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DOKILOMUNHAK


  • - 주제 : 어문학분야 > 독문학
  • - 성격 : 학술지
  • - 간기: 계간
  • - 국내 등재 : KCI 등재
  • - 해외 등재 : -
  • - ISSN : 1229-1560
  • - 간행물명 변경 사항 :
논문제목
수록 범위 : 55권 0호 (2011)

권위 박탈의식으로서의 패러디 -예술 전범의 수용과 극복에 있어서 패러디의 기능

김재상 ( Jae Sang Kim )
한국독일어문학회|독일어문학  55권 0호, 2011 pp. 1-24 ( 총 24 pages)
6,400
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Die Expressionisten verfassten bei gleichzeitiger Bewunderung Parodien auf Dichtervorbilder der klassischen Moderne. Denn diese sind einerseits verehrte Vorbilder, aber andererseits lebende arrivierte Rivalen, die das dichterische Selbstwertgefuhl der expressionistischen Avantgarde beeintrachtigten. Diese Ambivalenz gilt besonders den Vertretern der Wiener Moderne. In den Anfangen des Berliner Fruhexpressionismus verstandigten sich die Mitglieder des Neuen Clubs zwar auf Hofmannsthal als Vorbilder, der fur die literarische Avantgarde um 1910 Mabstab in literarasthetischen Geschmacksfragen war. Aber im Jahre 1911/12, wo sich manche Mitglieder des Clubs dem "Sturm"-Kreis oder der "Aktion" anschlossen, distanzierten sich die Berliner Expressionisten zunehmend von Hofmannsthal und der Wiener Moderne. Die parodistische Entweihung vermittelt diese beiden Stadien. Die Parodien grunden sich in dem Bestreben der expressionistischen Avantgarde, die Unzeitgemabheit der neuklassischen Moderne zu entlarven, um sich ihrer als uberholter Stilmuster zu entledigen. Dazu wandte man mit Vorliebe die stilistischen Eigenheiten der Vorbilder auf triviale Alltagssituationen an, um sie als blobe Masche aufzudecken. Georg Heym etwa erprobt in einem szenischen Fragment parodistisch typische Stilmittel Hofmannsthals und der Wiener Moderne. Alfred Lichtensteins Gedicht Komisches Lied ist eine lyrische Parodie auf Felix Dormanns Was ich liebe, das beruhmteste Gedicht der Wiener Moderne, zeigt das formale Ungenugen der Jung-Wiener. Er munzt Dormanns Verabsolutierung der asthetischen Reize vital und drastisch um, macht aus dessen Bekenntnis zu raffiniert-dekadenter Asthetik ein Bekenntnis zur unvermittelten Vitalitat des Lebens. Lichtensteins Parodie ist somit ein Beispiel dafur, dass die Parodie einen wesentlichen Beitrag zur poetischen Selbstfindung leistet.

루터 성서의 언어 형태

김태성 ( Tae Seong Kim )
한국독일어문학회|독일어문학  55권 0호, 2011 pp. 25-47 ( 총 23 pages)
6,300
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Ziel dieser Arbeit ist es, anhand von zahlreichen Belegen aus der Lutherbibel 1545 einen Einblick in die Luther-Sprache im Bereich der Orthographie und Flexionsmorphologie in der Mitte der fruhneuhochdeutschen Periode zu geben. Obwohl die aubere Sprachform der Lutherbibel 1545 der neuhochdeutschenSchriftsprache viel naher steht als die diejenige der fruheren Lutherdrucke, zeigen sich im Bereich der Schreibung und Lautung noch Besonderheiten jener Zeit gegenuber dem Neuhochdeutschen, denn Luther steht noch in der Tradition der regionalen ostmitteldeutschen Schreibsprache. Bei Luther finden sich viele Doppelformen und mundartliche Laute. Bei den Substantiven ist die Tendenz zur deutlicheren Kennzeichnung des Plurals durch den Ausbau der Pluralmarkierung mittels -e, -er, -en und durch Ausweitung des Umlauts beobachtbar. Die Konjugation fruhneuhochdeutscher Verben und die Deklination fruhneuhochdeutscher Adjektive entsprechen schon weitgehend dem neuhochdeutschen Zustand, wenn sie auch in einigen Fallen noch von der spateren Norm abweichen. Von einigen Besonderderheiten abgesehen erstrebt Luther grobere Konsequenz und zunehmende Konsolidierung in Rechtschreibung und Flexion. Nicht zuletzt hat Luther viele Worter vom regionalen zum schriftsprachlichen Gebrauch gebracht, obwohl sich die von ihm benutzten Worter zum Teil nicht im Neuhochdeutschen durchgesetzt haben. Es ist hervorzuheben, dass Luther mit seiner deutschsprachigen Bibel endlich die Weichen fur die schriftsprachliche Vereinheitlichung in einem plurizentrischen Land wie Deutschland gestellt hat. Die Lutherbibel wurde also die Grundlage fur eine gemeinsame deutsche schriftliche Standardsprache.

괴테의 그림묘사 -고전주의 미술관을 중심으로

박신자 ( Shin Ja Park )
한국독일어문학회|독일어문학  55권 0호, 2011 pp. 49-72 ( 총 24 pages)
6,400
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Um die Mitte des 18. Jahrhunderts wird die Kunst fur ihre Eigenheit im Bewusstsein der Autonomitat der Kunst interessant. Nach den neuen Anstregungen des Kunstverstehens bringen die Kunsttheoretiker bzw. Bildbeschreiber ihr eigenes Gefuhl oder ihre Gedanken zum Ausdruck. Unter dem kunstlerischen Einfluss der Zeit beschreibt Goethe das Kunstwerk mit seinem inneren Erleben. Er schildert die Bilder eher in einer poetischen Stimmung als durch die Vermittlung von Informationen und Kenntnissen. Was er demnach vor dem Kunstwerk fuhlt, wird in Literatur verwandelt. Goethes italienische Reise erneuert seine Fruhkunstbetrachtung. Beim Aufenthalt in Rom macht er mit vielen Kunstlern einschlieblich H. Meyer und W. Tischbein Bekanntschaft und gleichzeitig beschaftigt er sich mit der antiken Kunst. Das offnet seine Augen fur die Kunst. Nach der Ruckkehr nach Weimar, bemuht sich Goethe, Weimar -mit Italien zum Vorbild- als klassisches Kunstzentrum in Deutschland darzustellen: Erarrangiert Kunstausstellungen, Preisaufgaben um die Kunst und padagogische Kunstprogramme, damit die italienische kunstlerische Stimmung in Weimar wiederlebt wird. Dadurch dass sich sein Kunstverstandnis an der klassischen Kunst orientiert, entwickelt sich seine Bildbeschreibung stufenweise. Goethe betrachtet das Kunstwerk wissenschaftlich. So sieht er vor einem antiken Bild uber die poetischen Inspiration hinaus etwas Wesentliches im Bild. Wenn er dem deutschen alten Gemalde begegnet, interessiert sich Goethe fur dessen Herkunft und Quelle, die sich auf die Historie der Gestalt und Struktur des Bildes beziehen. Anders als seine bisherige Bildbeschreibung ist seine Betrachtungsweise kunsthistorisch zu sehen. Goethe betrachtet also das Bild schematisch und analytisch in einer wissenschaftlichen Kategorie. Ferner preist Goethe die Landschaftsbilder von Ruisdael, in denen die Natur lebendig, organisch und das Menschenleben mit der Natur harmonisch dargestellt sind. Die lebendige Atmosphare in den Landschaftbildern Ruisdaels gilt Goethe als Ideal. Die Harmonie zwischen Mensch und Natur entspricht der klassischen Kunstbetrachtung und steht gleich gegen die Romantik, die ihren Kunstsinn mit dem Gottlichen verbindet und so der Mensch in der unendlichen Natur als kleines Wesen bleibt. Das romantische Gemalde kontrastiert deswegen mit der klassischen Kunst, in der der Mensch im Mittelpunkt steht. In diesem Sinne kann man sagen, dass Goethes Kunstverstehen die romantische Kunstauffassung uberwunden und die klassische Asthetik aufgestellt hat. Damit erreicht Goethe durch seine Bildbeschreibung nicht nur die klassische Asthetik, sondern zeigt auch seine eigene Bildbeschreibungsweise vor. Solange die Bildbeschreibung nur durch die Schrift oder die Sprache moglich ist, kann sie dann im engerem Sinne als literarische Beschreibung betrachtet werden. Im Anschluss in diesem Sinne ist eine Betrachtung von Goethes Bildbeschreibung in Beziehung mit seiner Literaturentwicklung zu fordern.

독신적(瀆神的) 관점에서 본 괴테의 『베르터』

박종소 ( Chong So Park )
한국독일어문학회|독일어문학  55권 0호, 2011 pp. 73-92 ( 총 20 pages)
6,000
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Goethes autobiografisch gefarbter, auf grobe Resonanz stobender Briefroman uber die Leiden des jungen Werthers verarbeitete nicht nur Protesthaltungen der jungen Generation, sondern zugleich die Aporie eines leidenschaftlich imaginierten, lebensweltlich aber nicht auszulebenden Glucksverlangens des Subjekts. Goethe wollte Werthers Liebe und Tod mittels der unvergleichbaren Autoritat Gottes absolut verklaren und vergeistigen. Es geht in Werther also um die Verabsolutierung des Gefuhls. Die vorliegende Arbeit befasst sich damit, Werther aus der Perspektive der Blasphemie zu betrachten, um die Gedankenwelt des Sturm und Drang, also Gefuhlskult und Protesthaltungen, zu konkretisieren. Im zweiten Kapitel wird versucht, die Relation zwischen dem absolutem IchWerthers und der Blasphemie herauszustellen. In diesem Werk verkorpert Werther ein absolutes Ich von gottlicher Natur, das seine Ichheit zur volligen individuellen Selbstverwirklichung auf das ganze Universum ausdehnt und sich seine eigene Welt schaffen will, wobei auf Jesus Christus angespielt wird. Werther zogert nicht lange, sein eigenes Leiden mit dem Leiden Jesu in Gethsemane zu vergleichen, und glaubt, dass auch er sein Leben aus Liebe zu seiner Lotte hingibt. Im dritten Kapitel stellt sich der blasphemistische Charakter des Werkes mittels der Interpretaton der Metapher des Kelchs noch konkreter dar, wobei die Anspielungen auf die Kinder Gottes und die Verwendung des Gleichnisses vom verlorenen Sohn bei der Darstellung des Selbstmords den Skandal der Tabuverletzung keineswegs milderten. Gott der Vater wird in diesem Werk unter Absolutierung der vaterlichen Eigenschaft verzeihender Liebe aufgefasst und dargestellt in Analogie zu dem "Vater" im Gleichnis "Der Verlorene Sohn". Damit erscheint Gott der Vater als letzte Zuflucht, letzte Heimat, letzter Beichtvater, letzter und hochster Richter, der auch bzw. gerade auch die in der Welt Gescheiterten nicht verstobt. Werther gelangt durch die Gleichstellung seiner Leiden mit der Passion dazu, die gottliche Natur Christi nicht anzuerkennen und dafur den Menschen zu vergottlichen, was das Christentum wohl kaum zulassen kann. Goethe macht in diesem Werk einen Unterschied zwischen Vater und Sohn hinsichtlich ihrer Plane fur die Geschopfe, von denen die einen fur den Vater und die anderen fur den Sohn bestimmt seien. Hier handelt es sich nicht nur um eine "subtile Unterscheidung zwischen der Religion des Vaters und der des Sohnes" sondern vielmehr um einen radikalen Bruch und die Verleugnung des einheitlichen Wesens und Willens von Vater und Sohn.
6,300
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Diese Arbeit befasst sich mit einer anderen Lesart des kanonischen Bildungsromans im 20. Jahrhundert, namlich Der Zauberberg Thomas Manns. Erwird auber als Bildungsroman vor allem sofort nach der Veroffentlichung des Werks als Zeitroman und in den 1980er Jahren als philosophischer Roman uber Schopenhauers Metaphysik rezipiert. Diese traditionellen Interpretationen beruhen auf dem Konzept "Werk", mit dem sie sich ausschlieblich exemplarisch auseinandersetzen. Eine andere Lesart wird jedoch durch das Konzept "Text" begrundet. Nach der Konzeption des franzosischen Philosophen Roland Barthes wird jede Interpretation als Ergebnis des zweiten Lesen des Textes, also als einen Prozess des wiederholten Lesens mit fortschreitenden Erkenntnissen, dargestellt. Diesen Prozess mochte ich hier als "das Wiederlesen"(relecture, rereading) bezeichnen. Die Verschiebung des Konzepts vom Werk zum Text ermoglicht dem Leser das plurale Lesen. Vor allem aber werden die Leser in die Kommunikation des Textes eingebunden. Unter verschiedenen Moglichkeiten des Wiederlesens kann ein Versuch, den Zauberberg als Liebesgeschichte zu lesen, gewagt werden, gerade weil in der Gattung "Liebesgeschichte" eines der heikelsten und am scharfsten manifestierten Themen der Zeitgenossen, namlich die Sexualitat reflektiert und behandelt wird. In dem literaturwissenschaftlichen Diskurs der Postmoderne wird der Beitrag des Lesers oder seine Kooperation zum Konstruieren von Sinn des literarischen Textes fur essentiell gehalten und dem Leser wird ein qualifiziertes Recht zugebilligt, frei von der Autoritat des Autors und Poeten Texte zu lesen. Beim Versuch, Der Zauberberg als Liebesgeschichte zu interpretieren wird vor allem erklart, dass sich der angeblich auktoriale Erzahler als unzuverlassig verrat. Beim Analysieren des Textes mit Hilfe der Erzahltheorie, d. h. des ``unzuverlassigen Erzahlers`` konnen drei Erzahlaspekte herauskristallisiert werden: Das ironische Erzahlen beim Charakterisieren des Heldes, das von der padagogischen Absicht voreingenommene Erzahlen, namlich das entstellende Erzahlen und zum Lezten mal das freiwillig den wichtigen Bericht uber seine Liebesaffare auslassende Erzahlen. Zum ironischen Erzahlen benutzt der Erzahler haufig die Attribute "einfach" und "schlicht" fur den Helden. Im Gegensatz zu diesen Kommentaren des Erzahlers wird der Held am Ende des Romans als der schlaue Held dargestellt. Das entstellende Erzahlen wird dadurch bewirkt, dass der Erzahler Settembrini als die die Entwicklung des Helden ernsthaft beeinflussenden, padagogischen Macht herausstellt und uber sie ausfuhrlich erzahlt. Wahrenddessen wird in der direkten Rede Hans Castorps erklart, dass tatsachlich Frau Schauchat als ein geniales padagogisches Prinzip in seinem Leben auf dem ``Zauberberg`` fungiert. Das auslassende Erzahlen besteht darin, dass der Erzahler die Beziehungen der Frau Schauchat und die Liebe des Helden zur ihr so nachlassig und kurz und bundig erzahlt, dass der eigentliche Anlass des Aufenthalts des Helden im Sanatorium fast verborgen bleibt. Erst wenn durch die drei Aspekte des unzuverlassigen Erzahlens "die padagogische Neigung" des Erzahlers enthullt wird, ist der Leser imstande, Der Zauberberg als Liebesgeschichte zu interpretieren. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Leser beim Wiederlesen, d. h. dem sorgfaltigen Lesen, den Sinn des Textes etwas anders als beim ersten Lesen konstruieren kann. Heutzutage ist es notwendig, die Frage zu stellen: "Wie kann man ein kanonisches Werk wie Thomas Manns Der Zauberberg neu lesen?" Nicht nur zur Antwort auf diese Frage, sondern auch als literaturwissenschaftliches Postulat in der Zeit der Post-Moderne muss das Wiederlesen von Thomas Manns Der Zauberberg -vor allem mit Bezug auf Roland Barthes - versucht und erlautert werden.

제3제국 시대와 영화: 파이트 하를란의 <유대인 쥐스>

송희영 ( Hi Young Song )
한국독일어문학회|독일어문학  55권 0호, 2011 pp. 117-137 ( 총 21 pages)
6,100
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Im Zentrum dieser Arbeit steht die Analyse des Films im Dritten Reich. Der Schwerpunkt wird auf Veit Harlans Jud Sub von 1940 gelegt. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde am 11. 3. 1933 die Errichtung des Reichsministeriums fur Volksaufklarung und Propaganda beschlossen. Goebbelsals Minister dieses neuen Amtsbereichs kontrollierte die Kulturpolitik. Er sah besonders im Film ein nationales Erziehungsmittel, weil der Film ungeheuer tief in die breiten Massen des Volkes hineingreift. Im Dritten Reich wurden in diesem Zusammenhang etwa 1400 Filme produziert. Der Film Jud Sub von 1940 galt als wirkungsmachtigster antisemitischer Hetzfilm des NS-Regimes. "Die im Film geschilderten Ereignisse beruhen auf geschichtlichen Tatsachen", mit der Einblendung dieses Satzes begann der Film Jud Sub. Die versicherte Wahrheitstreue ist jedoch nicht wahr. Der Film behandelte die Lebensgeschichte des Juden Joseph Sub Oppenheimer aus dem 17. Jahrhundert, der am Hof des Herzogs Karl Alexander als Geheimer Finanzrat tatig war. Aber der Film veranderte die historische Vorlage komplett mit der antisemitischen Sichtweise. Die reale Geschichte wurde mit Hilfe filmischer und dramaturgischer Mittel publikumswirksam inszeniert und dabei aktuell wichitige politische Fragen im Dritten Reich betont. Vor allem die Szene der sadistischen Vergewaltigung Dorotheas durch Sub ist ein Hohepunkt der Geschichtsverfalschungen. Der Film exponierte Sub in dieser Szene als brutalen, triebgeleiteten, aber sehr berechnenden Vergewaltiger, der sich uber alle Sitte hinwegsetzte. Dieses Ereignis stellte die wichtigste politische Frage der NS-Zeit in den Vordergrund: namlich die Rassenschande durch den Judentum. Zum Verstandnis der nationalsozialistischen Haltung gegenuber der Sexualitat und dem Judentum liebe sich Folgendes zusammenfassen: Die NS-Rassenideologie, die die judischen Menschen als Angehorige einer minderwertigen Ethnie diffamierte, deren Eigenschaft eine extrem stark entwickelte Sexualitat sein sollte. In diesem Sinne diente der Film Jud Sub grundsatzlich der NS-Propaganda.
6,100
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Die Studie problematisiert das Erzahlverhalten von Benjamin von Stuckrad- Barres Roman Soloalbum, indem sie es mit Nick Hornbys Roman High-Fidelity vergleicht. Als Ergebnis zeigt sich, dass in Stuckrad-Barres Roman kaum eine glaubwurdige Erzahlerinstanz stattfindet, weil die Hauptfigur, die gleichzeitig als Ich-Erzahler fungiert, seinerseits ohne Reflexion auf das von ihr Erzahlte unvorhersehbar kindlich-launig handelt. Die unendliche Zurucknahme des Erzahlten von den naiven Handlungen der Hauptfigur selbst lasst den Leser orientierungslos zuruck. In Hornbys Roman demgegenuber wirkt der Ich-Erzahler authentisch und zuverlassig, weil er immer wieder seine Erlebnisse reflektiert und sich bereit zeigt, seine fehlerhaften Handlungen zu korrigieren. Sein vernunftiger Umgang mit dem Erlebten lasst auch den Leser viel fur die Lebenspraxis erlernen. Die Kluft zwischen der hohen Erkenntnisfahigkeit und den niedertrachtigen Handlungen des Ich-Erzahlers in Stuckrad-Barres Pop-Roman findet ihre Ursache wohl in der Eigenschaft der Massenmedien als purem Zeichen und physischem Anreiz. Der Erzahler, der nicht fur eine moralische Reflexion seiner eigenen Handlungen in der Gesellschaft interessiert ist, fuhrt nur paradigmatische Selbstkommentare des Erzahlens in den Signifikantenebenen der medialisierten Welt durch. Die Krise dieses posthistorischen Zustandes lasst sich scheinbar hochstens noch dadurch uberwinden, dass der Leser im Hinblick auf die Song-Titel der englischen Rock-Gruppe Oasis hin, die jeweils als Titel der 24 Kapitel des Romans zugefugtsind, reflektiert und sich dabei bewusst wird, wie weit die Existenz der Hauptfigur als Ich-Erzahler von der idealen Songwelt abgewichen ist, die noch existentialistisch nach einer sinnvollen Lebensform sucht.

독일어 입말에서의 반복표현

임성우 ( Seong Woo Lim )
한국독일어문학회|독일어문학  55권 0호, 2011 pp. 161-182 ( 총 22 pages)
6,200
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In der vorliegenden Arbeit beschaftige ich mich mit den verschiedenen Formen und rhetorisch-pragmatischen Funktionen von Wiederholungen. Zunachst gehe ich von den Formen der Wiederholung aus, bevor ich mich spezieller der Wiederholung in den pragmatischen Funktionen zuwende. Die verstarkende Funktion der Wiederholung kann die haufigste genannt werden, da sie nicht auf einen Ausschnitt des Sprachgebrauchs beschrankt ist, sondern im literarischen Bereich wie auch in anderen Stilen, vor allem aber im alltaglichen Sprachgebrauch eine bedeutende Stellung einnimmt. Die verstarkende Funktion der Wiederholung ist konventionell bei verschiedenen rhetorischen Repetitionsfiguren: Geminatio, Tautologie, Pleonasmus, Hendiadyoin, Prolepse, Nachtrag usw. Eng mit der verstarkenden Funktion von Wiederholung ist die emotionalisierende Funktion verknupft. Emotionalisierung muss jedoch hierarchisch uber der Verstarkung angesetzt werden. Wiederholt wird das, was semantisch und emotional besonders unterstrichen werden soll. Der Ausdruckswert der Wiederholung ist immer der gleiche: hochste Eindringlichkeit. In gesprochener Sprache wird die Funktion von Hervorhebung und Emotionalisierung haufig genutzt. Zum Beispiel wendet sich der Redner in offentlichen Reden nicht nur an die intellektuellen Fahigkeiten, den Verstand der Zuhorer, sondern will den Horer auch emotional auf seine Seite ziehen, uberzeugen, er spricht seine Affekte an. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die rhetorisch-pragmatische Funktion von Wiederholung in allen Bereichen des Sprachgebrauchs ausgenutzt werden kann. Wiederholung ist also ein beliebtes Hervorhebungsmittel, das auch vom durchschnittlichen Sprachbenutzer haufig eingesetzt wird. Dabei ist die Emotionalisierung als spezieller Funktionstyp erkannt worden.

전치사와 명사로 구성된 합성부사와 동사의 연결체의 표기

전경재 ( Gyung Jae Jun )
한국독일어문학회|독일어문학  55권 0호, 2011 pp. 183-203 ( 총 21 pages)
6,100
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In der vorliegenden Studie wurde anhand von vielen Beispielen erortert, was fur einen Wandel die Getrennt- und Zusammenschreibung von Verbindungen aus einem zusammengesetzten Adverb aus Praposition und Substantiv und einem Verb durch die Rechtschreibreform erfahren hat. Dabei wurden die betreffenden Adverbien in zwei Gruppen unterteilt, namlich in die Adverbien, die vor der Rechtschreibreform mit dem Verb zusammengeschrieben wurden, und in diejenigen, die davor vom Verb getrennt geschrieben wurden. Die Verbindung aus dem Adverb anheim, das der ersteren Gruppe angehort, und dem Verb fallen musste man gemab der reformierten Regelung von 1996 getrennt schreiben (er ist einem Betrug anheim gefallen; ohne einem Betrug anheim zu fallen; ein der Vergessenheit anheim fallendes Ereignis), aber in der Neuregelung 2006 wird die veranderte Schreibweise ruckgangig gemacht, d. h., nun ist die Zusammenschreibung wieder korrekt und regelkonform wie vor der Rechtschreib- reform (er ist einem Betrug anheimgefallen; ohne einem Betrug anheimzufallen; ein der Vergessenheit anheimfallendes Ereignis). Die Verbindung aus dem Adverb beiseite, das der letzteren Gruppe angehort, und dem Verb schieben in der Bedeutung ``absichtlich nicht berucksichtigen`` lieb man auch in der reformierten Regelung von 1996 getrennt schreiben (sie hat ihre Probleme beiseite geschoben; ohne ihre Probleme beiseite zu schieben; ihre beiseite geschobenen Probleme), anstatt die unrichtige Schreibweise zu korrigieren. Erst in der Neuregelung 2006 gilt die Zusammenschreibung endlich als korrekt (sie hat ihre Probleme beiseitegeschoben; ohne ihre Probleme beiseitezuschieben; ihrebeiseitegeschobenen Probleme). Zwar gab es nach der Rechtschreibreform 1996 etwa zehn Jahre lang einen regelrechten Wirrwarr, doch durch die Neuregelung 2006 ist im Bereich Getrennt-und Zusammenschreibung mindestens bezuglich der Schreibung von Verbindungen aus einem zusammengesetzten Adverb aus Praposition und Substantiv und einem Verb wieder die Rationalitat eingekehrt. Das ist ein Grund, warum man sich nicht immer der Ansicht von Rechtschreibreformgegnern anschlieben kann.
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In den spateren 90er Jahren beginnt eine neue Zeit in der deutschen Filmindustrie, die gepragt ist durch die Filmregisseure der neuen Generation. Sie stehen auf dem kritischen Standpunkt gegenuber dem damaligen deutschen Mainstream der Filmindustrie, die sich nach dem Jahr 1982 nur um die Produktion der Unterhaltungsfilme bemuht und uber den geschichtlichen Wendepunkt und die sozialpolitischen Fragen nicht ernst reflektiert. Die Filme der neuen Generation zeigen nicht nur asthetische Vollendung sondern auch Popularitat und werden wegen dieses Charakters als eigenartige deutsche Filme wahrgenommen. Sie spiegeln die gesellschaftliche Konstellation Deutschlands wider und sprechen sozialpolitische Fragen ernsthaft an. Aber sie weisen gleichzeitig die Eigenschaft auf, sich aus der schweren Belastung der historischen Sachen herauszuziehen. Dafuer benutzen die Regisseure Humor, Anspielung und Verfremdungseffekt etc. Die Filmemacher der jungen Generation beginnen gegen das Jahr 1999 damit, Filme uber die Wiedervereinigung zu produzieren. Die reprasentativen Filme sind folgendes: (1999) von Lander Haussmann, (2000) von Sebastian Peterson, (2000) von Oskar Rohler, (2003) von Wolfgang Becker und (2006) von Florian Henckel von Donnersmarck. Es ist bei ihnen zu beachten, dass die Darstellung der Erinnerung an dieehemalige DDR anders ist als die von den Regisseuren der alten Generation. Die Regisseure der neuen Generation halten fest, dass das ehemalige Ost-Deutschland nicht eine beschamende Vergangenheit ist, und beschreiben die Deutschen aus Ostdeutschland nicht mehr als einen Gegenstand des Mitleids oder als komische Charaktere. Stattdessen zeigen sie, dass der Unterschied zwischen Ost -und Westdeutschland in der Welt nicht vorhanden ist, von der sie traumen und die sie schaffen. In diesem Aufsatz werden und analysiert. Diese zwei Filme haben allgemeine Eigenschaften der Filme von der neuen Generation und gleichzeitig eigene Merkmale, die die seelische Leidenschaft der den geschichtlichen Ereignissen gegenuberstehenden Hauptfiguren ausfuhrlich und bildasthetisch ausdrucken. In von Oskar Rohler geht es um das Leben einer Autorin, namens Hanna Flanders, die auf die existenziellen Fragen nach der Einsamkeit, des Gefuhls der Isolation und der Identitatskonfusion etc. stobt. Rohler beschreibt mithilfe von asthetisch stark ausgepragten Bildern ernst und sehr traurig eine Person, die sich der Zeit der geschichtlichen Umwandlung nicht anpassen kann und schlieblich Selbstmord begeht. Der Regisseur spricht in einem Interview davon, dass die Hauptfigur die geistig nicht mehr entwickelten Erwachsenen und die Elterngeneration, die die Verantwortung fur die historischen und sozialen Ereignisse vernachlassigt und selbst zusammengebrochen ist, symbolisiert. von Florian Henkel von Donnersmarck thematisiert die Frage, was das menschliche Leben und die Moral unter dem totalitaren Staatssystem ist, durch die Darstellung der damaligen politischen Realitat der DDR unter der Stasi im Diegesisraum. Dieser Versuch zeigt die reflektierende Ansicht von Deutschen, 17 Jahre nach der Wiedervereinigung immer noch die Art und Weise zu suchen, sich von der Vergangenheit Ostdeutschlands vernunftig verabschieden zu konnen.Ein weiteres Merkmal des Films ist, dass die Hauptfigur Wiesler das Leben und auch die einsame Seele von den Ostdeutschen symbolisiert, die unter dem Stasisystem als Uberwachte und zugleich Uberwachende und als Unterdruckte und zugleich Unterdruckende dasein sollten und dadurch standig fragen, wie man menschenwurdig leben kann. Die hier angesprochenen Filme spiegeln die Perspektive und die Haltung gegenuber dem historischen Geschehnis wider. Es ist weiterhin bedeutungsvoll in dem Punkt, dass die neue Generation die gesellschaftliche Meinung zeigt, dass die Wiedervereinigung nicht im Jahr 1989 vollendet, sondern immer noch im Progress ist.
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