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독일어문학검색

DOKILOMUNHAK


  • - 주제 : 어문학분야 > 독문학
  • - 성격 : 학술지
  • - 간기: 계간
  • - 국내 등재 : KCI 등재
  • - 해외 등재 : -
  • - ISSN : 1229-1560
  • - 간행물명 변경 사항 :
논문제목
수록 범위 : 60권 0호 (2013)

세미오시스와 인지의 관점에서 본 완곡어법

강병창 ( Byong Chang Kang )
한국독일어문학회|독일어문학  60권 0호, 2013 pp. 1-23 ( 총 23 pages)
6,300
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In der vorliegenden Arbeit geht es um die Semiosen und die kognitiven Aspekte von Euphemismen im Deutschen. Die VerhAltnisse von Sprachtabu und Euphemismus wurden bis dahin meist nur in Bezug auf Themenbereiche und ihre sprachliche Taxonomie behandelt. Die Problematik des Euphemismus kann ohne Berucksichtigung seiner semiotischen und kognitiven Motivationen nicht adAquat erfasst werden, denn beim Euphemismus handelt es sich nicht nur um eine rhetorische Trope, sondern auch um einen Zeichenprozess, in dem ein Zeichen fur ein anderes steht oder in dem ein Begriff im Parallelismus mit einem anderen verstanden wird. Dabei spielen kognitive Prozesse wie Metonymie und Metapher eine wichtige Rolle. In diesem Artikel werden zuerst die drei Funktionen des Euphemismus unterschieden: die verhullende, die verschleiernde und die korrigierende Funktion. Verhullende Euphemismen stellen die gesellschaftlich bedingte Reaktion des Sprechers auf die Tabuisierung eines bestimmten Ausdruck dar. Verschleiernde Euphemismen werden vom Sprecher verwendet, um den Horer zu beeinflussen. Korrigierende Euphemismen werden durch die sogenannte "Politischen Korrektheit" motiviert. In dieser Arbeit steht die verhullende Funktion im Mittelpunkt. Anschließend werden Sprachtabu und Euphemismus aus zeichentheoretischer Sicht behandelt. In der Literatur wird kontrovers diskutiert, ob das Sprachtabu den zu nennenden Gegenstand oder das bezeichnende Sprachzeichen betrifft. Wir folgen hier der These von Hjemlslev, dass es nicht die Sache selbst, sondern das Zeichen ist, das unter Tabu steht. Streng genommen betrifft das Sprachtabu eine bestimmte Perspektive oder Art und Weise, einen Gegenstand zu reprAsentieren, die den Euphemismen fehlt. Im letzten Abschnitt werden kognitive Aspekte des Euphemismus am Beispiel der Metonymie und Metapher diskutiert. Metonymische Euphemismen beruhen hauptsAchlich auf [GANZES-FUR-TEIL]- und [TEIL-FUR-GANZES]-Metonymie. Dabei werden umfangreichere konzeptuelle DomAnen und irrelevante oder periphere Teilaspekte als metonymisches Vehikel bevorzugt. Bei den metaphorischen Euphemismen werden zur Steigerung des Verhullungseffekts lieber kreativ-imaginAre SimilaritAt erzielt als bloße sensorisch-perzeptive.

지크프리트 렌츠의 문학과 정치 (Ⅰ) -초기 작품 속에 나타난 참여정신을 중심으로

김동조 ( Dong Jo Kim )
한국독일어문학회|독일어문학  60권 0호, 2013 pp. 25-47 ( 총 23 pages)
6,300
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Lenz` Engagement als Schriftsteller, der handelt, indem er etwas aufdeckt: eine gemeinsame Not, gemeinsame Leidenschaften, Hoffnungen, Freuden, eine Bedrohung, die alle betrifft. Hier zeigt sich deutlich Lenz` engagierte Haltung. Dennoch bedeutet fur Lenz "engagiert" nicht, Literatur als sozial politisches Instrument zu gebrauchen. Ihm geht es um die Wahrheit des menschlichen Daseins. Das Engagement des Autors bedeutet fur Lenz Kritik, aber Kritik, die nicht aggressiv ist. Dieser engagierter literarischer Geist findet sich in allen Werken von Siegfried Lenz. Diese Werke stellen nicht nur einen wichtigen Versuch der VergangenheitsbewAltigung dar, sondern auch seinen engagierten literarischen Geist. Eine Reihe der fruhen Werke von Lenz sind als naive Gegenentwurfe zu der ihn umgebenden Gesellschaft zu verstehen. Seit Anfang der sechziger Jahre hat der Autor Lenz ein reges Interesse an der deutschen Politik entwickelt; er sieht seine TAtigkeit auf diesem Felde als ``eine andere Art der Schreibtischarbeit``. Diese Einstellung ist nicht nur in seiner Dichtung zu finden, sondern auch in einer Reihe expliziter Aussagen - in AufsAtzen, Interviews und Bemerkungen - die seinen Begriff von der Rolle des Schriftstellers in der Gesellschaft darlegen. Nach Lenz` Ansicht besteht die Rolle des Schriftstellers darin, dass er versucht, sich mit der Welt auseinanderzusetzen. Er glaubt, dass ein Schriftsteller, der seine Rolle freiwillig und ohne Zwang wAhlt, eine Verantwortung ubernehmen muss, die uber sein personliches Bedurfnis hinausgeht. Der Schriftsteller ist, als Kunstler, auf besondere Weise sprachbegabt, und dieses Talent verpflichtet ihn zu redlicher Aussage uber alles, was er um sich sieht. Aber wenn der Schriftsteller seine UnabhAngigkeit nicht bewahrt, wenn er sich nicht weigert, sein Talent im Dienste der Machtvollen zu gebrauchen, dann ist seine Arbeit wertlos, und er zerstort sich selbst als Schriftsteller. Bei seiner Bestimmung der Rolle der gegenwArtigen Literatur vergisst Lenz nicht, dass sie eine weitere Aufgabe hat, die immer von Bedeutung gewesen ist: die Lust zu wecken zu unmittelbarer Teilnahme am Dargestellten. Hier liegt der ewige Wert der Literatur. Der Schriftsteller muss - schon aus beruflichen Grunden - zweifeln, doch hegt Lenz die Zuversicht, dass die Zweifel, die er zum Ausdruck bringt, eine großere Wachsamkeit unter seinen Lesern hervorrufen und sie zu einer großeren Teilnahme zwingen wird. Gerade diese Teilnahme und Wachsamkeit will Lenz beim WAhler erzeugen. Fur Lenz als Autor geht es vielmehr darum, einen Dialog mit seinen Lesern zustande zu bringen. Eben wie Lenz - als Schriftsteller - seinem Leser etwas zu bieten versucht, das der ErgAnzung bedarf und seine kritische Aufmerksamkeit verlangt, versucht Lenz durch seine politische TAtigkeit eine kritische WAhlerschaft zu schaffen, die Politikern und brennenden Streitfragen in der Gesellschaft ein großeres Interesse entgegenbringt. Die Bemerkungen von Lenz verweisen auf das VerhAltnis zwischen seinen literarischen Werken und seiner politischen TAtigkeit. Damit hat Lenz klar ausgesprochen, worin sein Engagement als Schriftsteller besteht, und dieses Engagement ist schon in seinen Werken vorhanden.

카프카 작품에 나타난 동물을 통한 내면세계의 형상화

김보회 ( Bo Hoe Kim )
한국독일어문학회|독일어문학  60권 0호, 2013 pp. 49-71 ( 총 23 pages)
6,300
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Kafkas Werke enthalten immer noch viel Problematik, obwohl uber siebzig Jahre nach seinem Tode vergangen sind. Wenn er irgendeine RealitAt beschreibt, wendet er die Existenz um und druckt seine Innenwelt in Worten durch den umgewendeten Gegenstand aus. Wenn man aber seine Werke interpretiert, kann jede Untersuchung nur ein weiterer Schritt auf dem Wege zur Enthullung des Geheimnisses sein, dessen Kern sich vielleicht nie vollig aufdecken lAsst. Diese Arbeit versucht unter den vielen ErzAhlungen, aufgrund dieses literarischen Charakters, Kafkas TiererzAhlungen zu Analysieren. In seinen Werken treten viele Tiere auf, die als Mensch denken und handeln. Dies ist so, weil das Tier Kafka nAher ist als der Mensch, die Verwandtschaft mit dem Tier leichter ist als die mit dem Menschen. Darum beschreibt Kafka in seinen Werken so viel von den Tieren und stellt seine Innenwelt durch das Tier dar. Das Tier in ihm ist ein Ausdruck der Sehnsucht nach einem freien naturlichen Leben. Der Gegensatz von `Schakale und Araber` wird als Selbsturteil und Selbstwiderspruch zwischen den zwei Welten, d.h. zwischen Menschen- und Tiergemeinschaft, die in ihm selbst kAmpfen, beschrieben, und die Erfahrung von Selbstwiderspruchen erfolgt zunAchst aus dem rassischen, religiosen Erlebens Bereich, aus dem familialen Bereich, aus dem VerhAltnis von Leben und Kunst. `Eine Kreuzung `verlAuft also vom friedlichen Lamm uber die kAmpfende Katze zum weinenden Hund, enthAlt Sprung und Aufhebung als ein wesentliches Thema. In `Der neue Advokat` erprobt der Held, Bucephalus die identifikatorische AnnAherung an die humane Gesellschaftsordnung aus der Gegenwelt der Tiere heraus, und hier legt Kafka das VerhAltnis von Macht und Recht innerhalb der gegenwArtigen Gesellschaftsordnung und die Moglichkeit einer Selbstverwirklichung als ein wichtiges Problem ein. Der Affe in `Ein Bericht fur eine Akademie`, der durch die unendliche Wiederholung des Lernens zur Menschenwelt gehort, sucht einen Ausweg aus seinem Lebenskonflikt. Diese Gestalten in Kafkas Werken sind Selbstbezeichnungen aus seiner schopferischen Vision.

축소 조어의 실현 형태와 기능적 양상

김종수 ( Jong Soo Kim )
한국독일어문학회|독일어문학  60권 0호, 2013 pp. 73-95 ( 총 23 pages)
6,300
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In der vorliegenden Arbeit werden die ReprAsentativformen der Diminutivbildung und ihre mannigfaltigen Funktionen im Deutschen behandelt. Die Diminution als sprachliches PhAnomen ist den verschiedenen Sprachen gemeinsam. Aber was versteht man unter ``Diminution``` Die Diminution ist im Allgemeinen die Tatsache, dass ein Grundwort durch bestimmte Wortbildungs- bzw. lexikalische Mittel formal und semantisch modifiziert wird. Bei der Diminutivbildung unterscheidet man in der deutschen Sprache zwei Diminutivformen, und zwar synthetische Diminutivformen und analytische bzw. syntaktische Diminutivformen. Die synthetische Diminution im Deutschen wird durch Suffigierung und PrAfigierung realisiert. Die analytische bzw. syntaktische Diminution wird aber vor allem mit Hilfe von dem Adjektiv klein als Attribut und als Kompositionsglied gebildet. Am hAufigsten verwendet man bei der Diminutivbildung im Deutschen die Diminutivsuffixe -chen und -lein. Solche Formen mit Suffixen werden als synthetische Formen der Diminuierung bezeichnet. Dabei geht es um Verkleinerung und manchmal auch um AffektivitAt. In funktionaler Hinsicht bezeichnet die Diminution bei Substantiven einerseits eine Verkleinerung und andererseits wird durch die Diminution auch manchmal eine emotionale Bedeutung ausgedruckt, die entweder positiv oder negativ sein kann. Pragmatische Funktionen der Diminutive werden im Rahmen der konversationellen Implikaturen erklArt, unter der man im Einklang mit Grice die Inferenz der konventionellen Wort- und Satzbedeutung und der kontextuellen Evidenz versteht. Die Verwendung der Diminutive mit ihrer semantischen Komponente ``klein`` kann als Artikulation der sog. pragmatischen Minimalisierungsstrategie interpretiert werden. Die emotional-affektive Bedeutung der Diminutiven hAngt weder vom Wortbildungsmodell noch von der Wortbildungskonstruktion ab, sondern vom Kontext der Außerung. So haben die Diminutiven manchmal eine positive, manchmal eine negative Bedeutung, jeweils in AbhAngigkeit vom Kontext. Uber die Bestimmung der Funktionen der Diminutive musen daher auch die Beziehung der Kommunikationsteilnehmer, die Textsorte sowie der Funktionalstil einbezogen werden.

괴테의 「어떤 목사의 편지」에 묘사된 부정적 교회관

박종소 ( Chong Si Park )
한국독일어문학회|독일어문학  60권 0호, 2013 pp. 97-117 ( 총 21 pages)
6,100
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Die vorliegende Arbeit befasst sich mit einer 1772 in den Frankfurter Gelehrten Anzeigen erscheinenden Schrift Goethes Brief des Pastors zu *** an den neuen Pastor zu ***, die als eins der wichtigsten religiosen Dokumente aus der Goetheschen Fruhzeit gilt. Was er in dieser kleinen Schrift suchte, war der Geist des Urchristentums, die lebendige Glaubensgemeinschaft noch jenseits aller dogmatischen Orthodoxie. Unter dem Einfluss der Susanne Katharina von Klettenberg hatte Goethe sich der pietistischen Gefuhlsfrommigkeit geoffnet. Da hatte Goethe den bedeutendsten Kopf des radikalen Pietismus Gottfried Arnold und sein monumentales kirchenhistorisches Werk Kirchen- und Ketzerhistorie kennengelernt, was auf die Bildung der Kirchenauffassung Goethes, nAmlich der unsichtbaren Kirchenauffassung entscheidenden Einfluss hatte. Im Brief des Pastors zu *** an den neuen Pastor zu *** bekundet Goethe seinen Abscheu gegenuber den Kontroversen zwischen der lutherischen Orthodoxie und der reformierten Kirche und dabei kommt mehrmals auf die lutherisch-reformierten Differenzen in der Abendmahlslehre zu sprechen. Das bedeutet, dass in dieser Schrift indirekt auch der zu dieser Zeit noch im Amt befindliche lutherische Senior Johann Jakob Plitt (1727-1773) angegriffen wird. Denn Plitt war bei alldem ein strenger Lutheraner. Wie bei Baumgarten steckte unter der vernunftigen Schale ein orthodoxer Kern, so dass auch die konfessionelle Polemik von Plitt mit großer IntensitAt fortgefuhrt wurde. Plitt, dessen AmtstAtigkeit in Frankfurt mit den entscheidenden Jahren der Jugendzeit Goethes zusammenfAllt, ist der fur Goethes Urteil uber das Frankfurter Kirchenwesen wichtigste. Im zweiten und dritten Abschnitt wird versucht, die Aussagen von dem alten Pastor als dem Sender dieses Briefes im Brief des Pastors zu *** an den neuen Pastor zu *** im Hinblick auf die polemische Haltung der lutherischen Orthodoxie und die daraus folgende Herausbildung der negativen Kirchenauffassung Goethes zu interpretieren. Zusammenfassend lAsst sich sagen, dass das negative Urteil uber die lutherische Orthodoxie aufs Goethes eigene Erleben, auf die Eindrucke, die er in der Zeit des Seniors Plitt empfangen hat, zuruckgeht und Goethe in diesem Urteil durch Arnolds Kirchenauffassung, also die unsichtbare Kirche bekrAftigt worden ist.

"자연을 노래하는 횔덜린 찬가는 없다"-동독 생태문학의 지형도 (Ⅱ)

박현정 ( Hyun Jeong Park )
한국독일어문학회|독일어문학  60권 0호, 2013 pp. 119-140 ( 총 22 pages)
6,200
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Dieser Aufsatz ist die Fortgesetzung meiner Untersuchung uber die okologisch orientierte Literatur der DDR, deren erster Teil sich mit den sechziger und siebziger Jahren befasste. In der vorliegenden Arbeit geht es um die sogenannte "Endzeit-Literatur" der achtziger Jahre in der DDR, und es wird uberwiegend die dystopische Vision der Menschheit behandelt. Das entsprechende Motto der damaligen Zeit hieß: "Erst stirbt die Natur und dann der Mensch!" Vor dem Hintergrund einer sich weltweit verschArfenden Ost-West-Konfrontation gaben die in den achtziger Jahren wirkenden Schriftsteller ihrer Stimmungslage gegenuber der unerwunschten DDR-Gesellschaft Ausdruck und griffen dabei sowohl zu mythologischen Stoffen, wie sie auch auf das Fehlen von positiven Zukunftsvorstellung (wie Gunter Kunert, Hanns Cibulka) hinwiesen. Fur die okologisch orientierte Literatur, die wesentlich auf Kritik am zivilisatorischen Prozess basiert, zeigt sich, dass ihre fundamentalistische Wendung nicht nur antigesellschaftlich ausgerichtet ist, sondern unausgesprochen die VerAnderungsmoglichkeit der sozialistischen Gesellschaft thematisiert. Nichtsdestoweniger fordern einige feministischen Schriftsteller (wie Monika Maron) weder zur Resignation, noch zur radikalen Revolutionierung der politischen und okonomischen Strukturen auf. Sie orientieren sich vielmehr in Richtung einer ``sanften Revolution`` des okologischen Bewusstseins und eines verAnderten Umgangs mit der Natur. Auch die Defizite der wissenschaftlichtechnischen Faktoren werden in Hinblick auf eine neue zivilisatorische Deformation in Betracht gezogen. Nicht nur die RealitAt der Umweltkrise, wie Luft- , Wasser- und Bodenverschmutzung sowie die von Technologie und Industrie entfremdete Landwirtschaft und deren Arbeitsbedingungen, werden von zahlreichen Literaten dargestellt, auch zukunftsorientierte Alternativen fur einen neuen Umgang mit der Krise werden durch okologische Informationen aufgezeigt. Eine radikale Bestandaufnahme geschAdigter Natur erfolgt zwar nicht, doch das Vertrauen in den technischen Fortschritt scheint erschuttert.
6,200
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Anhand von Grass` Novelle Im Krebsgang und Shins Roman Please Look After Mom versucht diese Arbeit, die PhAnomene der Gegenerinnerungen als ein neues literarisches Gestaltungsprinzip zu betrachten. Unter Gegenerinnerung versteht man eine Erinnerung, die Elemente in den Vordergrund stellt, die in der offiziellen Erinnerung unterdruckt bzw. vergessen werden. Die Werke von Shin und Grass wenden dieses Prinzip sehr eigenartig an. Jedoch wirkt es auf der Ebene der ErzAhlweise des Romans sehr entschieden. Auf dieser Ebene werden ein und dasselbe Ereignis und ein und dieselbe Person von individuellen GedAchtnisspeichern in hochst unterschiedlicher Weise erinnert. Manche Erinnerungen gehen aber noch einen Schritt weiter, indem sie einer anderen Erinnerung explizit widersprichen. Dieses Prinzip gilt fur die Gegenerinnerungen. "Du erinnerst es so, aber ich erinnere es anders, weil ich erinnere, was du vergessen hast." WAhrend eine Erinnerung in der Form einer traditionellen Geschichte oder einem Werk der Geschichtsschreibung kodifiziert wird, entsprichen Gegenerinnerungen dem, was Nietzsche "wirkliche Historie" und Foucault "counterhistory", also Gegengeschichte genannt haben. Insbesondere behauptet Foucault, dass man die Geschichte von dem Bild losen soll, in dem sie sich lange gefallen hat: dem eines tausendjAhrigen und kollektiven GedAchtnisses, das sich auf materielle Dokumente stutzte, um die Frische seiner Erinnerungen wiederzufinden. Meines Erachtens ist es diese "Frische", die durch die neue ErzAhlweise der beiden obengenannten Autoren zwar rekonstruiert wird. Aber ihre GedAchtnisse werden auf der Basis der Gegenerinnerungen relativiert. Shin fokussiert die Probleme der personlichen Erinnerungen der Familienmitglieder uber ihre vermisste "Mutter", die von keinem anderen abschließend zu bestAtigen sind. In ihrem Werk Please Look After Mom versucht sie das in diversen GedAchtnisspeichern Aufbewahrte fast fragmentarisch aufzuschreiben, so dass Schlussfolgerungen uber die AlteritAt der Erinnerungen an die "Mutter" ziehen lassen. Der Roman zeigt, dass das Erinnern grundsAtzlich rekonstruktiv verfAhrt, es geht stets von der Gegenwart aus, und damit kommt es unweigerlich zu einer Verschiebung, Verformung, Entstellung, Umwertung, Erneuerung des Erinnerten zu dem Zeitpunkt, an dem es wieder ins GedAchtnis gerufen wird. Grass` Novelle Im Krebsgang bleibt fur traditionelle Leser durch die hAufigen Perspektivenwechsel erzAhlerisch eigenartig, weil sie ein wirklich durchdachtes Konstruktionsprinzip vermissen. Die scheinbare Familiengeschichte des Romans hat die Erinnerungsprobleme angerissen, und in vermeintlicher Selbstanklage die Gegenerinnerungen der Figuren anschaulich dargestellt. Doch ein Versuch, diesen Roman als Indikator bzw. Katalysator fur das Aufkommen neonationalsozialistischen Gedankenguts zu lesen, muss scheitern. Die ErzAhlung schafft die Strukturstelle eines impliziten Lesers, dem die Geschichte als unterdrucktes, als bosartig zensiertes Gedankengut erscheint, also im Foucaultschen Sinne als Gegenerinnerungen, die nach Wittgenstein den epistemischen "Reibungen" entsprechen.

하인리히 뵐의 살림의 미학의 출발점으로서의 『사랑 없는 십자가』

사지원 ( Ji Won Sa )
한국독일어문학회|독일어문학  60권 0호, 2013 pp. 163-182 ( 총 20 pages)
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Diese Arbeit untersucht Heinrich Bolls ersten Roman Kreuz ohne Liebe, der erst im Oktober 2002 erschienen ist. In Roman behandelt er seine zwei Themen "Liebe und Religion", denen sein stAndiges Interesse gilt. Er verwirklicht die beiden Themen in der Frau Johanna Bachem, die Mutter von Christoph und Hans. Christoph entwickelt aus einem intensiven christlichen Empfinden heraus Widerwillen gegen das Regime. Dagegen ist der jungste Sohn Hans ein uberzeugter Nationalsozialist und dem System willig. Nicht frei von Gewissensbissen, vor allem im Anblick seiner wortlos anklagenden Mutter, erfullt er doch die von ihm geforderten Schergendienste. Als schließlich seine Zweifel großer werden, lAsst Hans sich als Offizier an die Ostfront versetzen. Hier vollendet sich seine Erlosung, als er seinen wegen Unterstutzung russischer Zivilisten inhaftierten Bruder Christoph vor einer Verurteilung rettet. Er lost sich von seinen DAmonen. Zum Erwecken der Religion und Liebe in ihm trAgt seine Mutter am großten bei, indem ihr trauriger Anblick ihm stets leid tut. Immer trostet sie die zwei Sohne mit WArme und mit menschlichem VerstAndnis, damit die hilflosen Sohne den Mut zum Leben nicht verlieren. Also hat sie eine rettende Funktion. Stellvertretend durch sie verweist Heinrich Boll auf die vielen starken Frauen des Zweiten Weltkriegs. Sie ist die erste Frauenfigur, die die besondere Stellung der Frauen in seinen Werken unterstreicht. Zugleich beginnt er mit dem Erstlingswerk Kreuz ohne Liebe die Asthetik der Belebung in seiner Literatur.

여행과 대학 교양 교육 -프라하와 드레스덴 여행

안철택 ( Cheol Taek Ahn )
한국독일어문학회|독일어문학  60권 0호, 2013 pp. 183-202 ( 총 20 pages)
6,000
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Die vorliegende Arbeit handelt vom ``Reisen und der Bildung an der UniversitAt``.Das Reisen wird immer wichtiger in unserem alltAglichen Leben. Aber erst seit kurzer Zeit wird das Reisen als ein Gegenstand der Wissenschaft betrachtet. Und durch den Einfluss der Kulturwissenschaft ist das Reisen zu einem wichtigen Teil des Studiums geworden. Durch das Reisen kann man fremden Kulturen begegnen. ``Die Fremdheit`` anderer Kulturen ist ein wichtiger Faktor, der den Reisenden dazu bringt, uber die Anderen und zugleich uber sich selbst nachzudenken. So verwundert es nicht, dass das Problem der ``IdentitAt`` eine große Rolle beim Reisen spielt. Man sieht eine fremde Landschaft und besucht fremde StAdte. Aber am Ende der Reise begegnet man immer sich selbst und der Wirklichkeit, in der man lebt. Deshalb ist das Reisen nicht getrennt von der Wirklichkeit. WAhrend einer Reise liest man die Welt vor den Augen, d.h. den Text der RealitAt. In diesem Sinne ist Reisen auch eine Art des Textlesens. In dieser Arbeit geht es um eine Reise nach Prag und Dresden. Diese Reise ist eine Bildungsreise. Man besucht nicht nur die Sehenswurdigkeiten beider StAdte, sondern versucht auch, die StAdte auf einer tieferen Ebene zu lesen. Die jeweilige Stadt kann man durch die Auseinandersetzung mit einem Autor aus der jeweiligen Stadt noch besser kennenlernen. Durch die Analyse des Werks Verwandlung von Franz Kafka weiß man im Falle von Prag, wie das Leben dieser Stadt zu Anfang des 20. Jahrhunderts war und kann es mit der heutigen Wirklichkeit Prags vergleichen. Am Ende des Vergleichs wird auf die Frage eingegangen, was ``der Sinn der Familie im Kapitalismus`` uberhaupt ist. Dresden ist eng mit einem Bild Akis und Galatea von Claude Lorrain verbunden. Um die dargestellte ``Utopie`` in dem Bild sehen zu konnen, empfiehlt es sich, zuvor den Roman Daemon von Dostojewskij zu lesen. Besonders die Meinung Dostojewskijs uber die Utopie ist hier sehr bedeutend. Man kann auf eine Utopie hoffen. Aber der Traum, das Paradies auf Erden zu verwirklichen, kann sehr gefAhrlich sein, wie das Experiment vom Kommunismus zeigt. Die Debatte uber die Utopie in der Wirklichkeit bleibt jedoch weiterhin offen. Trotz Meinungsunterschiede kann man einen moglichen Ausweg finden, der z. B. darin bestehen konnte, dass mit Bildung eine Bildung des Herzens verbunden ist, die Empathie fur Minderheiten und fur die Schwachen in der Gesellschaft weckt. In diesem Sinne ist jede Reise eine Bildungsreise, dient der Bildung des Herzens. Fur die allgemeine Bildung an der UniversitAt ist das Reisen unentbehrlich. Durch das Reisen kann man die Welt vor den Augen und die Welt im Buch lesen.

고고학과 연대기 사이의 역사 -고다르의 <영화사(들)>과 클루게의 『영화 이야기들』

오은경 ( Eun Kyeong Oh )
한국독일어문학회|독일어문학  60권 0호, 2013 pp. 203-222 ( 총 20 pages)
6,000
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Geschichte wird erzAhlt und geschrieben. Wenn jemand behauptet, dass die Geschichte gezeigt werden soll, muss man einfach irritiert sein. Jean-Luc Godard ist genau derjenige, der die Geschichte des Kinos in einem Film und mit verschiedenen Filmen gezeigt hat; Histoire(s) du cin`ma. Fur Godard geht es daruber hinaus nicht um die Geschichte, sondern um ``Geschichten`` im Plural. Der vorliegende Aufsatz behandelt daher das Thema ``die Geschichte im Plural`` bzw. die Darstellung der Geschichte zwischen der Chronik und der ArchAologie. Godard, ein reprAsentativer Regisseur von Nouvell Vague, ist jedoch nicht der Einzige, der Geschichten als Anlass fur eine neue Geschichtsauffassung hAlt. Seit den 60er Jahren hat Alexander Kluge in seinen Texten, Filmen und Fernseh- Programmen die deutsche Geschichte thematisiert. Kluge grAbt die Vergangenheit aus, sammelt Rohmaterialien fur die deutsche Geschichte zwischen Vergangenheit und Gegenwart und setzt sie in Konstellationen des GeschichtenerzAhlens ein. Kluge ist ein Chronist und ArchAologe zugleich, weil er keine Geschichte schreibt, sondern Geschichten erzAhlen lAsst. In diesem Sinne ist sein Buch Geschichten vom Kino als eine Geschichte zu begreifen, die Geschichten aus der Leerstelle der montierten Geschichten herstellt.
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