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독일어문학검색

DOKILOMUNHAK


  • - 주제 : 어문학분야 > 독문학
  • - 성격 : 학술지
  • - 간기: 계간
  • - 국내 등재 : KCI 등재
  • - 해외 등재 : -
  • - ISSN : 1229-1560
  • - 간행물명 변경 사항 :
논문제목
수록 범위 : 12권 0호 (2000)
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Die Literaturwissenschaftler, die die exogenetische Interpretationsmethode vertraten. glaubten. der Sinn des Werks sei aus Erfahrungen des Autors herauszufinden. Im Grunde genommen bezieht sich diese Methode auf den Positivismus. Deshalb ist sie immer der folgenden Gefahr ausgesetzt: erstens. in den Inhalt des Textes die schwer zu erkla¨renden Sachen der Biographie des Autors einflieβen zu lassen. Zweitens. alles. was der Autor erlebt hat. als eine Art von sexuell bezogenen Erfahrungen zu betrachten. Im Vergleich dazu basiert die endogenetische Interpretationsmethode auf der textimmanenten Textanalyse. Da sie ohne weiteres mit der Textstruktur in Verbindung gesetzt werden kann, ist die Lucke der exogenetischen Interpretationsmethode zu erga¨nzen. Um den theoretischen Hintergrund zu verschaffen. habe ich hier zuerst anhand drei Lacanscher Kategorien - das Imagina¨re. das Symbolische. das Reale - Freuds Begriffe wie Ich-Bildung. Subjekt. Todestrieb. die Phasen der sexuellen Entwicklung usw. reflektiert. Sodann untersuchte ich mit Hilfe der neu gewonnenen Begriffe - je-/moi-Ich. objet petit a. Autre usw. - Musils "Die Amsel", dessen Struktur als Parabel zu bezeichnen ist. "Die Amsel", die wie eine Rahmenerza¨hlung struktuiert ist, hat einen parabolischen Charakter. Von struktuellen sowie inhaltlichen Aspekten her gesehen bezieht sich jede Geschichte auf jede. was drei untergliederte Geschichten als Binnenerza¨hlungen ergibt. Im sta¨rkeren Maβe, in dem die Bedeutung `Amsel` variiert, la¨sst "Die Amsel" dem Leser den eigentlichen Sinnzusammenhang des Textes offen. Bei der genauen Lektu¨re zeigt sich aber. dass das Schlu¨sselwort `Amsel` nicht eine bestimmte Bedeutung beinhaltet. sondern mehrere. Je nach der kontextuellen Umgebung signifiziert das Wort `Amsel` immer eine andere Bedeutung, wie z.B. Sehnsucht nach dem Fremden bzw. Mutterbild, oder Tanatos bzw. Begierde nach dem Anderen. So bildet sich ein Netz der Signifikanten `Amsel`. der Signifikanten. die immer `gleiten`. Es liegt auf der Hand. daβ die gleitenden Signifikanten mit dem parabolischen Charakter des Textes verzahnt sind. In diesem Zusammenhang ko¨nnen diejenigen Meinungen, die Amsel solle ein mystisches bzw. u¨bernatu¨rliches Wesen symbolisieren, nicht gehalten werden. Alles, was von den anderen `geschenkt` wird und doch bei Azwei fehlt. ist in ein imagina¨res Bild verdra¨ngt und verdichtet. Wenn etwas Azwei vor Augen steht - Azwei sieht die Amsel. wird die Realita¨t des imagina¨ren Bildes in die Wirklichkeit u¨bertragen. So impliziert das Wort `Amsel` etwas Fehlendes. worauf sich Azwei. moi-Ich richtet. Daher ist es etwas Fehlendes und zugleich als Phallus im Lacanschen Sinne zu bezeichnen.

문학 : 슐라이어마허의 언어해석학

김용일(Yong Il Kim)
한국독일어문학회|독일어문학  12권 0호, 2000 pp. 23-44 ( 총 22 pages)
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Da Schleiermacher Verstehen als einen zentralen Punkt in moderner Philosophie betrachtet. macht er das Verstehen zum Kernbegriff seiner philosophischen Untersuchung. Der Inhalt des Verstehens ist Sprache. Aber die Sprache ist nicht blos als ein Versta¨ndiguiigsmittel da. Sie entha¨lt vielmehr den Sinn von der Existenz der Welt sowie den Ideengehalt oder gedanklichen Inhalt des Menschen, der sie gebraucht. Insofern wird das Verstehen der Sprache mit dem Weltund Menschenversta¨ndnis gleichgesetzt. Aus diesem Grund empfiehlt sich eine ho¨here Kunst. die Sprache richtig. zu begreifen. Diese sprachliche Auslegungskunst heiβt wie gewo¨hnlich Hermeneutik. Die Einwirkung von Schleichermachers Hermeneutik auf den modernen deutschen Geist gilt beinahe als Absolutes. Vor allem hat Dilthey die Methodik von Schleiermachers sprachlicher Hermeneutik weitgehend aufgenommen, nur daβ er sie durch die Kritik an den Grenzen des psychologischen Verstehens bei Schleiermacher in eine Hermeneutik des Lebens umwandelt. Dabei gelingt es Dilthey, die Hermeneutik als Verstehenskunst durch die Auslegunskunst in Beziehung auf Geschichte und Leben zu ersetzen. Bei Schleiermacher la¨uft Auslegung oder Interpretation hinaus auf "solches kunstma¨βige Verstehen von dauernd fixierten Lebensa¨uβerungen" und die Sichtbarmachung `der in der Schrift enthaltenen Reste menschlichen Daseinsw. Diese in der Geschichte ausgedru¨ckten Reste menschlichen Daseins transponiert Dilthey in konkrete Erlebnisse von Leben und Geschichte. so daβ der neue Bereich der Interpretation um so mehr exponiert wird. Mit Heidegger erfa¨hrt die Hermeneutik einen neuen Wendepunkt. Heidegger ist bestrebt. die wesentliche Seinsweise des Menschen im Verstehen zu begru¨nden und das Verstehen selbst zu erla¨utern. Dabei wird es nicht mehr als eine Vermitttelung oder ein Weg zur Textauslegung geltend gemacht. sondern zur Seinsweise des Seienden selbst umfunktioniert. In dieser Hinsicht stellt der hermeneutische Zirkel Schleiermachers vom Einzelnen zum Ganzen und umgekehrt fu¨r Heidegger keineswegs einen logischen Fehler dar, sondern ein Vorverstehen der zeitlichen Situation. in dem die Seinsweise des Daseins zu begreifen ist. Heidegger strebt eine pha¨nomenologische Hermeneutik oder. was dasselbe ist, eine heumeneutische Ontologie an. Schleiermachers Position in Bezug auf die Sprache wird einerseits insbesondere von Gadamer rezipiert. der eine philosophische Hermeneutik etabliert, indem er den durch die Sprache und deren sta¨ndige Erweiterung gebildeten geschichtlichen Horizont verstehen will. Andererseits rezipiert Habermas zwar den Primat der Sprache ins Schleiermacherschen Sinne. aber transponiert es von der theoretischen auf die praktische Ebene. Er entwickelt eine kritische Hermeneutik. indem er die oftmals verdrehte Struktur der Sprache wie die Verzerrung des gesellschaftlichen Bewuβtseins kritisch betrachtet. um dadurch die Gesellschaft von jedweder Unterdru¨ckung sprachlicher Manipulation zu befreien. So ist Habermas bestrebt. den Begriff des Textes bis zur Einschlieβung der gesellschatlchen Ebene zu erweitern und eine Gemeinschaft fu¨r gegenseitige Kommunikation zu bilden. indem er fur die kommunikative Vernunft pla¨diert. Zum Schluβ ist jedenfalls zu konstatieren. daβ die Hauptstro¨mungen der Hermeneutik direkt oder indirekt auf Schleiermachers Hermeneutik mit besonderer Beziehung der Sprache zuru¨ckzufu¨hren sind.

문학 : 말없는 사물의 기호 - 소도구의 드라마적 기능

김정용(Jeong Yong Kim)
한국독일어문학회|독일어문학  12권 0호, 2000 pp. 45-64 ( 총 20 pages)
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In der vorliegenden Arbeit habe ich versucht. die dramatischen Funktionen der Requisiten zu untersuchen. Die Arbeit geht davon aus. dass der Dialog im modernen Drama als die wesentliche Darstellungsform traditioneller Dramatik allma¨hlich seine Bedeutung verloren hat und dass optische und akustische Signifikanten an seine Stelle getreten sind. So wird in der -plurimedialen Darstellungsform". die als die moderne Bestimmung des Dramas bezeichnet wird, die Bedeutung der Gegensta¨nde stark hervorgehoben. Die Funktionen der Requisiten wurden im Hinblick auf die Struktur und den Inhalt des Dramas herausgearbeitet. Die Requisiten bieten den Dramatikern die Mo¨glichkeiten, durch ihre Rolle der Exposition. der dramatischen Ironie und der Vorausdeutung die Dramenstruktur vielfa¨ltig zu gestalten. Auf der Ebene des Drameninhalts ist die symbolische Funktion der Requisiten bemerkenswert. weil diese Funktion ihnen Mitteilungscharakter fu¨r die Leser bzw. Zuschauer erteilt. In diesem Fall spiegeln sie die Abicht der Dramatiker viel effektiver und plastischer als sprachliche Elemente wider. Schlieβlich fu¨hrt der Mitteilungscharakter der Requisiten dazu, die Absicht der Dramatiker im Zusammenhang mit den Dramenformen zu differenzieren. weil sich der Sinn und die Funktionen der Requisiten im epischen Theater Brechts, im Volksstu¨ck Horva´ths und im absurden Theater Ionescos unterschiedlich niederschlagen. So begnu¨gen sich die Funktionen der Requisiten nicht mit den Bu¨hnendekorationen oder mit den Begleiterscheinungen der Dramenhandlung. Besonders im modernen Drama mu¨ssen die Leser bzw. Zuschauer auf die Entzifferung der Requisiten achten, weil sie meistens als allta¨gliche und damit scha¨bige Gegensta¨nde auftreten. Die Requisiten sind paradoxerweise die ansprechenden Zeichen. obwohl sie a¨uβerlich die stummen Zeichen sind.

문학 : 통독전후의 독일 현대전설의 구조연구 - 통일 모티브를 중심으로

김정철(Chong Chol Kim),장원영(Won Young Chang)
한국독일어문학회|독일어문학  12권 0호, 2000 pp. 65-89 ( 총 25 pages)
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Die vorliegende Arbeit bescha¨ftigt sich mit den modernen Sagen. die Rolf Wilhelm Brednich um die Zeit der deutschen Wiedervereinigung gesammelt hat. Dabei handelt es sich darum, die a¨uβeren und inneren Strukturen der modernen Sagen mit Vereinigungsmotiven zu untersuchen. Unter modernen Sagen versteht man mu¨ndlich u¨berlieferte zeitnahe Erza¨hlungen von auβergewo¨hnlichen Erlebnissen, Ereignissen oder Erscheinungen. die geglaubt und fu¨r wahr gehalten werden. Die modernen Sagen weisen textlich eine dreiteilige Struktur auf: Anfang (Beschreibung fu¨r den Wahrheitsbeweis) - Mittelteil (Beschreibung eines Ereignisses) - Schluβ (Interpretation des Ereignisses). In diesen modernen Sagen steht die rationale Welt. zu der die Westdeutschen geho¨ren, der irrationalen gegenu¨ber, zu der die Ostdeutschen geho¨ren. wobei sich verdeutlichen la¨sst, dass sie durch irrationale Zu¨ge durchbrochen wird. Die westdeutschen Erza¨hler stellen die Welt der Ostdeutschen als eine dar. in welcher die rationalen Gesetzma¨βigkeiten ausgeschaltet sind und das Unbegreifliche. Furchteinflo¨βende und Unberechenbare herrscht. Die Auseinandersetzung der Westdeutschen mit den Ostdeutschen wird als konkretes Verhalten in einer konkreten Situation geschildert. Das heiβt, daβ sie nicht abstrakt formuliert. sondern in eine Beispielhandlung gefasst oder mit einem Beispiel belegt wird. Die Handlungsverla¨ufe der modernen Sagen sind tief in den allta¨glichen Erfahrungen verwurzelt. die die Westdeutschen durch Begegnungen mit den Ostdeutschen gewonnen haben. Um diese Erfahrungen in der Erza¨hlung exemplarisch zu verdichten. bedienen sich die modernen Sagen bestimmter Erza¨hlmittel: Typisierung und Anonymita¨t. Daru¨ber hinaus transportieren die modernen Sagen eine Aussage. die ilber den vordergrundigen Textinhalt hinausgeht. In ihnen hat sich ein Ostbild der Westdeutschen herausgebildet. das die Ostdeutschen u¨berhaupt zu einer identifizierbaren, von den Westdeutschen unterscheidbaren Gruppe macht. wobei von einer U¨berlegenheit der Westdeutschen ausgegangen wurde. In solchen Momenten. in denen die Ostdeutschen ihre Wunsche geltend machen, setzen Mechanismen ein. die die Unterschiede zwischen Ost und West stark betonen. Im Ostbild der Westdeutschen ist das Fremdmachen die Hauptstrategie. Das Ostbild der Westdeutschen ist nichts anderes als ein Fremdbild. Durch die Erfahrung von Fremdheit werden A¨ngste bei den Westdeutschen ausgelo¨st: daher sind die modernen Sagen auch Ausdruck von Angst.

문학 : 독어권 구체시에 나타난 시어 (時語) 의 공기성 (共起性) 에 대하여

박상배(Sang Be Pack)
한국독일어문학회|독일어문학  12권 0호, 2000 pp. 91-103 ( 총 13 pages)
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In der koreanischen Forschung ist die Frage der Kookkurrenz Erscheinung. die in der Sprache der sogenannten konkreten Poesie auftritt, zwar schon ein paar Male erwa ¨hnt worden. Aber sie ist noch nie tiefer gehend erforscht und dargestellt worden. Meine Darstellung wa¨re in diesem Sinne ein neuer Ansatz. Denn in ihr wird nicht nur das Kookkurrenzpha¨nomen in der Dichtersprache dargestellt. sondern auch dessen textwissenschaftliche Funktion. Im Schluβteil habe ich versuchsweise das Kookkurrenzpha¨nomen der konkreten Dichtung mit dem textlinguistischen Ansatz in Verbindung gesetzt. Ich hoffe. daβ diese Frage aus einem neuen Blickwinkel noch weiter erforscht werden kann. Der literaturwissenschaftlich neue Begriff `Kookurrenz` stellt. kurz und vereinfacht gesagt. das zusammen gehende bzw. parallel gehende Pha¨nomen des sprachlichen Inhaltes und des auβersprachlichen Pha¨nomens. d. h. der Wirklichkeit dar.

Fragmente eines reuniosen diskurses in barbara sichtermanns roman vicky victory

(Thomas Schwarz)
한국독일어문학회|독일어문학  12권 0호, 2000 pp. 105-122 ( 총 18 pages)
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In Heinrich Bolls Roman gibt es viele Fa¨lle mit allerlei Spannungen. Fritz Tolm. der seit Kriegsende Besitzer einer Regionalzeitung ist. ist im Zuge der Pressevereinigung zum Groβverleger aufgestiegen und gerade zum Pra¨sidenten des Unternehmerverbandes gewa¨hlt worden. Er steht. wie alle Repra¨sentanten des "Systems", unter striktem Personenschutz. Der Roman zielt auf das Schluβwort: "ein Sozialismus kommen muβ. siegen muβ". Das wurde l979 sehr heftig diskutiert und als ungeheuere Zumutung empfunden. Wir erkennen und verstehen in diesem Werk die utopische Idee der wahren Sozialisten. . Der Sozialismus. den wir erfahren haben. oder den wir bis jetzt gekannt haben. ist aber ein System, dem Unmenschlichkeit immanent ist. So werden die von den Sozialisten abgelehnt. Eine besondere Gestalt ist die Kommunistin Katharina. Bo¨ll wollte uns besonders durch ihr "empfindsames Kommunistenherz" ein utopisches System der Gesellschaft vorlegen. Wie Fritz Tolm vorausgesagt hat. ist die bessere Zeit noch nicht da. Wir ko¨nnen `Ein Sozialismus` als eine "Weigerung gegen den "ungeheuerlichen Erzkapitalisten" verstehen. Und mit diesem Schlusswort wird den Lesern die Verwendung des unbestimmten Artikels "ein" klar. denn er la¨sst die Mo¨glichkeiten offen. wa¨hrend der bestimmte Artikel "der" dazu fu¨hren wu¨rde, daβ Bo¨ll sich auf ein einziges Sozialismusmodell festlegen mu¨βte. Es bleibt also die Hoffnung auf "einen" Sozialismus.Diese Hoffnung wird noch in zwei weiteren Hauptgestalten deutlich: Heinrich Bewerloh versucht vergeblich, den Kopf des "internationalen Kontinentgeldes" zu zerschlagen. weil es kein konkrektes Geld ist. aber trozdem die Menschen lenkt. Aber er wurde ertappt beim Schuhkauf fur seine Geliebte und hat sich umgebracht. Er hat den Kampf gegen den Kapitalismus verloren. Rolf Tolm bleibt noch im Pfarrhaus zuruck. Er wartet auf eine Zeit. in der man ohne Zwang miteinander leben kann. "Ein Sozialismus" von Bo¨lls Schluβwort bedeutet kein politisches System. sondern ein Ordnungsprinzip fu¨r eine humane Gesellschaft, in der die wahre Menschwerdung mo¨glich ist.

문학 : 릴케의 시에 나타난 죽음의 의미

이동용(Dong Yong Lee)
한국독일어문학회|독일어문학  12권 0호, 2000 pp. 145-171 ( 총 27 pages)
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Es handelt sich bei dieser Untersuchung um die Bedeutung des `Todes` bei Rilke. Der `Tod` ist eines der wichtigsten Themen bei dem Dichter. das besonders mit seiner Lebenskonzeption verbunden ist. Fu¨r diese Aufgabe werden trotzdem hier nur drei Gedichte ausgewahlt. in denen der Sinn des irdisch gegenwa¨rtigen Lebens kaum eine Rolle spielt: 1. Ein Wunsch. 2. Komm du. du letzter. den ich anerkenn. 3. Die Grabschrift. die der Dichter selbst fur sich entworfen hat. Die vorliegende Forschung konzentriert sich ausschlieβlich auf die Veranschaulichung der Bedeutung des `Todes`, die in den oben erwa¨hnten Gedichten vermittelt wird. Bei der Analyse werden in erster Linie die a¨uβerliche Form und die inhaltliche Sinnstruktur der drei Gedichte untersucht. indem sie als geschlossener Text betrachtet werden. Mit der Kenntnis aus dieser Textanalyse werden die drei Gedichte inhaltlich miteinander verglichen. Zum Schlus wird die Bedeutung des `Todes` in Rilkes lyrisch erfundenen Welt behandelt. und dabei zugleich das Problem des `Todes` im Zusammenhang mit der perso¨nlichen Lebensgeschichte des Dichters Rilke erla¨utert. Das Gedicht 「Ein Wunsch」 thematisiert, wie der Titel andeutet. eine `Hoffnung`. wann das lyrische Ich "sterben" mo¨chte. Es mo¨chte na¨mlich "sterben", "wenn neues Leben rings sich ru¨hrt". wenn die Erde "im heiβen Glutverlangen / empor zur Sonne sehnend blickt" und auch `wenn der Lenz auf ihre Wangen / den ersten Kuβ. den su¨βen. dru¨ckt". Es ist fu¨r das Ich die Zeit zum Sterben. wenn die Atmospha¨re des Fru¨hlings sich u¨ber die Erde zu verbreiten anfa¨ngt. und dadurch die Erde "reichen Blu¨tensegen / rings ausstreut u¨ber Berg und Tal". Die Vereinigung von `Fru¨hling und "Erde. in deren Anfangszeit das lyrische Ich sterben mo¨chte, wird hier durch eine Liebesbeziehung vollzogen. Dies kommt zur Erscheinung besonders in den Versen. in deren das Ich vor dem Sterben zum letzten Mal noch sehen mo¨chte, "daβ die bra¨utlich junge Ranke / umwindet ihre (der Erde1 Stirne sacht". Wie bei einer Hochzeit aus Liebe vereinigen sich der "Lenz und die "Ranke", die beide sich "bra¨utlich". aber aktiv verhalten. mit der "Erde". die zwar eine ma¨nnliche Rolle u¨bernimmt. doch passiv bleibt. Wenn diese hochzeitliche Vereinigung segensvoll beginnt, dann sei das Ich bereit. am "HerzIenl" der Erde zu liegen. Das na¨chste Gedicht 「Komm du. du letzter. den ich anerkenne」ist in der Endphase des Schaffens Rilkes entstanden. oder besser: Dieses Gedicht ist das letzte u¨berhaupt. das Rilke verfaβt hat. Hier wird die Situation des Ichs. das im letzten Moment des schmerzensreichen Sterbens ist. beschrieben. Das Ich leidet unter einem ~heillose[n] Schmerz im leiblichen Geweb", das im Gedicht mit der Verbrennung eines Holzes in der Flamme symbolisch dargestellt wird. Von dieser leidenden Verbrennungszeremonie erwartet das Ich. alle bisherigen "Erinnerungen" loszuwerden. die sein Bewusstsein gegenwa¨rtig bestimmt. Ihm ist auch bewusst, dass seine gegenwa¨rtige Existenzform durch die Verbrennung "unkenntlich" wird. Vor dem Unkenntlich-Werden zo¨gert das Ich nicht. weil es im Herzen einen gewissen "Vorrat" hegt, der schweigsam bleibt, doch zum "Ku¨nftige[n]" geeignet ist. Diese Unkenntlichkeit gilt als die Erscheinungsform des Ichs im Jenseits bzw. im "Leben. Leben: Drauβensein", wo das Ich "gro¨βer" wird. Im dritten Gedicht, das in dieser vorliegenden Arbeit zuletzt wird. geht es um die Grabschrift, die der Dichter selbst fu¨r sich verfasst hat. Rilke beschreibt hier unter anderem die "Rose". die im abendla¨ndischen Geisteskulturraum als ein Symbol fu¨r *unio mystica". na¨mlich eine geheimnisvolle Vereinigung der Seele mit Gott. betrachtet wird. Fu¨r Rilke selbst gilt diese "Rose" als eine Vereinigung seiner Seele mit den kunstlerischen Werken. die er sein Leben lang entworfen hat. Der Dichter stirbt. und sein Ko¨rper verabschiedet sich von dieser irdischen Erfahrungswelt. aber seine Seele b
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1972 vero¨ffentlichte Gu¨nter Grass dieses Werk. Grundlage fu¨r die nachtra¨gliche Ausarbeitung zum Buch ist das eigentliche `Tagebuch einer Schnecke`. ein Lichtenbergsches `Sudelbuch`, das Grass wa¨hrend des Bundestagswahlkampfs 1969 fu¨hrte und das er bis Herbst 1971 zu dem Buch `Aus dem Tagebuch einer Schnecke` ausarbeitete. In diesem Werk gibt es zwei Zeitebenen. A¨uβerlich werden Bezu¨ge zu Ereignissen zwischen 1969 und 1971. d.h. `der linear erza¨hlte Wahlkampf im 1969` beschrieben. Aber in diese a¨uβerliche Sturktur wird die chronologisch eingelegte Geschichte der Danziger Juden von 1929 bis 1945, die `Schneckenfabel`, integriert. Wahlkampf und Judenverfolgung. die eigentlichen Hauptthemen des Buches, sind aufs engste verknupt, sie bedingen sich geradezu gegenseitig. Wahlkampf und Schneckenfabel sind verknupft durch die Bezeichnung der SPD als `Schneckenpartei`, die zo¨gernd und beharrlich ihren Weg geht. Ebenso sind die Juden ein Schneckenvolk. das seit der Exilierung unterwegs ist und von den anderen Vo¨lkern wie die als Schadling geltende Ackerschnecke bis zur Ausrottung verfolgt wird. Gleichzeitig ist mit der Hauptfigur Zweifel die Schneckenfabel verbunden. Gunter Grass hatte als Politiker das direkte Ziel. den ehemaligen Pg. Kiesinger als Kanzler abzulo¨sen. Als Epiker hat er das langfristige Ziel. das Unrecht und die Verbrechen der Nazi-Zeit im Bewuβtsein des Volkes wachzuhalten. durch das und in dessen Namen sie geschehen sind. Durch Zweifels Geschichte erza¨hlt Grass eine Geschichte aus dem Dritten Reich. und zwar aus dessen dunkelstem Kapitel. der Judenverfolgung und Judenvernichtung. Auf die sich zuspitzende Situation der ju¨dischen Mitbu¨rger reagiert Zweifel mit konkreter Solidarita¨t und Hilfe im bescheidenen Rahmen des ihm Mo¨glichen. bis er schlieβlich Verfolgung und Todesgefahr mit den Juden teilt. Neben dem direkten politischen Ziel. Kiesinger als Kanzler abzulo¨sen. ist die Warnung des Autors Gu¨nter Grass vor der Neigung zum Vergessen der Nazi-Zeit ein direkter Beitrag zur politischen Kultur seines Landes. `Ein Schriftsteller muβ vernarbende Wunden aufreiβen. damit kein Krankheitsherd zuru¨ckbleibt.` Das bedeutet. er muβ durch `die Bewa¨ltigung der Vergangenheit` stellvertretend den Weg zur deutschen Gegenwart finden. Grass sagt. dafu¨r muβ der Schriftsteller `gegen die Zeit schreiben.

문학 : 하인리히 뵐의 소설기법 연구

정인모(In Mo Jeong)
한국독일어문학회|독일어문학  12권 0호, 2000 pp. 195-218 ( 총 24 pages)
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Heinrich Bo¨ll wird immer wieder rezipiert als ein konventioneller Erza¨hler, der bei den Erza¨hlstrukturen des l9. Jahrhunderts `stehengeblieben` ist. Seine Werke gelten bei Konservativen sogar als `Trivialliteratur`. Obwohl Bo¨ll in seinen fru¨hen Jahren einen `Druck` des "Ungelesenen" im Kopf zu spu¨ren meinte - (Der Nationalsozialismus hatte ja die Tradition der modernen Literatur in Deutschland radikal abgeschnitten.) -, versuchte er danach immer. seine Erfahrungen in seine eigenen Sprache und mit seinen eigenen Erza¨hlstrategien auszudru¨cken. Ein bisschen spa¨ter kam er in Kontakt mit den Stro¨mungen der modernen deutschen Literatur und la¨sst endlich auch die Mo¨glichkeit einer modernen deutschen Nachkriegsliteratur erkennen. Hier wird Bblls Erza¨hltechnik unter vier Aspekten untersucht, na¨mlich der Besonderheit der Ich-Romane. der Erinnerungstechnik. der Detail-Technik und der Symbolik. Die Hauptwerke, wie 「Und sagte kein einziges Wort」, 「Das Brot der fru¨hen Jahre」 und 「Ansichten eines Clowns」 . sind Ich-Romane. Indem Bo¨ll sich ausschlieβlich auf die Perspektive des Ich-Era¨hlers beschra¨nkt, erzielt er damit eine versta¨rkte Identifikation des Lesers mit dem Ich-Erza¨hlers und la¨sst ihn die Wirklichkeit gleichsam durch die Augen des Erza¨hlers warhnehmen. Der Ich-Erza¨hler des Werks 「Das Brot... 」la¨βt die Schwierigkeit und die Leiden seiner fru¨hen Jahre erkennen. Im Werk 「Ansichten... 」 wird mit der extrem subjektiven Ich-Perspektive Kritik an der Wirklichkeit geu¨bt. Es ist auffallend. daβ in 「Und sagte kein einziges Wort」 zwei Ich-Erza¨hler auftreten. Fred und Ka¨te Bogner erza¨hlen abwechselnd ihre Situation und stellen das Elend in der Nachkriegszeit dar. Bo¨ll nu¨tzt immer gern die Technik der Erinnerung. die wir bis in sein letztes Werk hinein leicht finden ko¨nnen. Die Protagonisten seiner Werke ko¨nnen die NS-Zeit nicht vergessen. Andererseits ermo¨glicht es diese Technik, die vielen Opportunisten zu kritisieren. Auβerdem werden in den meisten Werken hauptsa¨chlich Details des Alltagslebens dargestellt. Diese Detail-Technik funktioniert nicht nur als Maβstab fu¨r die Wirklichkeitskritik. sondern dient auch Bo¨lls Vorstellung einer reinen Menschlichkeit. In den Werken Bo¨lls bedeutet immer das Allta¨gliche und das Konkrete die Humanita¨t. Fu¨r Bo¨ll ist auch die Symbolik wichtig. Das Symbol "Sakramente des Bu¨ffels" und "Sakramente des Lamms" unterscheidet zwei Figurengruppen voneinander, na¨mlich bo¨se und gute. Das Symbolwort "Brot" erscheint auch ha¨ufig, besonders in 「Das Brotㆍㆍㆍ」 Es hat sowohl eine negative als auch eine positive Bedeutung. Das Brot ist aber vor allem ein Symbol fur Liebe und Mitmenschlichkeit. Farben spielen auch eine Rolle. Die zwei Farben `rot` und `gru¨n` erhalten in Bo¨lls Werken symbolische Bedeutung; sie erscheinen vor allem in 「Das Brotㆍㆍㆍ」 Wa¨hrend die Farbe `rot` negative Aspekte unterstreicht, ist `grun` fast immer positiv. Am Beispiel solcher Erza¨hltechniken ko¨nnen wir erkennen. daβ H. Bo¨ll vielerei literarische Mittel erprobt hat. Daher ko¨nnen wir das Werturteil begru¨nden, daβ Bo¨lls Werke nicht nur moralisch. sondern auch a¨sthetisch sehr bedeutend sind.
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