글로버메뉴 바로가기 본문 바로가기 하단메뉴 바로가기

논문검색은 역시 페이퍼서치

괴테연구검색

Goethe-Yongu


  • - 주제 : 어문학분야 > 독문학
  • - 성격 : 학술지
  • - 간기: 연간
  • - 국내 등재 : KCI 등재
  • - 해외 등재 : -
  • - ISSN : 1229-7127
  • - 간행물명 변경 사항 :
논문제목
수록 범위 : 9권 0호 (1997)
6,100
키워드보기
초록보기
Iphigenie ist auf eine geheimnisvolle Weise von der Go¨ttin Diana in einer Wolke aus Griechenland nach Tauris in ihren Tempel entfu¨hrt worden, gerade in dem Augenblick, als Iphigeniens Vater, Ko¨nig Agamemnon, sie der Go¨ttin opfern wollte, um den zum Trojanischen Krieg ausfahrenden Griechen gu¨nstigen Wind zu verschaffen. Als Priesterin hat Iphigenie die Blutopfer, denen alle Fremden fru¨her anheimfielen, abgeschafft. Aber ihr Leben ist freudlos. Sie verzehrt sich in Sehnsucht nach ihrer Heimat Griechenland. Als Ko¨nig Thoas sie zu seiner Frau machen will, scheut sie zuru¨ck und offenbart ihm ihre ko¨nigliche Herkunft aus dem unheilverfolgten Geschlecht der Atriden. Thoas la¨ßt sich dadurch nicht abschrecken und verlangt, da Iphigenie bei ihrer Weigerung bleibt, die Wiederaufnahme der fru¨heren Blutopfer. soeben Bind zwei fremde Ju¨nglinge in Tauris gelandet und gefangen worden. An ihnen soll nun die Priesterin ihre Pflicht tun. Die beiden Gefangenen sind Iphigeniens Bruder Orest und sein Freund Pylades. Orest hat die eigene Mutter Klyta¨mnestra geto¨tet, die zusammen mit ihrem Buhlen ihren Gemahl Agamemnon erschlagen hatte. Nun verfolgen die wilden, wahnsinnbringenden Furien den Muttermo¨rder, dem ein Orakel Apolls wiessagte, wenn er das Bild der Schwester in Tauris nach Griechenland bringe, so wu¨rde ihm Heilung werden. In einer großen Erkennungsszene der Geschwister erfa¨hrt Iphigenie vom Fall Trojas und von dem furchtbaren Geschehen in ihrem Elternhaus. Iphigenie will nun mit dem Bruder und Pylades auf das am Ufer verborgene Schiff flu¨chten und das Bild der Go¨ttin mitnehmen. Doch der Gedanke, Thoas zu ta¨uschen, la¨ßt sie schaudern. Sie ringt sick zu unbedingter Wahrheit durch, indem sie Thoas die geplante Ta¨uschung offenbart und ihr und der Griechen Schicksal in seine Ha¨nde legt. Von solcher Seelengro¨ße angeru¨hrt, besteht Thoas nur auf dem Verbleib des Go¨tterbildes in Tauris. Doch hier leuchtet neue Erkenntinis auf: Apollos Orakel meint nicht seine eigene Schwaster Diana, die heimgefu¨hrt werden soll, sondern Orests Schwester Iphigenie. Ko¨nig Thoas ringt sick zum freiwilligen Verzicht durch und entla¨ßt die Geschwister und Pylades nach Griechenland. In der `Iphigenie` vollziegt Goethe die klassische Verschmelzung deutschen Wesens mit dem Geist der Antilke. 1779 in Prosa begonnen, vollendete Goethe das Schauspiel als Versdichtung 1786 in Rom. Die Quelle des Werkes ist Euripides `Iphigenie bei den Taurern`, deren Handlung Goethe ins Seelische transponierte. Mit dem Bild der unbedingt wahren und reinen priesterlichen Frau hat der Dichter ein weithin wirkendes menschliches Ideal aufgerichtet. Sprache und innere Haltung der Iphigenie geho¨ren zu den reinsten Kla¨ngen, welche deutsche Dichtung hervorbrachte. Goethes klassisches Ideal ist stark beeinfluBt durch das von Winckelmann entdeckte apolinische Wesen der griechischen Kunst, das er als "edle Einfalt und stille Gro¨ße" beschrieb. DaB Goethe das hohe klassische Ethos seiner Iphigenie zu schaffen vermochte, dankte er der geliebten, aufs tiefste in ihn einstrahlenden Perso¨nlichkeit Charlotte von Steins. Mit dem klassischen Stil dieses Werkes, welches die drei Einheiten der Franzosen und die strenge Form genau beobachtet, entfernt sick Goethe am weitesten von Shakespeare und na¨hert sich wieder dem Vorbild seiner Jugend, Racine. Man sagt, bei der ersten Auffu¨hrung in Weimar 1779 babe Goethe selbst den Orest gespielt. Aber es ist sehr wichtig, daß nach meiner Meinung vor allem eine klassische Moralita¨t dieses Dramas von der christlichen Religion abha¨ngt.

괴테의 『 Faust 』 에서의 그레트헨과 헬레나 - 시적 구조와 역사구조의 관점에서 -

전동열 (Dong Youl Jeon)
한국괴테학회|괴테연구  9권 0호, 1997 pp. 29-52 ( 총 24 pages)
6,400
키워드보기
초록보기
In dem bekannten Schema zum Faust-Drama aus den Jahren 1797 - 1800 charakterisiert Goethe den ersten und den geplanten zweiten Teil: "Lebensgenuß der Person - von außen gesehen - 1. Teil. - In der Dumpfheit Leidenschaft. Tatengenuß - nach außen - 2. Teil - Und Genuß mit Bewußtsein. Scho¨nheit. Scho¨pfungsgenuß - von innen Epilog im Chaos - auf dem Weg zur Ho¨lle." Die Bemerkungen Goethes zielen erstens auf die Gretchen-Trago¨die, und zweitens auf die Helena-, und Herrschertrago¨die; Sie stellen den objektiveren Chatakter des zweiten Teils und den ho¨heren Grad an Bewußtheit im handelnden Helden. A¨hnlich a¨ußert sich der Dichter viel spa¨ter 1831 zu Eckermann, daß der erste Teil "fast ganz subjektiv", und "aus einem leidenschaftlicheren Individuum hervorgegangen" sei. Und im zweite Teil sei "fast gar nichts Subjektives", es erscheine bier "eine leidenschaftlosere Welt". An anderer Stelle betont Goethe, daß "der Verstand an dem zweiten Teile mehr Forderung als an dem ersten hat". Die "Hexenku¨chen"-Szene dient nicht nur der physischen Verju¨ngung Fausts sondern auch zu Liebe und "Lebensgenuß", zu "Tatengenuß". Sie verknu¨pft dramaturgisch den aus der Tradition erwachsenen Faust-Bestandteil der Dichtung mit dem Gretchen-Drama, und bezieht sogar das Motiv der Helena-Begegnung ein. So werden die beiden "scho¨nen" Frauengestalten in einen Zusammenhang gebracht. Gretchen ist "natu¨rlich-lebendig", und Helena "ku¨nstlich-lebendig". So sind die beiden Gestalten poetisch anders strukturiert. Dieser Unterschied wird vor allem dadurch begru¨ndet, daß Goethe einerseits fu¨r Gretchen seine subjektive Erfahrung in der Wirklichkeit, anderseits fu¨r Helena seine Kunst-Erfahrung als Stoffe und Motive genommen hat. Fu¨r jene war Goethe ein "leidenschaftlicheres Individuum" und fu¨r th diese war er ein bewußt distanzierter GenieBender. Aber hier gilt "das morphologische Prinzip Goethes", also der Wechsel von "Diastole und Systole", und noch die "Spiegelbildlichkeit" beider Elemente. Die Diastole ist nicht ohne vorausgegangene Systole, wirkt wechselseitig aufeinander zusammen. Diese Beziehung ist also nicht hierarchisch geordnet. Ebenfalls ist die "kleine Welt" Gretchens keine Vorstufe fu¨r die "große Welt" Helenas. Diese Tatsache wird auch darin besta¨tigt, daß Gretchen am Ende des Dramas als eine "Bu¨sserin" wieder auftritt. Die Gretchen-Trago¨die und der Helena-Akt sind bei allen stofflichen und strukturellen Unterschieden unter einer gleichen geschichtlichen Struktur. Diese geschichtliche Struktur wirkt bei der Gretchen-Erfahrung Faults als ein sozio-o¨konomischer Hintergrund, bei der Verbindung Fausts mit Helena als eine bestimmende Faktor fu¨r die Rezeption und Reproduktion der antiken Scho¨nheit. Im Grunde ist jene Erfahrung eine menschliche, und diese eine ku¨nstlerische Erfahrung. Darin ist die Ursache zu sehen, warum fu¨r das Gretchen-Erlebnis eine "subjektive" Leidenschaft, und an der Helena-Rezeption "mehr Verstand" gefordert ist.

『 파우스트 』 에 나타난 그리스 신화 연구

정서웅 (Su Ung Jung)
한국괴테학회|괴테연구  9권 0호, 1997 pp. 53-74 ( 총 22 pages)
6,200
키워드보기
초록보기
Die griechischen Mythen und die Bibel sind die wiederholend benutzten Quellen der Literatur. Ohne die vorherigen Kenntnisse daru¨ber scheint es mo¨glich zu sein, das Werk wie Goethes "Faust" genu¨gend zu verstehen. In diesem Drama treten viele Figuren aus dem griechischen Mythos auf, die, die Grenze der Zeit und des Raums u¨berschreitend, die Scheinwelt spielen. Das sind such die Faktoren, die z. B. den asiatischen Lesern Distanz machen, denen jene Mythen etwa fremd Bind. U¨berdies wurde der Inhalt der Mythen von Goethe selbst teilweise so willku¨rlich umgestaltet, daß er schwer zuga¨nglich ist. Aber wenn man sich die Erkenntnis, die Lehre und die tiefe A¨sthetik daru¨ber aneignet, so kann man sich die innere Scho¨nheit, das Tiefe und die Symbolik des Werkes gut einsehen. Und das Mythos ist das passende Material, damit man an den Mißsta¨nden der Zeit Kritik u¨ben, auf den Gegner Satire machen ko¨nne. Auf dem Brockenberg und auf der Wiese von Tessalia zeigen sich frei verschiedene Figuren aus der mythischen Welt: Faust auf dem Ru¨cken tragend, fliegt der griechische Weise Chiron am Himmel, Scha¨fergott Pan besingt im Wald die Scho¨nheit der Natur, griechische Philosophen Thales und Anaxagoras u¨ben die wissenschaftliche Kontroverse aus, die weltberu¨hmte Scho¨ne Helena kehrt aus der Untenwelt zuru¨ck und wird Faustens Frau. Es gelingt Goethe, mit dem griechischen Mythos "Poetisch wahrscheinlich und poetisch scho¨n" das zu sagen, "was der Mensch u¨ber seine Gegenwart und Zukunft wissen, fu¨hlen, wa¨hnen und glauben kann." Mit Erfolg gebraucht Goethe die symbolischen Mittel der Mythen, um das Menschendrama auszuschaffen. Der Skeptiker Faust reist, wie Odyseus, die ganze Welt durch, um den Prometheischen Ergeiz zu verwirklichen und erfa¨hrt auch die klassische Scho¨nheit der antiken Welt durch das phantastische Zusammentreffen mit Helena. Das Faustdrama geschenkt den Lesern die tiefe, harmonische Scho¨nheit der klassischen Antike, in dem es ihm gelingt, die literarische Quelle aus den griechischen Mythen anpassend anzufu¨hren.

파우스트의 엔텔레키적 양상 1 - 괴테『 파우스트 』 1부를 중심으로

유창국 (Chang Kook Yu)
한국괴테학회|괴테연구  9권 0호, 1997 pp. 75-95 ( 총 21 pages)
6,100
키워드보기
초록보기
Diese Arbeit versucht Entelechische Erscheinungen in Goethes "Faust" Erster Teil herauszufinden. Mann ko¨nnte allen einfachen Substanzen oder geschaffen Monaden den Namen Entelechien geben, denn sie haben in sich eine gewisse Vollkommenheit. In der urspru¨nglichen Handschrift hatte Goethe anstelle des Wortes "Unsterbliches" den aristotelischen Begriff "Entelechie" gesetzt. In der bu¨ndigsten Goetheschen Deutung wird die Entelechie als "Form, die lebend sicht entwickelt" umschreiben. Die Entelechie ist aber nach Goethe nicht nur fu¨r die Dauer des Lebens ta¨tig, sondern auch u¨ber den Tod hinaus wirksam. Faust fu¨hlt sich der Macht des Bo¨sen u¨berlegen, er ist sick sicher, daß diese teuflische Macht ihn niemals von seinem Streben nach Wesenserkenntnis abzuziehen vermag. Er will gerade durch die Verbindung mit ihr auf dem Wege des Genusses ihr Wesen ergru¨nden lernen. Nicht im Studieren, sondern im Genuß glaubt er dem Wesen der Welt, wozu auch das sogenannte Bo¨se geho¨rt, begreifend na¨herzukommen. Man sieht, wie Faust von dem urspru¨nglich Wissenschaftlichen zum entgegengesetzten Pol hindra¨ngt. Die Larve des perso¨nlichseelischen Eingespanntseins muß schmerzhaft durchstoBen werden, soll die Entelechie willensma¨Big die Kra¨fte des Irdischwirksamen ergreifen und durch ihre Bemeisterung in den Dienst der eigensten Idee zwingen. In der Spha¨re der dumpfen perso¨nlichen Leidenschaft ist die Entelechie Faustens schuldig geworden. Sie erkennt, daß sie sich und anderen zum Schicksal wird, wenn sie sich, vereint mit der Mephistomacht, dem GenuB im perso¨nlichen Liebesleben hingibt. Das Bild des eigenen Schuldigwerdens an sich und an der gesamten Menschheit taucht vor dem inneren Urteil auf. Aber auch in der Spha¨re diese Genusses muB die Entelechie in liebender Hinneigung das Wesen der Geliebten zu ergreifen suchen. Mit der Bewa¨ltigung all dieser Gegebenheiten hat es die aus dem go¨ttlichen Urwesen kommende menschliche Entelechie zu tun, will sie die ihr innewohnenden go¨ttlichen, Potenzen, ihre ideellen Scho¨pfungsmo¨glichkeiten, so weit als mo¨glich in Erscheinung setzen. In dem Ringen um Bewa¨ltigung dieser vielen auf sie einstro¨menden Ma¨chte entwickelt sich der Schicksalsgang der ich bewuBten Entelechie, der zugleich der Schicksalsgang, die Trago¨die des faustischen Menschen ist.

괴테의 『 파우스트 』 에 나타난 사랑과 죽음

오순희 (Soon Hee Oh)
한국괴테학회|괴테연구  9권 0호, 1997 pp. 97-116 ( 총 20 pages)
6,000
키워드보기
초록보기
Der Eros in Goethes Faust macht sozusagen eine Metamorphose durch, und zwar: in der neuzeitlichen Geschlechtsliebe (wie in der Gretchentrago¨die), in dem mythologischen Eros als Sehnsucht nach dem Sein (wie in der klassischen Walpurgisnacht), im scho¨pferischen Drang (wie im Helena-Akt), in der Hingabe an das Diesseits (wie im sogenannten SchluBmonolog) und in der urspru¨nglichen Seinsweise der "Urquelle", woher alles kommt und woraufhin alles hina¨uslauft (wie in der Schluß-Szene), Was heißt Lieben? Diese Frage kann man in Goethes Drama in die Frage umstalten: Was heißt Leben? Denn: Das Drama geht ins Wesen des Seienden hinein, indem sich der Eros in seiner historischen und auch enthistorisierten Tragweite entfaltet. Das Drama stellt den Tod dar, wie das Primat des Todes vor dem Leben im abendla¨ndischen Denken und Goethes - um mit Dilthey zu sprechen - "freudige Lebensbejahung" miteinander spielen. Die mittelalterliche Hierarchie von "Oben" und "Unten" im ersten Teil erlebt eine neuzeitliche Umwertung im zweiten Teil. Die scholastische Sehnsucht nach dem "Daru¨ber" tritt wie das Mittelalter zuru¨ck, und das Pathos zum "Hier" steht wie das neue Zeitalter im Vordergrund. Ein moderner Mythos des ewigen Fortschritts von Unten nach Oben wird durch die "Sorge" des Dramas entmythologisiert, so wie Faust, der die Sorge ablehnt, blind wird. In der "Schluß-Szene", wo Faust trotz all den tragischen Folgen seines Tatendrangs erlo¨st wird, entsteht somit das Paradoxon: Das mit der Tragik betitelte Drama endet mit dem "heitersten Schluß", so wie Goethe schreibt. Dieses Paradoxon zeigt sick jedoch als Horizontwechsel vom zeithistorischen zum ontologischen, womit das Zusammenspiel von Liebe und Tod auch zum heitersten SchluB des ganzen Dramas kommt.

괴테의 소설『 빌헬름 마이스터의 수업시대 』 에 들어있는 정치적 함의 (含意)

안삼환 (Sam Huan Ahn)
한국괴테학회|괴테연구  9권 0호, 1997 pp. 117-136 ( 총 20 pages)
6,000
키워드보기
초록보기
Bei der Betrachtung des Goetheschen Romans "Wilhelm Meisters Lehrjahre" hat man sich bisher meistens damit befaßt, ob und inwieweit der Roman ein Prototyp des Bildungsromans ist. Der Verfasser der vorliegenden Aufsatzes geht aber davon aus, daß der Roman unter anderen vielleicht auch politische Ansichten Goethes beinhalten ko¨nnte. Dem Verfasser sind allein mit dieser Fragestellung schon einige Aspekte des Romans aufgefallen. Zuna¨chst scheint ihm beachtenswert zu sein, daß der verha¨ltnisma¨ßig mittelma¨ßige bu¨rgerliche Held Wilhelm Meister u¨berraschenderweise alle Zu¨ge eines Schwa¨rmers, also eines Werthers hat, der aus der Enge des bu¨rgerlichen Welt heraus in die weite freie Welt kommen will, was allein schon von ausreichend politischer Bedeutung ist. Denn es ist dies ja eben die erste Geste, die das damalige Bu¨rgertum bei seinem Streben nach ho¨herer Bildung von sich zeigte. Was der bu¨rgerliche am Ende erreicht, ist Natalie, eben das Glu¨ck, das er "mit nichts in der Welt vertauschen mo¨chte". Fu¨r den bu¨rgerlichen Wilhelm ist es unter anderem auch eine neue Form des Zusammenlebens mit dem Adel. Auch der Reformadelige Lothario mo¨chte, da er und Wilhelm durch Natalie einaml so wunderbar zusammengekommen sind, mit dem Bu¨rger Wilhelm "einen Bund schließen". Er schla¨gt Wilhelm vor, "nicht ein gemeines Leben [zu] fu¨hren" und "zusammen auf eine wu¨rdige Weise ta¨tig" zu sein. Bekanntlich war Goethe "kein Freund der Franzo¨sischen Revolution" und der republikanischen Staatsform. Ihm standen ihre Greuel zu nahe und empo¨rten ihn vielmals. Er war u¨berzeugt, "Revolutionen sind ganz unmo¨glich, sobald die Regierungen fortwa¨hrend gerecht und fortwa¨hrend wach Sind, so daß sie ihnen durch zeitgema¨ße Verbesserungen entgegenkommen und sick nicht so lange stra¨uben, bis das Notwendige von unten her erzwungen wird." In dieser Hinsicht ist der Roman "Wilhelm Meisters Lehrjahre" vielleicht unter anderem als politische Antwort auf die Fra¨nzosische Revolution zu verstehen, wobei man nicht vergessen sollte: "Wilhelm Meisters Lehrjahre sind ein Roman der ironischen Vorbehalte"(Conrady).

자아동일성의 형성으로 본 괴테의 소설『 빌헬름 마이스터의 수업시대 』

전창배 (Chang Bae Jeon)
한국괴테학회|괴테연구  9권 0호, 1997 pp. 137-156 ( 총 20 pages)
6,000
키워드보기
초록보기
Die Bildung in den "Wilhelm Meisters Lehrjahren" wurden verschieden interpretiert. In der vorliegenden Arbeit wird der Versuch unternommen, mit Begriffshilfe der Sozialpsychologie, vor allem auf der These von Erikson gestu¨tzt, Meisters Bildung letztlich als Identita¨tsbildung des Ichs zu deuten. Das Gefu¨hl der Ich-Identita¨t ist gebunden an die Wahrnehmung der eigenen Gleichheit und Kontinuita¨t in der Zeit und an die Wahrnehmung, daß auch andere diese Gleichheit und Kontinuita¨t erkennen. Das Gelingen der Identita¨tsbildung ha¨ngt einerseits von der Art der Bewa¨ltigung fru¨herer psychosozialer Krisen ab, andererseits von den gesellschaftlichen Mo¨glichkeiten und Grenzen. Erza¨hlt wird in den Lehrjahren u¨ber die Gegensa¨tzlichkeit zwischen bu¨rgerlichem Selbsbewußtsein und dessen sozialer Einschra¨nkung, d. h. die strikte Trennung zwischen individuellem und o¨ffentlichem Dasein eines selbstbewußten jungen Menschen. Das Theater bedeutet fu¨r Meister die Welt schlechthin, und Meister sucht beim Theater alles, was ihm in der realen Welt verwehrt bleibt. Es schla¨gt jedoch fehl, vor allem weil ihm das Theater seiner angeborenen Natur gema¨ß nicht paßt. Goethe sieht also das Theater nur als eine U¨bergangsstation und nicht als Endstation wie beim "Anton Reiser" von Karl Philipp Moritz. Meister u¨berwindet die fi¨eberhafte Theatromanie und kommt zu sich selbst. Damit gelingt es ihm, die realistische Weltanschauung zu gewinnen, und erreicht letztlich die Ich-Identita¨t. Goethe versteht Bildung nicht in einem aufkla¨rerischen Sinne als Prozeß vernunftbegru¨ndeter Reflexion, sondern in organologisehem Konzept als eine organische Entfaltung menschlicher Natur. So entwickelt Meister vom Theater, das ihm fremd ist, zu der ihm angeborenenen Ta¨tigkeit. Hinzu kommt fu¨r Goethe neuhumanistische Vorstellung des Romankonzepts: Die Gesellschaftlichkeit spielt dabei eine Rolle als unabdingbare Voraussetzung der gelingenden Ich-Identita¨tsbildung. In diesem Zusammenhang gewa¨hrt die Turmgesellschaft dem Romanhelden immer wieder eine existenzsichernde familia¨re Umgebung. Die soziale Wirklichkeit scheint fu¨r ihn gemacht zu sein. In diesem psychologischen Rahmen meistert er seine subjektiven Erlebnisse und erprobt ralita¨tsnahe alternative Daseinsmo¨glichkeit. Damit ist Meister eine glu¨ckliche Identita¨tsbildung von Anfang an gegeben.

『 빌헬름 마이스터의 편력시대 』 에 나타난 예술의 기능과 의미

김숙희 (Suk Hie Kim)
한국괴테학회|괴테연구  9권 0호, 1997 pp. 157-177 ( 총 21 pages)
6,100
키워드보기
초록보기
In diesem Aufsatz gehl es um die Funktion der Kunst und ihre Bedeutung in Goethes Altersroman . Im allgemeinen glaubt man, daß die Kunst, als ein Gegensatz zum gewo¨hnlichen Leben, dem mu¨hevollen Leben Trost spendet, da sie immer erhaben ist. Aber erscheint in dem Roman die Kunst auf ganz andere Weise. Die Kunst, und zwar der Abschied von der Kunst, ist sicherlich eins der Themen dieses Romans. Es gibt einige Stellen im Roman, wo die Kunst als Thema oder Motiv direkt behandelt wird. (lm 2. Kapitel im 1. Buch/ im 1., 7. und 8. Kapitel im 2. Buch). Ich habe mich zuna¨chst mit dem Maler im 7. Kapitel des 2. Buches und dann mit der Kunsterziehung in der Pa¨dagogischen Provinz im 8. Kapitel des 2. Buches auseinandergesetzt. Der Maler am Lago Maggiore ist der einzige in diesem großen Werk, der nichts anderes als die Kunst betreibt, also im engeren Sinne ein reiner Ku¨nstler genannt werden kann. Er, der schon in den von Mignon begeistert ist, ist jetzt auf dem Weg in ihre Heimat im Su¨den, um die Orte, wo die Zitronen blu¨hen, selbst aufzu suchen und ihre Atmospha¨re ins Bild zu u¨bertragen. Aber im Bilde des Malers ist Mignon nur ein Schein aus seiner Erinnerung, so sehr er sich denn auch bemu¨ht hat. In den Wanderjahren scha¨zt man jedoch den Verstand und die Rationalita¨t hoch ein. Wa¨hrend Mignon zu Lebzeiten sich ihrer Kunst nicht bewußt war und mit ihrer Kunst keine Wirkung erzielte, will der Maler mit seiner Malerei auf das Publikum einwirken. Und der Maler kann seine Malerei nur durch seine Einbildungskraft seine Malerei ins Werk setzen, nachdem er das Lebendige, das heißt Mignon, in seiner Phantasie noch einmal lebendig gemacht hat. Schließlich, was die Kunst des Malers uns zeigt, ist die Tatsache, daß die Zeit vergangen ist, wo die Kunst mit dem Leben identisch war. In dem U¨bergang von den zu den , ist die Kunst von der Wahrheit zum Schein verschoben. Die Kunst in den kann keine Rettung mehr fu¨r den Menschen sein, weil sie nur den Schein des Glu¨cks vorstellt. Es ist die Zeit der Maschine und der Industrialisierung. Es ist die Zeit nach dem Ende der Kunst. Wenn wir im Maler die Kunst nach dem Ende der Kunst dargestellt sehen, erkennen wir eine andere Form der Kunst in der Pa¨dagogischen Provinz. Hier bezieht sich die Kunst auf das Thema des gesamten Romans, na¨mlich Gemeinschaft und Entsagung. In der Provinz lernt und treibt man Kunst, um tu¨chtige Menschen in der Gemeinschaft zu formen. Der immer komplizierter werdende Produktionsprozeß, die Mechanisierung, die Kapitalisierung und die Differenzierung der Wissenschaften im 19. Jahrhundert fu¨hren zu einer Art von Arbeitsteilung in allen Bereichen. Und diese Tatsache verlangt von jedem einzelnen eine Einu¨bung in ein Handwerk. Das gilt auch fu¨r die Erziehung. Ohne den Erwerb eines bestimmten Handwerks kann man an der Gesamtheit des sozialen Lebens nicht teilnehmen. In diesem Prozeß spielt die Kunst eine bedeutende Rolle in der Erziehung in der Pa¨dagogischen Provinz. Hier tra¨gt die Musik, besonders der zwei-, und vierstimmige Gesang oder der Chor, zur Erziehung der Knaben bei. Der gemeinschaftliche Gesang ist die erste Stufe der Erziehung in der Provinz. Auch in der Instrumentalmusik ist das Zusammenspiel der Knaben wichtig. Die Kunst ist hier nicht als Genuß, sondern als ein Mittel zu einem besseren oder gesu¨nderen Leben gedacht. In der bildenden Kunst gilt die Wandmalerei am meisten. Durch die Gema¨lde-Zyklen in der Kultsta¨tte im Wald bekommen die Knaben Einsichten in das Wesentliche der Welt. Auch in anderen Kunstbereichen, zum Beispiel in der Architektur und in der Bildhauerkunst wird die Subjektivita¨t mo¨glichst verdra¨ngt, und Bildhauer, Architekt und Kunstmaler arbeiten zusammen an der Vollendung eines Kunstwerkes.. Die Knaben lernen, in den großen Plan der Gemeinschaft hineinzuwirken, wobei jeder einzelne seinen eig

빌헬름과 레나르도 - 『 빌헬름 마이스터의 편력시대 』 의 중심 줄거리 -

박광자 (Kwang Ja Park)
한국괴테학회|괴테연구  9권 0호, 1997 pp. 179-201 ( 총 23 pages)
6,300
키워드보기
초록보기
Der alte Goethe, dem die Einheit des Orts, der Handlung und der Zeit la¨stige Fesseln der Einbildungskraft schienen (HA. XII. 225), gestaltete Wilhelm Meisters Wanderjahre als eine Art von Aggregat. Zu diesem ra¨tselhaften Roman geho¨ren 8 Novellen, Tagebu¨cher, Briefe, Spru¨che aus einem Archiv, eine Legende und sogar ein Bild. Der Zweck vorliegender Arbeit ist, einen U¨berblick u¨ber die Haupthandlung dieses komplexen Romans zu bieten. A¨ußerlich gesehen bestehen Wilhelm Meisters Wanderjahre aus drei Teilen: die von Wilhelm und Lenardo gefu¨hrte Haupthandlung, die von verschiedenen Personen gelesenen oder erza¨hlten Novellen und die Lebensweisheiten aus Makariens Archiv. Wa¨hrend die Novellen zyklisch das gleiche Thema (Entsagung in der Liebe, Herrschaft der Leidenschaft) wiederholen, geht die Haupthandlung linear vorwa¨rts. Am Anfang ist das Mitglied der Turmgesellschaft Wilhelm, der mit seinem Sohn Felix wandert, die Hauptperson, aber dann tritt Lenardo in den Vordergrund. Durch Wilhelms Begegnung mit ihm wird sein Auswanderungsplan ein gloßProjekt. Auf Lenardos Ratschlag schickt Wilhelm Felix in die pa¨dagogische Provinz und studiert Medizin. Er wird Wundarzt und Lenardo Techniker. Mit Wilhelms Wanderungen a¨ndert sich in Wilhelm Meisters Wanderjahren der Raum der Handlung von einem Alpengipfel zum Schloß des Oheims, zu Makariens Bezirk, zur pa¨dagogischen Provinz, zum Lago Maggiore und schlieBlich zum Schloß fu¨r Auswanderer. Da Wilhelm Meisters Wanderjahre in gewisser Weise außerhalb der chronologischen Zeit spielen (David. 120), ist es schwer, die erza¨hlte Zeit dieses Romans zu scha¨tzen. Felix war am Ende der Lehrjahre ein kleines Kind, aber in den Wanderjahren tritt er als ein scho¨ner Ju¨ngling hervor. Wilhelm Meisters Wanderjahre schildern Wilhelms langen Weg der Sozialisation. Von der Turmgesellschaft geleitet, wird aus dem phantasiereichen Schauspieler ein nu¨tzlicher Handwerker (Wundarzt). Mit Lenardo, Teil einer aktiven Elite fu¨r das kommende Zeitalter, wandert er nach Amerika aus, wo er mit Natalie eine bu¨rgerliche Familie gru¨nden soll. Ob er damit einverstanden ist oder nicht, ist das kommende Jahrhundert das der Technik, und er muß sich darauf vorbereiten.

괴테의 소설 『 친화력 Wahlverwandtschaften 』 에서 결혼에 관한 괴테의 성찰

김영주 ( Young Zu Kim )
한국괴테학회|괴테연구  9권 0호, 1997 pp. 203-220 ( 총 18 pages)
5,800
키워드보기
초록보기
Die vorliegende Arbeit ist ein Versuch, Goethes Reflexion zur Ehe in dessen Werk "Die Wahlverwandtschaften(1809)" zu untersuchen. Die Romanhandlung konfrontiert uns mit verha¨ngnisvoller Leidenschaft, schuldbarer Verstrickung und Tod. Eduard, ein reicher Baron im besten Alter, ist ein Mann, dessen Charakter als eine Kombination von selbstischer Willku¨r und elementarer Leidenschaft beschrieben werden kann. Er verliebt sick in Ottilie und mo¨chte sich von seiner Ehefrau Charlotte scheiden lassen, um Ottilie zu heiraten. Aber seine Willku¨r, die vor dem Sakrament der Ehe keinen Respekt hat, Scheitert und nimmt einen tragischen Ausgang. Charlotte und Hauptmamm makieren eine eindeutige Gegenposition zu Eduard. Bei ihnen ist die Liebe zueinander entsagt und in ihrer Entsagung wird die Vernunft auf Kosten der Naturleidenschaft durchgesetzt. Ihre Eheauffassung basiert auf den gesellschaftlichen Verpflichtungen, Normen und Konventionen, auch wenn sich die Frage stellt, ob ihre Entsagung nicht auf Kosten ihres Glu¨cks geschieht. Ottilie ist die Hauptfigur des Romans und verko¨rpert Scho¨nheit, Unschuld und Lieblichkeit. Ihre Liebe zu Eduard hat den Zug zum Unbedingten, aber sie ahnt die Sittenwidrigkeit ihres Verha¨ltnisses und entsagt, weil sie sich schuldig am Tod des Kindes fu¨hlt. Aus einer Paradoxie von sittlichem Gesetz und da¨monischer Leidenschaft gewinnt sie Einsicht in die Zusammenha¨nge des irdischen Daseins. Vor ihrem Tod faßt sie die Ha¨nde beider Ehegatten und wu¨nscht, daß Eduard und Charlotte in ihrem Eheverha¨ltnis verbleiben. Ottilie hat ihre "da¨monische" Leidenschaft abgelgt und sick aus einem naturhaften Sein u¨ber dienendes Unterwerfen unter die allgemeine Sitte vera¨ndert und eine Eheauffassung gewonnen, die dem Sittengesetz ada¨quat ist. Unter den Nebenfiguren sand zwei kontroverse Eheauffassungen zu untersuchen. Mittlers rigoristische und formalistische Verteidungsrede fu¨r die Ehe geho¨rt zum Merkwu¨rdigsten und seine Unauflo¨slichkeitsforderung der Ehe wirkt seltsam und zweideutig. Die leichtfertig freizu¨gigen Eheansichten des Grafen und der Baronesse haben einen flatterhaften und egoistischen Charakter. Goethes Reflexion zur Ehe im Roman ist mehrdeutig. Erst aus der Doppelsicht, Heiligung der Ehe und Anerkennung des Wertes und Rechtes der Naturleidenschaft ergibt sich die Perspektive Goethescher Totalita¨t. Der Mensch ist sowohl ein Gesellschaftswesen als auch ein Naturwesen, deshalb stehen wir vor der Alternativfrage der Auflo¨sbarkeit der Ehe oder unbedingter Bewahrung der Ehe. Im Roman bleibt der Konflikt zwischen dem Sittengesetz und Naturgesetz zwar ungelo¨st, aber Ottilies Heiligung gibt eine Zukunfstvision, die durch die U¨berwindung des Erstarrungsgesetzes eine bessere und menschenfreundlichere Gesellschaft verspricht, und in der eine ideale Ehe zu realisieren wa¨re.
1 2 3 >