글로버메뉴 바로가기 본문 바로가기 하단메뉴 바로가기

논문검색은 역시 페이퍼서치

독일언어문학검색

Zeitschrift fur Deutsche Sprache und Literatur


  • - 주제 : 어문학분야 > 독문학
  • - 성격 : 학술지
  • - 간기: 계간
  • - 국내 등재 : KCI 등재
  • - 해외 등재 : -
  • - ISSN : 1229-0106
  • - 간행물명 변경 사항 :
논문제목
수록 범위 : 19권 0호 (2003)

독일어 동격명사구구조의 통사,의미적 대조연구

남유선 ( Yu Sun Nam )
4,900
초록보기
Der Gegenstand dieser Arbeit ist die konstruktionen der deutschen Nominalphrasen, die im selben Kasus auftreten, wobei es sich insbesondere um Apposition (ⅰ), NP-aufspaltung(ⅱ) und Quantor-Floationg(ⅲ) im Deutschen handelt, wie die folgende Beispiele illustrieren: (ⅰ) Das Auto, ein Fiat, fuhr schnel uber den Weg.(Duden 1984:233) (ⅱ) Frauen hat er schone gesehen. (ⅲ) Die Kinder hat sie gestern alle eingeladen. Die Arbeit beschafteigt sich mit der syntaktischen und semantischen Charakteristika und mit der Rolle dieser Konstruktionen innerhalb des Satzes, die sich aus der Verteilung der Satzintonation ergibt. Aus syntaktischer Sicht gesehen, haben diese Konstruktionen eine Gemeinsamkeit im Sinne, dass sich bei den beiden Nominalphrasen die Ubereinstimmung des Kasus zeigt. Aber in deisen Konstruktionen wird die Verschiedenheit beobachtet: Die beiden Nominalphrasen dieser Konstruktionen werden in Satz unterschiedlich positioniert. Und `NP-Aufspaltung` kann nur in einem Satztyp auftreten, wo das Vorfeld von einem Element besetzt werden muβ, wahrend diese Beschrankung fur `Apposition` und `Quantor-Floation` nicht gilt. Aus semantischer Sicht gesehen, weisen diese drei Konstruktionen ahnliche semantische Charakteristika im Sinne auf, dass die beiden Nominalphrasen dieser Konstruktionen den selben Gegenstand referieren. Und bezuglich der semantischen Wechselwirkung zwischen den ersten und zweiten Nominalphrasen weisen die `NP-Aufspaltung` und die `Apposition` eine `unspezifisch- spezifische` Beziehung auf, wahrend dies bei `Quantot-Floation` nicht gilt. Und auch dadurch, dass die Satzintonation den beiden Nominalphrasen zugewiesen wird, ergibt sich die Tatsache, dass die Nominalphrasen dieser Konstruktionen im Satz eine wichtige Rolle spilen.

문체범주의 분류 - 늘림무늬를 중심으로 -

양태종 ( Tae Zong Yang )
5,500
초록보기
Bei der Klassifikation der Stilkategorien spielen die sog. "4 A¨nderungskategorien", die von dem beru¨grnten ro¨mischen Rhetoriker M.F.Quinsilianus stammen und mit der heutigen linguistischen Operationen identisch sind, jetzt noch eine entscheidende Rolle. Hierbei ist die Addition zusammen mit der Detraktion elementar, weil sie die beiden anderen Operationen d.h. Permutation und Substitution erkl¨ren ko¨nnen. Aus diese, Grund wird in dieser Arbeit versucht, zuna¨chst die additiven Figuren zu isolieren und sie nach den linguistischen Ebenen zu klassifizieren. Zur einheitlichen Klassifikation werden hier zuerst verschiedene Figuren gesammelt, die antike und moderne Autoren der Rhetorikhandbu¨cher zu den additiven Figuren za¨hlen. Von diesen 81 Figuren werden nur 53 ausgefiltert, wenn na¨mlich der eigentliche Ausdruck durch die additive Operation um die additive Einheit verla¨ngert oder geha¨uft wird. Die ausgeschlossenen entsprechen zum Teil nicht der Definition der Addition, weil sie nichts mit der Verla¨ngerung oder der Ha¨ufung zu tun haben. In Teilen entsprechen sie nicht den Definitionskriterien der Addition, sondern den anderen A¨nderungskategorien. Eine mo¨gliche Klassifikation der additiven Figuren gibt folgende Tabelle wieder: ◁표 삽입▷ (원문을 참조하세요)

접미사는 접미파생어의 의미핵이 아니다

오예옥 ( Ye Ok Oh )
5,800
초록보기
Das Ziel dieser vorliegenden Arbeit liegt darin, daru¨ber zu diskutieren, ob Suffixe u¨berhaupt als semantischer Head der Suffigierung angesehen werden ko¨nnen. Dieses Problem wurde in dem objektivistischen Standpunkt, in dem die sprachliche Bedeutung mathematische und logisch exakt ohne Beru¨cksichtigung der Welterfahrung des Sprachbenutzers bestimmt wird, und auch in der kognitiven Semantik ero¨rtert, in der die sprachliche Bedeutung durch Prototyp, Metapher und Metonymie aufgrund der Welterfahrung des Sprachbenutzers erkla¨rt wird. Laut dem objektivistischen Standpunkt sind Suffixe, deren Bedeutung objektiv gegeben und fixiert ist, als semantischer Head der Suffigierung anzusehen. Aber diese Auffassung kann den kognitiven Gebrauch der Suffigierung, deren Bedeutung in der ununterbrochenen Vera¨nderung der Aussenwelt sehr variieren, und den kognitiven Erwerb der Suffigierung nicht erkla¨ren. Laut dem Standpunkt der kognitiven Semantik ko¨nnen Suffixe keine eigene Bedeutung haben, wenn sie nicht mit einer Basislexikoneinheit kombiniert sind. Sie ko¨nnen erst ihre prototypiche Bedeutung determinieren, nur wenn sie mit einer Basislexikoneinheit verbunden sind. Diese Auffassung wurde dadurch unterstu¨tzt, dass die Menschen die Suffigierung nicht als eine "modulare" sondern als eine "totalita¨re" Einheit erwerben. Es hat sich daraus ergeben, dass Suffixe nicht fu¨r semantischer Head der Suffigierungen gehalten werden sollten. Dies wurde surch den prototypicher Erwerb der polysemen Suffigierung bewiesen. Was zu vera¨dern ist, ist nicht die Sprache selbst, sondern die Aussenwelt, in der die Menschen existieren. Wenn die Sprache diese Welt widerspiegelt, dann muss die Bedeutung der Suffixe aufgrund der menschlichen Welterfahrung erkla¨rt werden.

독일어와 한국어 신체어휘 관용표현 비교 연구

변명선 ( Myong Sun Byun )
5,700
초록보기
Die vorliegende Arbeit setzt sich das Ziel, durch kontrative Untersuchung einen Beitrag zur Erfassung von Gleichheiten und Unterschieden der Phraseologie des Deutschen und des Koreanischen und dadurch zur genaueren Erkenntnis der Phraseologie u¨berhaupt zu leisten. Die Ergebnisse einer solchen Arbeit ko¨nnen auch fu¨r mehr oder weniger praxisbezogene Gebiete, wie die zweisprachige Lexikographie und den Fremdsprachenunterricht (Deutsch als Fremdsprache), von Belang sein. Es scheint zum Wesen der Phraseologie zu geho¨ren, daβ eine Klassifikation streng nach einem Kriterium, was methodologisch gesehen die sauberste Lo¨sung wa¨re, nicht zufriedenstellend sein kann. Daher akzeptiert man in der einschla¨gigen Literatur immer ha¨ufiger die struktursemantische Mischklassifikation. Diese beru¨cksichtigt morphosyntaktische Kriterien. Zusammenfassend ko¨nnen wir fu¨r uns Korpus der somatischen verbalen Phraseolexeme im wesentlichen folgende Klassifikationstypen auflisten: Deutsch : 1) VPL - Sa, 2) VPL - pS, 3) VPL - Sa - pS, 4) VPL - pS - pS, 5) VPL - Sn, 6) VPL - Sn - pS, 7) VPL - S und S, 8) VPL -wie - Substantiv/ Satz. Koreanisch : 1) `목적어-서술어`, 2) `부사어-서술어`, 3) `부사어-목적어-서술어`, 4) `부사어-부사어-서술어`, 5) `주어-서술어`, 6) `부사어-주어-서술어`, 7) `목적어/서술어-(과/와)-목적어/서술어(을/를, 이/가)-서술어`, 8) `목적어/서술어-같은/듯/만-서술어` Daher du¨rfte in solchen Fa¨llen eine bewuβte Kontrastierung der Einheiten der Muttersprache und ihrer Entsprechungen in der Fremdsprache erforderlich sein. Die Mo¨glichkeiten des didaktischen Transfers der Erkenntnisse einer kontrastiven Analyse im einzelnen fu¨hren u¨ber das Thema dieser Arbeit hinaus und sind ein viel zu komplexes Probelm, als daβ sie hier dargestellt werden ko¨nnten. Auch dies soll die Aufgabe weiterer Arbeiten sein.
6,000
초록보기
Die Absicht der vorliegenden Arbeit liegt darin, anhand einiger Literaturtexte klassische Idee des Festes festzumachen und ihren Auflo¨sungesprozess im spr¨ateren Realismus weiter zu verfolgen. Dafu¨r wird zuna¨cht zwei Gedichte von Goethe und Ho¨lderlin, die das Fest zum Thema haben, analysiert und dann Festszene in den realistischen Romanen des 19. Jahrhunderts nach ihren inhaltlichen Zu¨gen und erza¨hltechnischen Funktionen gefragt. In dem idealistischen Literaturtext wie in der Lyrik von Goethe("Maifest") und Ho¨lderlin ("Friedensfeier") stellt sich das Fest als ein Erlebnisort der Harmonie und Verbundenheit dar, In dem die Menschen, die Natur und sogar der Gott miteinander vereinigt sind und damit eine idealisierte Gemeinschaft mit Lebensgenuss und Freude, mit Liebe und Glu¨ck manifestiert ist. Die Idee des Festes kann daher als Metapher der menschlichen Sehnsucht nach dem utopischen Zustand begriffen werden, der dem Alltagsleben des Menschen entgegengesetzt ist. Diese Festidee hat ihre Gu¨ltigkeit noch bis zum Anfang des poetischen Realismus. Kellers Festdarstellung in dem Roman "Der gru¨ne Heinrich"(1. Fassung) z. B. macht es noch einmal deutlich, dass die festliche Freude sowie der klassischen Festidee entsprechende Harmonie in der U¨bereinstimmung von Mensch und Natur, in der Aufhebung der Zeit und schliesslich auch im gemeinschaftlichen Verha¨ltnis des Einzelnen zum gesellschafttlichen Ganzen errichtet wird. Aber in den Romanen des spa¨terem Realismus der 80er und 90er Jahre, die das verschiedene Fest als ein sehr ha¨ufiges Motiv des bu¨rgerlichen Lebens benutzen, geht der festliche Geist der Harmonie und Gemeinschaft immer mehr verloren. Das Fest ist nun nicht mehr Selbstzweck und Feier der gemeinschaftlichen Verbundenheit, sondern absichtlich als Mittel zur Demonstraion der gegensa¨tzlichen Verhaltensweise eingesetzt. Noch dazu u¨bernimmt das Fest offenbar eine erz¨ahlstrategische Funktion, allerlei Figuren in Kontakt zu bringen und deren Revaliita¨ten und Konflikten zu pra¨sentieren. Die Hochzeitsfeste in Kellers "Martin Salander" und Fontanes "Frau Jeny Treibel" und das Winterfest in Storms "Der Schimmelreiter" sind erhekkende Beweis dafu¨r. Angesichts der permanenten Festveranstaltungen in der postmodernen Zeit mit dem gescha¨ftlichen oder freizeitlichen Zwecke ist es dringend no¨tig, einmal u¨ber die fast veergessene klassische Festidee der Harmonie und Gemeinschaft nachzudenken und sie, welche Form auch immer, der heutigen Lebenssituation angepaβt wieder zu verwirklichen.
6,300
초록보기
Die letzte Ha¨lfte des 18. Jahrhunderts in Europa ist durch die fundamentale Vera¨nderung der Vorstellung von Zeit gekennzeichnet. Wenn die Welt vorher von der Kategorie des statischen Raumes beherrscht wurde, dann wird die Zeit ab jetzt eine dominante Rolle spielen, was man als Verzeitlichung der Welt bezeichtnet. Das utopische Zeitbewuβtsein konstituiert in diesem Sinne das Bewuβtsein der Moderne. Das Interesse gilt in diesem Zusammenhang der Gattung Bildungsroman, die das literarische Paradigma der Moderne darstellt, indem sie den Wandel vom Ideal der Perfectio zu dem der Perfektibilita¨t widerspiegelt. Das Ziel vorliegender Arbeit ist es, den am Anfang des 20. Jahrhunderts entstandenen Roman Thomas Manns 「Der Zauberberg」im Zusammenhang mit dem Diskurs der Moderne zu lesen, der meines Erachtens die Auseinandersetzung mit der Gattung Bildungsroman als der modernen, geschichtsphilosophischen Konstrukton darstellt. Dabei gehe ich davon aus, daβ diese Auseinandersetzung auf das allgemeine Krisenbewuβtsein am Anfang der Jahrhundertwende zuru¨ckgefu¨hrt werden sollte, das sich in verschiedenen Bereichen ausdru¨ckt. Thomas Mann bezeichnet seinen Roman als einen Zeitroman in doppeltem Sinn, der nicht nur das innere Bild der europa¨ischen Vorkriegszeit darstellt, sondern auch die Problematik der Zeit thematisiert. Im Hinblick darauf, daβ die Zeit und die Geschichte im Diskurs der Moderne eine von den wichtigen Kategorien darstellt und das Bu¨rgertum, der Tra¨ger dieser modernen Kultur, am Anfang dse 20. Jahrhunderts, in eine Krise gera¨t, wa¨re es fu¨r Thomas Mann notwendig, daβ er an dem `Zeitroman` arbeitet. Dies bedeutet vor allem, daβ wir uns der Zeitproblematik nicht metaphysisch na¨hern sollen. Was uns im Folgenden interessieren soltte, ist also der bewuβtseinsgeschichtliche Aspekt der Zeit, der die Vera¨nderung der Zeitvorstellung im europa¨ischen 20. Jahrhundeert markieren sollte. Ich gehe davon aus, daβ es sich bei dieser Bildungsgeschichte Thoman Manns gerade um die Subversion des Perfektibilisierungsprozesses des Subjekts handelt. In der Welt, in der der Protagonist agiert, ist die Teleologie gebrochen und der utopische Glaube an die Zeit, der den modernen Helden fru¨her beherrschte, ist nicht mehr zu spu¨ren. Die Zeit gilt dort nicht mehr als das Medium, das einst die Steigerungsgeschichte ermo¨glichte. Es geht um die Entzauberung der Zeit. Wenn der deutsche Bildungsroman als die `Antwort auf die Moderne` zu lesen ist, dann la¨βt sich die Bildungsgeschichte Thomas Manns als die `Antwort auf die Antwort auf die Moderne` lesen. 「Der Zauberberg」, ein Abgesang des Bildungsromans, soll in diesem Kontext im Rahmen der Selbstreflexion der Moderne gelesen werden.
5,100
초록보기
Die Prologe Thomas Manns haben eine initiatorische Funktion. Sie sollen den Leser in eine andere, bislang unbekannte Welt einfu¨hren. Sie erla¨utern nicht einzelne Pha¨nomene, sondern geben in allgemeiner Form Hinweise zum Versta¨ndnis des folgenden Geschehens als Ganzem. Der Joseph-Roman hat zwei besondere Vorspiele. Dort drkla¨rt Thomas Mann sein mythisches Gedankensystem und ku¨ndigt das Grundthema des Joseph-Romans durch den neuen Mythos an. Thomas Mann findet die Urgeschichte des Menschen in der gnostischen U¨berlieferung. In der witzigsten Dramatisierung der sich hier vollziehenden metaphysischen Geschehnisse gestaltet er den `Roman der Seele` zu einem wichtigen Bestandteil des Joseph-Romans aus und leitet durch ihn die Geschichte Josephs ein. Im Roman der Seele werden zwei Weltprinzipien, Seele und Geist, gegeneinander bewegt. Schlieβlich vereinigen sie sich durch die Selbstverneinung des Geistes zugunsten des Lebens. Die vereinigung des Geistes mit der Welt der Seels bedeutet keine Synthese, die die Polarita¨ten aufhebt, sondern ein Spielfeld, auf dem die Polarita¨ten bestehen bleiben. Fu¨r Thomas Mann ist die Vereinigung der beiden Prinzipien die eigentliche Verwirklichung deer Idee des Menschen, die in der Einheit von Geist und Natur besteht. Diese symbolishce Bedeutung der neuen Humanita¨t funktioniert als Leitmotiv der Joseph-GEschichte. Das Vorspiel `Ho¨llenfahrt` ist ein wichtiger Schlu¨ssel fu¨r das Versta¨ndnis des Joseph-Romans.

『호모 파버』 의 서사론적 읽기

김현진 ( Hyun Jin Kim )
5,700
초록보기
Seit dem sogenannten russischen Formalismus haben die Form prosaischer Texte besondere Aufmerksamkeit in der erza¨hlteoretischen Forschung erregt. Wa¨hrend vorher die Form als das sekunda¨re Element des Sinnes gesehen wurde, hielt man sie nun als die Voraussetzung des Sinnes. Die erza¨hltheoretische Forschungsweise des 20. Jh.s, die von den platonischen gegensa¨tzlichen Begriffen `diegesis` - `minesis` ausgeht, hat die allgemeine Struktur aller Erza¨hktexte entdeckt, indem sie die Erza¨hlperspektive und Erza¨hlzeit, das Verha¨hltnis des Erza¨hlers zu den Personen, das Strukturieren der Ereignisse usw. grundsa¨zlich analysiert. Diese erza¨hltechnische Forschng geht mit der modernistischen A¨sthetik zusammen, die die Existenz des Erza¨hlers im Prosa-Text verleugnet, indem sie `showing` fu¨r wichtiger als `telling` ha¨lt. Aber seit den sdchziger Jahren ist der Erza¨hler(der `implizierte` Autor) in den Erza¨hltext zuru¨ckgekehrt, wie W. Booth, J Genette, F. K. Stanzel, oder P. Brooks behaupten. Sie meinen, alles Erza¨hlen sei eine Art Rhetorik, womit der Autor dem Leser etwas mitteilt und ihn steuert, also in allern Erza¨hltexten gebe es Erha¨hler. Damit bekommt der Begriff Erza¨hlung den Sinn `narrative`. Die sogenannten Postmodernisten stellen fest, dass durch die Strategie des Erza¨hlens der Sinn eines Textes herzuleiten ist. Daru¨ber hinaus sieht P. Brooks den Aspekt der menschlichen Begierde in dieser Erza¨hlstrategie. Nach Freuds Ansicht, die Vergangenhet werde von der gegenwa¨rtigen Begierde des Analysierten entstellt erza¨hlt, nennt Brooks die Strategie des Erza¨hlens die `erza¨hlende Begierde`. Wenn wir Max Frischs Roman `Homo faber` in dieser Hinsicht analysieren, ru¨ckt der Ich-Erza¨hler Walter Faber in den Vordergrund, der seine Geschichte erza¨hlt, um sich selbst und den Lesern seine Unschuld in seiner Trago¨die zu beweisen. Aber der Leser kommt zu dem Erkenntnis, dass er schuldig ist, also dass er den Inzest beging trotz der Kenntnis von der va¨terlichen Beziehung zu seiner Tochter. Das la¨sst sich klar herausstellen, wenn man die Ereza¨strukur wie die Strukurierung der vergangenen Geschichte, die Distanz zwischen dem `erza¨hlenden Ich` und dem `erlebenden Ich` und die Anwendung der bestimmten Redeweise analysiert. Er erza¨hlt nach seinen fragmentarischen Erinnerungen. Aus den Lu¨cken seiner Erinnerungen ko¨nnen wir seine unbewuβte Begierde erkennen und damit der Person W. Faber als dem `natu¨rlichen Menschen` begegnen, der unter der Maske `homo faber` verdra¨ngt worden ist.
5,500
초록보기
Die vorliegende Arbeit zielt darauf, zu erla¨utern, warum die Kritik u¨ber Ein fliehendes Pferd mit der Absicht Martin Walsers nicht u¨bereinstimmte. Problematisch ist fu¨r uns Marcel Reich-Ranickis Einscha¨tzung, daβ Martin Walser in dieser Novelle seine Ru¨ckkehr zu sich selbst zu unternehmen versucht. Joachim Kaiser sieht in der Novelle den Verlust der Walserschen Tendenzio¨sen. Auf Grund dieser Kritiken ko¨nnen wir nicht umhin, zu fragen, ob Walser sein politisches Verhalten wirklich gea¨ndert hat. Energisch dementiert Martin Walser selbst das Urteil von Marcel Reich-Ranicki und erwidert korrigierend: Das Grundthema der Novelle sei doch in seinen Romanen genauer ausgefu¨hrt und motiviert. Diese Kluft zwischen dem Autor und seinen Kritiker beruht meines Erachtens auf dem Miβverstan¨dnis bezu¨glich der Ironieoperation Martin Walsers. Aufgrund dieser Ansicht analysieren wir die Ironie, die in der Novelle konstruiert ist. Der Ironierprozeβ, der durch die negative Kraft getrieben wird, ist in der Novelle Ein fliehendes Pferd ein anderer als in dem vorigen Roman Jenseits der Liebe. Wa¨hrend der Ironierprozeβ zur negativen Identita¨t in dem vorangegangenen. Roman hauptsa¨chlich durch die innere Bewuβtseinbewegung des Protagonisten vorangeht, braucht der Protagonist in dieser Novelle einen Gegenspieler, der den Protagonisten zur negativen identita¨t fu¨hrt. Beide Figuren stehen sich wie beim Boxkampf u¨ber: der berteidiger Helmut Halm und der Herausforderer Klaus Buch. Was der ironische Prozeβ hier leistet, ist zuna¨chst die Entblo¨βung von Halms Identita¨t, die umso mangelhafter erscheint, je mehr er sie schu¨tzen will. Danach fu¨hrt er aber auch zur Entblo¨βung von Klaus Buch, die durch das Bekenntnis seiner Frau Helene geschieht. In Bezug auf ihre Lebenseinstellungen unterscheiden sich beide Helden nur5 in der Fluchtrichtung und beide versuchen auf verschiedene Weise, ihre Identita¨t zu wahren. Es geht um die Schein-Identita¨t und das Schein-Selbstbewuβtsein, die von den geltenden Verha¨ltnissen vereitelt werden. Ihre Vorstellungen von einem freien Ausweg werden durch den Ironieprozeβ vernichtet. Diese Vorstellung erweist sich als reine Illusion, die in der Wirklichkeit unmo¨glich ist. Die Gegensa¨tze jedoch, die sich in der Klaus/Helmut-Konfrontation der Walserschen Novelle herausbilden, erweisen sich am Ende als Ta¨uschung; sie sind Ergebnis derselben ironischen Operation beider Freunde. Sie ko¨nnen nichts anderes tun, als hilflos den zwingenden sozialen Verha¨ltnissen zuzustimmen. Die ausweglosigkeit des Fliehens ist durch die Ironie deutlich zu erkennen. Die Novelle endet nicht bei dem Punkt, an dem sich die Entblo¨βung der negatien Identita¨t von den Hauptfiguren vollsta¨ndig vollzieht. Es kommt noch eine Erz¨ahl-Sequenz, die eine reflexive Bewegung auf die Gesamtkonstruktion einleitet. Im Zug endet die Novelle damit, daβ Helmut Halm das Erza¨hlte von Anfang an buchsta¨blich wiederholt. Problematisch und bedenklich erscheint uns diese Wiederholbarkeit der gesamten Geschichte von Halm und Sabine, weil diese Verschiebung in die Ich-Beichte eine Interpretation wie die Marcel Reich-Ranickis ermo¨glichen ko¨nnte, der die Wiederholung als ein Symbol fu¨r die politische Resignation und auch als eine Reduzierung des gesellschaftlichen Standpunkts auf den individuellen, psychischen deutet. Aber diese Interpretation widerspricht dem Ironiebegriff Martin Walsers, weshalb er eine solche Interpretation heftig dementiert. Meiner Ansicht nach beru¨cksichtigt diese Interpretation nicht die Walsersche ironische Operation, weil der Anspruch der politischen Vera¨nderung nicht aus dem dargestellten Miβverha¨ltnis selbst, sondern aus dem Herausarbeiten des Lesers entsteht. In der Absicht Martin Walsers soll das Ende als ein Lernprogramm fu¨r den Leser funktionieren, damit dieser den entscheidenden Schritt tun kann. `Helmut beginnt die Geschichte zu erza¨hlen, die der Autor geschr
6,500
초록보기
Die gegenwa¨rtige Diskussion um das Fragmentarische hat weite Bereiche, insbesondere die Literatur, Kunst und Philosophie erfaβt. Die zu beobachtenden Tendenzen zur Fragmentarisierung sind Ausdruck des Angriffs auf die geschlossene, organische Form und entspringen dem Miβtrauen gegenu¨ber der a¨sthetischen Totalita¨t als Abbild einer `heilen Welt`. Das Fragment weist auf Verweigerung bzw. Verfall der Totalita¨t hin. Die dramatischen Fragmente ha¨tten sich im Realismus aufgrund der `entfabelung` wie das Resultat eines Scheiterns dargestellt. An die Stelle des Handlungskontinunms treten verschiedene, andere Einheiten bildende Prinzipien. Die Szenenfolgen sind von Diskontinuita¨t gepra¨gt, und rufen sprunghafte Assoziationen hervor. Schlieβlich zielt das offene Drama auf das Fragmentarische, das heiβt, auf die Destruktion der Fabel. Im Grunde bedeutet die Absage Mu¨llers an das institutionalisierte Theater seit den siebziger Jahren, das als u¨berkommenes Voraussetzungssystem theatraler und gesellschaftlicher Repra¨sentationstechniken ausgewiesen ist, Kritik an der etablierten metaphysischen abendla¨ndischen Kommunikation, das den gleichen Hierarchien wie die gesellschaftliche Interaktion gdhorcht, wirkungsa¨sthetisch modifiziert. Mu¨llers Interesse an neuer Dramaturgie durch die Destruktion der tradierten Kommunikationsweisen ha¨ngt mit der Entwicklung gesellschaoftlicher Reformen zusammen. Daraus resultiert sein Verzicht auf kanonisierte literarische Texte. Der experimentelle Grundgestus, der als Programm einer sich den Verbindlichkeiten tradierter a¨sthetischer Standards entziehenden Kunst anzusehen ist, kann als durchga¨ngiges Merkmal der ku¨nstlerischen Verfahrensweise Mu¨llers ausgemacht werden. Theater-Kunst muss nach Mu¨llers Ansicht `zur Quelle neuer Erkenntnis und Erfahrung` werden. Daru¨ber hinaus sieht er in der Infragestellung von Werte-und Denksystemen die wesentliche Funktion von Kunst u¨berhaupt.
1 2 >