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DOKILOMUNHAK


  • - 주제 : 어문학분야 > 독문학
  • - 성격 : 학술지
  • - 간기: 계간
  • - 국내 등재 : KCI 등재
  • - 해외 등재 : -
  • - ISSN : 1229-1560
  • - 간행물명 변경 사항 :
논문제목
수록 범위 : 21권 0호 (2003)

알프레드 되블린 소설에 나타난 베를린 시민상

공선자 ( Gong Seon Ja )
한국독일어문학회|독일어문학  21권 0호, 2003 pp. 1-25 ( 총 25 pages)
6,500
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알프레드 되블린(Alfred Doblin, 1878-1957)은 프란츠 카프카, 토마스 만, 로버트 무질과 함께 20세기 초의 독일 소설을 대표하는 작가로서 현대의 위기를 전통적 가치의 붕괴에서 보고 있다. 베를린을 배경으로 쓴 알프레드 되블린의 소설 바트첵의 증기 터어빈과의 싸움 Wadzeks Kampf mit der Dampfturbine (1918)과 베를린 알렉산더 광장 Berlin Alexanderplatz (1929)은 작가가 베를린의 현대 산업사회 속에서 설자리를 찾기 위해 싸우는 살아 있는 주인공들을 묘사했다. 두 소설의 중심에 있는 바트첵과 비버코프의 가부장적인 생각과 행동은 남성적인 우월감에 기인한 ‘강한’ 남성상을 그리고 있는데, 이 논문의 흥미는 이 남성 속에 파묻혀 별 두각을 드러내지 못했던 여주인공들이다. 두 남자 주인공들은 가부장적인 세계관과 사회적으로 아직 용납되는 남성적인 세계를 대변하고 있다. 바트첵의 가부장적인 세계관은 급기야 그를 정신분열로 이끌고 스스로 만들어낸 가상의 싸움에 대비케 하며, 비버코프의 남성적인 행동양식의 원칙은 단정하지 못한 삶과 그의 범죄로 이어지고 그의 존재가 사회에서 이방인의 모습으로 나타난다. 두 남자의 폭력적인 결투로 이어지는 비버코프와 라인홀드의 싸움은 작가가 보여주는 극단적인 남성위주의 사회 베를린의 모습이지만, 소설에 그려진 비버코프의 죽음은 또한 남성적인 긍지의 파괴이기도 하다. 비버코프의 새로운 삶에 있어서 여인들의 역할은 분명히 제시되지 않고 되블린의 베를린 알렉산더 광장 연구에서도 그 동안 관심 밖의 일로서, 아마도 비버코프의 연대감은 단지 남성위주의 사회인 익명의 공장안에서만 유용한 듯 하다. 바트첵 소설에는 파우리네 바트첵 Pauline Wadzek과 가브리엘 베셀 Gabriele Wessel 이라는 두 여인의 묘사가 인상적이다. 파울리네 바트첵은 바트첵의 부인으로 처음에는 남편에 억눌려 있으나 소설의 끝 무렵에는 자의식 있는 여인으로 묘사되고, 가브리엘레 베셀 또한 소설의 처음에는 부유한 롬멜의 애인으로 남아 있기를 원하나 소설의 끝 무렵에서 목적의식이 분명한 여인으로 바트첵의 미국행을 가능케 함으로써 바트첵에게 새로운 삶의 가능성을 열어준다. 베를린 알렉산더 광장에서 여자들은 모두 남자들의 희생물 Opfer로서 Ida와 Mieze는 모두 남자들에게 살해당하는데 미체뿐 아니라 이다의 죽음은 주인공 비버코프에게 새로운 삶으로 인도하는 결정적인 역할을 한다. 두 소설에 등장하는 베를린의 여인들은 희생적이나, 자의식을 가진 삶의 주체로서 그려진다.

범신론 논쟁에 대한 하이네의 비판과 그의 진보적 범신론

김연순 ( Kim Yeon Sun )
한국독일어문학회|독일어문학  21권 0호, 2003 pp. 27-47 ( 총 21 pages)
6,100
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In den 1830er Jahren steht Heine der Pantheismus als eine religiose und zugleich philosophische Uberlegung vor Augen, die auf der Basis des dialektischen Philosophiesystems Hegels angestellt wird. Dabei platziert Heine Spinozas Philosophie in ein neues, hoheres Ganzes gegensatzlicher Systeme. Er behauptet, insbesondere seit der Neuzeit habe Spinoza großen Einfluss auf die Geistesgeschichte Deutschlands ausgeubt. Geschichtlich gesehen ist Heines Pantheismus selbst in der Tradition des schon funfzig Jahre zuvor gegen Spinoza eifernden Pantheismusstreits in der Aufklarung verwurzelt, dessen deutliche Spur im theologischen, philosophischen und kunstlerischen Bereich zu finden ist. Heine mischt sich in den im theologischen Sinne nicht mehr aktuellen Streit ein und bezieht den Begriff der Existenz Gottes im politischen, sozioethischen und anthropologischen Sinne in die Auseinandersetzung mit Deismus, Dualismus und zeitgenossischem Pantheismus ein. Dabei zeigt sich, wie Heine der philosophischen Reproduktion des Pantheismus Spinozas eine moderne Farbung gibt. Was Heine dabei im Hinblick auf Spinoza sieht, ist ein großes System, das in sich selbst den Bereich des Himmels und der Erde umfasst. Doch ist seine große Natur ‘in ihrer lebendigsten Ruhe’. In diesem Punkt lasst sich die progressive, emanatische Eigentumlichkeit des Pantheismus Heines im Sinne eines Abgehobenseins von Spinozas waagerechtem emanatischem Pantheismus unterscheiden. Genau hier enthalt Heines Pantheismus die Intention der sozialen Reform.

홀로코스트 문학에서의 기억과 역사 -루트 클뤼거의 『생존의 문제』를 중심으로

류은희 ( Lyu Eun Hui )
한국독일어문학회|독일어문학  21권 0호, 2003 pp. 49-69 ( 총 21 pages)
6,100
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Diese Abhandlung behandelt Ruth Klugers weiter leben und versucht der Thematik `Erinnerung` an den Holocaust nachzugehen. Ruth Kluger, geboren 1931 in Wien, ist judischer Herkunft und hat Auschwitz uberlebt. weiter leben ist ein autobiographischer Text, in dem sie sich an ihre Jugend in Auschwitz und in anderen Lagern erinnert, und stellt `Auschwitz`als Hauptthema in den Vordergrund. In der deutschen Gegenwartsliteratur ist ein solches Werk selten zu finden. `Auschwitz` war in der deutschen Nachkriegsgesellschaft, in der ?Selbst-Entlastungsmechanismen? und `Schweigen`uber die jungste Vergangenheit herrschten, lange Zeit ein Tabu. Danach ruckte `Auschwitz` seit etwa Mitte der 80er Jahre in den Mittelpunkt der offentlichen Debatten uber die Historisierung des Nationalsozialismus und dementsprechende Holocaust-Gedenkstatten-Bauplanung. In Klugers Erinnerung ist `Auschwitz` die `gegenwartige Vergangenheit`und sitzt als Trauma fest. Die Autorin macht deutlich, dass ihre Erinnerungsarbeit im Grunde nichts anderes ist als eine Auseinandersetzung mit diesem Trauma. Dabei unterscheidet sie ihre Einstellung zur Literatur emphatisch von der Adornos, der das Gedichtschreiben nach Auschwitz fur unmoglich hielt, und auch von der Paul Celans, dessen Auschwitz-Gedicht keine Deutungen des Geschehens ermoglicht. Ihre autobiographische Aufzeichnung soll als Zeugenaussage Dokument sein und zugleich ?Reime? haben, um die Erinnerungen der anderen reizen und die vom Krieg zerbrochenen kommunikativen Brucken zwischen ihnen wieder herstellen zu konnen. Die `individuelle Erinnerung` des Holocaust-Zeugen verbindet sich bei Kluger notwendigerweise mit der `kollektiven Erinnerung`, indem jene Erinnerung gezielt gegen die `Geschichtsvergessenheit` und fur die `Vergangenheitsbewahrung` geschrieben wird. Kluger sieht die Gefahr, dass mit dem `Generationswechsel`die Vergangenheit bei den gegenwartigen Generationen anders erinnert wird, als sie oder ihre Generation sie erlebt haben. Der kollektiven Erinnerung, die viele Generationen umfasst, und in der der erfahrungsgesattigte gegenwartige Vergangenheitskontext verwischt wird, liegt das Problem der Historisierung der Vergangenheit zugrunde. Die Kluft zwischen Gedachtnis und Geschichte, zwischen den Ausschwitz-"Gespenstern" im Trauma und der Holocaust-Gedenkstatte auf dem von Vergangenheitsspuren entleerten Gelande, legt eine kritische Haltung gegenuber der `Erinnerungspolitik`in Deutschland nahe. Sie suggeriert aber auch im erweiterten Blick eine kritische Betrachtung der japanischen und der sudkalifornischen Gedenkkultur. Und schließlich spricht sie auch uns an.
6,500
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Die in Ovids Metamorphosen erzahlte Geschichte vom Bildhauer Pygmalion, der sich in eine von ihm verfertigte Elfenbeinstatue verliebt und durch die Gunst der Venus die Belebung der Figur und ihre Liebe erlangt, ist in der europaischen Literatur in sehr verschiedenem Sinne interpretiert und verwendet worden. In den Werken Godwi von Brentano, Das Marmorbild von Eichendorff sowie Elementargeister und Florentinische Nachte von Heine ist von Marmorbildern die Rede, und dabei hat jeder Autor den Pygmalion-Stoff auf seine Weise aufgenommen und interpretiert. Das steinerne Bild der Mutter in Godwi ist nicht allein Abbildung eines bestimmten Menschen, sondern zugleich Darstellung einer Lebensgeschichte. Brentanos Marmorbild symbolisiert einerseits die `Unerlostheit`, indem es auf die patriarchalische Macht in der burgerlichen Gesellschaft hindeutet; andererseits symbolisiert es das `Erlosungsverlangen`, indem es Godwi als der Gegenstand seiner Sehnsucht nach der fehlenden Mutter erscheint. Beide Symbolcharaktere gelangen bei Eichendorff und Heine zur jeweiligen Gestaltung, und zwar kombiniert mit ihren entgegengesetzten Weltanschauungen und Geschichtsphilosophien. Stellt Eichendorffs Marmorbild die `Unerlostheit` der antiken heidnischen Welt dar, liest Heine im Marmorbild das `Erlosungsverlangen` der hellenischen Lebens- und Denkweise sowie der sensualistischen Weltanschauung. Wahrend Eichendorffs christliche Grundhaltung die Zuge Pygmalions, namlich die Belebung der Venus durch Florios Phantasie, in damonischer Stimmung verzerrt und verurteilt, findet Heine die Darstellungsform seiner sensualistischen Asthetik im Bildbereich des Pygmalion-Mythos. Eichendorffs Marmorbild handelt vom `Schein-Leben` der Gottin Venus und des Heidentums, aber Heine meint mit Elementargeister und Florentinische Nachte den `Schein-Tod` der antiken Gotter und des Hellenismus auszusprechen. Wahrend Eichendorffs Marmorbild das endgultige Ende der heidnischen Antike symbolisiert, ist Heines Marmorbild als der Ausgangspunkt anzusehen, mit dem sein Kampf gegen das Christentum und den religiosasketischen Spiritualismus beginnen sollte. Auffallend ist in den oben genannten Werken, dass sie jeweils eine neue Interpretation der Versteinerung zeigen, von der im ursprunglichen Pygmalion-Mythos kaum die Rede war. Gerade diese neuen Interpretationen der Versteinerung sind es, die die Pygmalion- Rezeption in diesen Werken insgesamt neuartig machen.

<기억>과 <양심>의 새로운 언어 -마르틴 발저 논쟁

이덕형 ( Lee Deog Hyeong )
한국독일어문학회|독일어문학  21권 0호, 2003 pp. 97-122 ( 총 26 pages)
6,600
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In der vorliegenden Arbeit wird Martin Walsers Sonntagsrede vom 11. 10. 1998 analysiert, die als eine Dankesrede aus Anlass der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels gehalten wurde und kurz darauf einen heftigen Literaturstreit ausgelost hat. Im Ganzen geht es in dieser Rede um eine neue Sprache der Erinnerung und des Gewissens. Aus der Sicht Martin Walsers ist jeder ganz allein, was die Erinnerung bzw. das Gewissen angeht, und nichts ist der Erinnerung und dem Gewissen fremder als Symbolik, wie gut sie auch gemeint ist. Offentliche Gewissensakte, wie sie fast jeden Tag in den Medien vorgefuhrt werden, sind nichts anders als eine solche Symbolik. In dieser fur ihn beklemmenden Situation entsteht seine eigene psychische Strategie des "Sichverschließens und Wegschauens". Gegenuber der Dauerprasentation der deutschen Schande in der Vergangenheit fangt er an, sich zu verschließen und wegzuschauen. In einem gewissen Sinne mag es verstandlich sein, dass er als ein angeblich gewissenhafter Schriftsteller so schnell wie moglich in einer "normalen und gewohnlichen Gesellschaft" leben mochte, die nicht mehr von der Erinnerung an die NS-Vergangenheit uberschattet wird. Aber eine der großten Gefahren der "geistigen Brandstiftung" (Ignatz Bubis) durch Martin Walser liegt meines Erachtens darin, dass er als einer der zur Zeit einflussreichsten Schriftsteller in Deutschland spatestens seit seiner Paulskirchenrede nolens volens ein Katalysator geworden ist (oder werden wollte), durch dessen Hilfe Positionen und Ansichten Mit den Worten Uwe Wittstocks gesagt, wird "Walsers Verfahren, durch literarische Skandale und Debatten das Bewusstsein der Nation umkrempeln zu wollen", allmahlich immer riskanter.

괴테의 『파우스트』에 나타난 속담적 표현과 독일정신

이동용 ( Lee Dong Yong )
한국독일어문학회|독일어문학  21권 0호, 2003 pp. 123-147 ( 총 25 pages)
6,500
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Die Aufgabe der vorliegenden Untersuchung liegt darin, durch die Forschung nach den sprichwortlichen Ausdrucken in Goethes Faust die deutsche Geisteskultur zu veranschaulichen. Fur diese Untersuchung wurde vom 3. bis 31. Januar 2003 in Deutschland eine Umfrage veranstaltet. Die Ergebnisse dieser Umfrage sind zur Basis dieser Arbeit geworden. Die Umfragebogen wurden an insgesamt 600 Personen verteilt. 8 Stuck davon sind nicht zuruckgekommen, aber 592 Personen haben Antworten gegeben, 322 Manner und 270 Frauen. Die Stadte, in denen die Umfrage stattfand, waren Bonn, Koln, Frankfurt und Lubeck. Orte der Befragung waren der Frankfurter Flughafen, Zuge, Bahnhofe, Straßen, Kirchen, und hauptsachlich die Cafeteria und Mensa der Universitat Bonn. An den Ergebnissen der Umfrage kann man erkennen, dass Goethes Faust nach wie vor ein wichtiges Werk fur die deutsche Literatur ist. Diese Meinung wurde von 479 Personen geteilt, was einem Anteil von 80.9% entspricht. Die sprichwortlichen Ausdrucke, die die Deuschen mogen, sind: ① Es irrt der Mensch, solang er strebt. ② Wer uberwindet, der gewinnt. usw. Im Gegensatz dazu sind die Ausdrucke, die sie nicht mogen: ① Man hat Gewalt, so hat man Recht. ② Ein eigner Herd, ein braves Weib sind Gold und Perlen wert. usw. Die letzte Frage der Umfrage war folgende: "Konnten Sie uns Sprichworter angeben, die Ihnen spontan einfallen?" Auf diese Frage wurde 46 Mal von insgesamt 394, d.h. in 11.7% aller Falle, mit Goethe- Zitaten, darunter 41 Mal (10.4%) mit Satzen aus dem Faust geantwortet. Diese Ergebnisse beweisen auch, dass die Deutschen nicht nur den Inhalt des Werkes Faust , sondern auch einzelne Satze daraus wortlich im Gedachtnis behalten haben. Goethes 『Faust』 und die deutsche Geisteskultur sind miteinander verbunden. Dies wurde durch diese Forschungen nachgewiesen. Etwas Besonderes in der deutschen Geisteskultur ist das Streben nach der Tat, die fur Goethe vor allem das menschliche Leben auszeichnet. Wahrend des Strebens kann man aber das Irren nicht vermeiden. Das Irren ist fur Menschen immer vorhanden, wenn sie weiter zu leben versuchen. Die Deutschen sind, wie das Ergebnis der Umfrage zeigt, bereit, mit diesem Irren umzugehen.

한국 최초의 여성 독문학자 전혜린의 삶과 글쓰기에 대한 조명

장순란 ( Jang Sun Lan )
한국독일어문학회|독일어문학  21권 0호, 2003 pp. 149-174 ( 총 26 pages)
6,600
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Hye-Rin Chun ist die erste koreanische Germanistin, die in den 50er Jahren in Deutschland studiert hat. Sie gehort zur Nachkriegsgeneration, die den Korea-Krieg erfahren hat und dadurch vom Verlustgefuhl gepragt worden ist. Wahrend des Aufenthalts in Deutschland hat sie neben dem Studium der deutschen Literatur einige literarische Texte aus dem Deutschen ins Koreanische ubersetzt. Sie gilt als die erste der wenigen Koreaner, die deutsche Literatur nicht auf dem Umweg uber Japan, sondern direkt durch Deutschland kennen gelernt und nach Korea ubertragen haben. Nach ihrer Ruckkehr aus Deutschland arbeitete sie in Korea als Deutschlehrerin und Germanistin. Trotz ihrer besonderen literarischen Begabung und ihres leidenschaftlichen Lebenswillens hat sich ihr Wunsch, Schriftstellerin zu werden, nicht erfullt. Leider ist sie schon im Alter von 31 Jahren gestorben. Obwohl die Ursache des Todes nicht geklart wurde, ist es eine Tatsache, dass die damalige koreanische Gesellschaft ihr keinen Raum zur Verwirklichung ihres Lebenswunsches gelassen hat. In der vorliegenden Arbeit wird anhand eines feministischen Ansatzes untersucht, warum und woran Hye-Rin Chun in ihrem Leben psychisch gelitten hat und schließlich im Leben gescheitert ist. Im ersten Kapitel soll die Identitatsbildung Chuns in ihrer Jugendzeit im Mittelpunkt stehen, wobei der Einfluss des Vaters auf die Bildung ihres Unterbewusstseins in Betracht gezogen wird. Im zweiten Kapitel wird ihre Studienzeit vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Nachkriegssituation Deutschlands betrachtet. Im anschließenden Kapitel werden die krankhaften psychischen Symptome Unruhe, Pathos, Uberempfindlichkeit in Bezug auf die Probleme des Weiblichen analysiert. Abschließend wird Chun als eine schreibende Frau vorgestellt, die ihre weiblichen psychischen Probleme durch das Schreiben auszudrucken versucht.
6,300
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In der Friedenspreisrede des deutschen Buchhandels spricht Walser vom Wegschauen von der deutschen Vergangenheit und kritisiert die Ritualisierung und Instrumentalisierung von Auschwitz zu gegenwartigen Zwecken. Er behauptet, dass das Schuldbewusstsein nicht von außen zu erzwingen ist und jeder nach seinem eigenen Gewissen seine Schuld bzw. Unschuld an der NS-Vergangenheit beurteilen muss. Bei Walser ist von der Normalitat und dem neuen Selbstbewusstsein des deutschen Volkes die Rede, wobei er sich und das deutsche Volk vom historischen Verbrechen freispricht oder zumindest entlastet. Die Gewissensfreiheit wird auch im Roman Ein springender Brunnen gefordert. In diesem autobiographischen Roman geht es nicht nur um die historischen Ereignisse von 1932 bis 1945, sondern auch um die individuelle Identitatsentwicklung der Hauptfigur Johann. Johanns Identitatsbildung steht in engem Zusammenhang mit seiner sexuellen Entwicklung. Johann, der normalerweise dem realen Lebensprinzip widerstandslos gehorcht, lehnt sich manchmal aus Liebe gegen die konventionellen Normen und sozialen Vorschriften auf. Am Romanende gelangt er zum Bewusstsein, dass man das von außen auferlegte Schuldbewusstsein ablehnen und sich nach dem freien Gewissen beurteilen muss. Walser begnugt sich jedoch nicht mit dem Freispruch der Hauptfigur Johann, Walsers alter ego. Er tritt auch dem Stigma des deutschen Volkes in der Hitler-Zeit entgegen. In Ein springender Brunnen werden nicht nur die Unterdruckung und Verfolgung der Juden, sondern auch die deutschen Opfer geschildert. Daruber hinaus werden die Graueltaten der russischen Armee an den Pranger gestellt, wahrend der Vernichtungskrieg der Wehrmacht nur vermutet, ja sogar bezweifelt wird. Angesichts dieser Geschichtsbeschreibung gerat Walsers Forderung nach der Unschuld der Erinnerung, die eine vorurteilsfreie Annaherung an die Geschichte gewahrleisten soll, in den Verdacht der instrumentalisierten Erinnerung. Die Frage, ob Walser damit die Deutschen nicht als Schuldige, sondern als zu Unrecht Beschuldigte zu beschreiben und zu verteidigen versucht, muss hier zu Recht gestellt werden.

토마스 베른하르트와 수전 손택의 『은유로서의 질병』

조현천 ( Jo Hyeon Cheon )
한국독일어문학회|독일어문학  21권 0호, 2003 pp. 199-221 ( 총 23 pages)
6,300
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In der vorliegenden Arbeit wird versucht, die Krankheitsmetaphorik bei Thomas Bernhard aufzuzeigen, wobei von Krankheit als Metapher von Susan Sontag ausgegangen wird. In diesem Buch fordert Sontag, dass die Krankheit nicht als Metapher fur etwas, sondern als Krankheit selbst angesehen werden sollte. Nach Sontag ist nichts so "strafbar, als einer Krankheit eine Bedeutung zu verleihen, da diese Bedeutung unausweichlich eine moralische ist." In seiner Auseinandersetzung mit dem Buch von Susan Sontag hingegen meint Thomas Anz, die Auffassung von der selbstverschuldeten Krankheit sei langst uberholt. Vielmehr sieht er die dominierende Tendenz der deutschsprachigen Literatur in den 70er und 80er Jahren darin, "das Individuum zu entschuldigen, alle Schuldzuweisungen von ihm weg und zu seiner sozialen Umwelt zu verschieben". Diese Erklarung trifft auch auf Thomas Bernhard zu. Besonders in Die Ursache wird das Ich durchgehend als ein Opfer der Umstande geschildert. Diesen Lebensumstanden wird die Schuld zugeschoben, um sich der eigenen Verantwortung zu entziehen. Bei Bernhard wird Krankheit als Voraussetzung zur Steigerung der geistigen Leistungsfahigkeit geschildert. So kann man durchaus von einer Adaption der Krankheitstheorie von Novalis’durch Bernhard sprechen. Aber der Unterschied zwischen den beiden darf dabei nicht ubersehen werden. Wahrend bei Novalis Krankheit den Preis fur den Gewinn der Gottheit bedeutet, ist sie bei Bernhard nur ein Mittel, um zu sich selbst zu finden. Krankheit ist jedoch fur beide eine notwendige geistige Entwicklungsphase. Bei Bernhard konnen Skepsis und Misstrauen, die letztlich nur ein Mittel sind, um ein neues Selbstverstandnis oder gar Selbstvertrauen zu erlangen, als ein positiver Teil von Krankheit angesehen werden. Im Schlussteil dieser Arbeit wird am Beispiel von Wittgensteins Neffe dargelegt, auf welche Art und Weise Bernhard Krankheit als Lehrweg beschreibt.

여성영화에 나타난 역사의 "소외"

최석희 ( Choe Seog Hui )
한국독일어문학회|독일어문학  21권 0호, 2003 pp. 223-244 ( 총 22 pages)
6,200
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In dieser Arbeit werden vier Frauenfilme untersucht, die Ende der 70er bzw. Anfang der 80er Jahre gedreht wurden: Deutschland, bleiche Mutter von Sanders-Brahms, Das Bildnis der Trinkerin von Ulrike Ottinger , Die Reise nach Lyon von Claudia von Alemann und Die bleierne Zeit von Margarethe von Trotta . Frauen stellen andere Inhalte aus einer anderen Perspektive dar, weil sie als Frauen die Welt grundsa¨tzlich anders erfahren. Obgleich die Frage einer weiblichen A¨sthetik in Bezug auf das Filmschaffen von Frauen wiederholt aufgeworfen wurde, haben viele Regisseurinnen den Begiff abgelehnt. In den oben ero¨rterten Filmen wurden die Erfahrungen von Frauen in den Vordergrund gestellt, aber bei allen liegt ein entscheidendes Merkmal darin, wie sie die Realita¨t verfremden. Wenn man eine vertikale Untersuchung daruber durchfuhrt, wie sich eine spezielle Situation anfu¨hlt, kann u¨ber jeden der vier oben ero¨rterten Filme gesagt werden, dass er eine verfremdende Wirkung hat. Deutschland bleiche Mutter verfremdet die Art, auf die wir den Zweiten Weltkrieg als eine Zeit des Todes und der Zersto¨rung und die 50er Jahre als eine Zeit des Wohlstandes in Deutschland wahrzunehmen gelernt haben. Das Bildnis der Trinkerin zeigt West-Berlin im Gegensatz dazu, dass es in der O¨ffentlichkeit als Symbol fur die Freiheit des Westens angesehen wurde, als isolierte Insel. Die Reise nach Lyon zeigt, dass Geschichte nicht etwas da draußen ist und einfach dokumentiert werden kann, wa¨hrend Die bleierne Zeit von Trotta das vorherrschende Bild von deutschen Terroristen verfremdet. Von jedem dieser Filme kann man sagen, dass er mit Schklowskys Forderung ubereinstimmt, dass Kunst die Empfindung von Dingen vermitteln solle, wie sie wahrgenommen werden, und nicht, wie sie bekannt sind. So kann man den Standpunkt vertreten, dass das Konzept der Verfremdung und die Idee einer weiblichen A¨sthetik zwei Mo¨glichkeiten sind, u¨ber dasselbe Pha¨nomen zu sprechen.
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