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독일어문학검색

DOKILOMUNHAK


  • - 주제 : 어문학분야 > 독문학
  • - 성격 : 학술지
  • - 간기: 계간
  • - 국내 등재 : KCI 등재
  • - 해외 등재 : -
  • - ISSN : 1229-1560
  • - 간행물명 변경 사항 :
논문제목
수록 범위 : 76권 0호 (2017)
6,800
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Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Spannungsverhaltnis von Familie und Gesellschaft in der deutschen Literatur des 19. Jahrhunderts. Stellvertretend werden Kleists Novelle Die Marquise von O… und Fontanes Effi Briest analysiert. Das Konzept der `burgerlichen Familie` des 18. Jahrhunderts als gesellschafsabgewandte Privatsphare mit moralischen Werten ist im Begriff, langsam aufgelost zu werden. In Kleists Novelle scheinen die Familienverhaltnisse außerlich intakt. Aber anlasslich des Bekanntwerdens der unehelichen Schwangerschaft der Marquise kommt es in der Familie zum Eklat, weil die Familienmitglieder die herrschenden Werte und strengen Regeln der Gesellschaft internalisiert und diese zum Kriterium ihres Handelns machen. Die Protagonistin wird von der Familie verstoßen, da diese den Ruf der Familie in der Gesellschaft dem Schutz der Tochter uberordnet. In dieser Hinsicht wirkt die Familie als eine Art von sozialer Instanz und verliert den Status eines Schutzraums, der dem eigentlichen Konzept der burgerlichen Familie zugrunde liegt. Der Hausvater kann jedoch keinen Schutz bieten, stattdessen ordnet er eine rucksichtslose Verstoßung der Tochter aus dem Haus an, dem sich alle Familienmitglieder fugen. Bei der Versohnungsszene verhalt sich der Vater uberemotional und wird dadurch ins Lacherliche gezogen. Hierdurch wird die patriarchalische Familienstruktur in Frage gestellt. Die Heirat der Marquise mit dem Graf F grundet nicht auf einer `Liebesehe`, sondern erfolgt aufgrund von finanziellen und sozialen Vorteilen. Die Emanzipation der Frauen stoßt auf ihre Grenzen, da sowohl die Marquise als auch ihre Mutter in ihrem Versuch, von ihrer von der Gesellschaft gegebenen Rolle auszubrechen, scheitern und die Schranken der burgerlichen Gesellschaft nicht uberspringen konnen. Auf diese Weise werden die Ideale der burgerlichen Familie parodistisch dargestellt, was wiederum die Verwundbarkeit der Familie durch die gesellschaftlichen Normen um 1800 widerspiegelt. In Fontanes Ehebruchroman Effi Briest dominieren auch die Zwange der burgerlichen Gesellschaft, die im Konflikt mit dem Individuum stehen. Die Ehe Effis mit Instetten ist zum Scheitern verurteilt, weil sie vor allem vom Aufstiegsund Erfolgsdenken geleitet wird und auf die Bedurfnisse der Protagonisten keine Rucksicht nimmt. Die Familie wirkt nicht mehr gesellschaftsabgewandt wie im 18. Jahrhundert, sondern gesellschaftszugewandt und ist den gesellschaftlichen Konventionen unterworfen. Letztendlich sind Effi und auch Instetten Opfer der gesellschaftlichen Umstande: Der betrogene Mann muss sich zur Wahrung seiner Ehre in der Gesellschaft mit dem Rivalen duellieren und seine Frau verstoßen. Die Frau wird aus demselben Grund von ihrem Mann, ihren Eltern und sogar dem eigenen Kind verstoßen. In diesem Sinne ist der Roman nicht nur eine Ehebruchgeschichte mit tragischem Ausgang, sondern auch eine scharfe Kritik Fontanes an der einseitigen, rigiden Moral der Gesellschaft der Zeit. Die Familie im 19. Jahrhundert ist dem Druck der Gesellschaft ausgeliefert, wodurch die Beziehung zwischen Familie und Gesellschaft stark im Spannungsverhaltnis steht.

독일의 문학공간조성에 따른 문학여행의 유형

김경란 ( Kim Kyung Nan )
한국독일어문학회|독일어문학  76권 0호, 2017 pp. 29-50 ( 총 22 pages)
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Im Rahmen dieser Arbeit soll die Planung des deutschen literarischen Raum und Arten von Literatur-Touren bzw. Literaturreisen uberpruft werden. In der Arbeit sollen Ortlichkeiten und Raumlichkeiten der Literatur erortert werden. Dabei handelt es sich meist um Geburts-, Wohn-, oder Ferienhauser, Graber, Schulen und Museen, Gedenkstatten, Wanderrouten von Schriftstellern, reale Schauplatze in ihren Werken. In der vorliegenden Arbeit werden Literaturraume bzw. Literaturreisen im Hinblick auf ihre padagogische Funktion und Bedeutung umrissen. Der Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung der drei verschiedenen Arten der Literaturreisen gemaß der Planung der deutschen literarischen Raume wie z.B. `Dichterrouten`, `Literaturreisen zur Flusslandschaft` und `Literaturwanderwege`. Im ersten Teil der Arbeit werden Dichterrouten wie die Goetheroute oder Stormroute als `Dichter-Spaziergange` vorgestellt. Im zweiten Teil werden Literaturreisen zur Flusslandschaft wie Neckar und Main gezeigt. Weiterhin sollen der Goethewanderweg und der Heinrich Heine-Wanderweg als `literarische Wanderwege` untersucht werden.

조선 말기 독일어 통역 양성을 위한 교육 - 한독 교부 자료를 중심으로

김남희 ( Kim Nam Hui )
한국독일어문학회|독일어문학  76권 0호, 2017 pp. 51-72 ( 총 22 pages)
6,200
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1883년 조선과 독일은 두 국가간 최초의 조약인 조독수호통상조약을 맺는다. 그 역사의 현장에서 양국의 대표자들은 어떻게 소통 했을까? 조선은 건국 초기부터 사역원을 설립하였고, 생도를 선발하여 주변국의 언어 (한, 일, 몽고 및 만주어)를 교수하였다. 이렇게 교육받은 역관 훈련생들은 역관이 되어 외교와 통상현장에서 활동하였다. 따라서 사역원은 교육기관이면서 동시의 역관을 위한 관청이었다. 그러나 영어를 포함한 서양어를 정식으로 습득할 수 있는 학교나 기관은 조선시대 말까지 존재하지 않았다. 서양어 교육의 시초는 서양과 외교관계가 성립되는 현장에 투입될 인력양성을 위한 것이고, 최초의 공식 독일어 교육은 1898년 독어학교가 세워지면서 시작되었다. 이 시대 독일과의 외교관계에서 통역 활동이 누구에 의해 어떤 방식으로 이루어 졌는지에 대해서 현재까지는 거의 알려진 바가 없다. 이 논문은 한독관계 내 통역 (사)연구를 위한 출발선에서 작성된 것이다. 또한 장기적으로는 한-독 관계에서 활동한 통역사와 그 역할을 구체적으로 살펴볼 것이다. 이를 위해 우선, 한국의 사료와 독일 외교부에 보관된 한독관계 관련 외교문서를 토대로 하여 당시 조선말, 대한제국 초창기와 독일제국간 소통, 독일어교육 등의 내용을 찾아보았다. 연구 조사를 통하여 조선 최초 공식 한독 통역사 고희성이라는 인물을 발견하였으며, 그는 역관 가문 출생이었다. 논문에서는 그의 가족 (가문과) 조선 후기에 들어 중인 가문 간 혼인을 통한 긴밀한 친인척 관계, 그 중에서도 소위 “역관가문”과의 연관성도 간단히 살펴보았다. 이를 통해 조선시대에 청이나 일본 등 주변국들의 언어를 배우고 역관으로 활동하던 역관 가문의 후손들이 서양어의 습득에서도 적극적으로 활동 하였음을 확인할 수 있었다.

독일 정치언어에 투영된 완곡어법

김종수 ( Kim Jongsoo )
한국독일어문학회|독일어문학  76권 0호, 2017 pp. 73-97 ( 총 25 pages)
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In dieser Arbeit werden das Problem der Euphemismen in der politischen Sprache und die Funktion der politischen Euphemismen behandelt. Allgemein kann man das Wesen des Euphemismus als Ersatz des zu vermeidenden Ausdrucks erklaren. Diese sprachlichen Formen, die zu den rhetorischen Tropen zahlen, werden als Deckausdrucke fur bestimmte tabuisierte Sachverhalte betrachtet. Als Euphemismen klassifiziert man Worter und Wendungen, die zur Beschonigung und Verschleierung eines Sachverhalts beitragen sollen. Im vorderen Teil dieser Arbeit werden die Beziehung zwischen Tabu und Euphemismus sowie die sprachlichen Realisationsformen von Euphemismen, deren Bildungsmoglichkeiten und Funktionen behandelt. Im Kernteil der Arbeit wird die Bedeutung von Euphemismen in vier Unterbereichen Außenpolitik, Innenpolitik, Verteidigungspolitik und Wirtschaftspolitik analysiert und erlautert. Von einem Tabu kann in der Politik nur insofern gesprochen werden, als dass bestimmte politische Einstellungen nicht offentlich vertreten werden durfen, weil die meisten Mitglieder der Gesellschaft diese Haltungen als verwerflich ablehnen. Auch politische Euphemismen rekurrieren auf gesellschaftlich verankerte Tabus, meiden eine direkte Benennung aber nicht, um die Etikette zu wahren, sondern aufgrund taktischer Erwagungen.
6,800
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Katharina die Zweite, die ursprunglich aus Deutschland stammte und die Frau des russischen Kaisers Peter III. wurde, entthronte ihren Mann und machte sich selbst zur Kaiserin des russischen Reiches. Sie fuhrte vom Anfang ihrer Regierung an eine sehr aktive Politik, nicht nur zugunsten ihres russischen Volkes, sondern auch ihrer Landsleute aus. Sie lud z. B. fur die Entwicklung des weitraumigen russischen Territoriums viele Deutsche aus den damals verarmten deutschen Landern ein und ließ sie besonders in dem Wolga-Gebiet niederlassen, wobei ihnen die Privilegien der Freiheit von aller Steuer, Militardienst usw. versprochen wurden. Weiterhin fuhrte die Kaiserin Kriege mit dem osmanischen Reich und verleibte das Krim-Gebiet, die Sudukraine, Polen usw. in das Russische Reich ein und ließ die Russen einschließlich der Deutschen dorthin siedeln. Die Zahl und die Dorfer der `Russlanddeutschen` vermehrte sich in den nachsten Jahrzehnten betrachtlich und dadurch erbluhte ihr Leben und die deutsche Kultur in Russland. Auch forderte die Kaiserin die Weiterentwicklung von Kunst, Kultur und Wissenschaft und lud dafur viele deutsche Kunstler und Wissenschaftler wie Herder und Euler nach Russland ein. Ihre Expansionspolitik ubernahm ihr Enkelsohn Alexander I. und schloss weiterhin wieder durch Kriege mehr Territorium in den Schwarzmeer-Gebieten zusammen und ließ viele Russlanddeutsche dorthin siedeln. Die Situation dieser Deutschen verschlechtere sich jedoch seit Ende seiner Regierung bis zu dem Ende des 2. Weltkrieges, wobei viele von ihnen ins Ausland emigrierten oder von der russischen Regierung nach Mittelasien vertrieben wurden. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 stellte sich die deutsch-russische freundschaftliche Beziehung wiederher und viele von den Russlanddeutschen konnten nach freiem Willen wieder nach Deutschland, der Heimat ihrer Vorfahren, zuruckkehren. Seither versuchte Prasident Putin von Russland, sich mit der Aussicht auf eine wirtschaftlich-politische Kooperation mit der Bundesrepublik der deutschen Regierung zu nahern, wobei er die Rolle und den Einfluss der ehemaligen Kaiserin Katharina II. in der deutsch-russischen Geschichte erinnerte und betonte. Seine Absicht fand am Anfang Echo bei den deutschen Politikern und Wissenschaftlern und die Hoffnung auf eine hervorragend gute Zusammenarbeit beider Lander wurde immer großer. Nachdem Deutschland aber seit 2014 im Konflikt mit Russland wegen der Krim-und Ukrainekrise in die Offensive gegangen ist, hat sich die Beziehung beider Lander verschlechtert. Und darunter leiden auch die Russlanddeutschen, die sowohl in Russland als auch in Deutschland leben. In der Tat wollen ca. 500 tausend von 2,8 Millionen Russlanddeutschen in Deutschland wieder nach Russland zuruckkehren, da sie sich von den Deutschen oft als “Wirtschaftsfluchtlinge” diskriminiert fuhlen. Zurzeit befindet sich die Bundeskanzlerin Merkel in einer schwierigen Lage wegen der Fluchtlingskrise neben dem Ukraine-Problem und deswegen scheint ein Dialog mit Prasident Putin zur Verhandlung in der nahen Zukunft unentbehrlich zu sein. Da sich Merkel auch mit Katharina II. als starker Politikerin seelisch verwandelt fuhlt und ein Bild von der Kaiserin auf ihrem Schreibtisch stehen hat, konnte diese kunftig als ein Symbol zur Uberbruckung der Differenzen bei beiden Staatsoberhauptern eine gute Rolle spielen. Dafur mussten jedoch die Bundeskanzlerin und der russische Prasident zunachst uber die Existenz und Bedeutung der Kaiserin in der deutsch-russischen Geschichte und Politik aufrichtig und kritisch diskutieren und sich ernsthaft bemuhen, einen Weg fur die Losung der Ukrainekrise bzw. des Problems der Russlanddeutschen zu finden und eine freundschaftliche Beziehung der beide Lander wiederherzustellen.
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Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, anhand von der postkolonialistischen Perspektive die Bedeutung der hybriden Identitat in Jana Simons autobiographischem Reportageroman Denn wir sind anders herauszuarbeiten. In dem Romanhelden Felix S., einem Afro-Deutscher (Jahrgang 1970), der in der DDR aufgewachsen ist und sich in Folge einer falschen Beschuldigung umbringt, verdeutlicht sich die Reziprozitat zwischen dem Problem der hybriden Identitat des Helden und der politischen Wende in Deutschland. Die hybride Identitat des Helden lasst sich besonders in dem Spannungsverhaltnis zwischen seiner Insistenz auf die deutsche Identitat und seiner Alteritat betrachten. Er verehrt zum Beispiel seine beiden vollig unterschiedlichen Großvater gleichzeitig: Einer ist kommunistisch, der andere huldigt dem General Rommel. Es ist also kein Zufall, dass er als schwarzer Deutsche unbedingt und sogar gierig nach Anerkennung in der DDR und Deutschland sucht. W. E. B. Du Bois und Frantz Fanon haben schon langst auf die Zerrissenheit des Schwarzen bzw. seiner Internalisierung des verdoppelten Blicks des Anderen hingewiesen. Ihre Perspektive sind zwar antikolonialistisch. Jedoch erwachst daraus die postkolonialistische Sichtweise, die sich in unserem Fall besonders auf die hybride Identitat bezieht. (Stuart Hall, Homi Bhabha u.a.) Mit diesem postkolonialistischen Instrumentarium ist das breite Spektrum der hybriden Identitat, die dem Romanhelden inharent ist, durchschaubar.

“독일의 특수한 길”과 후기 성장소설 『아메리카』

이창남 ( Lee Changnam )
한국독일어문학회|독일어문학  76권 0호, 2017 pp. 151-170 ( 총 20 pages)
6,000
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Deutschland sei verspatet in die moderne Demokratie eingetreten, weil es keine reale burgerliche Revolution gehabt und keinen modernen wirtschaftlichen Fortschritt im Vergleich zu England und Frankreich erreicht habe. Diese Sichtweise auf die deutsche Misere in Politik und Wirtschaft steht hinter den traditionellen Diskursen des deutschen Sonderwegs, der fur eine Abweichung von der westlichen demokratischen Entwicklung der modernen Gesellschaft gehalten worden ist und als dessen Konsequenz ist auch der Faschismus als die großte Tragodie des 20. Jahrhunderts genannt worden ist. Diese Auslegung der deutschen Geschichte vom 18. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg als ein Sonderfall ist auch ein einflussreiches Erklarungsmodell fur die Entwicklung der deutschen Literatur, insbesondere des Bildungsromans geworden. Die vorliegende Arbeit bestreitet dieses Modell aufgrund der neu entstandenen Einsicht in die Negativitat der Moderne im Allgemeinen, die zur Katastrophe des 20. Jahrhunderts wie dem Holocaust gefuhrt hat. Sie versucht anhand von Kafkas Bildungsroman Amerika jene Negativitat aufzuzeigen, die nicht auf den deutschen Sonderweg beschrankt bleiben darf, sondern als Problem der modernen Gesellschaft im Allgemeinen behandelt werden soll. Um die These dieser Arbeit zu bestatigen, wird das kulturelle transnationale Verhaltnis zwischen Amerika und Europa berucksichtigt, das sich in Amerika bei mehreren aus Europa emigrierten Protagonisten zeigt. Und auch die Paradoxie, in der die moderne rationale gesellschaftliche Struktur zu einer irrationalen Konsequenz gefuhrt hat, wird daran aufgezeigt, wie Kafka die burokratische Struktur des Schiffs und des Hotels in New York im Detail dargestellt hat. Die moderne mechanisierte Gesellschaft halt die Disziplin fur wichtiger als die Gerechtigkeit, die Gruppe fur hoher als das Individuum und erlaubt keinen menschlichen Umgang miteinander, wie der junge Protagonist Karl Roßmann in New York erfahren muss, wo er standig in die Sackgasse der mechanisierten Gesellschaft gerat. Diese Negativitat der Moderne haben Europa und Amerika gemeinsam, sie sind also kein Sonderfall der deutschen Geschichte. Sie wird durch den spaten Bildungsroman Amerika grundlich reflektiert und als ein generelles Problem der Moderne gedeutet. Kafkas Amerika nimmt jene Merkmale der modernen Gesellschaft vorweg, die bei Nationalsozialismus und Holocaust systematisch am Werk gewesen sind. Aufgrund dessen wird in der vorliegenden Arbeit die lange vertretene Sicht auf die Tradition des deutschen Bildungsromans, die diesen, beeinflusst von der These des deutschen Sonderwegs, als innerlich und keines politischen Engagements fahig kritisiert hat, in Frage gestellt. Die spaten Bildungsromane wie Kafkas Amerika oder Grass` Hundejahre konnen als Erbe der Tradition des Bildungsromans verstanden werden, obwohl sie sich die Tradition ironisch angeeignet haben. Die Bildungsromane des 20. Jahrhunderts sind also keineswegs “tote Zweige” (Moretti) der Tradition des Bildungsromans von Goethe zu Kafka. Sie sind vielmehr Spiegel der Moderne und zeigen als Genre eine fruchtbare Moglichkeit, die aktuellen gesellschaftlichen, ethnischen, nationalen und sexuellen Probleme zu thematisieren und weiterzuentwickeln.

비합리성과 합리성의 양극성으로서 문화사 - 아비 바부르크의 크로이츠링엔 강연

이홍경 ( Yi Hong-kyung )
한국독일어문학회|독일어문학  76권 0호, 2017 pp. 171-189 ( 총 19 pages)
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Warburg halt im Jahr 1923 einen Vortrag uber die Kultur der nordamerikanischen Indianer. In dieser Zeit leidet er unter phobischen Ausbruchen. Er wollte durch den Kreuzlinger Vortrag seine wiedergewonnene Arbeitsfahigkeit beweisen. Die vorliegende Arbeit untersucht Warburgs Kulturverstandnis im Kontext der Anthropologie und seinen Versuch einer Selbstheilung. Das Hauptaugenmerk dieser Studie richtet sich auf die Frage, wie Warburg Ruckschlusse auf den Entwicklungsprozess vom Primitiven zum modernen Menschen zieht. Die Arbeit gliedert sich in drei Teile. Das erste Kapitel wird anhand drei Beispielen von Kultgewohnheiten der Pueblo-Indianer, d.h. Antilopen-Tanz, Humis-Katchina-Tanz und Schlangentanz gezeigt, wie Warburg in den Indianern die symbolschaffenden Menschen findet. Das zweite Kapitel behandelt die Wanderwege des Schlangensymbols und die Verwandtschaft zwischen den Pueblo-Indianern und den heidnischen Griechen. Das dritte Kapitel setzt sich schließlich mit seinem veranderten Kulturverstandnis auseinander. Die aus den Kultgewohnheiten der Pueblo-Indianer gewonnene Erkenntnis ist Nebeneinander von Magie und Logos. Er erkennt, dass permanente Pendelbewegungen zwischen Magie und Logos in der Menschheit ewig sind. Mit diesen Einsichten konnte er zur normalen Welt zuruckkehren.

소타자에 대한 대타자의 헤게모니 - 라캉의 눈으로 카프카의 『변신』 다시 읽기

인성기 ( In Seongki )
한국독일어문학회|독일어문학  76권 0호, 2017 pp. 191-214 ( 총 24 pages)
6,400
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In F. Kafkas Verwandlung verwandelt sich Gregor Samsa eines Tages zu einem unbekannten Kafer. Aus Sicht von J. Lacan ist das Ereignis als eine literarische Metapher furs “Acting-out” eines unbewußten “Nicht-Sinn” zu lesen, welcher eigentlich unter einem “Steppunkt” der Signifikantenkette tief verdrangt wird, sobald ein Sinn genau an dem gleichen Steppunkt fixiert wird. Der Nicht-Sinn als ein unterdrucktes Gegenteil des Sinnes erscheint bei dem Protagonisten sowohl als Identifkiation mit einem imaginaren Ideal-ich als auch mit Jouissance. Das zeigt sich an seinem beunruhigenden Traum und an dem Foto, in dem eine Frau auf ihn schaut. Im Vergleich zu ihm haben die Familienangehorigen des Protagonisten sowie die bei seinem Haus zu Gast bleibenden Leute uberhaupt keine Ahnung von einem derartigen Nicht-Sinn. Sie interessieren sich bloß fur einen “Sinn”, der eigentlich der Diskurs des Anderen ist. Sie begehren alle namlich nach “Phallus”, der sich mit dem autoritaren Benehmen des Vaters des Protagonistes verkorpert und leben nach der Idee eines asketischen Fleiß wie sie im Protestantismus im Sinne von Max Weber vertreten wird. Die Beherrschung des großen anderen uber all die Personen zeigt sich auch an ihrer blinden Sucht nach Medien wie Livreerock, Zeitungen, Schreibtisch, Feder usw. Die Medien fungieren genau so wie der entwendete Brief in der gleichnamigen Erzahlung E. A. Poes, den es eigentlich nicht gibt, der jedoch immer wieder mit Autoritat des großen anderen zur gleichen Stelle kommt, indem man fest daran glaubt, dass er gewisse Signifikanten hatte, die wohl mit dem entsprechenden Signifiat den Besitzer zur Macht bringen konnte. In der Gesellschaft, wo der große andere derartig uberhandnimmt, wird die Vorstellung eines Nicht-Sinnes wie diejenige des Protagonisten Gregor Samsa einfach ubersehen und erstickt.

독일어의 어휘 변천에 대한 고찰

장애윤 ( Jang Ae-yoon )
한국독일어문학회|독일어문학  76권 0호, 2017 pp. 215-236 ( 총 22 pages)
6,200
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Von dem modernen Sprachphilosophen Ludwig Wittgenstein (1889-1951) stammt der anschauliche Vergleich der deutschen Sprache mit einer alten Stadt. Den unterschiedlichen historischen Erscheinungsformen unserer Sprache konnen wir dort begegnen. Wer seine Sprache im Alltag benutzt, ubersieht leicht ihre historische Dimension, so sehr sind wir mit ihr synchronisiert. Und doch unterliegen unsere Sprachen in der Weitergabe von Generation zu Generation fortwahrend Veranderungen, die wir selbst kaum wahrnehmen, die aber Spuren in ihnen hinterlassen. Erst aus einer gewissen Distanz heraus wird uns diese historische Schichtung sichtbar: Altere Texte, soweit sie uns noch zuganglich sind, konnen uns z. B. auf Abweichungen aufmerksam machen, die aus heutiger Sicht klarungsbedurftig erscheinen. In Gesprachen mit alten Menschen tauchen bisweilen seltsame Formulierungen auf, die wir selbst so nicht mehr verwenden wurden, auch wenn wir sie vielleicht noch verstehen. Und in poetischen Texten, in der Werbung oder Presse werden stilistische Merkmale genutzt, die diesen Texten eine altertumliche Farbung verleihen konnen. Dazu kommt, dass der sprachliche Wandel nicht gleichmaßig zu verlaufen scheint: Schon im Interesse einer Verstandigung zwischen den Generationen, die nicht abreißen soll, doch auch um die kulturelle Identitat einer Sprachgemeinschaft zu sichern, muss in jener Sprache ein ausgebogenes Verhaltnis von Diskontinuitat und Kontinuitat existieren, das ebenfalls zu historischen Verwerfungen, Bruchen oder Uberlagerungen in jedem einzelnen Sprachzustand, zu einer Kontinuitat fuhren kann.
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