die schwebende Unbestimmtheit Clemens Brentanos, der in der melancholischen Monotonie das Spannungsverha¨ltnis von Subjekt und Objekt offen la¨ßt, auch ironisch. Und indem er den Dichter des Heimwehs, J. v. Eichendorff, der den in der Romantik typischen Subjektivismus nicht zeigt, in Betracht zieht, evoziert Krolow dessen literarischen Konservatismus, der die Vergeistigung des Sinnlichen erlangt. In der Gleichsetzung von `Muse Melancholie und Therapheutikum Poesie` versucht er das literarische Erlebnis zu manifestieren und sich der Literaturkrise durch die Romantik-Rezeption zu entziehen. Somit zielt er auf die rezeptions- und produktionsa¨sthetische Erweiterung des Textsinns, die den literarischen Fortschritt ermo¨glicht, ab.
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