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DOKILOMUNHAK


  • - 주제 : 어문학분야 > 독문학
  • - 성격 : 학술지
  • - 간기: 계간
  • - 국내 등재 : KCI 등재
  • - 해외 등재 : -
  • - ISSN : 1229-1560
  • - 간행물명 변경 사항 :
논문제목
수록 범위 : 74권 0호 (2016)

논쟁의 연극적 공간과 개방적 리얼리즘-페터 바이스 총체극의 리얼리즘 고찰

김겸섭 ( Kyoumsup Kim )
한국독일어문학회|독일어문학  74권 0호, 2016 pp. 1-25 ( 총 25 pages)
6,500
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Peter Weiss` Dramen sind bisher unter einem sehr eingeschrankten Blickwinkel interpretiert worden. Die Ursache liegt darin, dass Weiss seine Stucke in der Zeit des Kalten Krieges schuf und eine starke sozialistische Tendenz offenbarte. Da die meisten Forscher sich auf die Suche nach dem ideologischen Sinn der Stucke konzentrierten, ubergingen sie die formale Anlage und die vielfaltigen theatralischen Mittel. Die vorliegende Arbeit unternimmt den Versuch, Weiss` Dramen in Bezug auf den Neuen Realismus zu analysieren. Weiss` Dramen sind durch offene Dialektik, Aufgreifen und Interaktion heterogener Stromungen, die intensive Auseinandersetzung mit der Avantgarde und den produktiven Dialog mit dem Linken Theater zu charakterisieren. Weiss war der Meinung, dass die verschiedenen Theaterkonzeptionen nicht in Gegensatz zueinander stunden, sondern vielmehr in ihrer Kombination besonders fruchtbar sein konnten. Das ist die wichtigste Eigentumlichkeit, die den Neuen Realismus von Weiss` Stucken bestimmt. In dieser Arbeit geht es in erster Linie darum, den Rezeptionsprozess und die Uberwindung der Avantgarde von Weiss zu klaren, um die Singularitat seines Realismus synthetisch zu zeigen. Weiss wehrt sich gegen die Institutionalisierung der Avantgarde und halt sich zugleich an ihre positiven Elemente, z.B. die Weigerung gegenuber dem bestehenden System, die Befreiung der Lust und des Unbewussten als Voraussetzung grundlegender Gesellschaftsveranderung etc. Weiss versucht die Mangel der Avantgardisten dadurch zu beheben, dass er den Marxismus und die Brechtsche Konzeption aufgreift. Sein Marxismus laßt sich als ``offene Dialektik`` charakterisieren, die die endgultige Versohnung der Widerspruche bzw. die Synthese der Gegenstande negiert. Die dramatischen Risse, die aus der unterschiedlichen Form (Avantgardistisches Theater und Brechtsches Theater) und Ideen (Idee der Lust und Marxismus usw.) hervorgehen, sind heute als fruchtbare Quellen fur neue Interpretationen zu lesen und als Grundlage fur die Vorbereitung einer kritischen Theorie und Praxis gegen alle Unterdruckungen zu werten.

요한 니콜라우스 테텐즈의 "자기감정"의 이론

김윤상 ( Kim Yun Sang )
한국독일어문학회|독일어문학  74권 0호, 2016 pp. 27-46 ( 총 20 pages)
6,000
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Johann Nikolaus Tetens hat in seinem opus magnum, Philosophischen Versuchen uber die menschliche Natur und ihre Entwicklung (1777), eine grundlegende Methode aufgestellt, die der aufklarerischen Anthropologie als der Fundamentalwissenschaft zugrunde liegt. Kraft dieser Methode, auf die sich der englische Empirist John Locke in seinen An Essay concerning Human Understanding (1690) und die deutschsprachigen Psychologen in der ``Erfahrungsseelenlehre`` verlassen haben, hat Tetens die auf der Erfahrung beruhende Analyse der menschlichen Seele unternommen. Laut ihm ist es nichts anderes als das Selbstgefuhl, das uns es erlauben kann, das, was durch Reflexionen und Schlusse nicht aufgegriffen werden kann, erst unmittelbar gewahrzunehmen und damit zugleich das menschliche Ich als ein aus der komplexen Operation der Seelenveranderungen wie Erkennen,Fuhlen, Affiziertwerden usw. ausgebildetes ganzes Ich aufzufassen. Als eine Modalitat des Selbstgefuhls ist das Gefuhl des Schonen, das selbstreferenziell, selbstgenerierend und selbstgenugend ist, die wichtige Moglichkeitsbedingung zur prinzipiellen Konzeptualisierung der anthropologischen Asthetik, die auf die Idee des ganzen Menschen gegrundet ist. Letztendlich kann die Theorie des Selbstgefuhls von Johann Nikolaus Tetens mit dem Begriff des Gefuhls des Schonen und seinen prinzipbildenden Potenzialen als der Kernbereich der methodologischen Grundlagen der anthropologischen Asthetik erfasst werden. Wenn auch die asthetiktheoretisch innovativen Aspekte der Theorie des Selbstgefuhls von Tetens nicht deutlich hervorzustellen und daher schwieriger zu bewerten sind, hat seine systematische Ausformulierung der (Selbst-)Gefuhlsphanomene zur methodologischen Artikulierung der psychologischen Asthetik des spaten 18. Jahrhunderts beigetragen, und am Ende des 19. Jahrhunderts ist seine Resonanz bei der Experimentalasthetik von Gustav Fechner gefunden worden, der sich fur die spekulative Naturphilosophie des Schellingianers Lorenz Oken begeistert und eigene Psychophysik zum ersten Mal begrundet hat.
6,000
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Im Zentrum dieser Arbeit steht die Untersuchung der emotionalen Narrative in den NS-Propagandafilmen. Der Schwerpunkt wird auf Leni Riefenstahls Triumph des Willens von 1935 gelegt. Dem Medium Film wurde im nationalsozialistischen Regime eine besondere Bedeutung beigemessen, weil es geeignet war, politische Botschaften in einer einfachen Weise zu vermitteln und dabei ein breites Publikum zu erreichen. In Triumph des Willens hat Leni Riefenstahl die wichtigsten Botschaften des Regimes inszeniert, beispielsweise die Einheit von Partei und Fuhrung sowie die Vorstellung einer Volksgemeinschaft. Riefenstahl hat durch eine bestimmte Anwendung von Kamerabewegung, Licht und Musik eine besondere Strategie der Emotionalisierung umgesetzt. Die daraus folgende Akzeptanz der Ziele des Regimes und die kollektive Emotionalitat machen Triumph des Willens zu einem perfekten machtpolitischen Instrument. Der Film kanalisiert Emotion, Kognition und Handeln des Publikums.

독일어와 한국어 진행상 표현의 용법과 문법화에 대한 비교 연구

신용민 ( Shin Yong-min )
한국독일어문학회|독일어문학  74권 0호, 2016 pp. 67-96 ( 총 30 pages)
7,000
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Im Gegensatz zum Koreanischen hat sich im Deutschen der progressive Aspekt nicht als eine grammatische Kategorie manifestiert. Koreanisch verfugt uber grammatische Mittel zum Ausdruck des progressiven Aspekts (``-ko issta`` und ``-cungita``). Im Deutschen kann eine progressive Situation entweder lexikalisch (z.B. eben, gerade, jetzt, noch usw.) oder durch eine periphrastische Konstruktion ausgedruckt werden. Zu den letzteren gehoren die prapositionalen Verbindungen ``am/beim/im + Infinitiv``. Die vorliegende Arbeit beschaftigt sich mit dem Gebrauch und Gramatikalisierungsphanomenen der progressiven Ausdrucksmittel in beiden Sprachen, und fokussiert auf die Konstruktion ``am-Infinitiv`` und ``-ko issta``. Im heutigen Deutsch ist die sog. Rheinische Verlaufsform ``am-Infinitiv`` unter den periphrastischen Konstruktionen am meisten verbreitet. Es ist festzustellen, dass die Konstruktion ``am-Infinitiv`` auf dem Wege der Grammatikalisierung ist, auch wenn sie in vielen Grammatiken und linguistischen Arbeiten als regionale bzw. umgangssprachliche Varietat behandelt wird. Auf dem Wege der Grammatikalisierung weist die Verlaufsform ``am-Infinitiv`` Desemantisierung, phonologische Abschleifung, zunehmende Paradigmatizitat und Fugungsenge auf. Der Prozess der Grammatikalisierung ist in vier Stufen zu unterscheiden, namlich in [am + Infinitiv (intr. V)] < [am + NV (Komposition)] < [am + N + tr. V (Inkorporation)] < [NP + am + tr. V]. Die ersten zwei Stufen (z.B. Er ist am Essen und Er ist am Kuchenessen) sind uberregional verbreitet und standardsprachlich akzeptiert, wahrend die letzten zwei Stufen (z.B. Peter ist am Wohnung suchen und Peter ist eine Wohnung am suchen) als regionale Varietat hauptsachlich im Rheinischen gebrauchlich sind. Die koreanische Verlaufsform ``-ko issta`` ist ein Produkt der Grammatikalisierung, in deren Verlauf eine Reanalyse stattgefunden hat. Dabei hat sich das Existenzverb ``issta`` zu einem Hilfsverb entwickelt. Somit ist der Progressiv im Koreanischen vollig in die grammatische Kategorie (bzw. ins Tempus-Aspekt-Paradigma) integriert. Aber naturlich zeigen sich auch Desemantisierung und zunehmende Fugungsenge von ``-ko issta``. Im Vergleich zu der deutschen Verlaufsform ``am-Infinitiv`` sind im Koreanischen ``-ko issta`` und ``-cungita`` viel starker grammatikalisiert, so dass in allen progressiven Kontexten deren grammatische Markierung obligatorisch ist. Trotz des unvollkommenen grammatischen Status der Verlaufsform ``am-Infinitiv`` stellt deren grammatische Entwicklung eine Bereicherung der verbalen Flexionskategorie dar. Dies zeigt aber ein interessantes gegenphasiges Phanomen des Sprachwandels, denn im heutigen Deutsch zeigt sich tendenziell die Vereinfachung des verbalen Systems (z.B. Ubergang starker Verben in die Klasse der schwachen Verben, Verdrangung der Konjunktive aus der indirekten Rede, Verdrangung des Prateritums durch das Perfekt).

중세 유럽 학문 형성에 영향을 끼친 이슬람 문명

신종락 ( Shin Jong-rak )
한국독일어문학회|독일어문학  74권 0호, 2016 pp. 97-113 ( 총 17 pages)
5,700
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Die Araber brachten nicht nur Wissen der Naturwissenschaften wie der Physik, Astronomie, Geographie, Mathematik und Medizin aus der Welt des antiken Griechentums nach Europa, sondern auch Poesie und Musiktheorie. Die islamische Kultur ubte mehrere Jahrhunderte auf die europaische Kultur eine tiefgreifende Wirkung aus. Der kulturelle Einfluss des Islams auf das europaische Mittelalter war hauptsachlich eine Folge der Besetzung Spaniens durch Muslime, aber auch die Kreuzzuge, durch die man die islamische Kultur kennen lernte und sich zunutze machte. Riesige offentliche und private Buchereien gab es in Spanien, Kinder konnten Schule besuchen. In den Universitaten und Wissenschaftszentren wurden europaische Studenten mit den islamischen Wissenschaften vertraut gemacht. Sie brachten das Wissen mit nach Europa. Uber funf Jahrhunderte hindurch - vom 8. bis zum 13. Jahrhundert - war die Geschichte der Weltzivilisation die Geschichte des Islams. In dieser entscheidenden Zeitperiode befahigte das Zusammentreffen mit der islamischen Zivilisation Europa dazu, seine Fahigkeiten in allen wissenschaftlichen Bereichen, speziell in Philosophie, Medizin, Astronomie, Chemie, Mathematik und angewandte Mechanik zu entwickeln. Eine große Leistung der muslimischen Gelehrten im Mittelalter war es, die Schatze der antiken griechischen Philosophie und Wissenschaftfur die Nachwelt zu bewahren und weiter zu entwickeln.

독일의 기억문화-슐링크의 『책 읽어주는 남자』와 팀의 『내 형을 예로 들어』를 중심으로

신지영 ( Shin Jiyoung )
한국독일어문학회|독일어문학  74권 0호, 2016 pp. 115-142 ( 총 28 pages)
6,800
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Die neuere deutsche "Erinnerungskultur" kann insofern weltweit als ein Vorbild betrachtet werden, als sie die Kluft zwischen der individuellen und kollektiven bzw. "offiziellen" Erinnerung zu schließen versucht. Diesem Bestreben ging eine Erinnerungskultur voraus, die von der 68er-Generation getragen wurde und durch das Schema vom "Tater-Deutschland" und "Tater-Vater" gepragt war. Nach 1989 tritt ein "Paradigmenwechsel in dem Erinnerungsdiskurs" (Welzer) ein, indem die verdrangten personlichen Erinnerungen - in der Literatur besonders in Form der Familiengeschichte - zuruckkehren, Bilder vom "Opfer-Deutschland" vermitteln und auf eine Revidierung der kollektiven Erinnerung drangen. Die Gefahr dieses Paradigmenwechsels liegt darin, dass der soziale bzw. geschichtliche Kontext hinter der Familiengeschichte verschwindet und damit auch die kollektive Schuld der Deutschen. Es kommt daher in der neuen deutschen Erinnerungskultur auf die "Dynamik individueller und kollektiver Erinnerung"(Aleida Assmann) an. Bernhard Schlincks Der Vorleser (1995) und Uwe Timms Am Beispiel meines Bruders (2003) zahlen zu denjenigen Werken der Erinnerungsliteratur, die diesen Paradigmenwechsel vollzogen haben. Sie setzen sich von der Rhetorik der 68er-Generation ab und suchen statt des Bruches mit der Tater-Generation und deren Verurteilung das Verstehen und die Kontinuitat mit ihr. Aber wegen der unterschiedlichen Erzahlstrategien, so meine These, begibt sich das eine Werk durch das Uberwiegen der personlichen Erinnerung in die Gefahr der Geschichtsfalschung, wahrend das andere durch die Dynamik der personlichen und kollektiven Erinnerung zu einem "Klassiker der Gattung" (H. Spiegel) avanciert, also als ein Beispiel gelungener Erinnerungsliteratur betrachtet werden kann. Michael, die Hauptfigur in Der Vorleser kann keinen Vermittlungspunkt zwischen der personlichen Erinnerung an Hanna als Liebhaberin und der kollektiven Erinnerung des Holocausts, in den Hanna als KZ-Aufseherin verwickelt ist, finden. Er kann nicht Hanna verstehen und sie gleichzeitig verurteilen. Er reagiert auf die grausamen Bilder des Holocausts mit "Betaubung" und weigert sich daruber zu kommunizieren. Am Ende bleibt in Michaels Erinnerung und damit auch den Lesern nur Hannas Bild, die sich leidend in das personliche Gewissen zuruckzieht. Auch Timm evoziert die personliche Erinnerung an seinen Bruder, der bei der Waffen-SS diente, aber verhindert im Gegensatz zu Schlincks Michael die "Privatisierung der Erinnerung" (Rutka), indem er sie kontextualisiert: Timm stellt neben die personliche Erinnerung, die aus der eigenen Erinnerung und Erzahlungen der Eltern (kommunikative Erinnerung) besteht, die "festgeschriebene Erinnerung" (Timm) wie Tagebuch und Frontbriefe des Bruders und die kollektive Erinnerung wie die Memoiren von Nazi-Generalen und der Zeugnisse der Holocaust-Uberlebenden. Seine Erzahlstrategie, von ihm "Montagetechnik" genannt, besteht weiterhin darin, dass er nicht eine durchgehende Geschichte erzahlt, sondern fragmentiert, fremde Außerungen durch Kursiv-Schreibung relativiert und das Geschehen durch Selbstbefragung reflektiert. Der Prozess des Schreibens wird dadurch ein Prozess des Verurteilens und gleichzeitig des Verstehens, was Schlincks Michalel versagt ist. Weiterhin trauert Tim uber das Unwissen und die Verbrechen des Vaters und Bruders an deren statt. Das Schreiben ist somit ein Prozess des Suchens nach der Identitat, ohne Verschwinden der kollektiven Erinnerung und auch der kollektiven Schuld. Schlincks Vorleser gilt in Korea als "das" Werk der Literatur der Vergangenheitsbewaltigung der Nachkriegsgeneration, sollte aber nun in Hinblick auf die gesamte Debatte der deutschen Erinnerungskultur, deren vorbildliches Beispiel Uwe Timm mit seiner Familiengeschichte liefert, neu bewertet werden.

하인리히 하이네의 『낭만파』에 나타난 독일문학 비평의 양가성

이덕형 ( Lee Dok-hyong )
한국독일어문학회|독일어문학  74권 0호, 2016 pp. 143-164 ( 총 22 pages)
6,200
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In der vorliegenden Arbeit wird versucht, Heinrich Heines ambivalente Betrachtung der so genannten ``Kunstperiode`` der deutschen Literatur in Bezug auf Die romantische Schule zu untersuchen. Mit Goethes Tod sei das alte Deutschland zu Grabe gegangen, die Kunstperiode sei zu Ende, das junge Deutschland beginne, schreibt Heine in Der romantischen Schule. Trotzdem rief diese Zeit in Heine zwiespaltige Gefuhle hervor. Die deutsche romantische Poesie habe zwar den Geist der Vergangenheit hervorragend begriffen, besonders des Mittelalters, aber alles Gegenwartige begreife sie nicht. Da sie den Geist nicht begreife, der die Gegenwart belebt, sehe sie im zeitgenossischen Leben nur eine prosaische Fratze, so Heine. Zusammengefasst ist die Kernaussage seiner Kritik an die deutsche Romantik im Diktum: "Der Tod ist nicht poetischer als das Leben." Heines Kritik an die deutsche Klassik erreicht ihren Hohepunkt im bedeutungsvollen Vergleich der Goetheschen Werke mit der Unfruchtbarkeit des griechischen Bildhauers Pygmalions: "Die Tat ist das Kind des Wortes, und die Goetheschen schonen Worte sind kinderlos. Die Statue, die der Pygmalion verfertigt, war ein schones Weib, sogar der Meister verliebte sich darin, sie wurde lebendig unter seinen Kussen, aber sie hat nie Kinder bekommen." Zum Schluss sei eine allegorische Stelle aus Der romantischen Schule zitiert, um Heines ambivalente Haltung zur Kunstperiode zu belegen: "Ach! Wie betrubsam ist es, wenn man uberhaupt die Sterne unserer Literatur in der Nahe betrachtet! Die Sterne des Himmels erscheinen uns aber vielleicht deshalb so schon und rein, weil wir weit von ihnen entfernt stehen und ihr Privatleben nicht kennen. Es gibt gewiß dort oben ebenfalls manche Sterne welche lugen, betteln und heucheln; Sterne welche gezwungen sind, alle moglichen Schlechtigkeiten zu begehen; Sterne welche sich einander kussen und verraten; Sterne welche ihren Feinden und sogar ihren Freunden schmeicheln, ebensogut wie wir hier unten."

에토스, 에토스들: 고대 수사학의 에토스를 위한 기고

이재원 ( Lee Jae-won )
한국독일어문학회|독일어문학  74권 0호, 2016 pp. 165-188 ( 총 24 pages)
6,400
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Die vorliegende Abhandlung befasst sich mit dem Begriff des Ethos in der antiken Rhetorik. In der Regel stellt sich der Redner in ein gunstiges Licht, um Aufmerksamkeit zu erzeugen, das Publikum fur sich zu gewinnen und von seinem Anliegen zu uberzeugen. Mit einer negativen Charakterisierung seines Gegners will er erreichen, dass dieser keine Vorteile fur sich erringen kann. Aber der Begriff Ethos bezeichnet in der Rhetorikgeschichte komplexe Zusammenhange, die durch verschiedene Denk- und Uberlieferungsstrome gebildet wurden wie durch Homer, Lysias, Plato, Aristoteles und Cicero. Das Ethos bei Aristoteles wird etwa durch durch drei ethische Qualitaten verwirklicht: Einsicht, Tugend und Wohlwollen. Gemeint sind die lebenspraktischen Erfahrungen des Redners, seine moralische und sittliche Idealdisposition und eine dem Publikum gegenuber wohlwollende Aufgeschlossenheit und Toleranz. Bei Cicero werden die aristotelischen Uberzeugungsmittel als Aufgaben des Redners neu gedeutet. Das Ethos bei Cicero wird umgedeutet als Stimmungserzeugung, womit es eine Bedeutung erhalt, die das Ethos bei Aristoteles nie besessen hatte. Trotz der Unterschiede zwischen Aristoteles und Cicero bezieht sich Ethos in der antiken Rhetorik in erster Linie auf den Charakter des Redners, in zweiter Linie auf den seines Gegners.

"노래의 날개 위에" 일그러진 하이네의 시-하이네와 멘델스존

이홍경 ( Yi Hong-kyung )
한국독일어문학회|독일어문학  74권 0호, 2016 pp. 189-208 ( 총 20 pages)
6,000
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Mendelssohns Lied ``Auf Flugeln des Gesanges``, dessen Text von Heine geschrieben wurde, ist weltberuhmt. Mendelssohn erreichte mit Heines Gedichte vor allem mit ``Auf Flugeln des Gesanges``, als Liedkomponist große Popularitat. Gleichzeitig sind Heines Gedichte von der Vertonung von Mendelssohn nicht wegzudenken. Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, wie Mendelssohns stimmungsvolle Vertonung die Rezeption der Gedichte von Heine beeinflußt und warum Heines Gedichte einseitig aufgenommen werden. Die Arbeit gliedert sich in vier Kapitel. Im ersten Kapitel wird Mendelssohns Verstandnis uber das Lied untersucht. Er verstand das Lied als Gesellschaftskunst und blieb grundlegend der Liedasthetik der Berliner Liederschule treu. Nach dieser Liedasthetik erzielte er in der Komposition Simplizitat, Verstandlichkeit, Sangbarkeit und einheitliche Stimmung. Im zweiten Teil setzt sich die Arbeit mit Heines Gedicht ``Lyrisches Intermezzo`` Nr. 9 auseinander. Heines Gedichte enthalten den Doppelcharakter: Einerseits das parodische, ironische Moment, das meist nicht verstanden wurde, andererseits das naive, sentimentale. Heines Gedichte desavouieren am Schluß ironisch oder zynisch den Ton der Liebe. Aber dieses Gedicht reprasentiert die romantische Seite von Heines Gedichte. Heinesche Ironie scheint in diesem Gedicht keine Spur zu sein. Daher findet das Zerbrechen von Sentiment nirgendswo statt. Im dritten Kapitel soll untersucht werden. auf welche Weise Mendelssohn Heines Gedicht in Musik setzte. Er arbeitete die romantische Komponente aus Heines Gedicht heraus und ubergoß es mit Sentimentalitat im sußen Ton. Rezipienten erleben nach Mendelssohns musikalische Interpretation Heines Gedicht als das stimmungsvolle romantische Gedicht ohne Ironie. Zum Schluß wird gezeigt, auf welche Weise Mendelssohn zur mißverstandene Rezeption von Heines Gedichte beitrug. Besonders wichtig ist, dass die Sentimentalitat von Medelssohns Lied nicht unbedingt eine falsche Aufnahme von Heines Gedicht bedeuten muss. Ganz im Gegenteil ist die Sentimentalitat ein Teil von Heines Gedichte. Die Moglichkeit zur Romantisierung ist in Heines fruhe Gedichte selbst gegeben. Es kann die Ambivalenz von Heines Gedichte sein, die ihre mißverstandene Rezeption mitbestimmt hat. Man soll beachten, dass die Eigenart seiner Gedichte Mischung von Sentimentalitat und Ironie ist. Ironie fungiert als Desavouierung der Sentimentalitat. Zwar ist die zyklische Anlage der Gedichte von Heine von besonderer Bedeutung. Aber Mendelssohn wahlte ein Gedicht aus und berucksichtigte keine bedeutungsvolle zyklische Komposition. Daher wurden ironische Tone seiner Gedichte uberhort. Mendelssohns Lied ist sehr beruhmt und popular. Es kann wesentlich dazu beitragen, dass Rezipienten seine Gedichte als romantische Sinnbilder und nur seine Sentimentalitat wahrnehmen. Um Heines Gedichte richtig zu verstehen, muss man die bedeutungsvolle zyklische Komposition berucksichtigen.
6,200
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Die vorliegende Abhandlung analysiert Rainald Goetz` Erzahlung Rave aus Sicht der literarischen Reflexion in der Systemtheorie von Niklas Luhmann. Die Systemtheorie besagt, dass das Bewußtseinssystem von Menschen von dem Kommunikationssystem der Gesellschaft abweichen kann. Er sagt, dass die modernen Kunstwerke gerade die Abweichung durch kunstkritische Selbstreflexion thematisieren und dadurch paradoxerweise nicht nur zur Desillusionierung der Fiktionswelt, sondern auch zur Illusionierung der Fiktionswelt als einer noch zu perfektionierenden moglichen Realitat beitragen. Rainald Goetz nimmt gerade dieses Verhaltnis der Fiktionalitat zu der Fiktion wahr, aber mit seiner Wirkungsabsicht in verkehrter Richtung,, indem er beim Schreiben sich als den erzahlenden Autor Goetz selbst zeigt, um eine eventuelle illusorische Fiktionsbildung zu behindern und seine Wahrnehmung beim Schreiben als das Authentische zu vemitteln. Aber sein Werk als Folge wirkt anders als seine desillusionistische Wirkungsabsicht, indem die Thematisierung seiner Wahrnehmung ihrerseits die Reproduktion der Wahrnehmung verursacht. So sieht die Fiktionswelt wie eine mogliche Realitat aus, die sich von dem Autor Goetz verselbstandigt. Das ist auf die Wirkung der Reflexion auf die Wahrnehmung zuruckzufuhren, die sich als Medium reproduziert.
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